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nach unten September 2010

Juli/August 2010

Eine große Chance vertan

Das Dyckerhoff-Sportfeld platzt aus allen Nähten. Seit Jahren. Eine richtige Lösung war nie in Sicht, weil Erweiterungen des Geländes nicht möglich sind. Rund 25 Mannschaften allein von Biebrich 02, dazu die Fußballer von Biebrich 19 müssen hier trainieren und spielen.

Nur Platz zwei mit seinem Kunstrasen und einer abgenommenen Kunstlichtanlage ist ganzjährig voll zu nutzen. Ab Mitte September fällt der Rasenplatz für das gesamte Training und für Werktagsspiele aus, weil es zu früh dunkel wird. Häufig genug ist bei herbstlichen und winterlichen Witterungsbedingungen der Naturrasen gesperrt. Aus den gleichen Gründen fällt Platz drei dann aus. Die Rotasche im Zwinger hat dürftiges Licht nur über das halbe Feld, der Platz ist im Winter oft nicht bespielbar, Belag und Spielfeld-Maße sind indiskutabel, wobei eine Ausweitung der Fläche gerade hier nicht möglich ist.

De facto verfügt die Biebricher Sportanlage so über Wochen hinweg für fast 30 Mannschaften nur über einen Platz. Wie jetzt nach der Weltmeisterschaft unter diesen Bedingungen ein eventuell erneut einsetzender Zulauf von Kindern aufgefangen werden soll, zumal Ganztagssschulbetrieb auch Trainingszeiten für Jugendliche in Richtung Abend schiebt, weiß kein Mensch. Die Stadt Wiesbaden ist nicht in der Lage, ihrem größten und erfolgreichsten Fußballverein im größten Stadtteil ausreichend Spielmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Nun hatte sich eine Lösung der Probleme angedeutet. REWE hätte auf dem bisherigen Platz drei einen Supermarkt gebaut - und dafür im Gegenzug das Hauptfeld mit einem hochwertigen Kunstrasen, einer Kunststoff-Laufbahn und einer Flutlichtanlage ausgestattet. Mit einem Schlag hätten wir zwei ganzjährig und rund um die Uhr nutzbare Sportplätze zur Verfügung gehabt. Die Sportfläche hätte sich im Vergleich zum heutigen Zustand effektiv vermehrt.

Das zu erkennen, waren die Politiker im Sportausschuss des Stadtparlaments nicht in der Lage. Sie wollten keinen Quadratzentimeter Sportfläche für einen Einkaufsmarkt preisgeben, argumentierten sie. Unbrauchbare Sportfläche wohlgemerkt. Auch die Begründungen der Stadtteilpolitiker muss man nicht unbedingt nachvollziehen, die die Anziehungskraft der Biebricher Kernstadt schwinden sahen, wenn sich zwischen Dilthey- und Kasteler Straße ein hochwertiger Lebensmittelmarkt niederlässt. Jahrelang tun sie nichts gegen Großmärkte auf der grünen Wiese, und wenn sich dann ein Geschäft mit Waren des täglichen Bedarfs mitten im Wohngebiet niederlassen will, das auch den Biebrichern nördlich der Bahnlinie die Gelegenheit bietet, zu Fuß einkaufen zu können, legen sie sich quer.

Verblüffend ist schließlich die Feststellung von Ortsvorsteher Wolfgang Gores, zugleich Mitglied des Sportausschusses, nun endlich sei den Politikern die Situation auf dem Dyckerhoff-Sportfeld bekannt. Und sicher würde sich die Anlage auf der nächsten Prioritätenliste für Sportstätten-Baumaßnahmen weit vorn finden. Erstens wäre es ein Armutszeugnis für jeden Wiesbadener Lokalpolitiker, wenn ihm die Platznot für Biebrichs Fußballer erst jetzt bekannt würde. Die 02-Verantwortlichen werden seit Jahren nicht müde, die missliche Situation zu schildern. Sind sie nicht gehört worden, oder nimmt man Vereinsvertreter mit ihren Anliegen einfach nicht ernst? Zweitens wird es spannend zu sehen sein, auf welcher Prioritätenliste was erscheinen soll? Ein Kunstrasen auf Platz drei mit einer kompletten Flutlichtanlage ist in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung Unsinn. Ein Kunstrasen mit der dann zwingend notwendigen Kunststoff-Laufbahn und einer größer ausgelegten Flutlichtanlage ist wahnsinnig teuer.

So müssen sich Biebrichs Fußballer, sollten die Politiker nicht doch noch vom Licht der Erkenntnis bestrahlt werden, weiterhin mit der derzeitigen Situation zurechtfinden. Und vielleicht erstmals Kinder, die bei uns kicken wollen, nach Hause schicken.


September 2010

EMIL beim Mosburgfest

Am letzten Wochenende im August feiern Biebrichs Vereine wieder zwei Tage lang mit allen Freunden und Nachbarn im Schloßpark. Einer der Höhepunkte wird am Samstag gegen 19 Uhr die erstmalige Verleihung des EMIL-Awards sein. Der Biebricher Stahlbauunternehmer Siegfried Huhle hat den mit 2500 Euro dotierten Preis anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Firma gestiftet. Er will mit der nach dem Unternehmensgründer Emil Huhle benannten Auszeichnung Personen, Vereine, Verbände, Initiativen oder Gruppen würdigen, die sich in herausragender Weise um die Förderung von Kindern und Jugendlichen vor allem in Biebrich verdient gemacht haben. Einen mit 500 Euro dotierten Sonderpreis wird zur Premiere auch der Biebricher Fußballverein und sein Jugendleiter Hartmut Steindorf erhalten.

Mit Wertmarken

Noch ein Grund also, am Stand der Blauen am Nordende des Weihers ein Gläschen zu nehmen und sich am Grillstand zu verköstigen. Auch hier gibt es eine Premiere. Die neuen Mosburgfest-Verantwortlichen des Biebricher Fußballvereins, Kerstin Prassol und Karalampos Mentis, haben sich entschlossen, eine zentrale Kasse einzurichten, an der die Besucher Märkchen erhalten, für die sie dann Speis und Trank bekommen. Das erleichtert vor allem die Arbeit in den oft stark beanspruchten Grill- und Getränkeständen. Wir werden uns anschauen, wie’s klappt.

Hallenrunde ohne die 02-Jugend *

* Dieser in der PDF-Datei enthaltene Beitrag entspricht in keinster Weise der Realität. Natürlich nimmt der FV Biebrich 02 mit seinen Jugend-Teams an der Hallenrunde teil.

Weitere Hallenturniere

Termine zum Vormerken: Die Weihnachtsfeier im Casa-Nova im Henkellpark findet am 18. Dezember statt, am Tag drauf folgt traditionell das Betreuerturnier für die Wiesbadener Jugendbetreuer in der Sporthalle Biebrich. Am gleichen Ort steigt am 15. Januar das Turnier der Traditonsmannschaften um den Biebricher Nostalgiecup, der Horst-Seilberger- Pokal wird am 22. Januar von Liga-Teams ausgespielt.

Das nächste Jubiläum

In ihrer jüngsten Vorstandssitzung haben die 02-Verantwortlichen entschieden, auch das 110-jährige Vereinsbestehen 2012 gebührend zu begehen. „In einem solchen Alter sollte man öfter dankbar feiern“, erklärte Vorsitzender Horst Klee. „Auch wenn es sicher eine Nummer kleiner wird als beim unvergesslichen Hundertjährigen.“

C-Jugend gegen Rassismus

Am 12. Oktober beteiligt sich der Biebricher Fußballverein mit der C-Jugend an einem Workshop gegen Rassismus in seinem Vereinsheim.

Freundeskreis bei Karl&Co

Der Freundeskreis der Blauen trifft sich zu seiner nächsten Zusammenkunft am 21. Oktober auf Einladung von Karl&Co in der Biebricher Filiale des BMW-Autohauses.



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Zuletzt geändert am 25.08.2010. 01:14:09

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