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Aktueller Spieltag
1. Spieltag
1. FC Viktoria 07 Kelsterbach - FV Biebrich 02 2:2 (1:1) - 04. 08. 2012
Punkteteilung zum Saisonauftakt
Jusofie trifft in der 94. Minute nur die Latte
Mit einem 2:2 Unentschieden im Heimspiel gegen den FV Biebrich startete unsere erste Mannschaft in die Verbandsligasaison 2012/2013.
Die Viktoria ging nach 17 Minuten durch einen von Dominic Machado sicher verwandelten Foulelfmeter in Führung. Zuvor war Giovanni D' onofrio im Strafraum gefoult worden. Zwölf Minuten
später glichen die Gäste überraschend aus. Orkun Zer traf ebenfalls vom Punkt zum 1:1, nachdem Volkan Zer im Zweikampf mit Marcel Tschakert ins Straucheln geraten war. In der 32.
Minute hätte Schiedsrichter Christian Stübing eigentlich erneut auf Strafstoß entscheiden müssen, als Alex Klooz im Sechzehner klar umgerannt worden war, doch der fällige
Pfiff blieb aus.
Die Horst-Schützlinge konnten auch in der Folgezeit ihre optische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Stattdessen hatten die Gastgeber Glück, dass Dominique Groß mit
einer Klasseparade gegen Bastian Pilger parierte (40.) und ein eigentlich als Flanke gedachter Ball von Volkan Zer kurz vor dem Wechsel auf das Lattenkreuz und nicht hinter die Linie fiel.
Die kalte Dusche folgte kurz nach der Pause, als der FV Biebrich einen Konter über die rechte Seite setzte und Orkun Zer im Strafraum völlig alleine gelassen den Rückpass aufnehmen
konnte und zum 1:2 verwandelte. Mit einer Heimniederlage wollte die Viktoria natürlich nicht in die Runde starten und erhöhte wieder den Druck auf die Biebricher Defensive. Dominic Machado
fand bei seinem Schussversuch 180 Sekunden nach dem Rückstand in Robin Findeis seinen Meister, der allerdings in der nächsten Szene zum Hauptakteur werden sollte, als er einen harmlosen
Schussversuch von Jonas Scheitza unter dem Fuß durchkullern ließ und der Ball zur Verwunderung aller plötzlich im Netz lag (55.). So kam Marius Troll noch unverhofft zu einem
Assist.
Beide Teams wollten anschließend noch alle drei Zähler auf dem Habenkonto verbuchen und hatten bis zum Ende der regulären Spielzeit jeweils eine gute Möglichkeit, den dritten
Treffer zu erzielen. In der 80. Minute zwang der eingewechselte Said Naimi den Biebricher Keeper mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade und auf der Gegenseite verfehlte 120 Sekunden später
ein Kopfball von Zer nur um Zentimeter das Gehäuse von Dominique Groß.
Als sich alle schon mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, bekamen die Gastgeber in der fünften Minute der Nachspielzeit nochmals einen Freistoß zugesprochen, den Manuel May
gefühlvoll in den Strafraum zu Tamim Jusofie weiterleitete, doch dessen Schuss landete zum Entsetzen der Einheimischen nur an der Latte, so dass es beim 2:2 blieb.
Trainer Ralf Horst, der am heutigen Tag ebenso wie Bruder und Co-Trainer Kai seinen 36. Geburtstag feiert, war nach dem Schlusspfiff mit einem Zähler nicht unzufrieden. "Wir sind am Anfang
der Saison, die Automatismen müssen erst wieder greifen. Natürlich hätten wir gewinnen können, doch insgesamt geht die Punkteteilung in Ordnung".
Viel Zeit zum Erholen und Trainieren bleibt indes nicht, denn bereits am Mittwoch tritt die Mannschaft zum Derby in Oberliederbach an. Spielbeginn ist um 19.00 Uhr. Die Akteure freuen sich dabei
auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung nicht nur ihrer "Edel-Fans", die auch am heutigen Tag wieder für gute Stimmung sorgten.
Zum Einsatz kamen: Groß - Gürtler, Tschakert, Brück, Klooz - Werner, May, Machado, D' Onofrio (67. S. Naimi) - Scheitza, Troll (60. Jusofie).
Tore: 1:0 Machado (17.) 1:1 und 1:2 Orkun Zer (29. / 48.) 2:2 Scheitza (55.)
Quelle: Homepage des 1. FC Viktoria 07 Kelsterbach
Fataler Findeis-Fauxpas kostet Sieg
06.08.2012 - KELSTERBACH
Von Stephan Neumann
BIEBRICH 02 Neuer Keeper hält stark, verschuldet aber Kelsterbachs Ausgleich zum 2:2 / Volkan Zer trifft doppelt / Umstrittener Elfmeter
Robin Findeis war untröstlich. So ein Ding passiert einem guten Keeper wohl nur einmal. Ein Fauxpas, vor dem auch die Besten nicht gefeit sind. „Er hätte den Ball mit der Hand
aufnehmen können. Die Mannschaft befand sich ja praktisch schon in der Vorwärtsbewegung“, meinte Trainer Elvir Melunovic nach dem dicken Klops des Ex-Wörsdorfers zwischen den
Pfosten des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02. Doch Findeis, der ansonsten prima hielt, wollte den Schuss von Jonas Scheitza mit dem Fuß stoppen, ließ ihn aber unter der Sohle
durch ins Netz rollen. Ein Geschenk, das bei Viktoria Kelsterbach den Sieg kostete. Nach diesem kuriosen Treffer blieb es beim 2:2.
Geschenk des Referees
Doch alle Schuld auf Findeis abzuwälzen, wäre zu einfach. Zwei weitere Aspekte verhinderten den durchaus möglichen Startdreier beim Dritten der vergangenen Runde. Zunächst der
umstrittene Elfmeter, den Dominic Machado zum 1:0 nutzte. Melunovic wertete den Pfiff als Präsent des Schiedsrichters für die Heim-Elf. Der neue Abwehrchef Markus Kusch wollte am Boden
liegend retten, orientierte sich dabei ganz klar in Richtung Ball. „Das war absolut nichts. Die Kelsterbacher waren selbst überrascht, dass es Strafstoß gab“, strich der
02-Coach heraus.
Faktor Chancenverwertung
Zum dritten Kriterium des verhinderten Erfolgs geriet die Chancenverwertung. Kapitän Bastian Pilger, Orkun Zer und Volkan Zer ließen beste Möglichkeiten aus. Wobei Volkan Zer
andererseits als zweifacher Torschütze in Erscheinung trat. Beim 1:1 verwandelte er den an ihm verursachten Elfmeter, beim vorübergehenden 1:2 glänzte Camilo Rivera als Vorbereiter.
„Generell war das eine gute Leistung. Gerade auch in der Defensive. Kelsterbach konnte sich keine Gelegenheiten herausspielen“, filterte Melunovic mit Blick auf das morgige Heimspiel
gegen Dietkirchen Positives heraus.
Biebrich 02: Findeis - Meurer, Kusch, Maus, M. Christ - Rivera (75. Paliakov), Maurer, Pilger, K. Acar (90. Onyejekwe) - O. Zer (85. Celik) - V. Zer.
Tore: 1:0 Machado (17./Foulelfmeter), 1:1 V. Zer (31./Foulelfmeter), 1:2 V. Zer (49.), 2:2 Scheitza (55.).
SR: Stübing (Gründau-Breitenborn).
Zu.: 180.
Main-Spitze, 06. 08. 2012
2. Spieltag
FV Biebrich 02 - TuS Dietkirchen 1911 0:2 (0:1) - 07. 08. 2012
Erneuter Fehlstart perfekt
08.08.2012 - BIEBRICH
BIEBRICH 02 Granjas Doppelpack besiegelt Coup von Neuling Dietkirchen
(nn). Unbedingt einen Fehlstart vermeiden. Das war die Devise von Elvir Melunovic, dem Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02. Nach der 0:2 (0:1)-Heimpleite gegen Neuling TuS
Dietkirchen steht aber fest: Die 02er kommen wie im Vorjahr nicht in Wallung. TuS-Torjäger Miguel Granja besiegelte per Doppelpack die bittere Niederlage, die die Mannschaft mit Blick auf das
Spiel gegen Oberliederbach unter Druck setzt.
Melunovic musste Wechsel in der Startelf vornehmen. Anstelle von Robin Findeis, der im Training Frakturen an gleich zwei Fingern davongetragen hatte, stand der aus der A-Jugend aufgerückte
Julian Bischoff im Tor. In der Spitze ersetzte der Ex-Gonsenheimer Kemal Acar den aus beruflichen Gründen verhinderten Torjäger Volkan Zer.
Nach dem Pausenrückstand ergriffen die Biebricher die Initiative, wurden aber kalt erwischt, als Granjas von der linken Seite hereingegebener Freistoß durch Gegner und Abwehrspieler
hindurch irgendwie den Weg ins Netz fand. Erneut - wie beim 2:2 in Kelsterbach - ein kurioser Gegentreffer, der mächtig aufs Gemüt drückte. Der stellvertretende 02-Vorsitzende
Heinz-Jürgen Hauzel: „Der sicher nicht sonderlich starke Dietkirchener Keeper wurde kaum geprüft. Unseren jungen Spielern ist kein Vorwurf zu machen. Es ist vielmehr den Älteren
nicht gelungen, Akzente zu setzen.“
FV Biebrich 02: Bischoff - M. Christ (64. Harmen Baghramian), Maus (46. Paliakov), Kusch, Onyejekwe - Rivera (79. Celik), Maurer, Pilger, Oestereich - O. Zer - K. Acar.
Tore: 0:1, 0:2 Granja (32./56.).
SR: Beck (Birkenau).
Zu.: 250.
WT, 08. 08. 2012
Miguel Granjas Schüsse sitzen
(red). Der TuS Dietkirchen hat sein erstes Auswärtsspiel in der Fußball-Verbandsliga Mitte am Dienstagabend beim FV Biebrich mit 2:0 (1:0) gewonnen.
Auf der Sportanlage in Biebrich waren die Gastgeber in den ersten fünf Minuten optisch überlegen. Die erste Offensivaktion hatte dann aber der
TuS nach zehn Minuten. Max Zuckrigl tankte sich gegen mehrere Gegenspieler durch, doch seine Flanke fand vor dem Tor keinen Abnehmer. Dietkirchen kam jetzt besser ins Spiel. Biebrich war durch Zer
dem Torerfolg näher, aber Sebastian Schmitt war auf dem Posten und klärte die Situation. 32 Minuten waren gespielt, als sich Gökhan Sancak sehr stark über Außen durchsetzte;
dessen Flanke verwertete Miguel Granja mit einem satten Schuss zum 0:1. Kurz vor dem Pausenpfiff beinahe das 0:2: Der Kopfball von Zuckrigl ging aber drüber. Nach der Halbzeit versuchte Biebrich
Druck aufzubauen. Doch Dietkirchen ließ nichts zu. Nach 56. Minuten flog ein scharf geschossener Freistoß von Granja vorbei an Freund und Feind - es stand 0:2. Der TuS hatte das
Spielgeschehen unter Kontrolle und noch gute Möglichkeiten zum Ausbau der Führung. Biebrichs Paliakov konnte kurz vor Schluss noch den Anschluss machen, doch sein Kopfball ging vorbei. Es
blieb beim unter dem Strich verdienten Premierensieg des TuS Dietkirchen.
Biebrich: Bischoff, Oestereich, Kusch, Rivera (77. Celik), Pilger,Maurer,Maus, Christ (63. Baghramian), Onyejekwe, Zer, Acar (46. Paliakov).
Dietkirchen: Schmitt,Sancak, Merfels, Polonio, Balmert, Dempewolf, Stöhr (78. Schütz), Zuckrigl, Heep (60. Müller), Granja (65. Egenolf), Schmitz.
Schiedsrichter: Beck (Birkenau) - Zuschauer: 200 - Tore: 0:1 Miguel Granja (32.), 0:2 Miguel Granja (56.).
mittelhessen.de, 08. 08. 2012
3. Spieltag
FV Biebrich 02 - SG Oberliederbach 2:2 (1:2) - 11. 08. 2012
Biebricher Ballstafetten zu berechenbar
Von Stephan Neumann
VERBANDSLIGA Nach verschlafenem Start und 50-minütiger Überzahl nur 2:2 gegen Oberliederbach / Kusch macht Schnitzer per Kopfballtor wett
Der Anstoß erfolgte um halb vier, der innere Wecker klingelte bei den Verbandsliga-Fußballern des FV Biebrich 02 aber erst eine gute halbe Stunde später. Da stand es durch den
frühen Doppelschlag von Denny Piazza schon 2:0 für die SG Oberliederbach, die den Ex-Wallufer Rami Azakir in der 40. Minute durch eine zu harte Rote Karte verlor. Am Ende hieß es nach
50-minütiger Überzahl der 02er 2:2.
„Noch nicht gefestigt“
„Man muss das Positive sehen. Schließlich haben wir ein 0:2 wettgemacht“, meinte Stürmer Volkan Zer. Clubchef Horst Klee analysierte weitaus kritischer: „Das war
insgesamt einfach zu wenig. Die Mannschaft ist noch nicht gefestigt. Gerade im hinteren Bereich hapert es.“ Trainer Elvir Melunovic fischte den ab der 30. Minute deutlich höheren Einsatz
als Positivum heraus und Abwehr-Neuzugang Markus Kusch, der das 2:0 durch einen schlimmen Abspielpatzer eingeleitet hatte, versprach: „Alle sind inzwischen aus dem Urlaub zurück. Jetzt
geht es richtig los.“ Das zu glauben fällt angesichts der vielen Baustellen schwer. Viel zu oft sind die 02-Aktionen so berechenbar wie der nächste Sonnenuntergang.
Überraschungsmomente und schnelle Stafetten wie beim Tor von Volkan Zer bleiben derzeit Raritäten. Was auch daran liegt, dass im Mittelfeld ein kreativer Kopf fehlt. Zudem paaren sich im
Abschluss Pech und Unvermögen: Volkan Zer vergab unmittelbar vor dem 0:1, David Meurer traf nach Azarkirs Hinausstellung den Innenpfosten und Atanas Paliakov vergab seine beide Top-Chancen
(54./56.) in beinahe fahrlässiger Manier.
Bischoff hält Punkt fest
Glück daher, dass Kuschs Kopfball vom Pfosten und vom Abwehrspieler berührt hinter die Linie sprang und 02-Torwart-Youngster Julian Bischoff später (79.) den Kopfball von Thomas
Schlierbach mit fantastischem Reflex an den Querbalken lenkte - sonst wären die Biebricher Start-Schläfer leer ausgegangen.
FV Biebrich 02: Bischoff - Meurer, Maus, Kusch, Oestereich - Rivera (67. Harmen Baghramian), Maurer, Pilger, Paliakov (90. Schwalbach) - O. Zer (80. K. Acar) - V. Zer.
Tore: 0:1, 0:2 Piazza (3./6.), 1:2 V. Zer (35.), 2:2 Kusch (57.).
SR: Ballweg (Zwingenberg).
Zuschauer: 100.
Rot: Azakir (Oberliederbach, 40., Foulspiel).
WT, 13. 08. 2012
Frühe Führung reicht nur zum Unentschieden
Trotz zwei früher Kontertore musste sich die SG Oberliederbach beim FV Biebrich mit einem 2:2 begnügen.
Oberliederbach. Die Gäste hatten einen Blitzstart. Nachdem Biebrich in der dritten Minute seine erste Chance vergeben hatte, nutzte Denny Piazza im Gegenzug den ersten Konter zur
Führung. Über Daniel Koch und Maximilian Walentowitz gelangte der Ball zu Piazza, der sicher zum 1:0 aus zwölf Metern traf.
Nur zwei Minuten später schlug Oberliederbachs Torjäger zum zweiten Mal zu. Erneut klappte das Zusammenspiel mit Koch prima. Er hatte im Mittelfeld die Lücke für den schnellen
Piazza gefunden, der sich für das Zuspiel mit dem 2:0 bedankte. Die Gäste wähnten sich nun zunächst in Sicherheit, und die Hausherren mussten sich von dem Schock des frühen
Rückstands erst einmal erholen. Erst nach einer guten halben Stunde konnte der Sportliche Leiter Tobias Merz die nächste Chance verzeichnen. Tarek Fouad hatte Koch bedient, der alleine auf
Biebrichs Schlussmann Bischoff zulief, die Gelegenheit zum Heber aber verpasste und den Ball zu weit am Torwart des Gegners vorbeilegte. Von der Grundlinie konnte der Stürmer nur noch Maurizio
Sanfratello bedienen, der an der Strafraumgrenze zum Dribbling ansetzte, die Torchance aber ebenfalls verpasste. Mit einem Tor wie aus dem Nichts verkürzten die Gastgeber. In der 35. Minute
profitierte Volkan Zer von einem leichtfertigen Oberliederbacher Ballverlust im Mittelfeld. Biebrichs Torjäger ließ nicht zwei Mal bitten und traf aus 18 Metern.
Das 1:2 ließ bei den Hausherren Hoffnung aufkommen. Erst recht, als nur vier Minuten nach dem Treffer die Gäste in Unterzahl gerieten. Nach dem zweiten unnötigen Ballverlust im
Mittelfeld machte sich Volkan Zer auf in Richtung Tor, Rami Azakir stoppte den Biebricher vor der Strafraumgrenze unfair und wurde von Schiedsrichter Bischoff mit der Roten Karte des Feldes
verwiesen. Der folgende Freistoß prallte an den Innenpfosten.
In der zweiten Hälfte stemmte sich Oberliederbach zwar mit Kampfgeist gegen das drohende 2:2, in der 56. Minute war es aber um die Gäste geschehen. In abseitsverdächtiger Position
holte Paliakov einen Eckstoß heraus, der im zweiten Versuch von Kusch genutzt wurde. "Die Entstehung war natürlich denkbar unglücklich, trotzdem muss man, wenn man so lange in
Unterzahl spielt, am Ende mit dem Punkt zufrieden sein", meinte Merz. (awo)
Höchster Kreisblatt, 13. 08. 2012
4. Spieltag
VfB 1900 Gießen - FV Biebrich 02 1:1 (0:1) - 18. 08. 2012
Glanzleistung in Gießen bringt nur Billiglohn
20.08.2012 - GIESSEN
BIEBRICH 02 Gegentor zum 1:1 in letzter Minute
(nn). Abpfiff: Frustriert sacken die Spieler von Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 auf den Rasen und verfallen in gemeinschaftliches Kopfschütteln. 90 Minuten leidenschaftlich
gekämpft, aber beim VfB Gießen nur einen Punkt mitgenommen, das wollte keiner so recht begreifen. Kein Wunder angesichts des Gießener Last-Minute-Ausgleichs zum 1:1 durch den
unhaltbaren Drehschuss des eingewechselten Maykel Samun. Vorausgegangen war ein aus Biebricher Sicht völlig unberechtigter Freistoß für die Heimmannschaft.
„In der ersten Halbzeit war ein Klassenunterschied zu unseren Gunsten erkennbar. Es hätte locker 4:0 stehen können, aber uns hat einfach das zweite Tor gefehlt. Trotzdem war die
Leistung richtig gut. Das Team bekommt jetzt Konturen“, tröstete 02-Coach Elvir Melunovic sich und seine Schützlinge. Die hatten sich gleichermaßen auf kämpferische und
spielerische Qualitäten besonnen. Folglich gab es reichlich Chancen: Allein Atanas Paliakov ließ in der 2., 8. und 16. Minute drei Hochkaräter aus. Wie beim 2:2 gegen Oberliederbach
klebte ihm das Pech an den Füßen. Nach einer Kombination über Domenic Hachenberger und Camilo Rivera brach Volkan Zer mit dem 0:1 den Bann.
Im zweiten Durchgang versenkte erneut Volkan Zer mit der Stirn (50.), doch der Schiedsrichter-Assistent wollte vorher ein Foul gesehen haben. „Das war ein absolut regelkonformer
Treffer“, befand Melunovic. Im Finish parierte Torhüter Julian Bischoff (17) dreimal in Klassemanier, während der eingetauschte Orkun Zer (Melunovic: „Er steckt im Formtief und
brauchte eine Pause“) seine Möglichkeiten ausließ. Die Strafe für alle ausgelassen Chancen folgte auf den Fuß. Morgen (19.30 Uhr) wollen die 02er gegen
Watzenborn/Steinberg genauer zielen.
FV Biebrich 02: Bischoff - Meurer, Maus, Pilger, Oestereich - Rivera, Maurer, Hachenberger (75. Moritz Christ), Altas (67. Harmen Baghramian) - Paliakov (80. O. Zer) - V. Zer.
Tore: 0:1 V. Zer (38.), 1:1 Samun (90.).
SR: Bierau (Biedenkopf).
Zu.: 150.
WT, 20. 08. 2012
Maykel Samun rettet einen verdienten Punkt
(fro) Dank eines Last-Minute-Treffers von Maykel Samun sicherte sich der VfB 1900 Gießen am Samstag in der Verbandsliga Mitte ein 1:1-Remis gegen den FV Biebrich 02.
Damit fand eine nach dem Wechsel bei tropischen Temperaturen durchgeführte Aufholjagd der Gießener ein verdientes Ende. »Dieses Unentschieden ist wie ein gefühlter Sieg. Die
Mannschaft hat sich in der zweiten Halbzeit für ihren hohen Aufwand am Ende belohnt«, freute sich VfB-1900-Trainer Stefan Hassler.
Beide Mannschaften hielten sich nicht mit langem Abtasten auf, sondern legten los wie die Feuerwehr. Atanas Paliakov überlief nach zwei Zeigerumdrehungen Pierre Chabou und strebte alleine der
1:0-Führung entgegen. VfB-1900-Keeper Florian Säglitz blieb lange stehen und konnte den Schuss zur Ecke lenken. Auf der Gegenseite verpasste Erkan Hasan die Führung, als er nach einer
Flanke von Ngolo Ouattara das Leder neben den Pfosten setzte (5.). Maximilian Ott musste nach einer Viertelstunde mit Verdacht auf Handbruch vom Feld. Die Gäste störten nun früh den
Spielaufbau der Gießener. So verlagerte sich das Geschehen immer mehr in die VfB-1900-Hälfte. Und es schien nur eine Frage der Zeit, wann die Hassler-Elf einen Gegentreffer hinnehmen
würde. In der 38. Minute war es so weit. Nach einer Ballstafette über Can Domenic Hachenberger und Camilo Rivera schob FV-Torjäger Volkan Zer den Ball mit einem Schlenzer zum 1:0 ins
Netz. »Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir unterirdisch schlecht gespielt. Wir hatten einen schwachen Spielaufbau, die Laufbereitschaft hatte gefehlt und das Chancenplus lag klar aufseiten der
Biebricher«, analysierte Stefan Hassler.
Der Fußball-Lehrer reagierte noch vor der Pause und brachte mit Maykel Samun einen weiteren Stürmer (40.) Zwei Minuten später hatte Samun bereits den Ausgleich auf dem Fuß.
Ein harmloser Schuss von Volkan Vural wurde durch David Meurer vor die Füße des VfB-1900-Stürmers abgefälscht. Samun hatte freie Bahn, entschied sich aber für einen
überhasteten Schuss, den FV-Torwart Bischoff parieren konnte. »Ich erhoffe mir, dass er nach dem Wechsel die nötige Ruhe vor dem Tor haben wird«, glaubte Hassler beim Gang in
die Kabinen dennoch fest an den Erfolg seiner Wechselmaßnahme.
Beide mit offenem Visier
Nach der Pause agierten beide mit offenem Visier. Der VfB 1900 war um den Ausgleich bemüht und erarbeitete sich reihenweise gute Torchancen. Allerdings boten sich den Gästen immer wieder
Konterchancen. Gino Parson scheiterte nach Pass von Oliver Pusch an Torwart Julian Bischoff (46.). Atanas Paliakov vergab auf der Gegenseite (48.), ehe nach einer Ecke ein Kopfballtreffer von Volkan
Zer die Anerkennung durch Schiedsrichter Fabian Bierau verwehrt wurde (51.). Ein Kopfball von Andrew Iyasere strich am Pfosten vorbei (55.). Bei einem Kopfball von Maykel Samun rettete Östereich ¹
auf der Linie, Iyasere vergab die Nachschusschance (59.). Während Paliakov an VfB-1900-Keeper Säglitz scheiterte (64.), schrammte ein Schuss von Samun um Haaresbreite am Torpfosten vorbei
(66.). Biebrichs Torwart Bischoff konnte sich bei Schüssen von Maro (67.) und Gino Parson (69.) auszeichnen. Die Vorentscheidung zugunsten der Gäste verhinderte Säglitz, der gegen
Volkan Zer klärte (76.). Iyasere (79.) und Maro (85.) vergaben weitere Gelegenheiten. Das Tor schien wie vernagelt, denn auch nach einem von Bischoff abgeklatschten Schuss von Sören
Schneider schaffte es Volkan Vural nicht, den Ball am bereits geschlagenen FV-Torwart vorbeizubringen (87.). Kurz vor dem Ende behielt Maykel Samun die von seinem Trainer erhoffte Ruhe. Nach langem
Ball von Sören Schneider und Kopfballverlängerung von Sergej Maro ließ der Torjäger in aller Seelenruhe einen Gegenspieler im Fünfmeterraum ins Leere laufen und schob das
Leder zum 1:1-Endstand ins Netz (89.).
»Nach dem Wechsel haben wir endlich den Hahn aufgedreht. Die Konterchancen des FV lagen in der Natur der Sache. Wir mussten hinten öffnen und hätten auch ins offene Messer laufen
können. Wir hatten im Abschluss viel Pech. Ich freue mich, dass es am Ende noch geklappt hat«, meinte Hassler.
VfB 1900 Gießen: Säglitz; Ott (ab 17. Schneider), Chabou, Ranke, Pusch (ab 77. Miftari), Hasan, Vural, Ouattara (ab 40. Samun), Parson, Maro, Iyasere.
FV Biebrich 02: Bischoff; Östereich ¹, Meurer, Rivera, Pilger, Maurer, Maus, Hachenberger (ab 76. Christ), Altas (ab 67. Baghramian), Paliakov (ab 81. Orkun Zer), Volkan Zer.
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Bierau (Biedenkopf). – Zuschauer: 150. – Torfolge: 0:1 (38.) Volkan Zer, 1:1 (89.) Samun.
¹ Oestereich
Gießener Allgemeine, 20. 08. 2012
Samun erlöst VfB in letzter Minute
20.08.2012 - GIESSEN
Heiß umkämpftes Unentschieden gegen starke Gäste aus Biebrich - Deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit
GIESSEN. Man hatte sich beim VfB 1900 Gießen nach der Niederlage in Kelsterbach viel vorgenommen: gegen die Gäste aus Biebrich nicht schon wieder den Start zu verschlafen, es nicht nur
stur mit langen Bällen zu versuchen und einen „Dosenöffner“ zu finden, um das Spiel in die Hand zu nehmen und anzutreiben. Den muss Stefan Hassler nach dem 1:1 gegen den starken
FV Biebrich allerdings weiterhin suchen. Denn besonders in der ersten Halbzeit war seine Mannschaft nahezu chancenlos gegen die Wundertüte der Verbandsliga.
Die Wiesbadener waren von Beginn an überlegen und zeigten vor 150 Zuschauern trotz der hohen Temperaturen ein enormes Laufpensum. Schon in der 2. Minute brannte es lichterloh im
Gießener Strafraum, doch eine glänzende Reaktion von VfB-Torhüter Florian Säglitz gegen den alleine vor ihm auftauchenden Atanas Paliakov verhinderte einen frühen
Rückstand.
Der im Fußball viel zitierte Weckruf blieb beim VfB danach aus, stattdessen verharrte man in einer mentalen Siesta. Die Biebricher hingegen agierten aufgeweckt und frisch, jeder
Gießener Spieler mit Ball sah sich umgehend von drei oder vier Wiesbadenern umzingelt. Die Folge waren viele Ballverluste im Mittelfeld und schnelle Konter der Gäste. In der Verteidigung
hatten insbesondere Maximilian Ott und Oliver Pusch einen schweren Stand. Die gut aufgelegten Angreifer aus Biebrich umspielten die Verteidiger fast nach Belieben. Bei einer missglückten
Abwehraktion verletzte sich zudem Ott an der Hand und musste ausgewechselt werden (14.).
VfB 1900 Gießen - FV Biebrich 1:1
Glück hatte Gießen in der 16. Minute, als Säglitz einen satten Schuss von Altas Sezer parieren konnte, der völlig freistehende Paliakov den Nachschuss unbedrängt neben
den Kasten setzte. Sein sehenswerter Seitfallzieher nach einer Flanke von Sturmpartner Volkan Zer ging ebenfalls über das Tor, eine Führung für die drückend überlegenen
Gäste wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen. Eine verunglückte Flanke von Pusch stellte die bescheidenen Offensivbemühungen der Gastgeber dar (37.).
Folgerichtig klingelte es in der 38. Minute im Kasten des VfB. Nach erneutem Ballverlust im Mittelfeld hebelten die Gäste mit schnellen Pässen die Gießener Hintermannschaft aus und
Volkan Zer schlenzte aus knapp 16 Metern den Ball unhaltbar für Säglitz ins Netz. Trainer Hassler reagierte, indem er den enttäuschenden Ngolo Ouattara aus dem Spiel nahm und den
angeschlagenen Maykel Samun brachte.
Nach einer laut Hassler „unterirdischen Leistung“ dürfte es zur Halbzeitpause in der Kabine des VfB nicht nur wegen den Temperaturen heiß hergegangen sein. Der bis dahin
unauffällige Gino Parson hatte die erste Chance zum Ausgleich, Bischoff konnte aber zur Ecke klären (46.). Die kraftraubende Spielweise der Gäste hinterließ nun zunehmend Spuren
und eröffnete so Chancen für die Gastgeber. Parson schickte Andrew Iyasere über rechts, der spielte den freistehenden Samun im Strafraum an, welcher allerdings ohne Bedrängnis den
Ball verdribbelte (52.). Maro hatte eine weitere gute Möglichkeit, sein Kopfball nach einer Ecke wurde allerdings von einem FV-Verteidiger liegend auf der Linie geklärt. Die Gießener
reklamierten Handspiel, der Schiedsrichter ließ weiterlaufen.
Der VfB präsentierte sich in der Verteidigung konzentrierter, Biebrich blieb aber dank seiner konterstarken Stürmer weiterhin gefährlich, Paliakov scheiterte nach Vorarbeit von Zer
an Säglitz (64.). Der VfB antwortete mit einem schönen Spielzug über drei Stationen, Samuns Schuss verfehlte das Tor nur um wenige Zentimeter (66.). Erkan Hasan bewies kurz danach
Übersicht, als er aus elf Metern den Ball zu Maro zurückpasste, dessen Schuss Keeper Bischoff zu einer seiner vielen Paraden zwang (68.). Nur zwei Minuten später reagierte er
glänzend und fischte Parsons Freistoß aus dem linken oberen Eck. Der VfB blieb nun am Drücker und Iyasere (80.), Maro (86.) sowie Sören Schneider und Volkan Vural mit einer
Doppelchance (89.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß bzw. Kopf. Schließlich war es Samun, der sprichwörtlich in letzter Minute den mittlerweile verdienten Ausgleich erzielte. Nach
einem Gewühl im Strafraum landete der Ball vor seinen Füßen und er konnte aus wenigen Metern problemlos einschieben.
Die Erleichterung war Trainer Hassler nach Abpfiff anzumerken. „Nach der Pause haben wir den Hahn aufgedreht und uns gewehrt. Wir haben den Akku leergefahren und wollten die Niederlage unter
allen Umständen verhindern. Deswegen fühlt sich das Remis auch eher wie ein Sieg an“ lobte Hassler die Leistung seines Teams.
VfB 1900 Gießen: Säglitz - Chabou - Ott (18. Schneider) - Pusch (78. Miftari) - Hasan - Vural - Parson - Iyasere - Ranke - Maro - Ouattara (41. Samun)
FV Biebrich: Bischoff - Östereich ¹ - Meurer - Rivera - Pilger - Maurer - Maus - Hachenberger (76. Christ) - Altas (68. Celik) - Paliakov (81. O. Zer) - V. Zer
Tore: 0:1 (38.) V. Zer, 1:1 (90.) Samun - Schiedsrichter: Fabian Bierau (Biedenkopf) - Zuschauer: 150.
¹ Oestereich
Gießener Anzeiger, 20. 08. 2012
5. Spieltag
FV Biebrich 02 - SC Teutonia Watzenborn-Steinberg 4:0 (1:0) -
21. 08. 2012
Orkun Zer schießt sich Bankfrust von der Seele
22.08.2012 - BIEBRICH
BIEBRICH 02 „Blaue“ nach 4:0 für Derby gewappnet
(nn). Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 sind für das Derby beim SVW (So., 15 Uhr) gerüstet. Gegen Teutonia Watzenborn/Steinberg gelang ein klares 4:0, das leicht
hätte höher ausfallen können. Wichtigste Erkenntnis: Orkun Zer hat sich nach zweimaliger Nichtberücksichtigung in der Start-Elf eindrucksvoll zurückgemeldet.
In der 61. Minute kam der Offensiv-Spezialist für Atanas Paliakov ins Spiel, schoss sich nur 120 Sekunden später mit einem 25-Meter-Schuss den Bankfrust von der Seele und legte auf
Vorlage von Camilo Rivera noch das 4:0 nach.
Davon abgesehen musste Trainer Elvir Melunovic zwischen den Pfosten erneut umstellen, weil nach Robin Findeis (Fingerfraktur) auch der zuletzt eingesetzte Julian Bischoff aufgrund einer
Sommergrippe ausfiel. Für ihn kam erstmals der Ex-Frauensteiner Patrick Bauer zum Zug. Der 18-Jährige blieb auf dem Kunstrasen nahezu beschäftigungslos, weil seine Vorderleute solide
Arbeit verrichteten. Sezer Altas vernaschte auf der linken Außenbahn gleich zwei Gegenspieler und flankte präzise in die Mitte, wo Domenic Hachenberger per Direktabnahme zum frühen 1:0
versenkte (8.). Der Weg zum Dreier und zu Orkun Zers „Comeback“ war geebnet.
FV Biebrich 02: P. Bauer - Meurer, Maus, Pilger, Oestereich - Rivera, Maurer, Hachenberger (85. K. Acar), Altas (81. Harmen Baghramian) - Paliakov (61. O. Zer) - V. Zer.
Tore: 1:0 Hachenberger (8.), 2:0 O. Zer (63.), 3:0 V. Zer (75.), 4:0 O. Zer (80.).
SR.: Boughalegh (Rüsselsheim).
Zu.: 100.
WT, 22. 08. 2012
Niederlage fällt zu hoch aus
(ms) Nichts zu holen gab es gestern Abend für den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg in der Fußball-Verbandsliga Mitte. Beim FV Biebrich 02 verlor die Mannschaft von Trainer Fabio
Eidelwein mit 0:4. »Der Sieg ist aber um zwei Tore zu hoch ausgefallen«, erklärte nach der Partie Teutonia-Abteilungsleiter Jörg Schmandt.
Der lobte vor allem die Leistung des SC in Halbzeit zwei, es fehlten einzig die Tore.
Die Gastgeber übernahmen zunächst aber schnell die Initiative, und nach acht Minuten war bereits der Führungstreffer fällig, als Hachenberger das 1:0 für seine Farben
markierte. Der FV machte weiter Druck, fand aber kaum ein Durchkommen. Die Mittelhessen versuchten indes immer wieder selbst, Angriffe vorzutragen, doch zu oft verlor man leichtfertig den Ball.
»Wir haben uns das Leben schwer gemacht mit vielen Fehlpässen«, so Jörg Schmandt zu dieser Phase. Glück hatte die Teutonia in der 30. Minute, als ein Kopfball von Paliakov
das Ziel verfehlte. Ebenso in der 40. Minute, als Volkan Zer das Ziel verfehlte. Die beste Chance für den Gast wurde in der 41. Minute notiert. Leon Mendez kam aus spitzem Winkel zum Schuss,
doch FV-Schlussmann Bauer war zur Stelle. Der Ball landete wieder bei Mendez, der Hakan Özen am langen Pfosten bediente, doch der verfehlte das Ziel, so dass es beim 1:0 für den FV 02
blieb.
In der zweiten Hälfte hatte der Gast mehr vom Spiel, und in der 59. Minute hatte Dennis Frank eine gute Gelegenheit, schoss jedoch einen eigenen Mitspieler an. Effektiver war der FV, der vier
Minuten später durch den gerade eingewechselten Orkun Zer zum 2:0 kam. Aber nur 60 Sekunden später bot sich Steffen Rechner die Möglichkeit zum 1:2, er scheiterte aber aus rund
fünf Metern an FV-Keeper Bauer. Als dann Volkan Zer nach 75 Minuten das 3:0 markierte, war die Partie gelaufen. Weitere fünf Minuten später erhöhte wiederum Orkun Zer noch auf
4:0.
FV Biebrich 02: Bauer; Östereich, Meurer, Rivera, Pilger, Maurer, Maus, Hachenberger, Altas (ab 82. Baghramian), Paliakov (ab 63. Orkun Zer), Volkan Zer.
SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Wagner; Bathomene, Runkel, Miqdad, Sakarya, Priebe, Weber, Rechner, Keleci (ab 36. Mendez), Özen, Frank (ab 75. Tega).
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Boulghalegh (Rüsselsheim). – Zuschauer: 100. – Torfolge: 1:0 (8.) Hachenberger, 2:0 (64.) Orkun Zer, 3:0 (75.) Volkan Zer, 4:0 (80.) Orkun Zer.
Gießener Allgemeine, 22. 08. 2012
Ersatzgeschwächt letztlich chancenlos
Watzenborn-Steinberg phasenweise gut im Spiel - Zer-Brüder entscheiden Partie - Früher Gegentreffer stellt Weichen
BIEBRICH/GIESSEN (srd). Der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg hat gestern Abend bereits die dritte Niederlage im vierten Spiel kassiert. Beim FV Biebrich mussten sich die Schützlinge von
Trainer Fabio Eidelwein mit 0:4 (0:1) geschlagen geben. Vor rund 100 Zuschauern begann die Partie denkbar schlecht für die ohnehin ersatzgeschwächten Gäste. Gleich ihre erste
Offensivaktion nutzten die Hausherren, die zuletzt beim 1:1 gegen den VfB 1900 Gießen einen starken Eindruck hinterlassen hatten, zur Führung.
Can Domenic Hachenberger überwand den machtlosen Dominik Wagner im Gehäuse der Gäste mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze (8.). Fortan zeigte Biebrich die etwas reifere
Spielanlage, konnte aber die dicht gestaffelte Teutonen-Hintermannschaft nur selten ernsthaft in Verlegenheit bringen. Eine der wenigen Chancen hatte Volkan Zer, dem beim Versuch einer Direktabnahme
das Leder über den Spann rutschte (41.). Im direkten Gegenzug hatte dann Leon Mendez den Ausgleich für die Gäste auf dem Fuß, doch seinen Schuss aus acht Metern parierte
Biebrichs Schlussmann Patrick Bauer mit einem Klasse-Reflex.
Nach dem Wechsel erhöhte die Eidelwein-Truppe den Druck, hatte aber zunächst Glück, dass Tim Maurer aus kurzer Distanz im gut aufgelegten Wagner seinen Meister fand (53.). Fortan
zeigten die Gäste soliden Kombinationsfußball, mussten aber mitten in einer Drangphase den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Orkun Zer hatte sich auf der rechten Außenbahn schön
durchgesetzt, ehe er in den Strafraum zog, zwei Gegenspieler wie Slalomstangen stehen ließ und aus elf Metern souverän vollstreckte (64.).
Watzenborn-Steinberg gab sich aber noch nicht geschlagen und wäre drei Minuten später beinahe mit dem Anschlusstreffer belohnt worden. Doch der im Strafraum freistehende Steffen Rechner
scheiterte mit einem Drehschuss an Bauer. Als dann in der 75. Minute Volkan Zer auf 3:0 erhöht hatte, war die Messe endgültig gelesen.
Nachdem sein Bruder den vierten Treffer nachgelegt hatte (80.), durften sich die mitgereisten Teutonen-Anhänger beinahe zumindest noch über den Ehrentreffer freuen. Doch Natnael Tega
scheiterte nach einer schönen Hereingabe von Michael Ray Bathomene per Kopf (83.).
Biebrich: Bauer - Oestereich, Meurer, Rivera, Pilger, Maurer, Maus, Hachenberger, Altas (82. Baghramian), Paliakov (62. Orkun Zer), Volkan Zer (87. Acar).
Watzenborn-Steinberg: Wagner - Bathomene, Miqdad, Sakarya, Weber, Frank (76. Tega), Rechner, Runkel, Oezen, Priebe, Keleci (37. Mendez).
Tore: 1:0 (8.) Hachenberger, 2:0 (64.) Orkun Zer, 3:0 (75.) Volkan Zer, 4:0 (80.) Orkun Zer. Schiedsrichter: Boulghalegh (Rüsselsheim). - Zuschauer: 100.
Gießener Anzeiger, 22. 08. 2012
6. Spieltag
SV Wiesbaden 1899 - FV Biebrich 02 0:0 - 26. 08. 2012
Von Derby-Atmosphäre keine Spur
Von Stephan Neumann
VERBANDSLIGA-DERBY SVW und Biebrich 02 neutralisieren sich bei der Nullnummer vor 640 Fans / 02-Keeper Bischoff hält zweimal famos
Wer großes Theater erwartet hatte, sah sich getäuscht. 90 Minuten herrschte auf der Tribüne des Helmut-Schön-Sportparks unter den 640 Besuchern ein Dauermurmeln wie vor einer
erwartungsvollen Vorstellung. Tatsächlich traten die beiden Fußball-Verbandsligisten SV Wiesbaden und Biebrich 02 auch in Aktion. Doch der Vorhang zu einem wirklichen Derby blieb
geschlossen. Am Ende stand ein 0:0 der ereignislosen Art. Nervosität, Kampf, Krampf und Fehlpässe prägten die Szenerie in einem Match, das für beide Trainer offenkundig unter dem
Motto „nur nicht verlieren“ stand.
„Natürlich ist es unser Anspruch, ein Heimspiel zu gewinnen. Doch Biebrich hat gut verteidigt. Das Unentschieden geht in Ordnung“, zog SVW-Spielertrainer Sascha Amstätter
Bilanz. Kollege Elvir Melunovic hakte die Nullnummer als gewonnenen Punkt ab: „Es ging gegen eine Mannschaft mit Ambitionen nach oben. Wenn man das berücksichtigt, haben wir von der ersten
bis zur letzten Minute ein perfektes Spiel abgeliefert und können sehr zufrieden sein.“
So richtig zufrieden sein konnte auch Julian Bischoff. Wenn einem Spieler das Prädikat „Derby-Held“ gebührt, dann Biebrichs erst 17-jährigem Schlussmann. In Hälfte
eins lenkte er den Schuss von Dennis Leopold über den Querbalken, in der 89. Minute den aus nächster Nähe abgegebenen von SVW-Techniker Fabio Aires Silveira. Nimmt man noch die
Kopfball-Möglichkeit von Ivan Rebic aus dem ersten Duchgang dazu, sind die echten Hochkaräter des Sportvereins schon aufgezählt.
SVW fehlt Offensiv-Mut
„Zu Hause muss man offensiver spielen. Uns hat der Zehner gefehlt, der im Mittelfeld ankurbelt. Es kam ja kaum etwas über die Mitte“, analysierte SVW-Routinier Dennis Leopold.
02-Führungsspieler Volkan Zer trauerte einem Dreier nach: „Man muss klipp und klar festhalten, dass wir den Sieg verpasst haben.“ Zer meinte mit seiner Sichtweise vor allem die
Top-Gelegenheit, die der eingetauschte Atanas Paliakov vergab. SVW-Keeper Pero Miletic, ansonsten kaum geprüft, war blitzschnell aus seinem Kasten geeilt und blockte ab (80.).
„Wir haben diesmal nicht so konsequent nach vorne gespielt. Extrem wichtig ist aber für uns, dass hinten die Null steht. Die Stimmung ist gut und es ist Qualität vorhanden. Wir
haben das Zeug dazu, uns oben festzukrallen“, meinte Nicolai König. Der Ex-Wetzlarer bot im Abwehrzentrum des Sportvereins eine respektable Leistung, während sein
Gelb-Rot-gefährdeter Nebenmann Roman Schmick zur Pause ausschied. Ebenso wie Blitzzugang Michael Seidelmann (vormals SV Wehen Wiesbaden II), der trotz schwerer Blessur im Kinnbereich, die
kürzlich mit 15 Stichen genäht wurde, von Beginn an aufgelaufen war.
Spielführer Bastian Pilger, in Biebrichs Defensiv-Mitte mit guter Leistung, konnte mit dem Unentschieden leben: „Wir können mehr als zufrieden sein. Die Mannschaft findet immer
besser zusammen. Aber es ist nicht unser Anspruch, mit dem SVW Schritt zu halten, sondern uns weit weg von der Abstiegszone zu etablieren. Der SVW müsste mit diesem Kader den Aufstieg
schaffen.“
SV Wiesbaden: Miletic - Kunz, Schmick (46. Abate Melesse), König, Ouffata - Amstätter, C. Hübner, Aires-Silveira, Seidelmann (46. Ikeda) - D. Leopold, Rebic (75. Fiege).
FV Biebrich 02: Bischoff - Meurer, Pilger, Maus, Oestereich - Rivera, Maurer, Hachenberger, Altas (82. Harmen Baghramian) - O. Zer (72. Paliakov) - V. Zer.
SR: Krämer (Rödelheim).- Zu.: 640.
WT, 27. 08. 2012
7. Spieltag
FV Biebrich 02 - FC Ederbergland 5:1 (3:0) - 01. 09. 2012
5:1 - Biebrich watscht FCE ab
Biebrich. Dem FC Ederbergland bekam der Betriebsausflug an den Rhein nicht. Gestern setzte es mit 1:5 beim FV Biebrich die erste Niederlage der Saison für die Schützlinge von Trainer
Wolfgang Werth in der Fußball-Verbandsliga.
„Es war eine verdiente Niederlage, auch wenn wir mehr Chancen hatten als der Sieger“, sagt Werth. Zu viele Fehler im Spielaufbau hatte der Übungsleiter bei seiner Mannschaft
ausgemacht, was Biebrich zu Kontern einlud, die sehr effektiv genutzt wurden. Obmann Horst Kziuk zählte sechs Chancen, aus denen fünf Tore entstanden.
Nach nur drei Minuten hatte der Gast die erste Großchance, als Felix Nolte einen Freistoß über den Kasten setzte. Auch sein Schrägschuss fünf Minuten später fand
nicht das Ziel. Trotz der guten Anfangsphase der Gäste zeigte dann Biebrich, das man auch beim FV über einen gute Offensive verfügte. Camilo Rivera setzte nach elf Minuten einen
Kopfball aus 14 Metern ins Netz.
Noch vor der Pause folgten die von Werth angesprochenen Tore, die aus Fehlern im eigenen Spielaufbau resultierten. Volkan Zer schlug zwei Mal (16., 43.) zu. Allerdings fing Biebrich früh an
sich einzuigeln. Nach der 2:0-Führung übernahmen die FCE-Kicker wieder das Kommando. So strich ein 25-Meter-Schuss von Oleg Schneider nur knapp über das Tor. Nach der Pause schien
Biebrich das Offensivspiel ganz aufgegeben zu haben. Angriff auf Angriff rollte in Richtung Tor der Rheinstädter. „So richtig was bewegt haben wir dabei auch nicht immer“, monierte
Werth.
Zunächst scheiterte Maxim Zich (56.), ehe zwei Minuten später Kapitän René Eickhoff mit dem 3:1 das Startsignal für totale Offensive gab. Eine gute Stunde Spielzeit war vorbei,
als Ingo Miß eine Riesenchance aus kurzer Distanz über den Kasten setzte. Nach einem Eickhoff-Pass wäre den Biebrichern sogar beinahe ein Eigentor unterlaufen (65.).
„In der Phase musste der Anschluss fallen. Dann hätte die Partie kippen können“, sagte Kziuk. Der musste aber mit ansehen, wie die erste Chance der Gastgeber in der zweiten
Halbzeit durch Volkan Zer zum 4:1 führte.
Da danach nur noch zehn Minuten zu spielen waren, war die Partie entschieden. Zu clever hatte der Biebricher Angriff die nicht immer sattelfeste Ederbergländer Innenverteidigung vor Probleme
gestellt. So auch in der 85. Minute, als David Koch nicht ideal zum Ball stand und Yasin Celik seine Chance nutzte.
Das 5:1 hört sich gewaltig an und dürfte dem FCE den nötigen Schuss vor den Bug zur rechten Zeit gegeben haben. Die Tabellenführung sind sie jedenfalls erst einmal los.
HNA, 02. 09. 2012
Blaues Offensivwunder vor nicht mal 100 Fans
BIEBRICH 02 Klee nach 5:1 geschockt über Resonanz
(nn). Das war die Initialzündung in der Offensive: Mit 5:1 fertigte Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 Aufstiegskandidat FC Ederbergland ab, der mit der Top-Bilanz von fünf
Siegen und einem Unentschieden angereist war. Aus Biebricher Sicht das Produkt einer perfekten Leistung aller 14 eingesetzten Spieler. „Wir haben nahtlos an die Leistung beim SVW
angeknüpft“, fand Trainer Elvir Melunovic. Eine glatte Untertreibung. Denn im Gegensatz zum 0:0 im Derby präsentierten sich die „Blauen“ erstmals in dieser Runde als
extrem effiziente Chancenverwerter. Allen voran Volkan Zer, der allein drei Treffer beisteuerte.
Am Mittwoch (17.30 Uhr) im Freundschaftsspiel gegen Al-Khor Sports Club (1. Liga Katar) und gegen Schwanheim (Sa., 15.30 Uhr) soll das Hoch anhalten. 02-Chef Horst Klee („Das war wirklich
eine super Leistung“) wünscht sich, dass in diesen Partien der Fan-Zuspruch in die Höhe schnellt. „Die Biebricher haben offenbar kein Interesse an Amateurfußball.
Unverständlich, dass gegen ein Topteam der Klasse höchstens 100 Zuschauer kommen.“ Wobei im Verein mit Wiesbadens größter Jugendabteilung offenbar auch intern kein
großes Interesse an der eigenen Ersten besteht.
Rivera „bombastisch“
Das Team aber sprühte vor Tatendrang. Camilo Rivera traf zum 1:0, war an den folgenden beiden Treffern von Volkan Zer beteiligt. „Seine Entwicklung ist bombastisch“, lobte
Melunovic den Flügelflitzer. Auch der ins Abwehrzentrum zurückgekehrte Markus Kusch glänzte. Letztlich fiel das Fehlen von Sezer Altas (beruflich bedingt) und David Meurer (Urlaub)
nicht ins Gewicht. Ein Indiz für einen ausgewogen bestückten Kader.
FV Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Maus, Kusch, Oestereich - Rivera, Maurer, Hachenberger (73. M. Christ), Harmen Baghramian (59. Y. Celik) - O. Zer (78. Paliakov) - V. Zer.
Tore: 1:0 Rivera (11.), 2:0, 3.0 V. Zer (16./43.), 3:1 Eickhoff (58.), 4:0 V. Zer (80.), 5:1 Celik (85.).- SR: Kunold (Frankfurt).- Zuschauer: 90.
WT, 03. 09. 2012
8. Spieltag
FV Biebrich 02 - FC Germania 06 Schwanheim 4:2 (0:0) - 08. 09. 2012
Ein Akt kollektiver Willensanstrengung
BIEBRICH 02 Nach 4:2 weiter in der Erfolgsspur
(nn). Es läuft nicht immer so perfekt wie beim 5:1 über Ederbergland. Aber auch gegen Germania Schwanheim blieb Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 bei sengender Hitze auf Kurs.
Der 4:2-Erfolg nach turbulenter zweiter Hälfte dehnt die Zwischenbilanz auf elf Punkte und 15:5 Tore aus den letzten fünf Spielen aus. „Der schlechte Start ist damit vergessen. Jetzt
sind wir im Soll und dort, wo wir hinwollten“, strahlt Trainer Elvir Melunovic.
Pokalspiel in Eddersheim
Mit Blick auf das morgige Regionalpokal-Halbfinale beim Hessenligisten FC Eddersheim (19.30 Uhr) und das Derby gegen den Türkischen SV (So., 15 Uhr) kommt das Hoch gerade recht. Was die
Effektivität betrifft, setzt Volkan Zer derzeit die Maßstäbe. Zunächst bediente er seinen Bruder Orkun, der von der linken Seite kommend beim Abschluss einen Abwehrspieler
tunnelte und zum 1:0 verwandelte. Selbst war Volkan Zer nach Eckstoß von Mattis Oestereich mit der Stirn zur Stelle und bereitete auch das abschließende 4:2 durch Yasin Celik vor, der
erneut Joker-Qualitäten bewies (90.).
Allerdings: Als Schwanheim durch Doppel-Torschütze Dennis Wohl auf 3:2 herankam (80.), hing der Dreier zehn Minuten lang am seidenen Faden. Doch die 02er stemmten sich mit kollektiver
Defensivarbeit dem Ausgleich entgegen, ließen keine hochkarätigen Gäste-Chancen mehr zu. „Die Mannschaft wollte diesen Dreier unbedingt einfahren“, lobte Melunovic die
Einstellung aller. Inklusive des für den angeschlagenen Tim Maurer eingewechselten Moritz Christ, der vor der Abwehr abräumte. Endgültig zum Pechvogel hat sich Offensivexperte Atanas
Paliakov entwickelt: Bänder- und Kapselriss im linken Fußgelenk zwingen ihn zu einer längeren Pause.
Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Maus, Kusch, Oestereich - Rivera, Meurer, Maurer (41. M. Christ), Altas (76. Y. Celik) - O. Zer (89. Schwalbach) - V. Zer.
Tore: 1:0 O. Zer (56.), 1:1 Wohl (66.), 2:1 V. Zer (71.), 3:1 Meurer (74.), 3:2 Wohl (81.), 4:2 Celik (90.).- SR: von Landenberg (SG Arheilgen).- Zu.: 130.
WT, 10. 09. 2012
Gut gespielt und doch verloren
Ohne Jens Bretthauer, dafür aber wieder mit Andre Kern im Tor, lieferte Germania Schwanheim beim FV Biebrich eine gute Partie ab. Am Ende siegten die Gastgeber in der
Fußball-Verbandsliga Mitte aber mit 4:2.
Schwanheim. Für Bretthauer kam Sascha Müller ins Team von Trainer Andreas Schreier. Die Schwächung durch den verletzungsbedingten Ausfall des Führungsspielers fiel laut
Sprecher und Ersatztorwart Christian Baumbach in der Anfangsphase nicht ins Gewicht.
"Wir waren klar spielbestimmend", meinte der Schwanheimer und berichtete von der ersten Chance der Gäste nach einer knappen Viertelstunde. Der Schuss von Junus Akcakaya aus zehn Metern wurde
aber zur Ecke geklärt. Fünf Minuten nach dieser Aktion hatten die Gastgeber ihre erste und bis zur zweiten Hälfte auch einzige Möglichkeit. Orkun Zer bediente seinen Sturmpartner
und Bruder Volkan Zer. Torwart Kern zeigte sich nach seiner Hüftprellung aber genesen und hielt den Versuch des Top-Stürmers (19.). In der Folge waren es die Gäste, die das Heft in die
Hand nahmen, aber vor dem Tor laut Baumbach zu ungefährlich agierten. Lukas Göttmann verpasste in der 21. Minute eine Hereingabe von Akcakaya.
In der zweiten Hälfte waren beide Teams im Torabschluss erfolgreicher. Wieder waren es die Schwanheimer, die den zweiten Durchgang mit einer Chance für den eingewechselten Dennis Wohl
eröffneten (51.). "Wie aus dem Nichts ist das erste Tor für Biebrich gefallen", berichtete Baumbach von der Szene in der 57. Minute. Die Gastgeber nutzten einen Ballverlust zum schnellen
Konter, den Orkun Zer sicher zum 1:0 nutzte. "Trotzdem war kein Bruch im Spiel", meinte Baumbach, der auch nach 60 Minuten zusehen konnte, wie seine Teamkameraden das Geschehen bestimmten. Nach einem
Zusammenspiel zwischen Alexander Stumm und Müller, dessen Schuss abgeblockt wurde, staubte Joker Wohl zum Ausgleich ab (65.). Nach einem Eckstoß in der 70. Minute offenbarte Schwanheim
Schwächen bei Standard-Situationen. Volkan Zer stand richtig und traf zum 2:1. Drei Minuten später erhöhte Meurer auf 3:1 und entschied die Partie. Mit Volkan Zer hatte der
Torschütze zuvor einen Doppelpass gespielt. Der zweite Treffer von Wohl kam in der 81. Minute zu spät. Reda Elourdani bereitete den Anschlusstreffer mit einem tollen Heber vor. In der
Schlussphase drängte Schwanheim auf den Ausgleich, der eingewechselte Biebricher Celik nutzte die Räume zum 4:2-Endstand in der 90. Minute. (awo)
Höchster Kreisblatt, 10. 09. 2012
Regionalpokal Wiesbaden
FC 1931 Eddersheim - FV Biebrich 2:3 (1:0) - 11. 09. 2012
In der Endphase ging's rund: Erst auf Christian Maus' Treffer in der Naschspielzeit fand das Hessenliga-Schlusslicht keine Antwort mehr. Zuvor hatten Volkan (50.) und Orkun Zer (88.) ein 2:1
vorgelegt. "Die Jungs wollten trotz heftigen Regens unbeding ins Finale; das haben sie sich verdient", jubelte Biebrichs Sportlicher Leiter Ali Gür.
WT, 12. 09. 2012
Lebloser Auftritt
Der favorisierte Gastgeber bricht nach dem Gegentreffer zum Ausgleich ein
Der FC Eddersheim hat leichtfertig den Einzug ins Regionalpokalfinale verspielt. Auf heimischem Platz verlor der Hessenligist mit 2:3 (1:0) gegen den Verbandsligisten FV Biebrich.
Eddersheim. Trainer Matthias Dworschak war nach dem Schlusspfiff sichtlich enttäuscht. "Die erste Halbzeit war noch einigermaßen in Ordnung, nach der Pause hat mir die richtige
Pokalstimmung gefehlt", kritisierte der Eddersheimer Übungsleiter den leblosen Auftritt seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel. Die Gastgeber waren von Beginn an bemüht, die
klassentieferen Gäste unter Druck zu setzen. Wirklich zwingende Torchancen sprangen dabei allerdings kaum heraus. Celal Yesil vergab die beste Gelegenheit, als er aus der Drehung nur den Pfosten
traf (17.).
Nach 25 Minuten flankte Matheisen in den Strafraum, wo Küper wartete und den Ball zur Eddersheimer Führung im Tor verwertete. Von den Gästen war in der Offensive nur wenig zu sehen.
Orkun Zer vergab zwei weitere Chancen (6., 32.).
Nach dem Seitenwechsel schlugen die Gäste allerdings eiskalt zu. Volkan Zer nutzte die Schläfrigkeit der Eddersheimer Innenverteidigung und schob frei vor Torwart Wroblewski zum Ausgleich
ein (46.). Nach diesem Treffer verloren die Gastgeber völlig den Faden und konnten sich keine nennenswerten Torchancen mehr erspielen. Die Gäste witterten ihre Chance auf die
Pokalüberraschung und gingen fünf Minuten vor Schluss völlig verdient in Führung, als Orkun Zer einen schnell ausgeführten Freistoß frei vor Wroblewski zum 2:1 per Kopf
traf. Eddersheim bäumte sich nochmal auf. Nach einer weiten Flanke in den Strafraum erzielte Patrick Dietz den 2:2-Ausgleich (87.). Doch auch die Gäste hatten darauf noch eine Antwort
parat. Zunächst verstolperte Volkan Zer den Ball im Eddersheimer Strafraum, bevor Christian Maus an den Ball kam und aus kurzer Distanz zur Entscheidung traf (90.).
"Wir haben nicht lange Zeit, uns mit der Niederlage zu beschäftigen", verwies Dworschak auf das anstehende Kellerduell in der Hessenliga gegen den Hünfelder SV. Mit der gestern gezeigten
Leistung wird es seine Mannschaft sehr schwer haben, die Punkte in Eddersheim zu behalten.
Tore: 1:0 Küper (25.), 1:1 V. Zer (46.), 1:2 O. Zer (85.), 2:2 Dietz (87.), 2:3 Maus (90.). (nmz)
Quelle: Homepage des FC 1931 Eddersheim
9. Spieltag
FV Biebrich 02 - Türkischer SV Wiesbaden 1973 1:5 (0:2) - 16. 09. 2012
„Ein Arslan reicht für zwei Zer-Brüder“
Von Stephan Neumann
DERBY Dank der Gala seines Torjägers triumphiert der Türkische SV mit 5:1 bei Biebrich 02 / Melunovic bedient: Kollektives Versagen
Dieses Ergebnis hatte wohl keiner auf dem Tacho: Mit 5:1 dominierte der Türkische SV im Derby der Fußball-Verbandsliga beim zuletzt so erfolgreichen Regionalpokal-Finalisten FV Biebrich
02. Schon der Sieg überrascht, erst recht die Höhe, aber am meisten die Art und Weise, wie die Türken an ihrem neuen Feiertag die „Blauen“ vorführten. Die späte
Revanche für das 6:2 der Biebricher im Kreispokalendspiel am 1. Mai.
„Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, wer der Herr im Haus ist“, meinte Matchwinner Engin Arslan, obwohl es sich ja um ein Auswärtsspiel des TSV handelte. Doch Arslans
Aussage traf absolut zu. Seine Mannschaft agierte tatsächlich im Stil einer Heimmannschaft. Selbstbewusst, kompakt, taktisch diszipliniert und höchst effektiv. Für Elvir Melunovic die
mutmaßlich schwärzesten 90 Minuten seiner Trainerzeit bei den 02ern. Restlos enttäuscht gab er zu Protokoll: „Das war kollektives Versagen. Ich hoffe, dass das eine Ausnahme
bleibt. Ich hatte vor der Stärke des Türkischen SV gewarnt. Doch bei uns ist es nur ganz Wenigen gelungen, etwas Gutes einzubringen.“
Kollege Nazir Saridogan hatte gut Lachen: „Wir haben trotz der klaren Führung immer die Ordnung beibehalten. Das war ganz wichtig.“ Sprach es und genehmigte nach diversen
Freudentänzen seiner Schützlinge ausnahmsweise ein Sieger-Bierchen.
Was die Offensive betraf, hatte Engin Arslan allen die Schau gestohlen. Nach dem an der Mittellinie von Balcan Sari ausgeführten Freistoß köpfte der 31-fache Schütze der
vergangenen Runde von der 16-Meter-Marke per Bogenlampe über den fünf Meter vor dem Tor postierten Julian Bischoff hinweg ins Netz (14.). Elf Minuten später schweißte Arslan aus
25 Metern per Freistoß im Winkel ein, wobei der Ball von der 02er-Mauer noch leicht abgefälscht wurde. Doch die Gästeführung war vollauf berechtigt.
Saridogan-Taktik geht auf
Auch deshalb, weil die Türken alle Biebricher Vorstöße über die Außenbahnen unterbanden. Mit der Folge, dass die 02-Torjäger Volkan Zer und Orkun Zer nur mit langen
Bällen bedient werden konnten, letztlich aber in der Luft hingen.
Während der TSV munter draufsattelte. Erol Genc war nach Vorarbeit von Ümit Yildiz (ehemals Biebrich 02) und Fatih Bilir mit dem 0:3 zur Stelle (51.). Wenig später eroberte Arslan
die Kugel, zirkelte vom Strafraumeck genial in den Giebel (54.), um bereits in der 65. Minute unter dem tosenden Beifall der TSV-Anhänger den Platz zu verlassen. „Ein Arslan reicht
für zwei Zer-Brüder“, konnte sich der Derby-Star einen lockeren Spruch nicht verkneifen. Gleichermaßen weiß er aus leidvoller Erfahrung, wie schnell sich das Blatt in die
andere Richtung wenden kann. „Wir müssen auf dem Teppich bleiben und weiter konzentriert arbeiten. Tatsache ist aber, dass wir die Vorgaben unseres Trainer-Stabs beherzigen und unsere
jungen Spieler unermüdlich rackern.“
FV Biebrich 02: Bischoff - Meurer, Maus, Pilger (46. Hachenberger), Oestereich - Rivera (67. Y. Celik), Kusch, Maurer (75. M. Christ), Altas - O. Zer - V. Zer.
Türkischer SV: Topalov - C. Öztürk, Bilir, Ü. Yildiz I, Balikci - B. Sari - Herget (75. S. Demirtas), Ü. Yildiz II, Genc, D. Kress (80. Mokhtar) - E. Arslan (65. Kharraz).
Tore: 0:1, 0:2 Arslan (14./20.), 0:3 Genc (51.), 0:4 Arslan (54.), 1:4 Maus (58.), 1:5 Kharraz (70.).- SR: Velten (Schöffengrund).- Zu.: 150.
WT, 17. 09. 2012
10. Spieltag
TSV Steinbach 1921 - FV Biebrich 02 2:3 (1:1) - 23. 09. 2012
Volkan Zer tunnelt Pauli
FUSSBALL Verbandsliga Mitte: TSV Steinbach - FV Biebrich 2:3
Völlig "bedient" marschierte Thomas Scherzer vom Platz, der Trainer des TSV Steinbach wollte die 2:3 (1:1)-Niederlage seines Fußball-Verbandsligisten gegen den FV Biebrich 02 nicht
kommentieren.
Die Wiesbadener Vorstädter steckten auf der Autobahn bei Wetzlar im Stau, so dass die Partie erst mit rund 40-minütiger Verspätung angepfiffen wurde. Der gastgebende Aufsteiger, bei
dem die personelle Not so groß war, dass Co-Trainer Daniel Bogusz als dritter Feldspieler auf der Ersatzbank saß, musste schon nach wenigen Minuten den nächsten Verlust verkraften,
als Sven Waldschmidt mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden musste.
Die erste halbe Stunde gehörte Steinbach, das in der 17. Minute in Führung ging, als sich Daniel Waldrich gegen Mattis Östereich ¹ behauptete und das Leder unhaltbar aus zehn Meter
Entfernung ins kurze Eck jagte. Biebrich tat sich im Spielaufbau schwer, machte aber in der 32. Minute erstmals auf sich aufmerksam, als der quirlige Sezer Altas nach einem Doppelpass den Ball unter
TSV-Keeper Maximilian Pauli durchschob und Dennis Schneider auf der Linie klären musste.
Der TSV versuchte zunehmend, das 1:0 bis zur Pause zu verwalten, was gründlich daneben ging. Nach einem Altas-Freistoß kam Pauli zu spät heraus und konnte das Kopfballtor von
Christian Maus nicht verhindern. Steinbach verlor den Faden und hatte Glück, dass Volkan Zer und Camilo Rivera die Wiesbadener nicht in Führung brachten.
Dennis Schneider hält die Hoffnung des Aufsteigers bis zur letzten Minute aufrecht
In der 59. Minute wurde es wieder munter, als Daniel Nies verzog und im Gegenzug der Biebricher Yasin Celik knapp daneben zielte. Dann ging es aber Schlag auf Schlag. Ein Freistoß des
Biebrichers Volkan Zer flog durch die komplette Steinbacher Abwehr zu Markus Kusch, der den Ball zum 1:2 einköpfte (76.). Im direkten Gegenzug nahm sich Dennis Schneider aus gut 20 Meter
Entfernung ein Herz und hämmerte den Ball ins linke Dreieck.
Doch nach dem 2:2 ließ die komplette Steinbacher Defensive Volkan Zer schalten und walten. Letztlich sicherte der Biebricher Torjäger mit einem Schuss durch die "Hosenträger" von
Max Pauli den Gästeerfolg.
Steinbach: Pauli - Tomas, Danecker, Fuhr, Dennis Schneider - Georg (73. Schmidt), Waldschmidt (71. Nies), Sevim, Bellinghausen - Philippus, Waldrich.
Biebrich: Bischoff - Östereich ¹, Meurer, Pilger, Maus - Rivera (88. Acar), Maurer, Hachenberger (26. Kusch), Altas (46. Celik) - Orkun Zer, Volkan Zer.
Schiedsrichter: Fochs (Betzdorf) - Zuschauer: 200 - Tore: 1:0 Waldrich (17.), 1:1 Maus (40.), 1:2 Kusch (76.), 2:2 Dennis Schneider (77.), 2:3 Volkan Zer (90.) - gelbe Karten: Sevim, Nies
(Steinbach), Maurer, Maus, Volkan Zer, Celik (Biebrich).
¹ Oestereich
mittelhessen.de, 23. 09. 2012
Wiedergutmachung dank Volkan Zers Sololauf
BIEBRICH 02 Nach Derby-Pleite ein 3:2 in Steinbach
(nn). Frust und Freude lagen nur eine Woche auseinander. Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 zeigten nach dem kollektiven Blackout beim 1:5 gegen den Türkischen SV Charakter,
betrieben mit dem 3:2 beim TSV Steinbach Wiedergutmachung. In der Nachspielzeit schnappte sich Volkan Zer an der Mittellinie die Kugel, setzte sich energisch gegen drei Steinbacher durch und
vollendete mit platziertem Schuss ins lange Eck. Ein Sololauf, der die gute Gesamtleistung der Biebricher krönte.
Stärken nach Standards
Die intensive Besprechung im ersten Training nach dem Derby-Flop hatte den Grundstein zur Rückbesinnung auf gewohnte Tugenden gelegt. Auch der frühe Rückstand brachte die Gäste
nicht vom Kurs ab. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Mattis Oestereich war der aufgerückte Defensiv-Center Christian Maus mit der Stirn zur Stelle. Die Schlussphase war von Spannung
geprägt. Der für Domenic Hachenberger gekommene Markus Kusch wuchtete die Freistoß-Hereingabe von Volkan Zer mit dem Kopf zum 1:2 in die Maschen (76.).
Mit einem Sonntagsschuss in den Winkel antwortete Breidenbach durch Pierre Bellinghausen prompt mit dem 2:2 (77.). Doch der Schlusspunkt blieb den Biebrichern vorbehalten, die nun wieder den
Türkischen SV überflügelt haben und gegen Wetzlar (Sa., 15.30 Uhr) weiter Kurs in Richtung Spitzengruppe nehmen wollen. „Das war die richtige Antwort auf den rabenschwarzen Tag
im Derby“, strahlte Trainer Elvir Melunovic, der dem Team ins Gewissen geredet hatte. Einziger Wermutstropfen: Hachenberger schied mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aus.
02: Bischoff - Pilger, Maus, Meurer, Oestereich - Maurer, Hachenberger (20. Kusch) - Rivera (88. Acar), O. Zer, Altas (46. Celik) - V. Zer.
Tore: 1:0 Waldrich (14.), 1:1 Maus (35.), 1:2 Kusch (76.), 2:2 Bellinghausen (77.), 2:3 V. Zer (90.+1).- SR: Fochs (Betzdorf).- Zu.: 200.
WT, 24. 09. 2012
Kreispokal Wiesbaden
SpVgg 1919 Sonnenberg - FV Biebrich 02 5:2 (4:1) - 25. 09. 2012
Pokalpleite drückt Biebrich 02 aufs Gemüt
VERBANDSLIGA Ärger über Volkan Zers Rote Karte
(nn). Biebricher Herbstlaunen: Die 02-Fußballer verloren 1:5 im Derby gegen den Türkischen SV, leisteten mit dem 3:2 in Steinbach sofortige Wiedergutmachung, um sich am Dienstagabend
beim Kreisoberligisten Spvgg. Sonnenberg in der ersten Kreispokalrunde mit einem Mix aus Spielern der Ersten und Reservisten eine 2:5-Pleite einzuhandeln. Der amtierende Wiesbadener Pokalchampion,
der am 3. Oktober (15 Uhr) in Breithardt gegen den SV Presberg um den Gewinn des Regionalcups kämpft, ist damit bereits ausgeschieden. Wobei die Zweite der 02er in der Kreisoberliga derzeit vor
den Sonnenbergern rangiert.
Umso mehr zeigt sich Biebrichs Chefcoach Elvir Melunovic verärgert. Im Punktspiel gegen den auf Rang vier vorgeschnellten Absteiger Eintracht Wetzlar (Sa., 15.30 Uhr) erwartet der Bosnier die
Rückkehr aufs Erfolgsgleis. Allerdings fehlt der in Sonnenberg mit Rot bedachte Volkan Zer, der wohl für zwei Spiele gesperrt wird. „Keiner weiß, warum es den Platzverweis gab.
Überhaupt schien der Schiedsrichter überfordert“, sagt Melunovic.
WT, 27. 09. 2012
11. Spieltag
FV Biebrich 02 - SG Eintracht 05 Wetzlar 2:1 (1:1) - 29. 09. 2012
"Wir verlieren, und keiner weiß warum"
FUSSBALL Wetzlar unterliegt in Biebrich mit 1:2
Am Ende war die Luft raus. Eintracht Wetzlar wollte, konnte aber nicht mehr. Deshalb ging die 1:2-Niederlage gestern in der Fußball-Verbandsliga Mitte beim FV Biebrich 02 auch in
Ordnung.
Natürlich waren die Wetzlarer nicht die schlechtere Mannschaft gewesen. Doch nach etwas mehr als 90 nur vor der Pause unterhaltsamen Minuten hatte der Hessenliga-Absteiger das Runde einmal
weniger ins Eckige befördert als das Team aus der Landeshauptstadt. "Wir verlieren hier 1:2, und keiner weiß warum", war Wetzlars Trainer Jürgen Hendrich hinterher ein wenig
ratlos.
Der Übungsleiter wusste, dass seine Truppe die Partie schon in der ersten Halbzeit verloren hatte. "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und Biebrich die Tore geschenkt", ärgerte sich
Hendrich über die mangelnde Kaltschnäuzigkeit. Dies hatte auch im Fehlen von Torjäger Daniel Beck seine Ursache, der grippegeschwächt erst nach 69 Minuten für den
glücklosen Maxim Baumbach ins Spiel kam. Der hochgewachsene Angreifer hatte seine beste Szene in der fünften Minute, knallte das Leder aus 13 Metern aber knapp über den Querbalken. Da
hätten die Gäste eigentlich längst führen müssen, denn nach einem Foul an Ürkan Özen (3.) rechneten alle mit einem Elfmeter. Doch die Pfeife von Referee Niklas Rau
(Nidderau) blieb stumm. "So einen klaren Elfer habe ich lange nicht gesehen", monierte Hendrich.
Dumm nur für die Domstädter, dass Schiedsrichter Rau auf der anderen Seite pfiff - und dies zurecht. Keeper Sebastian Wack holte Orkun Zer von den Beinen und hatte Glück, dafür
nur die gelbe Karte zu sehen. Den fälligen Strafstoß setzte der Gefoulte souverän ins linke untere Eck. Biebrich machte fortan auch ohne den durch eine rote Karte im Pokalspiel
gesperrten Topstürmer Volkan Zer Dampf, Wack hielt jedoch prächtig gegen Kemal Acar (30.).
Rüzgar besorgt mit einem Schuss aus 20 Metern den 1:1-Ausgleich
Dann war die Eintracht am Zug: Nach einer abgewehrten Ecke von Julian Simon landete der Ball bei Sergen Rüzgar, der aus 20 Metern draufhielt und fulminant für das 1:1 sorgte (35.).
Kosovar Hodaj hatte die Chance zum 2:1, scheiterte aber an FV-Schlussmann Julian Bischoff. Auch auf der Gegenseite brannte es nochmal, doch Wacks Parade gegen Orkun Zer beendete einen temporeichen
ersten Durchgang.
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie und verlor auch aufgrund der zunehmenden Härte an Niveau.
Abdulgani Türkeköle, der bei den Wetzlarern für Christian Wagner in die Startelf gerutscht war und ein ansonsten solides Verbandsliga-Debüt gab, bekam nach 57 Minuten den Ball
nicht weg und Gegenspieler Acar sagte mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck zum 2:1 "danke". Die Eintracht antwortete mit wütenden Angriffen: Rüzgar (60.) und Özen (66.) vergaben
jedoch. Die Schlussoffensive blieb am Ende aus.
Biebrich: Bischhoff ¹ - Oesterreich ², Meurer, Hilger ³, Maus - Kusch, Rivera, Maurer, Celik (90. Schwalbach), Acar (84. Christ) - Orkun Zer (54. Altas).
Wetzlar: Wack - Mülln, Hocker, Türkeköle, Öztürk - Simon, Özen (76. Dahlhoff), Fejz Hodaj, Kosovar Hodaj, Rüzgar (73. Celjo) - Baumbach (69. Beck).
Schiedsrichter: Rau (Nidderau) - Zuschauer: 150 - Tore: 1:0 Orkun Zer (19., Foulelfmeter), 1:1 Rüzgar (35.), 2:1 Acar (57.) - gelbe Karten: Celik, Acar (Biebrich), Wack, Hocker (Wetzlar).
¹ Bischoff
² Oestereich
³ Pilger
mittelhessen.de, 29. 09. 2012
Spitzengruppe dank Acars Außenristtreffer
BIEBRICH 02 2:1 über Wetzlar ein „dreckiger Sieg“
(nn). Die Fußballer haben die Formulierung „dreckiger Sieg“ kreiert. Das sind die Spiele, die man gewinnt, obwohl der Gegner vom Verlauf her mindestens einen Punkt verdient
gehabt hätte. Das 2:1 (1:1) des Verbandsligisten FV Biebrich 02 über den technisch guten Absteiger Eintracht Wetzlar um Dribbelkönig Ürkan Özen fällt in diese
Rubrik.
Mittwoch winkt Regionalcup
Kampfgeist, Willensstärke, viele Befreiungsschläge und ein Geistesblitz in der Offensive prägten aus Biebricher Sicht die zweite Hälfte. Yasin Celik hatte zu Kemal Acar
gepasst, der aus halblinker Position kurz nach der Sechzehnmetermarke gekonnt mit dem Außenrist des rechten Fußes einschweißte. Endlich ein echtes Erfolgserlebnis für den
Ex-Gonsenheimer, der angesichts der Zwei-Spiele-Sperre gegen Volkan Zer in die Startelf gerückt war.
Nach dem 2:5 im Kreispokal bei Kreisoberligist Spvgg. Sonnenberg geriet Acars Kunstschusstor zur Wiedergutmachung und katapultierte die 02er zudem in die Spitzengruppe. Und nicht zuletzt darf der
Heimdreier als gelungene Generalprobe für das Regionalpokal-Finale am Mittwoch (15 Uhr) in Breithardt gegen Gruppenligist SV Presberg angesehen werden.
Augenfällig aber: Spielerische Glanzlichter blieben absolute Raritäten. „Gegen Wetzlar hat uns die Cleverness von Volkan Zer gefehlt. Das war sicher kein überragendes Spiel,
aber das Engagement hat gestimmt“, wusste Trainer Elvir Melunovic die 90 Minuten genau einzuordnen. Positiv: Der gesundheitlich angeschlagene Orkun Zer verwandelte vom Elfmeterpunkt, nachdem
ihn Keeper Sebastian Wack regelwidrig gebremst hatte. Im Abwehrzentrum räumte Christian Maus ab, den Rest erledigte Torhüter Julian Bischoff.
Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, Oestereich - Rivera, Kusch, Maurer, Y. Celik (89. Schwalbach) - O. Zer (54. Altas), K. Acar (84. M. Christ).
Tore: 1:0 O. Zer (19./Foulelfmeter), 1:1 Rüzgar (35.), 2:1 Acar (54.).- Schiedsrichter: Rau (Nidderau).- Zuschauer: 100.
WT, 01. 10. 2012
Artig Geschenke verteilt
Eintracht Wetzlar und SC Waldgirmes II kassieren vermeidbare Auswärtsniederlagen
GIESSEN (srd). Eintracht Wetzlar hat die zweite Niederlage in Folge kassiert. Nach der herben 1:4-Heimniederlage gegen Viktoria Kelsterbach mussten sich die Domstädter beim FV Biebrich mit
1:2 geschlagen geben. Die erste Niederlage nach zuletzt zwei Siegen kassierte unterdessen der SC Waldgirmes II, der beim Aufsteiger VfB Wetter mit 1:4 den Kürzeren zog.
FV Biebrich - Eintracht Wetzlar 2:1 (1:1): Bereits nach knapp 60 Sekunden erhitzten sich erstmals die Gemüter: Wetzlars Ürkan Özen war im Strafraum von den Beinen geholt worden,
doch Schiedsrichter Nicklas Rau zeigte zum Entsetzen von Eintracht-Trainer Jürgen Hendrich nicht auf den Elfmeterpunkt. „Das war ganz klar ein Elfmeter“, echauffierte sich der
Übungsleiter, dessen Team fortan das Spielgeschehen zwar an sich riss, aber in der 19. Minute den ersten Gegentreffer hinnehmen musste. Ein Biebricher war in den Wetzlarer Strafraum eingedrungen
und wurde von Eintracht-Schlussmann Sebastian Wack festgehalten. Völlig zu Recht ertönte der Elfmeterpfiff. Den Strafstoß versenkte Orkun Zer zur überraschenden Führung der
Hausherren.
„Danach hatten wir weiterhin mehr Spielanteile, aber haben viel zu statisch agiert“, monierte Hendrich, der sich in einer Partie auf niedrigem Niveau in der 35. Minute über den
verdienten Ausgleich freuen durfte. Sergen Rüzgar drosch das Leder aus rund 20 Metern unhaltbar in den Winkel. Wetzlar erhöhte nun den Druck und hätte fünf Minuten vor der Pause
in Führung gehen können, doch Kosovar Hodaj schoss freistehend den Ball in die Arme.
„Das hätte das 2:1 sein müssen“, so Hendrich, dessen Truppe zwölf Minuten nach Wiederanpfiff erneut in Rückstand geriet. Der eingewechselte Kemal Acar überwand
Wack mit einem trockenen Schuss mit dem Außenriss, nachdem zuvor die Wetzlarer Defensivreihe nicht gut ausgesehen hatte. Die Gäste, bei denen der grippegeschwächte Stürmer Daniel
Beck erst rund 20 Minuten vor Schluss zum Einsatz kam, zeigten sich zwar unbeeindruckt, versuchten es aber viel zu oft mit langen Bällen in die Spitze und konnten die Hintermannschaft der auf
Konter lauernden Gäste nur noch selten ernsthaft in Verlegenheit bringen. Eine der wenigen Chancen hatte Özen, dessen Schuss aus rund 16 Metern knapp am Biebricher Gehäuse vorbei
strich (80.).
FV Biebrich: Bischhoff ¹ - Oesterreich ², Meurer, Hilger ³, Maus - Kusch, Rivera, Maurer, Celik (90. Schwalbach), Acar (84. Christ) - Orkun Zer (54. Altas).
Eintracht Wetzlar: Wack - Mülln, Hocker, Türkeköle, Öztürk - Simon, Özen (76. Dahlhoff), Fejz Hodaj, Kosovar Hodaj, Rüzgar (73. Celjo) - Baumbach (69. Beck).
Tore: 1:0 Orkun Zer (19., Foulelfmeter), 1:1 Rüzgar (35.), 2:1 Acar (57.) - Schiedsrichter: Rau (Nidderau). - Zuschauer:150.
¹ Bischoff
² Oestereich
³ Pilger
Gießener Anzeiger, 01. 10. 2012
Regional-Pokalfinale Wiesbaden
SV 1947 Presberg - FV Biebrich 02 1:4 (1:1) - 03. 10. 2012
Dem Pokaltriumph folgt Ruf nach Drittligisten
FUSSBALL 02er bezwingen im Finale Presberg 4:1
(nn). Jubel bei den Verbandsliga-Fußballern des FV Biebrich 02: Durch den in Breithardt errungenen 4:1-Finalerfolg über Gruppenligist SV Presberg haben sich die 02er die
Regionalpokal-Trophäe geholt und gleichzeitig die Qualifikation für den Hessenpokal geschafft. „Jetzt hoffen wir auf Kickers Offenbach, Darmstadt 98 oder den SV Wehen Wiesbaden als
Gegner“, wünscht sich der Sportliche Leiter Ali Gür ein attraktives Heimspiel.
„Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Nach vorheriger Aussprache hat sich die Mannschaft gut präsentiert“, meinte Presbergs Organisator Matthias Worf mit Blick auf die beiden
Großchancen von Torjäger-Routinier Sasa Prodanovic, die Biebrichs 18-jähriger Schlussmann Julian Bischoff in glänzender Manier zunichte machte. Weiterhin wurde die Einwechslung
von Kemal Acar beim Stand von 1:1 zum Glücksgriff. Nachdem David Meurer per Kopf das 2:1 erzielt hatte, legte Acar per Doppelpack nach. Presbergs erfahrener Keeper Peter Prasser, dem bei
Versuchen der 02er von Mattias Oestereich und Christian Maus der Torrahmen zur Seite stand, wollte sich damit nicht abfinden - mit Roter Karte wegen Reklamierens als finaler Folge. Davon abgesehen
hatte der TuS Breithardt das Finale bestens organisiert. Allerdings hätten sich die TuS-Macher mehr Zuspruch erhofft.
In der Liga gastieren die 02er nun am Samstag (15.30 Uhr) in Unterliederbach. Mitmischen darf wieder Volkan Zer, dessen Sperre abgelaufen ist.
SV Presberg: Prasser; Atas (61. C. Obländer), Preisler, Behrens, T. Obländer, A.-E. Sahin (78. Hermann), D. Faist, Prodanovic, Keskin, De Sousa, M. Sahin.
Biebrich 02: Bischoff; Pilger, Maus, Meurer, Oestereich, Kusch, Rivera (86. Dimitrevski), Maurer, Altas, Y. Celik (53. K. Acar), O. Zer (74. Paliakov).
Tore: 1:0 A.-E. Sahin (14./Foulelfmeter), 1:1 O. Zer (25./Foulelfmeter), 1:2 Meurer (59.), 1:3, 1:4 Acar (75./90.+3).- Rot: Prasser (90.+4/Schiedsrichter-Beleidigung).- Zu: 200.
WT, 04. 10. 2012
12. Spieltag
VfB Unterliederbach 1912 - FV Biebrich 02 2:1 (0:0) - 06. 10. 2012
Melonuvics Erkenntnis: Sind kein Spitzenteam
FV BIEBRICH 02 Bitteres 1:2 in Unterliederbach
(nn). Abpfiff in Unterliederbach: Durch die Last-Minute-Kopfballverlängerung des Ex-Wörsdorfers Isaac Ojigwe nach vorheriger Freistoß-Hereingabe gewinnt der VfB die Partie der
Fußball-Verbandsliga mit 2:1 und degradiert damit den FV Biebrich 02 zur grauen Mittelfeld-Maus.
„Lieber Pokal hergeschenkt“
So wertete jedenfalls 02-Coach Elvir Melunovic die aus seiner Sicht absolut vermeidbare Niederlage des Regionalpokalsiegers. „Ich hätte lieber den Pokal hergeschenkt und dafür in
der Liga gewonnen. Schließlich hatte ich Hoffnung, dass wir uns noch oben einmischen können. Davon braucht jetzt keiner mehr zu träumen. Leider haben wir bewiesen, dass wir keine
Spitzen-Mannschaft sind. Wären wir es, hätten wir gegen eine schwächere Mannschaft klar gewonnen.“ Danach sah es durch das von Volkan Zer erzielte 1:0 zunächst aus. Doch
statt Ruhe zu bewahren, patzten die 02er. Die als „gefährliches Spiel“ ausgelegte Aktion von Markus Kusch führte zu einem Freistoß, den Jens Pätzold flach in der
Torwartecke unterbrachte.
Die Gäste bemühten sich um eine Antwort, aber es fehlte die letzte positive Besessenheit, um das Ruder wieder an sich zu reißen. So bettelten die 02er quasi um eine zweite
Bestrafung durch die Liederbacher, die vor der eigentlichen Abwehr eine Viererkette formiert hatten, in der Offensive ausschließlich ihr Heil mit weiten Schlägen auf die Spitzen Ojigwe und
Salih Yasaroglu suchten. Kurz vor Schluss mit Erfolg, als Biebrichs Abwehrspieler schliefen und der Nigerianer Ojigwe mit dem Scheitel vollendete.
FV Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, Oestereich - Rivera (76.
Y. Celik), Kusch, Maurer, Altas (85. K. Acar) - O. Zer (68. Paliakov) - V. Zer.
Tore: 0:1 V. Zer (49.), 1:1 Paetzold (64.), 2:1 Ojigwe (89.).- SR: A. Klein (Offenbach).- Zu.: 100.
WT, 08. 10. 2012
Nach Ojigwes Siegtreffer feiert Pfaffs Team – 2:1
Angeführt von einem überragenden Jens Paetzold schaffte es der VfB Unterliederbach, in der Fußball-Verbandsliga auch im vierten Heimspiel in Folge ungeschlagen zu bleiben.
Unterliederbach. Der späte 2:1-Sieg gegen den FV Biebrich, der immerhin als Tabellenfünfter in die Hans-Böckler-Straße gereist war, wurde von den Gastgebern in einem
Jubelkreis ausgelassen gefeiert. Trainer Andreas Pfaff selbst stimmte den Gesang zur Feier des dritten Sieges im fünften Spiel an und wirkte gelöst wie noch nie in seiner dreimonatigen
Amtszeit.
Nach der 0:4-Derbyschlappe bei Viktoria Kelsterbach gab Unterliederbach die richtige Antwort und steht mit 14 Punkten in der Tabelle so gut da wie bisher noch nicht in dieser Saison. Auch wenn der
Gast bei weitem nicht die Qualität auf den Platz brachte wie in der Vorwoche die Kelsterbacher, sprach Jens Paetzold von einem "dreckigen Sieg". Dem 32-jährigen Routinier, der mit Ruhe und
Übersicht die Viererkette als Innenverteidiger organisierte und an allen wichtigen Offensiv-Aktionen beteiligt war, war es nach dem Spiel "sch. . . egal", ob der vierte Saisonsieg verdient oder
unverdient zustande gekommen war. Wichtiger war dem ehemaligen Regionalliga-Spieler von Eintracht Frankfurt, dass sein neuer Club zur wichtigen Heimstärke findet. "Es ist gut, wenn die Leute
wissen, dass wir zu Hause spielen und dort richtig etwas los ist", meinte Paetzold. Im Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben im Derby in Oberliederbach und gegen Gießen freute sich der
Mann des Tages umso mehr über den unerwarteten Erfolg.
Zustande gekommen war das 2:1 nach einer torlosen ersten Halbzeit durch das engagierte Auftreten der gesamten Unterliederbacher Mannschaft. Allen voran ging aber der Mann mit der Nummer zehn, Jens
Paetzold. Schon in der ersten Hälfte hatte er einen Freistoß in halbrechter Position aus 25 Metern an die Latte geschossen (38.). Zuvor waren der wieder einsatzbereite Kapitän Rani
Buderi (2.) und Salih Yasaroglu per Kopf (20.) gescheitert. Auch die Biebricher hatten in der Anfangsphase eine Chance, als Rivera, von Orkun Zer bedient, aus sechs Metern nur die Latte traf
(4.).
In den zweiten 45 Minuten waren es die Gäste, die wie aus dem Nichts in Führung gingen. Aaron Müller konnte den Ball am eigenen 16-Meter-Raum nicht kontrollieren, Volkan Zer nutzte
diese Unkonzentriertheit des Unterliederbacher Flügelspielers mit einem geschickten Heber zum 1:0 (49.). In der Folge passierte vor beiden Toren wenig, so dass sich die Anhänger der
Hausherren schon mit einer unglücklichen Niederlage gegen den Gegner aus dem ersten Tabellendrittel anfreundeten. Da die Gäste aber in der Offensive zu unkonzentriert, und im Aufbauspiel
aus der Defensive mit zu vielen Fehlpässen agierten, kam der VfB Unterliederbach nach einer guten Stunde zurück ins Spiel. Matthias Frosch hatte clever einen Freistoß am gegnerischen
Strafraum herausgeholt, Paetzold ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und traf genau ins linke Eck. Torwart Bischoff hatte keine Chance.
Da auch Unterliederbach in der Folge, wie auch im gesamten Spiel, keine richtige Bindung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen fand, musste die zweite Standardsituation von Paetzold das Spiel
entscheiden. In der 89. Minute war der pfeilschnelle Dameon Jones nur per Foul von Oestereich zu stoppen. Paetzold zog den Ball aus der Halbdistanz gefährlich zwischen Elfmeterpunkt und
Fünfmeter-Raum, wo der bis dahin wirkungslose Isaac Ojigwe lauerte und zum umjubelten 2:1 einköpfte. (awo)
FNP, 08. 10. 2012
13. Spieltag
FV Biebrich 02 - SC 1929 Waldgirmes II 2:1 (0:1) - 14. 10. 2012
Melunovics Weckruf zeigt ungeahnte Wirkung
FV BIEBRICH 02 Volkan Zer macht spätes 2:1 perfekt
(nn). In der Halbzeit stimmte Elvir Melunovic, Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02, angesichts des 0:1-Rückstandes gegen die Waldgirmeser Zweite ungewohnt laute Töne
an. Ein Weckruf, der fruchtete. In Kombination mit den folgenden Einwechslungen von Orkun Zer und Atanas Paliakov bogen die 02er das Match noch um, gewannen mit 2:1. Balsam auch für den
Sportlichen Leiter Ali Gür, der aufgrund schlimmer Rückenbeschwerden per Notarzt in die Klinik eingeliefert werden musste.
Mittlerweile, so Melunovic, gehe es Biebrichs Mann für alle Fälle etwas besser. Sicher auch in Kenntnis des Heimdreiers, der einer der mühevollen Art war. Kemal Acar
(Lattentreffer), Volkan Zer und Sezer Altas hatten im Abschluss das Pech gepachtet. Zu allem Biebricher Übel rutschte Markus Kusch aus, ebnete damit ungewollt den Weg zum 0:1.
In der Endphase schalteten die 02er in der Offensive auf volles Risiko und wurden belohnt, als Altas‘ Traumflanke auf den Kopf von Volkan Zer segelte, der zum 1:1 eindrückte (73.).
Atanas Paliakov, nach Verletzung gerade erst zurückgekehrt, ließ sieben Minuten später seine technischen Fähigkeiten aufblitzen. Zwei Gegenspieler tanzte er aus, um danach
uneigennützig zu Volkan Zer zu passen, der mühelos verwandelte. Gerade diese Szene wirkte auf Melunovic versöhnlich: „Es freut mich, wenn sich die Spieler in den Dienst der
Mannschaft stellen.“
Insofern könnte der Arbeitssieg vielleicht den Beginn einer Erfolgsserie markieren. Am Sonntag (15 Uhr) sollen in Breidenbach Team- und Kampfgeist von der ersten Minute an zur Geltung kommen
- damit sich Melunovic zur Pause in normaler Tonlage artikulieren kann.
Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, Oestereich - Rivera (75. Y. Celik), Kusch (60. Paliakov), Maurer, Altas - K. Acar (55. O. Zer), V. Zer.
Tore: 0:1 Yücel (32.), 1:1, 2:1 V. Zer (73./80.).- SR: Wegmann (Darmstadt).- Zu.: 100.
WT, 15. 10. 2012
Volkan Zer verdirbt guten SCW-Auftritt
15.10.2012 - WALDGIRMES
BIEBRICH/WALDGIRMES (srd). Der SC Waldgirmes II musste sich gestern beim FV Biebrich mit 1:2 (1:0) geschlagen geben und hat nach der dritten Niederlage in Folge vorerst den Anschluss an das
Mittelfeld der Verbandsliga-Tabelle verloren.
Dabei hatte es zunächst nach einem erfreulichem Nachmittag für die Truppe von Trainer Ralf Landgraf ausgesehen. Bereits nach vier Minuten hatten die mitgereisten Anhänger der
Lahnauer erstmals den Torschrei auf den Lippen, als Tobias Schmitt das Leder nach einer Ecke von Julian Gries per Kopf knapp neben das Biebricher Gehäuse drückte. Fortan ließen die
tief stehenden Lahnauer, die zuletzt eine herbe 0:5-Klatsche gegen Viktoria Kelsterbach kassiert hatten, die starke Offensivabteilung der Gastgeber um Orkun Zer kaum zur Entfaltung kommen und wussten
auch in der Offensive vereinzelt Akzente zu setzen.
Die logische Konsequenz war der Führungstreffer: In der 26. Minute hatte sich Sven Kusebauch den Ball im Mittelfeld erobert, ehe er einen feinen Pass in den Lauf von Sedat Aktas spielte, der
Biebrichs machtlosen Schlussmann mit einem platzierten Schuss aus rund 17 Metern überwand. Den Gastgebern fehlte es in der ersten Hälfte über weite Strecken an der nötigen
Kreativität im Mittelfeld, ehe sie fünf Minuten vor der Pause ihre erste nennenswerte Chance beinahe zum Ausgleich genutzt hätten. Orkun Zer scheiterte an der Latte, nachdem die
Hintermannschaft der Lahnauer nach einer Ecke das Leder nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte. Den zweiten Abschnitt begannen die Gäste schwungvoll und hätten bereits in der 48.
Minute den zweiten Treffer nachlegen können - ja sogar müssen.
Nach einer Gries-Ecke stieg Dennis Dienst völlig unbedrängt zum Kopfball hoch, drückte das Leder aber rund einen Meter neben den Biebricher Kasten. Fortan erhöhte der
Gastgeber, der zuletzt beim VfB Unterliederbach mit 1:2 den Kürzeren gezogen hatte, den Druck. „Wir waren einfach nicht mehr in der Lage, uns aus der Umklammerung zu befreien“, so
Landgraf, dessen Team durch einen Doppelschlag von Volkan Zer (74., 76.) auf die Verliererstraße geriet. „Ein Punktgewinn wäre nicht unverdient gewesen“, befand Landgraf,
„ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment für ihren couragierten Auftritt machen. Angesichts unserer angespannten personellen Lage haben die Jungs eine sehr ordentliche Leistung
gezeigt.“
Biebrich: Bischoff; Oestereich, Kusch (58. Paliakov), Meurer, Rivera (72. Celik), Pilger, Maurer, Maus, Altas, V. Zer, Acar (54. O. Zer).
Waldgirmes II: Holzhäuser; Yueceel, Heuser (80. Yaglu), Gries, Pfeiff (61. Basustaoglu), Vinetic (78. Guenes), Schmitt, Kusebauch, Dienst, Aktas, Siegel
Tore: 0:1 Aktas (32.), 1:1, 2:1 V. Zer (73., 76.). - Schiedsrichter: Wegmann (Griesheim). - Zuschauer: 90
Gießener Anzeiger, 15. 10. 2012
14. Spieltag
FV 09 Breidenbach - FV Biebrich 02 5:0 (2:0) - 21. 10. 2012
Die „Blauen“ sind nur noch eine graue Maus
22.10.2012 - BREIDENBACH
BIEBRICH 02 Nach 0:5-Pleite im Mittelmaß versunken
(nn). Auf fremden Plätzen gefallen sich die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 derzeit in der Rolle des Punktelieferanten. Schon das 1:2 in Unterliederbach hatte bei Trainer
Elvir Melunovic für Enttäuschung gesorgt. Erst recht die 0:5-Schlappe beim FV Breidenbach, der ausgerechnet gegen die 02er seine beste Saisonleistung abrief. Doch Melunovic packte nicht den
ganz großen Kritik-Hammer aus, ließ zumindest bis zum 3:0 in der 65. Minute mildernde Umstände gelten. „Danach ist unser Kampfgeist erlahmt. Das ist der einige Vorwurf, den ich
der Mannschaft machen kann.“
Defensive gebeutelt
Ohne Torjäger Volkan Zer und ohne Stammkeeper Julian Bischoff (privat verhindert) paarten sich in Biebrichs Defensive Pech und Pannen. So ging dem 1:0 ein Missverständnis zwischen
Schlussmann Robin Findeis und einem Abwehrspieler voraus. Beim 2:0 segelte die Kugel als abgefälschte Bogenlampe über den chancenlosen Findeis ins Netz.
Und als sich die 02er nach der Pause anschickten, den Anschlusstreffer zu erzielen, wurden sie durch das 3:0 von Johannes Damm ein drittes Mal kalt erwischt. Auch die Einwechslung von Atanas
Paliakov, der anfangs für frischen Wind sorgte, verpuffte letztlich bei diesem Spielstand.
„Es hat sich bestätigt, dass wir keine Spitzenmannschaft sind“, musste Melunovic feststellen. Er fordert in den Partien gegen die Kellerclubs Kastel 06, Lollar und Wetter nun drei
Siege in Folge, um zumindest den Platz abseits der Abstiegszone zu zementieren.
FV Biebrich 02: Findeis - Pilger, Maus, Meurer, Oestereich - Y. Celik (65. Rivera), Kusch (73. M. Christ), Maurer, Altas - O. Zer (57. Paliakov) - K. Acar.
Tore: 1:0 F. Baum (22.), 2:0 Moreno (40.), 3:0 Damm (65.), 4:0 Blöcher (72.), 5:0 Damm (88.).- SR: J. Baumann (Fernwald).- Zu.: 130.
WT, 22. 10. 2012
Lob für Wellner und Brandl
FUSSBALL Verbandsliga Mitte: FV Breidenbach - FV Biebrich 02 5:0 (2:0)
Fußball-Verbandsligist FV Breidenbach bleibt zu Hause eine Macht. Durch den unerwartet deutlichen 5:0 (2:0)-Heimsieg gegen den FV Biebrich 02 nehmen die Hinterländer Kurs in Richtung
erweiterter Spitzengruppe.
"Spielerisch war es sicherlich der schlechteste Heimauftritt bisher. Wir haben aber immer zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht", fand Breidenbachs Trainer Peter Sichmann über den am
Ende doch klaren Erfolg seines Teams auch kritische Worte. Nach einer Viertelstunde hatte der Biebricher Orkun Zer per Kopfball die einzige Möglichkeit der enttäuschenden Gäste. Danach
kamen die Hausherren besser ins Spiel. So ergab sich für sie die erste gefährliche Tormöglichkeit: Dominic Blöcher versetzte Kontrahent Bastian Pilger am linken Flügel, seine
anschließende Flanke nutzte Felix Baum per Kopf zur 1:0-Führung (22.). Gästekeeper Robin Findeis sah dabei schlecht aus, da er bei dem Flankenball auf der Linie "klebte". Die
Breidenbacher Zuschauer mussten sich bis zur 40. Minute gedulden, ehe David Moreno aus 18 Metern einfach mal draufhielt und das Leder sich über Robin Findeis zum 2:0 ins Netz senkte.
"Breidenbach war effektiv. Das 0:1 hat uns aus der Bahn geworfen. Ich bin sehr enttäuscht", klagte Biebrichs Trainer Elvir Melunovic. "In der zweiten Hälfte haben wir uns eine Viertelstunde
bemüht, aber spätestens nach dem 3:0 gaben wir uns regelrecht auf", war Melunovic nicht nur wegen Damms Treffer (66.) sauer.
Breidenbach nutzte clever seine Möglichkeiten. Johannes Damm, gegenüber der Vorwoche beim 1:2 in Kelsterbach stark verbessert, krönte seine Leistung in der 87. Minute noch mit einem
zweiten Tor zum 5:0. Eine Viertelstunde zuvor marschierte Dominic Blöcher in den Biebricher Strafraum, ließ noch einen Gegner aussteigen und schob zum 4:0 ein.
Zu Hause weiter unbesiegt
Nach dem Ausfall seiner beiden Defensivroutiniers Steffen Schmitt und Dominik Thomas erhielten die beiden Innenverteidiger Thomas Wellner sowie Dennis Brandl ein Sonderlob von Peter Sichmann. "Das
Risiko, das wir mit den beiden doch körperlich unterlegenen Akteuren in der Innenverteidigung gegen die torgefährlichen Orkun und Volkan Zer eingingen, machte sich bezahlt. Wellner und
Brandl ließen beide Angreifer in der Herbstsonne regelrecht im Schatten", erklärte Sichmann. Sprach’s und genoss den Nimbus, vor eigenem Anhang weiter ungeschlagen zu sein.
Breidenbach: Lokoc - Claudi (79. Osvath), Beckmann, Wellner, Brandl - Bender, Förster (68. Afriyie) - Moreno (76. Plum) - Baum, Blöcher - Damm.
Biebrich: Findeis - Östereich ¹, Meurer, Pilger, Maus - Kusch (72. Christ), Maurer - Altas, Celik (65. Rivera) - Orkun Zer (49. Paliakov), Volkan Zer.
Schiedsrichter: Baumann (Fernwald) - Zuschauer: 180 - Tore: 1:0 Baum (22.), 2:0 Moreno (40.), 3:0 Damm (66.), 4:0 Blöcher (72.), 5:0 Damm (87.) - gelbe Karten: Baum, Moreno (Breidenbach),
Pilger, Altas, Östereich ¹ (Biebrich).
¹ Oestereich
mittelhessen.de, 21. 10. 2012
15. Spieltag
FV Biebrich 02 - FVgg Kastel 06 3:3 (1:2) - 27. 10. 2012
Verbandsliga-Derby: Biebrich 02 rein ins Tief - Kastel 06 raus aus der Krise
Von Stephan Neumann
Die Punkte wurden geteilt, doch nach dem Abpfiff hätten die Gefühlswelten nicht weiter auseinanderliegen können. Die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 stapften
frustriert vom Platz. Im sicheren Wissen, ihr Herbsttief zementriert zu haben. Die Gäste von Kastel 06 boten nach dem späten Treffer des starken Dominic Wagner zum gerechten 3:3-Endstand
das Kontrastprogramm. Sie werteten das Remis als Lebenszeichen, als ersten Schritt aus der Krise.
Krise - das ist wohl der Ausdruck, mit dem sich die Biebricher anfreunden müssen. Trainer Elvir Melunovic analysierte schonungslos: „Wir machen zu viele einfache Fehler und verfallen am
Schluss trotz einer 3:2-Führung in Hektik und bauen damit den Gegner auf. Einige unserer Leistungsträger sind nicht in Form oder vielleicht satt. Wir müssen nun genau abwägen,
welche Konsequenzen zu erfolgen haben. Womöglich müssen wir es verstärkt mit unseren ganz jungen Spielern versuchen.“
02-Kapitän Bastian Pilger ergänzte: „Beschämend, was wir derzeit abliefern. Wir tun uns schwer gegen Mannschaften aus dem unteren Bereich, haben Probleme, selbst das Spiel zu
machen. Uns fehlt ein Zehner, der die Aktionen kontrolliert“. Man müsse zurückkehren zu den Basistugenden Kampfgeist und Leidenschaft, sich zudem wieder als Einheit
präsentieren, sieht Pilger kurzfristige Lösungsansätze. Wobei sich die Schwächen durch alle Teamblöcke ziehen. Vor allem Orkun Zer scheint das Fußballspielen
völlig verlernt zu haben, während Atanas Paliakov zu allem Biebricher Übel mit schwerer Knieverletzung ausschied. Einzig Flügelflitzer Sezer Altas sorgte für Belebung.
Zers 103. Pflichtspieltor
Daneben beeindruckte die Effizienz von Volkan Zer. Doch seine in Serie erzielten Pflichtspieltreffer 101 bis 103 für Biebrich 02 reichten nicht zum Sieg. Was an haarsträubenden
Deckungspannen und dem von Volkan Zer in der 50. Minute über den Kasten gezirkelten Elfmeter (Florian Forg hatte Paliakov gefoult) lag. Aber in erster Linie am Kasteler Anschauungsunterricht in
Sachen Willensstärke. „Die Mannschaft lebt. Sie hat diesmal die Ordnung gewahrt. Wäre das 1:2 kurz vor der Pause nicht gefallen, hätten wir sogar gewonnen“, meinte Kastels
Co-Trainer Jörg Schwarz. 06-Spielführer Sargon Odisho (vormals Biebrich 02), ärgerte sich über seinen Strafstoß-Fehlschuss in der 48. Minute. Keeper Julian Bischoff, der
Odisho vorher regelwidrig gebremst hatte, parierte. „Ich habe überlegt und dann im letzten Moment die Ecke gewechselt“, erklärte Odisho (27) seinen Fauxpas, der ihm nicht das
Selbstvertrauen raubte. Er ist sicher: „Mit dieser Einstellung kommen wir definitiv unten raus.“
Trotz Geldstopp mit Moral
Zumal gegen Oberliederbach (Fr., 19.30) die im Pokal vom Platz gestellten Denis Ademovic und Dennis Lang verfügbar sind. Davon abgesehen liegt das Salär der Kasteler Spieler derzeit auf
Eis, weil nach einem Landgerichts-Urteil kein offizieller Vorstand existiert. Die für den 16. November anberaumten Wahlen sollen wieder für geordnete Verhältnisse sorgen.
Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, Oestereich - Rivera (90. Schwalbach), Kusch (80. K. Acar), Maurer, Altas - Paliakov (66. O. Zer), V. Zer.
FVgg. Kastel 06: Rüzgar - Kurpiers, Duvnjak (60. Toplek), Forg, Binkol (46. Hübner) - Akyuez (84. Cetin), Lombardo, S. Odisho, Oriana, Flindt - Wagner.
Tore: 0:1 Odisho (11.), 0:2 Wagner (25.), 1:2, 2:2, 3:2 V. Zer (39./46./81.), 3:3 Wagner (86.).- SR: Weichert (Heppenheim).- Zu.: 100.
WT, 29. 10. 2012
16. Spieltag
SV Eintracht 1920 Lollar - FV Biebrich 02 2:1 (2:0) - 03. 11. 2012
Bei Fußball-Verbandsligist Biebrich 02 besteht nach 1:2-Blamage in Lollar Handlungsbedarf
(nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich befindet sich in der Negativspirale. Beim bisherigen Letzten Eintracht Lollar verlor das Team nach vierminütiger Tiefschlafphase kurz vor der
Pause mit 1:2 (0:2). „Im zweiten Durchgang haben wir enormen Aufwand betrieben, ohne erfolgreich zu sein. Das Engagement hat gestimmt, doch wir treffen nicht, während jeder Schuss des
Gegners sitzt“, kommentierte Trainer Elvir Melunovic.
Und auf die Gesamtsituation gemünzt: „Jetzt kann es nur noch unser Ziel sein, bis zur Winterpause Distanz zur Abstiegszone zu halten. Was das Personelle betrifft, besteht
Handlungsbedarf in allen Mannschaftsbereichen.“
Angefangen in der Defensive: Das 1:0, das einem sehenswerten Direktschuss von Sebastian Bubbel entsprang, sorgte für einen Schock. Zwei Minuten später verlor Christian Maus den Ball in
der Vorwärtsbewegung, Torhüter Julian Bischoff zeigte sich beim Herauskommen unentschlossen und David Meurer versuchte vergeblich, zu blocken. Es hieß 0:2 nach einer Fehlerkette mit
symptomatischem Charakter. Wobei die Gäste beim Stand von 0:0 fünf hochkarätige Gelegenheiten ausgelassen hatten.
Angetrieben von Sezer Altas, der vom linken Flügel ins zentrale Mittelfeld gerückt war, bliesen die 02er zur Aufholjagd, scheiterten aber in Serie an Eintracht-Schlussmann Philipp
Hartmann. Erst der an Volkan Zer verursachte und von ihm zum 1:2 verwandelte Strafstoß brachte nochmals Hoffnung. Doch die Blamage war nicht mehr abzuwenden. Auch deshalb, weil außer
Volkan Zer (Schütze der letzten sieben Biebricher Tore) keiner trifft. Atanas Paliakov, der gegen Kastel einen Bänderriss im Knie erlitt, fällt - auch aus beruflichen Gründen -
bis März 2013 aus.
FV Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, M. Christ - Y. Celik (46. Rivera), Maurer, Altas, Oestereich - O. Zer (62. K. Acar), V. Zer.
Tore: 1:0 Bubbel (41.), 2:0 Koyuncu (43.), 2:1 V. Zer (76./Foulelfmeter).- Schiedsrichter: Betz (Bad Soden-Salmünster).- Zuschauer: 120.
WT, 05. 11. 2012
Doppelschlag ebnet den Weg zum Sieg
(fro) Mit dem 2:1-Erfolg über den FV Biebrich 02 konnte Aufsteiger Eintracht Lollar erstmals seit dem vierten Spieltag wieder den letzten Tabellenplatz der Verbandsliga Mitte verlassen. Ein
Doppelschlag von Sebastian Bubbel und Barbaros Koyuncu ebnete kurz vor der Pause den Weg zum dritten Saisonsieg.
Der besseren Spielanlage der Gäste setzte die Eintracht großen Einsatzwillen und hohe Laufbereitschaft entgegen. Die beiden torgefährlichen Zer-Brüder waren bei der gut
sortierten Abwehr der Elf von Trainer Markus Müll-Hennig in besten Händen. Dennoch wäre der FV beinahe durch Orkun Zer in Führung gegangen. Nach einem Steilpass hatte dieser
Torwart Philipp Hartmann bereits ausgespielt. Seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Oliver Schmidt aus der Gefahrenzone schlagen (9.). Nach einem Fehler von Mehmet Akci kam Bastian Pilger an der
Strafraumgrenze zum Schuss. Philipp Hartmann zeigte bereits hier mit einer Glanzparade sein Können (23.). Als sich Volkan Zer einmal seiner Bewachung entledigen konnte, war es erneut Hartmann,
der den Ball mit den Fingerspitzen am Einschlag im Eintracht-Tor hinderte (25.). Bis zu diesem Zeitpunkt versprühten die Hausherren kaum einmal echte Torgefahr. Ein Freistoß von Sezgin
Yedikat, der an Freund und Feind vorbei neben dem FV-Tor landete (3.), sowie eine Halbchance, bei der Barbaros Koyuncu ein Yedikat-Zuspiel im gegnerischen Strafraum vertändelte (13.), waren die
einzigen nennenswerten Offensivaktionen der Buderusstädter. Von Mittelstürmer Sebastian Bubbel war bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Der Torjäger war dann allerdings zur Stelle,
als es galt. Nach einer Flanke von Barbaros Koyuncu verlängerte er das Leder per Kopf über den zu weit vor seinem Tor postierten FV-Keeper Julian Bischoff zum 1:0 ins Tor (41.). Nur 60
Sekunden später konnte die Elf von Markus Müll-Hennig den nächsten Treffer bejubeln. Nach einem Steilpass von Sezgin Yedikat schüttelte Barbaros Koyuncu einen FV-Verteidiger ab
und hob das Leder über Torwart Bischoff hinweg zum 2:0-Pausenstand ins Tor.
»Es hat geknackst«
Auch die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte dem agilen Eintracht-Spielmacher. Aus 20 Metern knallte Koyuncu das Leder FV-Torwart Bischoff vor die Brust. Auf der Gegenseite zwang ein
tückischer Freistoß von Mattis Östereich ¹ Torwart Philipp Hartmann zu einer Glanzparade (51.). Kurz darauf musste Torschütze Sebastian Bubbel humpelnd den Platz verlassen.
»Mein Gegenspieler hat mir auf den Fuß getreten – und es hat geknackst«, ließ die erste Stellungnahme des Eintracht-Stürmers wenig Gutes erahnen (55.). Zehn Minuten
später drohte die Partie zu kippen, als Volkan Zer den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatte. Teufelskerl Philipp Hartmann war allerdings weiterhin nicht zu überwinden und fischte den
Schuss mit einer Glanzparade aus dem Winkel. »Irgendwie hat es gepasst. Ich habe etwas spekuliert und auch eine Portion Glück gehabt«, gab sich Hartmann bescheiden. Die Eintracht
geriet nun aber zunehmend unter Druck. Als Volkan Zer im Laufduell mit Dennis Frank im Lollarer Strafraum zu Boden ging, zeigte Schiedsrichter Sebastian Betz auf den Punkt. Volkan Zer ließ sich
die Chance nicht nehmen und verkürzte auf 1:2 (76.). Nun hielt es Eintracht-Trainer Markus Müll-Hennig nicht mehr auf seinem Stuhl. Bange Minuten mussten überstanden werden, auch weil
zwei Großchancen nicht mit dem erlösenden dritten Tor gekrönt wurden. So traf Yavuz Güngör aus 16 Metern nur die Unterkante der Latte (78.), während Olivio Muayi das
Leder über den Querbalken drosch (87.). Am Ende hielt das Bollwerk um die starke Lollarer Innenverteidigung mit Oliver Schmidt und Dennis Frank. Und letztlich stand da ja noch Philipp Hartmann
zwischen den Pfosten, der zu jeder Zeit der Partie die nötige Souveränität ausstrahlte. »Diesen Erfolg hat die Mannschaft errungen und nicht ich«, blieb der
Eintracht-Keeper auch nach dem Schlusspfiff bemerkenswert bescheiden.
Eintracht Lollar: Hartmann; Ay, Schmidt, Frank, Akci, Yedikat, Muayi, Stehle, Ersentürk, Koyuncu, Bubbel.
FV Biebrich 02: Bischoff; Östereich ¹, Meurer, Pilger, Maurer, Maus, Altas, Celik (ab 46. Rivera), Christ, Orkun Zer (ab 62. Acar), Volkan Zer.
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Betz (Bad Soden-Salmünster). – Zuschauer: 50. – Torfolge: 1:0 (41.) Bubbel, 2:0 (42.) Koyuncu, 2:1 (76.) Volkan Zer (Foulelfmeter). – Gelbe
Karten: Hartmann, Stehle, Ersentürk, Frank – Altas.
¹ Oestereich
Gießener Allgemeine, 05. 11. 2012
Aufwärtstrend hält an
Lollarer Koyuncu und Bubbel treffen zum 2:1-Sieg gegen Biebrich - „War ein Hallo-Wach“
LOLLAR (de). Eintracht Lollar Coach Markus Müll-Hennig hatte Recht. Vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FV Biebrich meinte der Übungsleiter, dass die Eintracht zu mehr in der Lage
sei, als im Tabellenkeller der Verbandsliga Mitte zu stehen. Den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigte die Elf von Müll-Hennig mit einem 2:1 (2:0) Sieg gegen den FV Biebrich.
Damit gab Eintracht Lollar die Rote Laterne ab und schob sich auf Platz 16 vor.
Biebrich wirkte zu Beginn spritziger und agierte mit mehr Zug zum Tor. Besonders Sezer Altas fiel durch seine technische Versiertheit auf, womit er der Lollarer-Defensive Schwierigkeiten
bereitete. Orkun Zer schaffte es in der neunten Minute an Schlussmann Philipp Hartmann vorbeizuziehen, seinen Schuss aus spitzem Winkel klärte der aufmerksame Oliver Schmidt.
Die Hausherren waren in ihren Offensivbemühungen anfangs noch zu unkonzentriert, das Blatt wendete sich ab der 30. Minute. Lollar erspielte sich vermehrt Chancen und schien den FVB in den
Griff zu bekommen. Einen Lupfer von Olivio Muayi nutzte Sebastian Bubbel, um den Ball über Gästekeeper Julian Bischoff ins Tor zu köpfen (41.). Die FV-Abwehr wirkte in den
Schlussminuten der ersten Halbzeit wie gelähmt und kassierte nach einer starken Aktion von Barbaros Koyuncu nur zwei Minuten später das 2:0. „Das war ein schöner Konter von uns.
Ein schöner Pass von Sezgin Yedikat und dann hab ich den sehr gut bearbeitet und das Tor gemacht“, erklärte Koyuncu seinen Treffer.
Eintracht Lollar - FV Biebrich 2:1
In der zweiten Hälfte versuchte Biebrich das Ruder herumzureißen, scheiterten allerdings am souveränen Lollarer Torwart Hartmann. Ihn traf dann auch keine Schuld am einzigen
Gegentor. Schiedsrichter Sebastian Betz entschied nach einer unglücklichen Zweikampfeinlage von Yedikat auf Strafstoß, den Volkan Zer (76.) verwandelte. Nach dem Anschlusstreffer wurde die
Partie körperbetonter und umkämpfter. Biebrich versuchte den Ball auf Biegen und Brechen nach vorne zu tragen, leistete sich aber zu viele Abstimmungsfehler.
Muayi hätte den Sack für Lollar schon in der 87. Minute zu machen können. Nach einem Pass von Yavuz Güngör stand Muayi alleine vor Keeper Julian Bischoff, schoss den Ball
aber drüber. Trotzdem machten die Gastgeber nach vierminütiger Nachspielzeit den zweiten Heimsieg in Folge perfekt.
Trainer Markus Müll-Hennig freute sich nach der Partie. „Das war hochverdient, weil wir die besseren Chancen hatten und meiner Meinung nach viel disziplinierter gespielt haben, wie die
Gegner. Man hat gesehen, technisch war Biebrich uns klar überlegen. Von der Einstellung her waren meine Jungs aber ein ganz klares Stück besser“, gab Müll-Hennig zu Protokoll und
fügte hinzu: „Wir haben nicht so gut gespielt wie letzte Woche, weil es der Gegner auch nicht zugelassen hat.“ Aus Sicht des Übungsleiters zählen im Abstiegskampf nur
Siege: „Wir spielen nur auf Sieg und gehen ein großes Risiko ein. Jetzt haben wir zwölf Punkte und ich bin mir ganz sicher, dass jetzt viele Mannschaften, die hinten reingerutscht
sind, sagen: ‚Jetzt ist Lollar da, jetzt müssen wir aufpassen. Auf die haben wir die ganze Zeit nicht geachtet, eigentlich waren die schon abgestiegen!‘ Das war ein
Hallo-Wach.“
Eintracht Lollar: Hartmann; Ay, Akci, Schmidt, Yedikat, Muayi, Stehle, Ersentürk (89. Birk), Bubbel (56. Güngör), Frank, Koyuncu.
FV Biebrich: Bischoff; Östereich, Meurer, Pilger, Maurer, Maus, Altas, Celik (45. Rivera), Christ, O. Zer (62. Acar), V. Zer.
Tore: 1:0 Bubbel (41.), 2:0 Koyuncu (43.), 2:1 V. Zer (76./FE). - Schiedsrichter: Betz (Bad Soden-Salmünster). - Zuschauer: 70.
Gießener Anzeiger, 05. 11. 2012
17. Spieltag
FV Biebrich 02 - VfB 09 Wetter 3:1 (0:0) - 11. 11. 2012
Zu zehnt Frust von der Seele geschossen
Von Stephan Neumann
BIEBRICH 02 Nach früher Ampel-Karte gegen Sezer Altas glattes 3:1 über VfB Wetter / Orkun Zer beendet Durststrecke per Doppelpack
Aufatmen beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02: Durch das nach der frühen Ampel-Karte gegen Sezer Altas (34.) in Unterzahl erkämpfte und herausgespielte 3:1 (0:0) über
Kellerclub VfB Wetter bewerkstelligte das Team einen versöhnlichen Abschluss der Hinserie. „Ein ganz wichtiger Sieg. Die Jungs haben sich den Frust von der Seele geschossen und ihren
wahren Charakter gezeigt“, lobte Elvir Melunovic. Der 02-Coach freut sich nun auf das Duell mit dem Rangzweiten Viktoria Kelsterbach (So., 14.45 Uhr). Außerdem steht am 9. Dezember noch
das Derby gegen den SV Wiesbaden an.
Bastian Pilger bricht Bann
Einzig für Sezer Altas geriet die Partie gegen Wetter zum Reinfall. Von Melunovic erneut im zentralen Mittelfeld aufgeboten, handelte er sich frühzeitig Gelb-Rot ein, sorgte damit
für eine Trotzreaktion in den eigenen Reihen. Kurz nach der Pause ging Kapitän Bastian Pilger mit bestem Beispiel voran, setzte auf der rechten Bahn zu einem beherzten Solo an und schloss
zum 1:0 ab. Frust von der Seele schießen hieß es in der Folge für Orkun Zer. Der durch eine Verletzung zurückgeworfene Stürmer profitierte gleich in zwei Fällen von
der Vorarbeit des nicht minder agilen Camilo Rivera, der jeweils von der rechten Seite hereingab. Orkun Zers Doppelpack (58./72.) beseitigte letzte Zweifel an einem nie zur Debatte stehenden
Dreier.
Volkan Zer vergibt Elfmeter
Neben Altas‘ Ampel-Karte sorgte einzig der von Volkan Zer schwach geschossene und folglich von Keeper Benjamin Cerny gehaltene Handelfmeter für Verdruss. Doch im Endeffekt
überwogen nach dem 0:5 in Breidenbach, dem 3:3 gegen Kastel und dem 1:2 in Lollar ganz klar die positiven Aspekte - in der Hoffnung auf einen dauerhaften Aufschwung. Mit nunmehr 26 Punkten
besteht ein Puffer zur Abstiegszone. Außerdem winkt im Hessenpokal ein attraktives Los.
FV Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, M. Christ - Rivera (88. Y. Celik), Maurer, Altas, Oestereich - O. Zer (79. K. Acar), V. Zer.
Tore: 1:0 Pilger (51.), 2:0, 3:0 O. Zer (58./72.), 3:1 Keskin (78.).- SR: Mürell (Obertshausen).- Zu.: 100.- Gelb-Rot: Altas (34./Biebrich), Lölkes (85./Wetter).- Volkan Zer scheiterte
per Elfmeter an Torhüter Cerny (85.).
WT, 12. 11. 2012
Auch in Überzahl kein Ertrag
Wieder keine Punkte für den VfB Wetter! Gestern musste sich das Team von Coach Harald Preuss in der Fußball-Verbandsliga Mitte mit 1:3 (0:0) beim FV Biebrich beugen.
"Wie wir uns hier präsentiert haben, das war dilettantisch", beurteilte der VfB-Trainer die Leistung seines Teams in der Landeshauptstadt. Biebrich geriet durch ein absichtliches Handspiel
des vorbelasteten Sezer Altas früh in Unterzahl (41.). Ein Umstand, der Wetter hätte in die Karten spielen müssen.
Drei Gegentore in elf Minuten
In der zweiten Halbzeit gelang es dem FV aber, binnen elf Minuten drei Treffer zu erzielen. Zunächst setzte sich Bastian Pilger auf der rechten Außenbahn durch, drang in den Strafraum
ein, wo er das finale Duell gegen den wiedergenesenen Benjamin Cerny zum 1:0 für sich entschied (51.). Da Wetter vom Gegentreffer eingeschüchtert, regelrecht geschockt wirkte, nutzten die
Wiesbadener das sofort aus und legten nach. Orkun Zer, hatte genug Platz, um sich im gegnerischen Strafraum zu drehen und mit platziertem Flachschuss einzunetzen (58.).
Vier Minuten später war es wiederum Orkun Zer, der nach Flanke von Camilo Rivera im Sechzehner den Ball bekam. Bemerkenswert war es, dass es weit und breit keinen Gegenspieler für Zer
gab, so dass dieser wenig Mühe hatte, den Spielstand auf 3:0 hochzuschrauben (62.).
"Es darf nicht passieren, dass wir uns in dieser kurzen Zeit drei Tore einhandeln", sagte Harry Preuss. Erst als Hakan Keskin aus dem Nichts per Heber das erste Tor für Wetter erzielte (78.),
bäumten sich diese auf und gaben nun auch zu erkennen, dass sie das Spiel untern den "Weiter"-Rufen ihres Trainers noch nicht aufgegeben hatten. Nur eine Minute nach dem 1:3 hätte Isse
Sander nachlegen müssen. Eine maßgeschneiderte Flanke von Artur Besel köpfte er jedoch aus fünf Metern über das Gehäuse (79.). Die Hoffnung war letztlich dahin, als
Robert Schulz in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor. Eine gute Konterchance war die logische Konsequenz, wobei Jonas Lölkes durch Grätsche versuchte, einen Pass in die Mitte zu
unterbinden. Bei dieser Aktion bekam er den Ball an den Arm, was mit Strafstoß und gelb-roter Karte für Lölkes geahndet wurde (84.).
Cerny hält Elfer von Volkan Zer
Auch wenn der Strafstoß von Volkan Zer eine Beute von Cerny wurde, stellte der VfB Wetter seine Bemühungen ein. "Das Team hat die Qualität, um gegen Biebrich zu bestehen", urteilte
Preuss, der ergänzte: "Aber wir müssen auch mal ein komplettes Spiel so bestreiten, wie in den Minuten nach unserem Tor."
Biebrich: Bischoff - Christ, Maus, Meurer, Pilger - Östereich ¹, Altas, Maurer, Rivera (85. Celik) - Orkun Zer (79. Acar), Volkan Zer.
Wetter: Cerny - Hesse, Lölkes, Schulz, Muth - Besel, Gröb, Keskin, Sander - Eichert (70. Kilercioglu), Ellerich (75. Ehm).
Schiedsrichter: Mürell (Obertshausen) - Zuschauer: 50 - Tore: 1:0 Pilger (51.), 2:0 Orkun Zer (58), 3:0 Orkun Zer (62.), 3:1 Keskin (78.) - gelbe Karten: Christ (Biebrich), Gröb, Keskin
(Wetter) - gelb-rote Karten: Altas (41., Biebrich), Lölkes (84., Wetter) - bes. Vork.: Cerny (Wetter) hält Handelfmeter von Volkan Zer (85.).
¹ Oestereich
mittelhessen.de, 11. 11. 2012
18. Spieltag
FV Biebrich 02 - 1. FC Viktoria 07 Kelsterbach 0:0 - 18. 11. 2012
Viktoria nutzt in Biebrich ihre Chancen nicht
Machado verschießt Elfmeter / Scheitza verletzt
Trotz hochkarätiger Möglichkeiten kam Viktoria Kelsterbach beim FV 02 Biebrich nicht über ein 0:0 Unentschieden hinaus und musste in der Tabelle den FC Ederbergland (5:2 gegen SC
Waldgirmes II) an sich vorbei ziehen lassen und belegt nach dem ersten Rückrundenspieltag mit 39 Punkten "nur" noch Rang 3 im Klassement.
Nach einer zerfahrenen Anfangsviertelstunde sorgte Giovanni D'onofrio nach 18 Minuten für den ersten Aufreger auf dem Biebricher Kunstrasen, als er im Zweikampf mit FV02-Torwart Julian
Bischoff zu Fall kam und Schiedsrichterin Anna Katharina Scheib auf dem Punkt zeigte. Den fälligen Strafstoß schoss Dominic Machado allerdings so schwach, dass ihn Bischoff ohne Probleme
abwehren konnte.
Auf der Gegenseite prüfte Volkan Zer mit einem Freistoß Viktoria-Schlussmann Dominique Groß (22.) der den scharf geschossenen Ball jedoch zur Ecke abwehren konnte. Sechzig
Sekunden später scheiterte Giovanni D'onofrio nach Zuspiel von Tamim Jusofie an Bischoff.
Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe Biebrich nach einer Ecke von Mattis Oestereich durch einen Kopfball von Christian Maus zur zweiten Tormöglichkeit kam. Ansonsten hatte die
Viktoria-Defensive um den wieder genesenen Kapitän Robert Brück die sonst so torgefährlichen Gastgeber um das Brüderpaar Volkan und Orkun Zer gut im Griff.
Fast wäre den Horst-Schützlingen noch vor der Pause der Führungstreffer gelungen, doch landete der Kopfball von Tobias Döringer nach einem Freistoß von Manuel May nur am
Pfosten, so dass es torlos in die Kabine ging.
Zwei Minuten nach Wiederanpfiff jubelten die Viktorianer leider vergeblich, denn das vermeintliche Führungstor durch einen Kopfball von Jonas Scheitza, der wenige Minuten später verletzt
ausgewechselt und sogar vom herbeigerufenen Notarzt untersucht werden musste, wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung zurückgepfiffen.
Wir wünschen Jonas auch von dieser Stelle aus baldige Genesung.
Nach einer knappen Stunde Spielzeit unterband David Meurer mit einem absichtlichen Handspiel eine gute Möglichkeit der Viktoria, da Tamim Jusofie sonst alleine auf das Tor der Gastgeber
zugelaufen wäre. Der Biebricher Innenverteidiger wurde daraufhin zu Recht mit der gelb-roten Karte vom Platz gestellt. Die Untermainstädter erspielten sich im Anschluss ein noch
größeres optisches Übergewicht und hätten nach 67 Minuten erneut einen Strafstoß erhalten müssen, doch das absichtliche Handspiel der Biebricher Defensive nach einem
Schuss von Atay Koustar wurde nicht geahndet.
180 Sekunden später landete ein 18 Meterschuss von Tamim Jusofie knapp neben dem Kasten der Gastgeber und auch Marcus Joswig fehlte bei seinem Versuch aus der Distanz die nötige Fortune
im Abschluss (76.). Die größte Möglichkeit zum mittlerweile längst mehr als verdienten Führungstreffer vergab allerdings Dominic Machado, als er acht Minuten vor Ende der
regulären Spielzeit alleine auf das Tor der Gastgeber zulief, den Ball aber nicht an Schlussmann Julian Bischoff vorbei brachte.
Dass es letztlich beim torlosen Remis blieb, hatte die Viktoria neben eigenem Unvermögen in der Offensive vor allem auch Torwart Dominique Groß zu verdanken, der in der Nachspielzeit
glänzend gegen den bei einem Konter alleine vor ihm aufgetauchten Biebricher Torjäger Volkan Zer regierte und das Leder noch zur Ecke lenken konnte.
Zum Einsatz kamen: Groß - Döringer, Werner, Brück, Klooz, Joswig, May, Jusofie (75. S. Naimi), D'onofrio (71. Boulahfa), Machado - Scheitza (59. Koustar).
Zuschauer: 100
Schiedsrichter: Anna Katharina Scheib, Sven Marquardt und Sascha Faust
Bes. Vorkommnis: gelb/rote Karte für David Maurer (61.) wg. absichtlichem Handspiel
Quelle: Homepage des 1. FC Viktoria 07 Kelsterbach
„Blaue“ bärenstark wie zu allerbesten Zeiten
BIEBRICH 02 In Unterzahl 0:0 gegen Kelsterbach
(nn). Die Wandlung zum Guten ist endgültig vollzogen: Beim 0:0 gegen das Topteam von Viktoria Kelsterbach knüpften die Verbandsliga-Kicker des FV Biebrich 02 an die torlose Punkteteilung
beim SV Wiesbaden an, boten während der packenden 90 Minuten eine bärenstarke Leistung. „Die Einstellung war top und die taktischen Vorgaben wurden fast perfekt umgesetzt. Wir hatten
keinen Schwachpunkt“, freute sich Trainer Elvir Melunovic über den glanzvollen Auftritt.
Auf dem Kunstrasen entwickelte sich ein nervenaufreibendes Match mit 02-Keeper Julian Bischoff (18) als Hauptdarsteller. Den Elfmeterpfiff von Schiedsrichterin Anna Scheib in der 30. Minute
löste er selbst aus, um den anschließenden Strafstoß von Viktoria-Offensiv-Ass Dominic Machado mit einer Blitzreaktion in die rechte Ecke zu meistern. In der 86.Minute blieb Bischoff
auch in einer Eins-gegen-Eins-Szene gegen Machado siegreich. Vorausgegangen war der einzige Biebricher Abwehrschnitzer der zweiten Halbzeit.
Nach der Ampelkarte gegen David Meurer (63.) verdiente sich die Defensivleistung des gesamten Teams ansonsten die Note eins. Mehr noch: In Unterzahl lag bei den abschließenden Chancen von
Volkan Zer (90./Torwart Groß hielt) und Robin Schwalbach gar noch ein 02-Sieg in der Luft.
In Biebrichs Kollektiv, das die beste Liga-Offensive nicht zum Zug kommen ließ, fighteten Tim Maurer und Sezer Altas im zentralen Mittelfeld für zwei. Und Orkun Zer (scheiterte in der
ersten Hälfte per 25-m-Freistoß knapp) ist auf dem besten Weg, wieder ganz der Alte zu werden.
FV Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, M. Christ - Rivera, Maurer, Altas, Oestereich - O. Zer (88. Schwalbach), V. Zer.
Schiedsrichter: Anna Scheib (SC Daisbach mit Assitenten Sven Marquardt und Sascha Faust).- Zuschauer.: 220.- Gelb-Rot: Meurer (63.).
WT, 19. 11. 2012
Kelsterbach versagen die Nerven – 0:0 in Biebrich
Trotz zahlreicher guter Chancen schaffte es Viktoria Kelsterbach in der Fußball-Verbandsliga Mitte nicht, den nächsten Sieg zu landen. In Biebrich kam die Mannschaft von Trainer Ralf
Horst nicht über ein 0:0 hinaus.
Biebrich. Von einem "0:0 der besseren Sorte", sprach Co-Trainer Kai Horst nach dem Abpfiff der lebhaften Auseinandersetzung. Beide Mannschaften tasteten sich in der Anfangsphase zunächst ab
und bemühten sich, Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen. Den ersten Aufreger der Begegnung gab es in der 20. Minute. Giovanni D’Onofrio wurde im Strafraum von den Beinen geholt,
den gegebenen Foulelfmeter konnte Dominic Machado jedoch nicht im Tor der Gastgeber unterbringen. Trotz des Fehlschusses blieb Kelsterbach weiter am Drücker. D’Onofrio mit einem
Distanzschuss (22.) und Tobias Döringer mit einem Kopfball an den Pfosten (41.) vergaben die besten Gelegenheiten der Gäste. Für Biebrich hätte Maus in der 35. Minute mit einem
Kopfball für die überraschende Führung sorgen können.
Nach dem Seitenwechsel musste dann Torjäger Jonas Scheitza ausgewechselt werden. Nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler musste sich der Kelsterbacher noch auf dem Platz
übergeben und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Trotzdem ließen sich die Gäste auch dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen und erspielten sich in der Folge weitere
Möglichkeiten. Nachdem der Biebricher Meurer nach einem Handspiel die Gelb/Rote Karte gesehen hatte, spielte Kelsterbach sogar eine halbe Stunde in Überzahl. Die beste Gelegenheit vergab
Dominic Machado in der 80. Minute, als er alleine auf das Biebricher Tor zulief, im direkten Duell aber Torhüter Bischoff nicht überwinden konnte. "Normal verwandelt er solche Chancen ganz
sicher, aber heute hat es einfach nicht klappen wollen", wunderte sich Kai Horst. In der Nachspielzeit bewahrte Torhüter Groß die Kelsterbacher vor einer drohenden Niederlage, als er den
Schuss von Volkan Zer parieren konnte.
"Natürlich hätten wir heute gerne gewonnen, insgesamt sind wir aber zufrieden mit der gezeigten Leistung", resümierte Kai Horst.
Am nächsten Wochenende trifft Kelsterbach zu Hause auf Watzenborn-Steinberg und möchte dort mit einem Sieg wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. (nmz)
Höchster Kreisblatt, 19. 11. 2012
19. Spieltag
FV Biebrich 02 - VfB 1900 Gießen 1:2 (0:2) - 25. 11. 2012
Doppelschlag wird zur Hypothek
Von Stephan Neumann
BIEBRICH 02 Nach 0:2-Rückstand gelingt Mattis Oestereich gegen starke Gießener nur noch das Anschlusstor
Ein Spiel der Kategorie „Punktgewinn denkbar unglücklich verpasst“. 2:1 hieß es für den VfB Gießen, dessen Doppelschlag in der ersten Hälfte die Basis
für den Erfolg im Match der Fußball-Verbandsliga bei Biebrich 02 bildete. „Eine besonders in der zweiten Hälfte sehr engagierte Vorstellung gegen starke Gießener. Unserer
Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen“, meinte 02-Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Orkun Zer versiebt
Wobei die Biebricher bei den Gegentoren unfreiwllig assistierten. Zunächst fälschte Mattis Oestereich den von Atanasoski geschossenen Freistoß unhaltbar für Keeper Julian
Bischoff ab. Dem 0:2 ging ein missglückter Befreiungsschlag von David Meurer voraus. Die spielstarken Gäste reagierten mit einem Pass in die Schittstelle, den Maro verwertete, während
die Chancenverwertung der 02er arg zu wünschen übrig ließ.
Oestereich probierte es aus spitzem Winkel, Volkan Zer mit dem Kopf und zur Krönung versiebte Orkun Zer aus kurzer Distanz. In der 62. Minute brach Oestereich nach Kopfballvorlage von Volkan
Zer den Bann, traf mit seinem schwächeren rechten Fuß. Fortan war Einbahnstraßen-Verkehr in Richtung VfB-Gehäuse angesagt. Doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen, obwohl
selbst die Gießener Hilfe anboten. Aber der missratene Abwehrversuch eines Feldspielers landete nicht im Netz, sondern am Querbalken. „Ein Unentschieden wäre wirklich verdient
gewesen“, trauerte Trainer Elvir Melunovic einem Zähler nach.
Zugänge oder Jugendstil?
In Kürze will er mit der Vereinsführung über die Zukunft beraten: „Ich muss akzeptieren, was der Verein vorgibt. Aus meiner Sicht gibt es nur die Möglichkeit, mit drei,
vier gestandenen Zugängen für mehr Stabilität zu sorgen oder als Alternative geduldig den Weg mit unseren jungen Leuten zu gehen, die dann verstärkt in der Stammformation zum
Einsatz kämen.“
Biebrich 02: Bischoff - Pilger, Meurer, Maus, M. Christ (87. Schwalbach) - Rivera, Maurer, Atas ¹, Oestereich - O. Zer (82. K. Acar), V. Zer.
Tore: 0:1 Atanasoski (22.), 0:2 Maro (24.), 1:2 Oestereich (62.).-
SR: Willmann (TSV Altheim).- Zuschauer: 120.
¹ Altas
WT, 26. 11. 2012
Der VfB 1900 baut die Serie aus
(ms) Der VfB 1900 Gießen bleibt in der Verbandsliga Mitte weiter auf Erfolgskurs. Am Sonntag meisterte die Mannschaft von Trainer Stefan Hassler die Auswärtshürde FV Biebrich 02
mit 2:1 und baute die Serie ohne Niederlage auf acht Begegnungen aus.
Zudem verbesserte sich der VfB 1900 im Klassement auf Position vier, weist jetzt nur noch drei Punkte Rückstand auf Viktoria Kelsterbach auf. Der Rangdritte verlor überraschend mit 2:3
gegen den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg.
»Wir haben eine blitzsaubere erste Halbzeit, richtig guten Fußball gespielt«, war Stefan Hassler vor allem mit den ersten 45 Minuten seiner Truppe zufrieden.
Auf dem schlecht zu bespielenden Kunstrasenplatz in Biebrich übernahmen die Mittelhessen vom Anpfiff weg das Kommando und setzten die Gastgeber unter Druck. Und die hatten denn auch Probleme,
kamen überhaupt nicht ins Spiel. Der verdiente Lohn war das 1:0 nach 20 Minuten, für das Stevche Atanasoski verantwortlich zeichnete. Die Gäste blieben dran, machten weiter Druck und
wollten das 2:0. Und das sollte sich auch einstellen, nach 35 Minuten war es Sergej Maro, der zur Stelle war. »Wir hätten auch höher führen können«, sagte Hassler.
Mit Beginn der zweiten 45 Minuten wurde der FV Biebrich 02 stärker. »Der FV hat sich mit allen Mitteln gewehrt«, erklärte der Fußball-Lehrer. Und die Wiesbadener kamen
auch zu Gelegenheiten, doch Gießens Schlussmann Malte Naujoks war zunächst nicht zu überwinden. »Wenn wir Ruhe gebraucht haben, hat er sie ausgestrahlt. Wenn es schnell gehen
sollte, dann ebenso«, lobte Hassler seinen Keeper, der aber dann doch einmal den Ball aus dem Netz holen musste. Nach 62 Minuten wurden die Angriffsbemühungen des FV belohnt, als
Östereich ¹ traf. In der Folgezeit erhöhten die Platzherren weiter den Druck, doch die Abwehr der Gäste stand sicher. Und wenn ein Biebrich doch zum Abschluss kam, dann war
Naujoks zur Stelle. Die beste Chance zum 2:2 ging auf das Konto eines Gießeners. Stevche Atanasoski verunglückte ein Ball, aber Naujoks rettete mit einer Glanztat. So blieb es am Ende beim
verdienten 2:1-Erfolg für den VfB 1900 Gießen.
FV Biebrich 02: Bischoff; Östereich ¹, Meurer, Rivera, Pilger, Maurer, Maus, Altas, Christ (ab 85. Schwalbach), Orkun Zer (ab 79. Acar), Volkan Zer.
VfB 1900 Gießen: Naujoks; Schneider, Chabou, Ranke, Atanasoski, Vural, Parson, Hasan, Ouattara (ab 65. Iyasere), Binz (ab 75. Celik), Maro (ab 89. Bund).
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Willmann (Altheim). – Zuschauer: 100. – Torfolge: 0:1 (20.) Atanasoski, 0.2 (35.) Maro, 1:2 (62.) Östereich ¹.
¹ Oestereich
Gießener Allgemeine Zeitung, 26. 11. 2012
Defensive sichert VfB-Erfolg
Atanasoski und Maro legen Grundstein für Sieg - VfB dominiert Durchgang eins
BIEBRICH/GIESSEN (tig). Der VfB 1900 Gießen schwimmt in der Verbandsliga Mitte weiter auf einer Welle des Erfolges. Auch der FV Biebrich 02 musste die momentane Stärke des VfB
anerkennen. Dank einer engagierten und defensiv beherzten Leistung hieß es am Ende 2:1 für die Truppe von Coach Stefan Hassler.
Der VfB war vom Anpfiff weg hellwach und hatte Spiel und Gegner im Griff. Die erste dicke Möglichkeit besaß Nino Binz in der 5. Minute nach Zuspiel von Gino Parson, er vergab jedoch
alleine vor Biebrichs Torwart Julian Bischoff. Die Hausherren brauchten eine Weile, bis sie sich vor das Tor von Malte Naujoks wagten. Nach 17 Minuten kam, bedingt durch eine Unsicherheit in der
VfB-Abwehr, Mattis Östereich ¹ an den Ball, aber der Winkel war zu spitz, um das Leder im Tor zu versenken. Grund zum Jubel gab es dann wenige Minuten später auf Seiten der Gießener.
Erkan Hasans Hereingabe nahm Stevche Atanasoski volley ab und der noch abgefälschte Schuss landete im Biebricher Tor (20.). Und die Gäste legten sofort nach. Ein genialer Pass von
Mittelfeldregisseur Parson landete genau im Lauf von Sergej Maro, der alleine aufs Tor zustürmte und zum 2:0 einschob (22.). In den verbleibenden Minuten des ersten Durchgangs blieb Gießen
dominant und aggresiv im Zweikampfverhalten, wodurch die Biebricher nicht mehr zu nennenswerten Torraumszenen kamen.
FV Biebrich - VfB 1900 Gießen 1:2
Zur zweiten Halbzeit kamen die Gastgeber wesentlich druckvoller aus der Kabine. Der VfB beschränkte sich darauf, das Ergebnis zu konservieren. Doch trotz starkem Kampfeswillen der
Hassler-Mannen wurde es noch einmal brenzlig. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff des FV ließ Östereich ¹ VfB-Torwart Naujoks keine Chance und vollendete aus halblinker Position
mit einem trockenen Flaschschuss zum 1:2.
Biebrich hatte jetzt Blut geleckt, doch bei der anschließenden Doppelmöglichkeit war Torwart Naujoks auf dem Posten. Erst wehrte er einen Schuss von Östereich ¹ ab (62.), dann musste
er sich bei einem Querschläger von Atanasoski mächtig strecken, um den Ball noch über die Latte zu lenken (63.). Dabei hätte der VfB nach dem 1:2 schnell antworten können,
aber Maros Kopfball aus fünf Metern parierte FV-Keeper Bischoff glänzend (61.). Mehr Erwähnenswertes gab es dann nicht mehr. Gießen hielt den knappen Vorsprung bis zum Ende.
FV Biebrich: Bischoff; Östereich ¹, Meurer, Rivera, Pilger, Maurer, Maus, Altas, Christ (84. Schwalbach), Orkun Zer (81. Acar), Volkan Zer.
VfB 1900 Gießen: Naujoks; Chabou, Hasan, Vural, Parson, Ranke, Maro (90. Bund), Schneider, Quattara (65. Iyasere), Binz (78. Celik), Atanasoski.
Tore: 0:1 (20.) Atanasoski, 0:2 (22.) Maro, 1:2 (61.) Östereich ¹. - Schiedsrichter: Willmann (Münster). - Zuschauer: 100.
¹ Oestereich
Gießener Anzeiger, 26. 11. 2012
20. Spieltag
SC Teutonia Watzenborn-Steinberg - FV Biebrich 02 2:2 (1:1) - 01. 04. 2013
BIEBRICH 02 Notelf erkämpft sich verdientes 2:2
(nn). Aus einer Notlage das Beste gemacht: Mit ersatzgeschwächter Formation holte Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 bei Teutonia Watzenborn/Steinberg ein 2:2. Selbst Trainer Elvir
Melunovic (41) musste angesichts sechs erkrankter, verletzter und gesperrter Akteure auflaufen, bewies nach weiter Freistoß-Hereingabe von Mattis Oestereich beim 0:1 sogar Treffsicherheit.
Danach kassierten die 02er einmal mehr ebenso unglückliche wie umstrittene Gegentore: Zuerst durch einen fragwürdigen Handelfmeter. Nach der Pause sah der Schiedsrichter-Assistent einen
Kopfball von Oliver Schmidt hinter der Torlinie, während der Spielleiter zuerst nicht auf Tor erkannt hatte.
Pech kam hinzu, als Volkan Zer die Großchance zum 2:3 ausließ (85.). Melunovic war angesichts der Umstände mit dem Punkt „sehr zufrieden“.
FV Biebrich 02: Ademovic – Rivera, Melunovic, M. Christ, Schwalbach – Acar (88. Dimitrievski), Pilger, Hachenberger, Oestereich – O. Zer – V. Zer.
Tore: 0:1 Melunovic (32.), 1:1 Rechner (40./Handelfmeter), 2:1 O. Schmidt (49.), 2:2 V. Zer (60.)
SR: Sauerwein (Schenklengsfeld)
Zu.: 100
Gelb-Rot: O. Zer (85.)
WT, 02. 04. 2013
Dönges nicht zufrieden
„Zu viele individuelle Fehler“ – Zum vierten Mal seit Wiederaufstieg kein Sieg gegen Biebrich
WATZENBORN-STEINBERG (ths). Als Lieblingsgegner kommt der FV Biebrich auch weiterhin nicht für den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg in Frage. Im vierten Aufeinandertreffen nach dem
Wiederaufstieg der Pohlheimer in die Verbandsliga Mitte 2011 schafften sie wiederum kein Sieg. Immerhin gelang mit dem 2:2 (1:1)-Unentschieden eine Punkteteilung.
Doch Trainer Oli Dönges haderte mit der Leistung seiner Schützlinge: „Nein, damit bin ich nicht zufrieden. Es ist eine Katastrophe, was wir im Moment für individuelle Fehler
machen. Wir haben wieder in den entscheidenden Momenten gepennt, denn viel zugelassen haben wir eigentlich nicht.“ Positiv galt es zu vermerken, dass Patrick Neubert nach wochenlanger
Verletzungspause sein Comeback in der Innenverteidigung neben Oliver Schmidt feierte und das Duo dem Brüderpaar aufseiten der Gäste, Orkun und Volkan Zer, kaum Raum zur Entfaltung gab.
In den ersten Minuten tat sich auf dem Kunstrasen an der Watzenborner Neumühle recht wenig. Die 150 Zuschauer erlebten auf dem engen Platz wie üblich viele Zweikämpfe, auf rassige
und gefährliche Torraumszenen mussten sie aber zunächst verzichten.
Auf das 0:1 aus Sicht der Gastgeber hätten die meisten der Besucher dann allerdings auch verzichten können. Biebrichs Spielertrainer Elvir Melunovic, mit 41 Jahren der mit Abstand
älteste der 22 Akteure, stand in der 20. Minute goldrichtig. Ein Eckball wurde auf Höhe des zweiten Pfosten verlängert, wo der Routinier die Kugel nur noch einzuschieben brauchte.
Teutonia Watzenborn-Steinberg – FV Biebrich 2:2
Die Höhepunkte hielten sich auch anschließend in Grenzen. Immerhin korrigierten die Teutonen den Rückstand bereits in der 35. Minute. Schiedsrichter Kilian Sauerwein aus Friedlos
entschied nach einem Handspiel im Biebricher Strafraum auf Elfmeter. Der 35-Jährige Steffen Rechner schnappte sich das Spielgerät und verwandelte den Strafstoß sicher zum
Ausgleich.
Den zweiten Durchgang eröffnete der SC mit einem Paukenschlag. Bekannt für seine Kopfballstärke, rückte Abwehrrecke Schmidt bei einem Eckstoß von Hakan Özen in den
gegnerischen Sechzehner. Schmidt schraubte sich in die Luft und brachte seine Farben mit 2:1 in Front (49.). „Danach haben wir 20 Minuten Druck gemacht. Wenn wir da das 3:1 erzielt hätten,
wäre der Käse gegessen gewesen“, ärgerte sich Dönges darüber, dass seinen Mannen in drei, vier Szenen die Kaltschnäuzigkeit und Durchschlagskraft gefehlt
hatte.
Natnael Tega, Dennis Schlecht und Co. gelang das dritte Tor nicht, stattdessen schlug es bei den Grün-Weißen ein. Aus dem Gewühl heraus besorgte Volkan Zer das 2:2 (70.), das sich
nicht abgezeichnet hatte. An diesem Resultat konnten die Teutonen nicht mehr rütteln. Die Ampelkarte für Volkan Zer ¹ kam zu spät (88.), um sich noch auszuwirken.
SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Wagner; Schlecht, Schmidt, Neubert, Bathomene, Rechner (76. Miqdad), Priebe, Weber (46. Mohr), Özen, Belloff, Tega.
Tore: 0:1 Melunovic (20.), 1:1 Rechner (35./HE), 2:1 Schmidt (49.), 2:2 (70.). V. Zer
Schiedsrichter: Sauerwein (Friedlos)
Gelb-Rote Karte: V. Zer (88.) ¹
Zuschauer: 150
¹ Orkun Zer
Gießener Anzeiger, 02. 04. 2013
»Katastrophale Fehler«
(fro) In der Verbandsliga Mitte musste sich der SC Teutonia W.-Steinberg am Ostermontag gegen FV Biebrich 02 mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Gegen ersatzgeschwächte Gäste
fehlte der Elf von Trainer Oliver Dönges im Spiel nach vorne der letzte Kick.
Die Hausherren fassten nur schwer Tritt. Ein hektischer Spielaufbau mit vielen Fehlpässen sorgte für viel Leerlauf. Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe ein als Flanke gedachter Ball
erstmals für Torgefahr sorgte. FV-Keeper Denis Ademovic konnte das Leder gerade noch vor der Linie fangen. Die Gäste wirkten gestern Nachmittag zielstrebiger. Ein Schuss von Mattis
Östereich ¹ konnte von Patrick Neubert gerade noch zur Ecke abgewehrt werden (22.). Volkan Zer ließ bei einem Distanzschuss erstmals seine Torgefahr aufblitzen. Das Leder strich aber knapp
über die Latte (28.).
Ein Freistoß von Mattis Östereich ¹ segelte an Freund und Feind vorbei durch den SC-Strafraum. Am langen Pfosten stand Elvir Melunovic und schoss zur 1:0-Führung aus Sicht der
Gäste ein (34.). Der FV-Trainer, der sich aufgrund des Ausfalls von sechs Stammkräften selbst das Trikot des FV 02 überstreifen musste, stand auch im Mittelpunkt der nächsten
Aktion. Elvir Melunovic sprang der Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Den fälligen Strafstoß verwandelte Steffen Rechner zum 1:1-Ausgleich. FV-Torwart Denis Ademovic war allerdings
noch mit der Hand am Ball (39.), konnte den Gegentreffer aber nicht verhindern.
Nachdem eine Freistoßflanke des Pohlheimers Dennis Schlecht an seinen Teamkollegen Natnael Tega und Patrick Neubert vorbeigestrichen war, ging es mit diesem Spielstand in die Kabinen
(45.).
Die Hausherren kamen druckvoll aus der Pause und gingen in der 51. Minute mit 2:1 in Führung. Nach einem Eckstoß von Michel Mohr konnte ein Kopfball von Oliver Schmidt von den
Gästen erst hinter der Linie abgewehrt werden. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten Pascal Diehl entschied Schiedsrichter Kilian Sauerwein auf Tor.
In der Folgezeit hatte die Dönges-Elf ihre beste Phase. »Wenn wir hier den dritten Treffer nachlegen, dann ist das Spiel im Sack«, sagte Dönges nach dem Spiel. Chancen
für ein weiteres SC-Tor waren durchaus vorhanden. Michael Bathomene scheiterte mit einem Volleyschuss an Torwart Ademovic (56.), während Dennis Schlecht eine Direktabnahme knapp neben den
Pfosten setzte (58.). Die Gastgeber war dicht dran, Tor Nummer drei wollte aber nicht fallen.
Kurz darauf bekam die SC-Abwehr bei einem Östereich-Dribbling ¹ keinen Zugriff auf den Ball. Volkan Zer scheiterte nach dem Querpass seines Teamkollegen zwar zunächst an SC-Torwart Dominic
Wagner. Den Nachschuss konnte der FV-Torjäger dann aber über die Linie drücken – 2:2 (63.).
Plötzlich war der Schwung bei den Hausherren wieder dahin. Natnael Tega agierte nach Pass von Williams Belloff jr. im Abschluss zu zögerlich (77.), während Dennis Schlecht knapp
über das Gebälk schoss (79.). Kurz darauf kombinierte sich der FV 02 durch die gesamte Teutonen-Abwehr. Volkan Zer scheiterte aber an Torwart Dominik Wagner (81.). Hakan Özen, der an
Torwart Ademovic scheiterte (82.), und Mahmoud Miqdad, der das gegnerische Tor mit einem Heber knapp verfehlte (88.), hatten die letzten Chancen zum Siegtreffer.
So blieb es am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden, an dem auch die Gelb-Rote Karte für Gästestürmer Orkun Zer nichts mehr änderte (90.).
»Beiden Gegentoren gingen katastrophale Fehler von uns voraus. So musst du am Ende mit einem Punkt zufrieden sein«, sagte Dönges.
Teutonia Watzenborn-Steinberg: Wagner; Bathomene, Schmidt, Neubert, Weber (ab 46. Mohr), Priebe, Schlecht, Rechner (ab 71. Miqdad), Özen, Tega, Bellof jr.
FV Biebrich 02: Ademovic; Schwalbach, Melunovic, Rivera, Pilger, Hachenberger, Christ, Östereich ¹, Acar (ab 87. Dimitrievski), Orkun Zer, Volkan Zer.
Im Stenogramm: Schiedsrichter: Sauerwein (Friedlos) – Zuschauer: 120. – Tore: 0:1 (34.) Melunovic, 1:1 (39.) Rechner (Handelfmeter), 2:1 (51.) Schmidt, 2:2 (63.) Volkan Zer. –
Gelbe Karten: Belloff, jr., Neubert – Schwalbach, Orkun Zer, Volkan Zer. – Gelb-Rote Karte: Orkun Zer (90.) wegen Meckerns ².
¹ Oestereich
² Orkun
Gießener Allgemeine, 02. 04. 2013
21. Spieltag
FV Biebrich 02 - SV Wiesbaden 1899 3:1 (1:1) - 24. 02. 2013
Derby-Sieg für FV Biebrich 02 gegen SV Wiesbaden - Zer glänzt mit Dreierpack
Von Tobias Goldbrunner
Orkun Zer wollte nicht im Mittelpunkt stehen: „Es ist doch egal, wer die Tore macht. Diesen Triumph hat die ganze Mannschaft verdient“, erklärte der Stürmer des FV Biebrich
02 kurz nach dem Überraschungserfolg im Verbandsliga-Derby: Die Gastgeber besiegten vor 420 Zuschauern den Stadtrivalen SV Wiesbaden verdient mit 3:1 (1:1). Und ob er es wollte oder nicht,
gefeierter Mann des Tages war eben jener Orkun Zer: Der 23-Jährige erzielte alle drei Treffer der Biebricher. „Er hat einen absoluten Sahnetag erwischt“, lobte 02-Kapitän
Bastian Pilger den Angreifer, und befand: „Alle haben heute kämpferisch eine starke Leistung gezeigt.“
Beim SVW sah man derweil überall in frustrierte Gesichter. „Biebrich war deutlich gieriger als wir. Die Einstellung hat nicht bei allen zu 100 Prozent gestimmt“, bedauerte
Spielertrainer Sascha Amstätter, der selbst einen rabenschwarzen Tag erwischte: Der Ex-Profi musste in der 67. Minute nach dem zweiten Foul innerhalb von 18 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz.
"Zu nervös"
Dabei hatte die Partie besser begonnen für den jedoch ideenlosen Tabellenzweiten, der auf Toptorjäger Dennis Leopold und Kapitän Christopher Hübner (beide muskuläre
Probleme) in der Startelf verzichten musste. Winterneuzugang Engin Arslan, der in dieser Runde schon 23 Mal für den Türkischen SV getroffen hat, gelang in der 20. Minute sein erstes
Liga-Tor für den SVW: Der Goalgetter schoss aus 20 Metern halb im Fallen an den Pfosten, der Ball sprang vom Rücken des Biebricher Keepers Dennis Ademovic ¹ hinter die Linie. „Wir waren
anfangs zu nervös. Der Gegentreffer hat uns gut getan und aufgeweckt“, erklärte FV-Coach Elvir Melunovic.
Keine drei Minuten später war Orkun Zer nämlich das erste Mal zur Stelle und köpfte eine Ecke von Mattis Oestereich wuchtig in die Maschen. Beim 2:1 (47.) kurz nach dem Wechsel
glänzte der Stürmer mit einem feinen Solo, ließ gleich vier SVW-Akteure stehen und verwandelte eiskalt. „Das hat er überragend gemacht“, freute sich Pilger. Und mit
dem dritten Treffer raubte Orkun Zer den Gästen endgültig jeglichen Elan: Im Gewühl landete die Kugel vor den Füßen des 23-Jährigen, der zu seinem neunten Saisontor
einschob.
Selbst nicht so überrascht
„Hut ab vor meinem jungen Team“, war Melunovic, dem die Grippe kranken Stammkräfte Christian Maus und Camilo Rivera nicht zur Verfügung standen, selbst nicht so
überrascht. „Wir hatten eine gute Vorbereitung und waren voll konzentriert auf dieses Duell.“ Amstätter ärgerte sich vor allem über die beiden letzten Tore:„Zwei
Mal haben wir bei langen Bällen geschlafen. Daran müssen wir arbeiten.“ Zu einer kurzen Unterbrechung kam es in der 70. Minute, als in der Nähe einer Eckfahne drei Bengalos
brannten. Sieben maskierte Jugendliche ergriffen die Flucht, von zwei Tätern konnte die Polizei die Personalien feststellen. „Das waren keine Anhänger beider Vereine“,
erläuterte 02-Vorsitzender Horst Klee.
Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Meurer, Bilgili (83. Schwalbach), Christ – Altas, Maurer, Hachenberger, Oestereich – O. Zer (89. Paliakov), V. Zer (89. Benmeuraiem)
SV Wiesbaden: Miletic – Abate (53. Ouffata), Schmick, König, Kunz – Rebic, Reichardt, Amstätter, Seidelmann (46. Leopold) – Arslan, Fiege
Tore: 0:1 Arslan (20.), 1:1, 2:1, 3:1 O. Zer (23., 47., 55.)
SR: Ballweg (Zwingenberg)
Zu.: 420
GR: Amstätter (67.)
¹ Denis Ademovic
WT, 25. 02. 2013
22. Spieltag
TuS Dietkirchen 1911 - FV Biebrich 02 2:1 (0:0) - 28. 03. 2013
Doppelt gebeutelt
BIEBRICH 02 1:2-Niederlage und zwei Verletzte
(nn). Die verhinderten Pokalhelden wurden bei der Rückkehr ins Punktspielgeschäft gleich mehrfach gebeutelt. Zum einen durch Michael Schmitz, den Torjäger des
Fußball-Verbandsligisten TuS Dietkirchen. Sein Doppelpack machte die 1:2-Niederlage des FV Biebrich 02 perfekt, der durch Orkun Zer in Führung gegangen war (49.).
Schwerer als die Niederlage wogen aus Sicht von Trainer Elvir Melunovic die Verletzungen von Abwehr-Center David Meurer (Oberschenkel) und Tim Maurer (Schienbein). Nach Meurers Ausscheiden (56.)
wirkte die Biebricher Hintermannschaft bei einer weiten Freistoß-Hereingabe völlig unsortiert. Schmitz ließ sich nicht zwei Mal bitten und versenkte. Bleibt abzuwarten, ob die beiden
Verletzten am Montag bei Teutonia Watzenborn/Steinberg spielen können.
FV Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Meurer (56. Biligili ¹), Maus, M. Christ – Rivera, Maurer (81. Acar), Hachenberger (88. Dimitrievski), Oestereich – O. Zer, V. Zer.
Tore: 0:1 O. Zer (49.), 1:1, 2:1 Schmitz (54./65.)
SR: Panzer (Langgöns)
Zu.: 170
¹ Bilgili
WT, 30. 03. 2013
Die Heimelf kam im ersten Heimspiel für dieses Jahr gut in die Partie. Den ersten Warnschuss von Granja gab es bereits nach drei Minuten. Spielerisch war der TuS besser wie die Gäste,
aber richtig klare Tormöglichkeiten sprangen nicht heraus. Marco Müller hatte nach 30 Minuten noch eine sehr gute Möglichkeit, doch sein Schuss aus 17 Metern ging knapp vorbei.
Biebrich hatte nach 35 Minuten die erste Offensivaktion, doch der Abschluss von Orkun Zer war zu harmlos und Schmitt hielt sicher. Ohne Tore wurden die Seiten gewechselt.
Nach der Pause nahm die Partie Fahrt auf. Zer machte mit dem ersten Angriff sofort das 1:0 für die Gäste. Sein Schuss aus der Drehung schlug im unteren Eck ein. Aber die Heimelf
ließ sich davon nicht beeindrucken und kam durch Schmitz, vier Minuten später, zum Ausgleich. Nach Granja Freistoß und Kopfballvorlage von Zuckrigl brachte er den Ball hinter die
Linie. Ein Flankenball in den Strafraum der Gäste fand in Michi Schmitz einen Abnehmer und dessen Kopfball fiel zum 2:1 in die Maschen. Der TuS hatte das Spiel gedreht. Es blieb aber spannend
bis zum Schluss. Die Gäste waren immer brandgefährlich durch ihre Konter und Standards. Kurz vor Ende ging ein Schuss von Bigili ¹ knapp vorbei und danach konnte sich der TuS über die
nächsten 3 Punkte freuen.
TuS Dietkirchen: Schmitt, Sancak, Merfels, Polonio, Müller (Cicero 88.), Dempewolf, Stöhr, Heep (Büns, 46.), Zuckrigl, Granja (Balmert 74.), Schmitz
FV Biebrich: Ademovic, Oestereich, Meurer (Bigili, 53.), Rivera, Pilger, Maurer (Dimitrievski, 73.), Maus, Hachenberger, Christ, Zer Orkun, Zer Volkan
Tore: 0:1 Zer V. ² 49., 1:1 Schmitz (53.), 2:1 Schmitz (65).
Zuschauer: 120
Schiedsrichter: Tobias Panzer (Langgöns)
¹ Bilgili
² Orkun Zer
Homepage des TuS Dietkirchen 1911
23. Spieltag
SG Oberliederbach - FV Biebrich 02 1:3 (1:1) - 03. 03. 2013
Biebrich 02: Keeper Ademovic mit Elfmeterparade Wegbereiter zum 3:1 in Oberliederbach
(nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 setzt zum Siegeszug an. Nach dem Derby-Coup über den SVW gewann das Team von Elvir Melunovic mit 3:1 bei der offensivstarken SG
Oberliederbach.
Insgesamt drei Strafstöße
In der ereignisreichen Partie mit drei Foulelfmetern, die Melunovic allesamt als fragwürdig einstufte, avancierte Keeper Denis Ademovic zur entscheidenden Figur. In der von der Heimelf
dominierten ersten Hälfte verhinderte der Routinier einen Rückstand, nach der Pause hielt er beim Stand von 2:1 einen von Torjäger Daniel Koch (früher RSV Würges)
geschossenen Strafstoß. Aber auch Orkun Zer, Dreifach-Torschütze gegen den SVW, ließ aufhorchen. Er versenkte vom Punkt und setzte mit dem 3:1 das Biebricher i-Tüpfelchen.
Eingeleitet durch einen tollen Konter über David Meurer und seinen Bruder Volkan Zer. Apropos Meurer: Der Defensiv-Spezialist stand beim 0:1 goldrichtig, nachdem ein Freistoß von Orkun Zer
zuvor abgefälscht worden war.
Doch ganz so leicht wie es den Eindruck erweckt, fiel den ersatzgeschwächten 02ern das Siegen nicht. „In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft noch den Sieg über den SVW gefeiert.
Ich musste sie in der Pause mit deutlichen Worten daran erinnern, dass das Derby vorüber ist. Nach dem Wechsel haben wir uns dann wie verwandelt präsentiert“, verwies Melunovic auf
die notwendige Halbzeit-Ansprache. Fakt ist aber: Die Schinderei der Vorbereitung trägt Früchte. Die Biebricher können bei Bedarf immer mehrere Schippen drauflegen.
Mutmacher für OFC-Spiel
Ein Mutmacher auch mit Blick auf das Hessenpokal-Viertelfinale am 23. März gegen die mit hohem Schuldenstand belasteten Offenbacher Kickers. Doch zunächst steht am Samstag die Reise zu
Spitzenreiter FC Ederbergland auf dem Liga-Fahrplan.
FV 02: Ademovic – Rivera, Meurer, M. Christ, Oestereich – E. Bilgili (89. Dimitrievski), Maurer, Hachenberger, Altas – V. Zer, O. Zer (88. Schwalbach)
Tore: 0:1 Meurer (38.), 1:1 D. Koch (41./Foulelfmeter), 1:2 O. Zer (56./Foulelfmeter), 1:3 O. Zer (73.)
SR: Wegmann (Griesheim)
Zu.: 100
Bes. Vorkommnisse: Daniel Koch scheitert mit weiterem Strafstoß an Denis Ademovic (69.)
WT, 04. 03. 2013
24. Spieltag
FC Ederbergland - FV Biebrich 02 3:1 (3:0) - 09. 03. 2013
Fußball: Biebrich 02 verliert beim FC Ederbergland
(nn). Der FC Ederbergland stellt derzeit in der Fußball-Verbandsliga das Maß aller Dinge dar. Das musste auch der FV Biebrich 02 anerkennen. Nach dem Erfolg über den SVW und dem
Sieg in Oberliederbach war die erste Niederlage des Jahres nicht zu vermeiden. 0:3 hieß es bereits zur Pause, 1:3 am Ende auf dem kraftraubenden tiefen Rasenplatz in Allendorf.
Zwei Akteure markierten aus Sicht von 02-Coach Elvir Melunovic den Unterschied. Zum einen FCE-Torjäger Felix Nolte, der seine Saisontore 25 und 26 erzielte. Zum anderen Referee Michael
Wilhelm. Der entschied in der 19. Minute auf Freistoß für die Heimelf, nachdem sich Gäste-Spieler David Meurer im Zweikampf behauptet hatte. „Nie und nimmer“, protestierte
Melunovic. Nolte interessierte das herzlich wenig. Er nahm Maß, versenkte unhaltbar für Denis Ademovic im unteren Eck. Wenig später legte Nolte das 2:0 auf, das Oleg Schneider per
Direktabnahme perfekt machte. Seinen Toptag krönte Ederberglands Ausnahmestürmer mit dem 3:0. Ein Schuss, der allerdings abgefälscht wurde.
Aufbäumen bleibt unbelohnt
Im zweiten Abschnitt bäumten sich die 02er vehement auf, verzeichneten durch Volkan Zer, Orkun Zer und Meurer prima Gelegenheiten. Aber erst in der 79. Minute konnte Volkan Zer die Flanke von
Mattis Oestereich zum Anschlusstor nutzen. Es folgte der für Biebrich ganz bittere Schlussakkord: Dribbler Sezer Altas, zuvor mehrfach mit harten Bandagen angegangen, beschwerte sich über
das Einsteigen der Gegenspieler, sah daraufhin nach Intervention des Schiedsrichter-Assistenten die Rote Karte. Melunovic klagte: „Sezer hat niemanden beleidigt. Das war eine Fehlentscheidung,
die mich mehr ärgert als die Niederlage.“
FV Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Meurer, M. Christ, Oestereich – Rivera (55. Schwalbach), Maurer, Hachenberger (70. Paliakov), Altas – V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 Nolte (19.), 2:0 O. Schneider (27.), 3:0 Nolte (40.), 3:1 V. Zer (79.)
SR: M. Wilhelm (Eichenzell)
Zu.: 150
Rot: Altas (86.)
Gelb-Rot: Pilger (90./beide Biebrich), Nolte (81./Ederbergland)
WT, 11. 03. 2013
Tore der Extraklasse
Allendorf. Der Ederbergländer Fußballfan weiß, dass Trainer Wolfgang Werth Emotionen freien Lauf lassen kann. So euphorisch wie während des Spiel gegen den FV Biebrich hat
man den FC-Übungsleiter selten gesehen.
Es war die 26. Minute als Karge lang geschickt wurde, seine Flanke auf Nolte ließ jener mit der Brust abprallen und von hinten schraubte Schneider das Ergebnis auf 2:0. „Ein
Sahnetor“, schrie Werth, der ins Spielfeld reinlief und die dreifache Säge machte. Seine Mannschaft setzte sich später verdient mit 3:1 gegen den FV Biebrich durch und verteidigte
somit die Tabellenführung. „Für die Platzverhältnisse haben wir in der ersten Halbzeit richtig guten Fußball gezeigt und das Spiel auch da entschieden. Ich hatte mehr
erwartet von Biebrich“, sagte Werth nach dem Spiel.
In der Tat spielte seine Elf in den ersten 45 Minuten den Gegner schwindelig - allen voran Torjäger Felix Nolte der seine Extraklasse unter Beweis stellte. Bereits nach fünf Minuten
tauchte der Goalgetter nach einer Miß-Flanke vor Torwart Ademovic auf, sein Kopfball hatte jedoch zu wenig Druck. Auf der Gegenseite ließ Casella eine Flanke vor die Füße von
Rivera prallen, der FV-Spieler schlug jedoch keinen Profit daraus. Anschließend fiel das 1:0 für die Heimelf. Nolte nahm beim Freistoß aus 20 Metern Anlauf, um letztendlich den Ball
platziert ins untere linke Eck zu setzen (18.). Nur acht Minuten später folgte dann das bereits eingangs beschriebene 2:0 durch Schneider. Doch die Platzherren hatten immer noch nicht genug:
Nach Noltes Solo legte jener uneigennützig auf Schneider der mit einem Gewaltschuss Admovic zu einer Glanzparade zwang (35.). Fünf Minuten später dann der große Auftritt von
Nolte der mit einem Übersteiger seinen Gegenspieler stehen ließ und dann aus spitzen Winkel den Ball in die Maschen schoss - ein Klassetor! (40.). Damit war die Partie schon so gut wie
durch. Interessant: Vom hochgelobten Biebricher Sturmduo Orkun und Volkan Zer war bis dato nicht viel zu sehen.
Im zweiten Durchgang schaltete Ederbergland zwei Gänge zurück und ließ die Gäste kommen. Die Partie wurde jetzt ruppiger mit einigen gelben Karten zu Beginn. Chancen durch
Nolte (56./64.) blieben ungenutzt, sodass der Gast durch Volkan Zer per Kopf zum 3:1-Anschlusstreffer kam (79.). Jener war dann auch verdient, machten die Gastgeber jetzt weniger für das
Spiel.
Hochmotiviert war nur noch einer und das war Felix Nolte der, bereits gelbverwarnt, gegen Torwart Ademovic zu ungestüm zu Werke ging und mit gelbrot vom Feld geschickt wurde. Das personelle
Ungleichgewicht sollte dann wiederhergestellt werden als nur eine Minute später Altas den Ball vor Wut vom Feld schoss. Schiedsrichter Wilhelm wertete das als Unsportlichkeit und zückte
glatt rot (84.).
Gästespieler Pilger sah nach wiederholten Foulspiel in der Nachspielzeit eine weitere Gelb-Rote Karte. Vorher hätte Ederbergland durch Eickhoff (89.) und Zich (90.) das 4:1 erzielen
können: Werth: „Bei keinem Gegentor hätte ich die Mannschaft zum Essen eingeladen doch das haben sich die Jungs leider kaputt gemacht“.
Von Martin Kares
HNA, 09. 03. 2013
Hessenpokal - Viertelfinale
FV Biebrich 02 - Offenbacher FC Kickers 1901 0:1 (0:0) - 23. 03. 2013
FV Biebrich 02 muss sich gegen die Offenbacher Kickers 0:1 geschlagen geben
Von Tobias Goldbrunner
Lange wehrten sie sich tapfer, am Ende musste sich der FV Biebrich 02 doch noch dem haushohen Favoriten geschlagen geben: Der Sechstligist verlor im Viertelfinale des Hessenpokals am Samstag
Nachmittag gegen Drittligist Kickers Offenbach mit 0:1 (0:0). Kai Hesse erzielte in der 71. Minute den Siegtreffer für die Offenbacher, die damit weiter im Rennen um die Teilnahme am DFB-Pokal
bleiben.
Kaum Impulse nach vorne
Vor 1.290 Zuschauern zeigten die Gastgeber eine beherzte Leistung. Nach vorne konnten die Biebricher zwar kaum Impulse setzen, dafür machte es die Mannschaft von Trainer Elvir Melunovic den
Gästen in der Defensive schwer. In der 24. Minute besaß Fabian Bäcker die beste Chance der Kickers, doch er traf nur den Außenpfosten. Kuriose Szene in der 32. Minute: Die Fahne
des Schiedsrichterassistenten funktionierte nicht mehr, nach fünf Minuten war eine neue aufgetrieben.
In der zweiten Hälfte drängten die Offenbacher weiter auf das erste Tor, scheiterten jedoch am guten FV-Keeper Denis Ademovic, dem eigenen Unvermögen oder wie Hesse in der 67.
Minute am Pfosten. Vier Minuten später tanzte Hesse Ademovic aus und schob zum 1:0 ein. In der 77. Minute schoss OFC-Profi Thomas Rathgeber noch einen Handelfmeter drüber.
WT, 23. 03. 2013
Biebrich 02 bietet Offenbach beim 0:1 einen großen Kampf
Von Tobias Goldbrunner
Elvir Melunovic zögerte. Es dauerte ein paar Minuten, bis der Trainer des FV Biebrich das Lob von allen Seiten wirklich genießen konnte. „Eigentlich sind wir ja
ausgeschieden“, meinte Melunovic zunächst. Um sich dann doch sichtlich über den bravourösen Auftritt seiner Mannschaft im Hessenpokal-Viertelfinale vor 1290 Zuschauern auf dem
Dyckerhoff-Sportplatz gegen Kickers Offenbach zu freuen. 0:1 unterlag der Verbandsligist nach 90 Minuten dem Drittligisten. Nur 0:1. „Weil wir hervorragend gekämpft haben. Alle Jungs sind
echt an ihre Grenzen gegangen“, befand Melunovic.
Zu den Schulterklopfern gehörten auch zahlreiche Offenbacher Profis: „Sie standen sehr kompakt, das hat es uns echt schwer gemacht“, bescheinigte der frühere Wehener Sead
Mehic in den Reihen der Kickers den 02ern. Und auch der einzige Torschütze der Partie zollte Respekt: „Sie haben es wahnsinnig ernst genommen, wir mussten hier schon 100 Prozent
bringen“, sagte Kai Hesse, der in der 72. Minute die rund 500 mitgereisten OFC-Fans erlöste. Der 27-jährige Stürmer, der erstmals nach seiner langen Verletzungspause (zwei
Knie-Operationen) durchspielte, nutzte einen Schnitzer von Biebrichs Verteidiger David Meurer eiskalt aus: Hesse umkurvte FV-Keeper Denis Ademovic und schob die Kugel aus zehn Metern in die Maschen.
Und gab zu: „Wir haben das Spiel zwar komplett kontrolliert, aber unsere Chancenverwertungen war unter aller Sau.“
Entweder scheiterten die Gäste an Ademovic, am Pfosten (Bäcker in der 12. Minute, Hesse in der 67. Minute), am extrem tiefen Platz oder am eigenen Unvermögen: In der 77. Minute
sprang Biebrichs Domenic Hachenberger der Ball unglücklich an die Hand, doch den fälligen Strafstoß schoss der Offenbacher Thomas Rathgeber über den Kasten.
„Wir sind stolz, so lange das 0:0 gehalten zu haben“, strahlte 02-Angreifer Orkun Zer. In vier Vierteln hatten die Gastgeber die Begegnung aufgeteilt: Zu Beginn eines jeden davon
wollten sie die Intensität hochhalten. Was ihnen auch prima gelang: „Das hat echt Spaß gemacht, vor allem als wir in der zweiten Halbzeit auch spielerisch besser zurecht gekommen
sind“, erklärte 02-Kapitän Bastian Pilger, der aber auch gestehen musste: „Nach vorne konnten wir eigentlich überhaupt nichts machen. Ich glaube, wir waren zwei Mal an
deren Strafraum.“ Bei den wenigen Kontergelegenheiten schalteten die Hausherren zu langsam um, der OFC war meist einen Schritt schneller.
Zurück in den Alltag
Dafür sahen Kickers-Coach Rico Schmitt und der neue Geschäftsführer des hoch verschuldeten Drittligisten, Manni Bender, einen Sturmlauf ihres Klubs nach dem anderen. Doch die
Biebricher hielten immer wieder dagegen: Der Sechstligist verschob geschickt, machte die Räume eng und stand vor allem diszipliniert im Abwehrriegel. Bis auf jene 72. Minute: „Das war dumm
von mir, das tut mir sehr leid“, ärgerte sich Meurer (siehe nebenstehenden Bericht).
Und während der OFC also weiter auf den Einzug in den DFB-Pokal hoffen darf, will Melunovic gar nicht lange zurückblicken: „Klar, war das was Besonderes. Aber am Donnerstag in
Dietkirchen wartet schon wieder der Alltag auf uns“, betonte der 41-Jährige. Und wünscht sich, dass jener Alltag auch vom Pokal-Highlight profitiert: „Wir haben super Werbung
für uns gemacht. Vielleicht haben wir jetzt ein paar Sympathisanten mehr.“
FV Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Meurer, M. Christ, Oestereich – Rivera (80. Bilgili), Maurer, Hachenberger (86. Acar), Maus – V. Zer, O. Zer.
Kickers Offenbach: Wulnikowski – Korb, Kleineheismann, Stadel, Stein – Bäcker (65. Avdic), Mehic, Washausen, Hesse – Fetsch (70. Bender), Vogler (46. Rathgeber).
Tor: 0:1 Hesse (72.).– Schiedsrichter: Reisert (Ober-Roden).– Zuschauer: 1290.
WT, 25. 03. 2013
Biebrich 02: Keinerlei Vorwürfe an David Meurer
Von Stephan Neumann
Ohne Respekt vor den Offenbacher Drittliga-Profis funkte David Meurer im Biebricher Abwehr-Zentrum permanent couragiert dazwischen. Ein Talent aus den eigenen Reihen, das in dieser Runde in seiner
Entwicklung einen Quantensprung vollzogen hat. Daran ändert auch Meurers Beteiligung im Vorfeld des entscheidenden Tores nichts. Ein einziges Mal kam der 20-Jährige nicht rechtzeitig heran.
Und diesmal schlugen die Offenbacher Weltmeister im Auslassen bester Chancen tatsächlich zu. „Es tut mir wirklich leid für die Mannschaft. Denn wer weiß, wie es ohne das
Gegentor weitergegangen wäre. Wir hätten jedenfalls Kraft für eine Verlängerung gehabt“, zeigte sich der Pechvogel untröstlich.
Doch der Youngster brauchte kein schlechtes Gewissen zu haben, und er erntete auch nicht den geringsten Ansatz von Kritik. Stattdessen allenthalben Anerkennung – wie sie dem gesamten
Biebricher Team gebührte. „Jammerschade, dass ausgerechnet ihm der Patzer unterlaufen ist. Bis dahin hat er überragend gespielt“, fühlten Wolfgang Reinhold und Rolf Stumpf
mit Meurer. Zwei, die es wissen müssen. Beide kickten einst beim SV Wiesbaden, wechselten danach ins Trainerfach.
„Eine tolle Erfahrung“
Auch teamintern wäre keiner auf die Idee gekommen, Meurer einen Vorwurf zu machen. Alle wußten, dass zum Erreichen der Verlängerung das absolute Maximum an Glück nötig
gewesen wäre. „Es hätte ja auch 3:0 für Offenbach ausgehen können“, bekannte Orkun Zer. Sein Bruder Volkan sprach im Rahmen der eigenen Möglichkeiten von einer
perfekten Leistung. Das Team habe sich exakt an die Taktik von Trainer Elvir Melunic gehalten. Enttäuscht zeigte sich Volkan Zer von Offenbachs spielerischer Qualität.
Änderte alles nichts an der entspannten Stimmung in der Kabine, in der wie üblich zum Runterfahren nach kräftezehrendem Match laute Musik ertönte. Wobei die gezeigte Leistung
für den Rest der Runde zusätzliche Kräfte freisetzen müsste. „Dieses Spiel wird uns als tolle Erfahrung in Erinnerung bleiben“, glaubt David Meurer.
Stimmen zum Pokal-Viertelfinale:
02-Vorsitzender Horst Klee: Die Mannschaft konnte erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Angesichts von 1290 zahlenden und insgesamt etwa 1500 Zuschauern bin ich rundum zufrieden.
Kickers-Coach Rico Schmitt: Kompliment an meinen Kollegen. Er hat seine Mannschaft sehr gut eingestellt. Nach den vergebenen Großchancen der Anfangsphase ging bei uns das Zittern los.
Phasenweise war kein Klassenunterschied zu sehen.
02-Trainer Elvir Melunovic: Die Jungs haben alle Vorgaben umgesetzt, die Räume eng gemacht und das Spiel lange spannend gehalten.
OFC-Routinier Sead Mehic: Schon fahrlässig, wie wir mit unseren Möglichkeiten umgegangen sind. Das muss uns eine Warnung mit Blick auf die nächsten Spiele sein.
Biebrichs Flügelflitzer Mattis Oestereich: Trotz aller Offenbacher Chancen habe ich immer eine Verlängerung für möglich gehalten. Schade, dass wir vorne nicht entscheidend zum
Zug gekommen sind.
02-Stürner Orkun Zer: Die Offenbacher haben nur von Kraft und Schnelligkeit gelebt. Ein richtig überragender Spieler mit Stärken im Dribbling war für mich nicht zu sehen. Wir
können stolz sein, so lange die Null gehalten zu haben.
Rheingau-Taunus-Fußballchef Gerhard Rüppel: Den Biebrichern hat ein schneller Konterspieler gefehlt. Ansonsten haben sie aufopferungsvollen Einsatz gezeigt.
Stadtverordneter Michael David: Bei der Kälte konnte sich keiner am Offenbacher Spiel erwärmen.
Sportstadtrat Wolfgang Gores: Ich freue mich für die Biebricher über eine starke Leistung und eine ansprechende Kulisse.
Wiesbadens Fußballwart Dieter Elsenbast: Alle Achtung: Die Blauen haben wirklich super gekämpft.
WT, 25. 03. 2013
Kickers gewinnen gegen FV Biebrich
Offenbach - Der erste Schritt in Richtung Titelverteidigung ist gemacht. Der OFC ist heute seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat das Hessenpokal-Viertelfinale gegen den FV Biebrich in
Wiesbaden gewonnen.
Kai Hesse trifft zum entscheidenen 1:0 in der 73. Minute.
Auf dem Dyckerhoff-Sportfeld war der OFC von Anfang an überlegen. Das Spiel lief quasi 90 Minuten in eine Richtung. Der FV Biebrich blieb ohne Torschuss. Die Kickers waren zwar
überlegen, aber ohne Durchschlagskraft. Teilweise spielte auch Unvermögen eine Rolle.
Insgesamt gab es drei Pfostentreffer, Thomas Rathgeber vergab zudem einen Elfmeter. Kai Hesse stand erstmals seit seiner Verletzung in der Startelf und Sascha Korb war erstmals in einem
Pflichtspiel für die erste Mannschaft im Einsatz. Hesse gelang in der 73. Minute auch das Tor des Tages. Der neue Geschäftsführer Sport, Manfred Bender, verfolgte das Spiel von der
Bank aus.
Kickers Offenbach: Wulnikowski - Korb, Stadel, Kleineheismann, Stein - Hesse, Mehic, Washausen, Bäcker (64. Avdic) - Fetsch (77. Bender), Vogler (46. Rathgeber)
Tor: 0:1 Hesse (73.)
Bessondere Vorkomnisse: Rathgeber (OFC) schießt Handelfmeter über das Tor (76.)
Zuschauer: 1290
dr
Offenbach Post, 23. 03. 2013
OFC müht sich ins Hessenpokal-Halbfinale
Hesse und Korb die einzigen Lichtblicke
Wiesbaden - Wenn es so etwas gibt wie einen hochverdienten Arbeitssieg, dann ist er Kickers Offenbach im Viertelfinale des Fußball-Hessenpokals mit dem 1:0 beim FV Biebrich gelungen. Dass
der OFC die nächste Runde erreicht hat, ist aber fast schon der einzige positive Aspekt.
Von Christian Düncher
Im DFB-Pokal hatten die Kickers diese Saison sogar Bundesligisten souverän ausgeschaltet. Im Hessenpokal dagegen mühte sich der OFC nun beim drei Klassen tiefer spielenden FV Biebrich zu
einem 1:0-Sieg. Der war angesichts der drückenden Überlegenheit der Kickers zwar mehr als verdient, souverän war das, was der Drittligist auf dem zugegebenermaßen ziemlich
holprigen Platz im Wiesbadener Ortsteil zeigte, jedoch nicht. Gegen den sich immer wieder weit zurückziehenden Verbandsligisten, der in der gesamten Spielzeit keinen Torschuss abgab, fehlten
teilweise Ideen im Spielaufbau. Chancen gab es trotzdem, sie wurden jedoch überhastet vergeben. Zweimal trafen die Kickers nur den Pfosten. Zudem schoss der weiter nach seiner Form suchende
Thomas Rathgeber einen Elfmeter über das Tor (76.).
Einer der wenigen Lichtblicke
Da stand es jedoch bereits 1:0 für die Kickers. Kapitän Mathias Fetsch, dem sonst wenig gelang, passte auf Kai Hesse, der den Torwart umkurvte und ins leere Tor traf. Der Offensivspieler
war nicht nur deshalb einer der wenigen Lichtblicke. Nachdem er aufgrund einer Knorpelverletzung im Knie zehn Monate ausgefallen und zuletzt in der Liga zweimal zu Kurzeinsätzen gekommen war,
stand er nun erstmals in der Startelf.
Die Freude war ihm in den 90 Minuten anzumerken. Das gilt auch für Nachwuchsspieler Sascha Korb, der Hesse absicherte und bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die erste Mannschaft
des OFC einen sehr guten Eindruck hinterließ. Dagegen ging das Experiment mit Jan Washausen als Ersatz für den in Burghausen gelbgesperrten Nico Feldhahn schief. Der Leihspieler aus
Braunschweig ist im Abwehrzentrum besser aufgehoben als im Mittelfeld.
OFC im Hessenpokal: Sieg in Biebrich
Angesichts von 19 auslaufenden Verträgen wird Bender in den kommenden Wochen genau hinschauen. „Ich stehe täglich mit dem Trainer in Kontakt. Es gibt so etwas wie eine Liste, die
wir abarbeiten werden“, so der Geschäftsführer Sport.
Bewegung gab es nochmal kurz nach dem Abpfiff, als die Polizei ein Aufeinandertreffen von Kickers-Fans mit einigen Eintracht-Ultras verhinderte, die von der Tribüne aus gepöbelt
hatten.
Offenbach Post, 25. 03. 2013
25. Spieltag
FC Germania 06 Schwanheim - FV Biebrich 02 1:2 (0:0) - 25. 04. 2013
Melunovic freut sich über "beste Saisonleistung"
Schwanheim (gbr). Elvir Melunovic schwärmte von seiner Mannschaft: "Das war unsere bisher beste Saisonleistung", freute sich der Trainer des FV Biebrich 02 über das 2:1 (0:0) in der
Verbandsliga Mitte bei Germania Schwanheim. "Wir haben das Spiel von der ersten bis zur letzten Sekunde dominiert und hätten eigentlich zur Halbzeit schon 5:0 führen müssen", meinte
Melunovic. Lohn des starken Auftritts bei der bis dato drittbesten Rückrundenauswahl: der fünfte Sieg der 02er in Folge. "Kompliment an das Team, was für einen Charakter es derzeit
zeigt. Obwohl es ja eigentlich um nichts mehr geht", so der Coach. Am Sonntag (15 Uhr) peilen die Biebricher nun den sechsten Dreier in Serie beim SC Waldgirmes II an. In Schwanheim erspielten sich
die Gäste eine Chance nach der anderen, vergaben diese aber zu leichtfertig. Erst in der 52. Minute gelang Volkan Zer der erste Treffer - das 25. Saisontor des Stürmers. In der Folge
ließen Volkan und Orkun Zer wieder gute Möglichkeiten ungenutzt, Mattis Oestereich scheiterte alleine vor Schwanheims Keeper. So war es der nur wenige Sekunden vorher eingewechselte Kemal
Acar, der nach einem schönen Solo von Volkan Zer zum 2:0 einschob. Quasi mit dem Schlusspfiff traf Artem Derevenko bei der allersten Torszene der Hausherren überhaupt zum unbedeutenden
Anschlusstreffer.
FV Biebrich 02: Ademovic - Pilger, Maus, M. Christ, Schwalbach - Hachenberger, Maurer, Altas, - Rivera, Oestereich (84. Paliakov) - O. Zer (85. K. Acar) - V. Zer (89. Onyejekwe)
Tore: 0:1 V. Zer (52.), 0:2 K. Acar (85.), 1:2 Derevenko (90.)
SR: Wahl (Schöffengrund)
Zu.: 150
WT, 26. 04. 2013
26. Spieltag
Türkischer SV Wiesbaden 1973 - FV Biebrich 02 0:2 (0:1) - 17. 04. 2013
FV Biebrich 02 siegt 2:0 beim Türkischen SV
(nn). Revanche gelungen: Mit dem 2:0 beim Türkischen SV tilgten die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 die 1:5-Hinspiel-Schmach. Für den TSV war es die erste Derby-Pleite
dieser Saison. Trotzdem sah der Sportliche Leiter Adem Demirbas wenig Grund zu Kritik: „Das war unsere beste Rückrundenleistung. Spielerisch sehr gut, nur fehlte es im Abschluss an
Nuancen.“
Es war ein Derby, das weit mehr als 80 Zuschauer verdient gehabt hätte. Nach Freistoß von Erol Genc fiel Fatih Bilir der Ball im Fünfmeterraum vor die Füße, doch der
Routinier vergab das 1:0. Auf der Gegenseite sorgte 02-Stürmer Orkun Zer mit einem Pfostentreffer für Aufsehen (27.). Drei Minuten später spritzte der 23-Jährige in eine
Freistoßflanke, verwandelte per Kopf – TSV-Keeper Ismail Yilmaz hatte „Leo“ gerufen, wurde dann von Zer überrascht. Mit zwei Paraden in kurzer Folge gegen Volkan Zer und
Orkun Zer bewies Yilmaz vor der Pause sein Können. Erol Gencs Fallrückzieher, den 02-Schlussmann Denis Ademovic bravourös hielt, läutete die zweite Hälfte ein. Die
Vorentscheidung in der 73. Minute, als Ali Bektas foulte, der Referee auf Gelb-Rot und Strafstoß entschied. Volkan Zer traf vom Punkt, während der Heimelf nach einer Attacke gegen Tokay
Oktay ein Strafstoß versagt blieb. „Bei uns hat von der ersten Minute die Einstellung gestimmt“, lobte 02-Coach Elvir Melunovic, der jetzt die 50-Punkte-Marke anpeilt. Biebrich
empfängt nun Unterliederbach (Sa., 15.30 Uhr), der TSV gastiert parallel in Watzenborn.
TSV: I. Yilmaz – Herget (46. D. Kress), Bilir, Ü. Yildiz I, Smith (72. Mokhtar) – S. Demirtas, Bektas, Genc, Balikci – Ü. Yildiz II (74. Tigli) – Oktay
FV Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Maus, M. Christ, Oestereich – Rivera, Maurer, Altas (72. Hachenberger), K. Acar (82. Paliakov) – O. Zer (87. Schwalbach), V. Zer
Tore: 0:1 O. Zer (30.), 0:2 V. Zer (73./Foulelfmeter)
SR: Althoff (SG Egelsbach)
Zuschauer: 80
Gelb-Rot: Bektas (72.)
WT, 18. 04. 2013
27. Spieltag
FV Biebrich 02 - TSV Steinbach 1921 2:0 (0:0) - 07. 04. 2013
Biebrich 02 verscheucht mit dem 2:0 über Steinbach das Abstiegsgespenst
Von Stephan Neumann
Elvir Melunovic, Coach des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02, pflegt einen eisernen Grundsatz: Er pocht stets auf optimale Einstellung. Gegen die TSG Steinbach fand er in dieser
Hinsicht keine Kritikpunkte. Der Kampfgeist stimmte und am Ende auch das Ergebnis. Der 2:0-Erfolg dürfte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. „Die hatte ich ohnehin nie. Zwischen uns und
den Mannschaften aus der unteren Zone besteht schon noch ein Unterschied“, sagt Orkun Zer, der in diesem Jahr wieder in Schwung gekommen ist.
Ademovic kaum geprüft
Kurz nach der Pause legte er für seinen älteren Bruder Volkan das wichtige Führungstor auf. Neun Minuten später (56.) setzte der dribbelstarke Stürmer selbst zum Sololauf
an, drang in den Strafraum ein und tunnelte Steinbachs Keeper. Die Vorentscheidung, obwohl die Gäste nie aufsteckten. Doch lediglich in der 87. Minute musste 02-Schlussmann Denis Ademovic all
sein Können aufbieten, um das Anschlusstor zu verhindern. „Unsere Mannschaft war sich der Bedeutung des Spiels vollauf bewusst. Sie hat von der ersten bis zur letzten Minute
kämpferisch überzeugt“, stellte Melunovic trotz ausgebliebener spielerischer Glanzlichter ein gutes Zeugnis aus. Einhergehend treibt er die Planung für die nächste Runde
voran. Nächste Woche soll in einigen Fällen Klarheiten über Verbleib oder Weggang erfolgen. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint allerdings noch keine Prognose über das Ausmaß der
Veränderungen im Kader möglich.
Orkun Zers Idealvorstellung: „Ich hoffe, dass alle bleiben und ein paar Verstärkungen dazukommen. Damit wir uns neue Ziele setzen können. Nur im Niemandsland zu stehen, ist auf
Dauer langweilig.“ Eine Aussage, die darauf hindeutet, dass der 23-Jährige auch in Zukunft weiter für die 02er auf Torejagd gehen will. Was das Ziel betrifft, dürfte Melunovic
seiner Meinung sein. Auch der Bosnier (Abmachung bis 2014) will im nächsten Spieljahr nach Möglichkeit oben mitmischen.
FV Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Maus, M. Christ, Oestereich – Rivera, Altas, Hachenberger (54. Maurer), K. Acar (87. Schwalbach) – V. Zer (89. Paliakov), O. Zer
Tore: 1:0 V. Zer (47.), 2:0 O. Zer (56.)
SR: Amirian (Burgschwalbach)
Zu.: 100
WT, 08. 04. 2013
TSV weiterhin mit Schwierigkeiten
Der TSV Steinbach hinkt seiner Form in der Fußball-Verbandsliga Mitte weiter hinterher und unterlag gegen FV Biebrich 02 verdient mit 0:2 (0:0).
„Unterm Strich war der Sieg für Biebrich nicht unverdient, denn der Gegner war wacher“, gab sich TSV-Trainer Scherzer nach der unnötigen Niederlage im Wiesbadener Stadtteil
als fairer Verlierer. Steinbach hatte über die gesamten 90 Minuten betrachtet schlichtweg zu wenig investiert, um Zählbares aus Biebrich mitnehmen zu können. „Im ersten Durchgang
hat sich keiner auf dem Platz wehgetan“, meinte der Coach nach fast gänzlich ereignislosen 45 Minuten, in denen der TSV im Gegensatz zum FV 02 immerhin einmal so etwas wie Torgefahr
andeutete: Pierre Bellinghausen steckte durch auf Sebastian Schneider, dessen Abschluss nach 25 Minuten jedoch zu harmlos war.
120 Sekunden nach dem Seitenwechsel verwirrten die Biebricher Torjäger-Brüder Volkan und Orkun Zer die Viererkette mit einer schlichten Kreuzung. Volkan war es dann, der frei vor Pauli
eiskalt zum 1:0 einnetzte. Sechs Minuten später klärte Tobias Danecker das Leder nicht konsequent genug, was Orkun Zer handlungsschnell mit dem 2:0 bestrafte. TSV-Torhüter Max Pauli
war zwar noch dran, aber letztlich machtlos gegen den wuchtigen Schuss des Angreifers.
Dennoch gab der TSV nicht auf und schnürte die Blauen in der Schlussphase in deren Hälfte ein. Vor allem der eingewechselte Bakary Sinaba sorgte für Belebung und traf nach einer
Flanke von Daniel Waldrich in der 70. Minute mit seinem Kopfball nur die Latte. Der Ball lief nun besser durch die Steinbacher Reihen, doch im Sechzehner ließen Sebastian Schneider, Dennis Hild
und Sebastian Kring die letzte Kaltschnäuzigkeit vermissen. Auf der Gegenseite war es Keeper Pauli bei zwei Glanztaten gegen Sezer Altas (65.) und Orkun Zer (80.) zu verdanken, dass die
Begegnung nicht längst entschieden war. „Wir müssen jetzt schnell wieder den richtigen Kick bekommen. Die Situation ist gefährlich“, verschloss Thomas Scherzer nach dem
Abrutschen auf Rang neun und nur noch sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz nicht die Augen vor der Realität.
Steinbach: Pauli – Georg, Danecker (70. Hild), Waldschmidt, Kring – Tomas (77. Nguyen), Sevim (60. Sinaba), Fuhr, Waldrich – Bellinghausen, S. Schneider.
Homepage des TSV Steinbach 1921
28. Spieltag
SG Eintracht 05 Wetzlar - FV Biebrich 02 1:2 (0:0) - 14. 04. 2013
Zer-Brüder als Torjäger eine Lebensversicherung
BIEBRICH 02 Beim 2:1 in Wetzlar Treffer 21 und 14
(nn). Sie sind in puncto Treffsicherheit die Lebensversicherung des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02. Volkan Zer und sein jüngerer Bruder Orkun bewerkstelligten den 2:1-Erfolg
bei Eintracht Wetzlar mit ihren Saisontoren 21 und 14. Danach folgen in der internen Liste David Meurer und Christian Maus sowie die nicht mehr im Verein befindlichen Markus Kusch und Yasin Celik mit
je zwei Treffern. Volkan hatte auf Flanke des starken Camilo Rivera per Kopf getroffen, Orkun profitierte von einer Vorlage seines Bruders. „Natürlich sind beide sehr wichtig. Doch
letztlich machen sie ihren Job wie die anderen Spieler auch. Außerdem hilft die Mannschaft immer mit, dass beide treffen“, mag Trainer Elvir Melunovic bei aller Wertschätzung
für seine Torjäger nicht von einer Abhängigkeit sprechen. Die Abwehr mit Moritz Christ, Bastian Pilger, Christian Maus und Mattias Oestereich ¹ hatte mit ihrer Kompaktheit großen
Anteil am Sieg.
FV Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Maus, M. Christ, Oestereich – Rivera (85. Biligili ²), Altas, Maurer (65. Hachenberger), K. Acar (80. Schwalbach) – O. Zer, V. Zer
Tore: 1:0 Beck (52.), 1:1 V. Zer (57.), 1:2 O. Zer (65.)
SR: Pfeifer ³ (Frankfurt)
Zu.: 150
Rot: V. Öztürk (85./Wetzlar)
¹ Mattis Oestereich
² Bilgili
³ Pfeiffer
WT, 15. 04. 2013
40-Punkte-Schallmauer nicht geknackt
Zer-Brüder als Spielverderber – Eintracht vergibt zu viele Chancen und leistet bei beiden Gegentreffern Schützenhilfe
GIESSEN (red/wi). Die 40-Punkte-Marke gilt für die meisten Trainer als die magische Grenze, nach deren Überschreiten der Klassenerhalt in einer 18er-Liga sicher ist. Diese Marke
hätte Eintracht Wetzlar im Heimspiel gegen den FV Biebrich 02 erreichen können. Doch die beiden in der Liga schon seit vielen Jahren gefürchteten Brüder Volkan und Orkun Zer
hatten etwas dagegen und so blieb – im Verbund mit einer ganz schlechten Chancenverwertung des Gastgebers – die Eintracht nach der 1:2 (0:0)-Niederlage nach dem 27. Spieltag bei 38
Punkten stehen.
In der torlosen ersten Halbzeit hatte Wetzlarer schon die besseren Tormöglichkeiten, die Gäste agierten aber keineswegs defensiv und inszenierten über die Zer-Brüder immer
wieder gute Angriffe, den Erfolg versprechendsten vereitelte Eintracht-Keeper Wack in der 24. Minute bei einem Schuss von Volkan Zer.
Für die Schützlinge von Trainer Jürgen Hendrich verpassten der wieder sehr umtriebige Dominik Huisgen (8. und 43.) und Torjäger Daniel Beck (21.) die zur Pause durchaus
verdiente Führung der Eintracht.
Aus der Kabine kam Wetzlar dann sehr engagiert und druckvoll. Die Belohnung sollte auch nicht lange auf sich warten lassen. Beck demonstrierte einmal mehr seine Qualitäten als Stürmer
mit Instinkt, als er nach einer zu kurz abgewehrten Flanke goldrichtig am langen Pfosten stand und zum 1:0 (52.) eindrückte. Die Zers hatten aber prompt eine Antwort parat. Volkan Zer ließ
sich freistehend in der 58. Minute eine Kopfballchance nicht entgehen, Bruder Orkun profitierte wenig später von einem bösen Abwehrpatzer der Eintracht und traf zum 2:1 für die
Gäste. Wütende Angriffe der Gastgeber waren die Folge, Zählbares stellte sich aber nicht mehr ein. Großes Pech hatte bei der erfolglosen Aufholjagd Stefan Hocker, der bei einer
Doppelchance in der 80. Minute erst an FV-Keeper Ademovic und dann am Querbalken scheiterte. Den gebrauchten Tag für die Entracht machte schließlich noch Volkan Öztürk perfekt,
der sich zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ und seiner Mannschaft wohl mehrere Wochen fehlen wird.
Eintracht Wetzlar: Wack; Öztürk, Wagner, Hocker, Baum, Buycks, Mülln, Hodaj, Türk (66. Kießwetter), Huisgen, Beck.
FV Biebrich: Ademovic; Pilger, Christ, Maus, Oestereich, Rivera (84. Bilgili), Maurer (67. Hachenberger), V. Zer, Altas, Acar (79. Schwalbach), O. Zer.
Tore: 1:0 Beck (52.), 1:1 V. Zer (58.), 1:2 O. Zer (65.) - Schiedsrichter: Pfeiffer (Frankfurt) - Zuschauer: 100.
Rote Karte: Öztürk (88., Tätlichkeit)
Gießener Anzeiger, 15. 04. 2013
29. Spieltag
FV Biebrich 02 - VfB Unterliederbach 1912 2:0 (1:0) - 21. 04. 2013
Fußball: Biebrich 02 feiert vierten Sieg in Folge
(nn). Die Fußballer des FV Biebrich 02 entfalten im Verbandsliga-Finish eine echte Sammlerleidenschaft. Durch das 2:0 über den VfB Unterliederbach umfasst die Kollektion nun vier Dreier
in Folge. In Schwanheim (Do., 19.30 Uhr) und am Sonntag bei der Waldgirmser „Zweiten“ will das Team die Serie ausdehnen.
Cool vor Knapschinski
Beeindruckend, wie die jenseits von Gut und Böse platzierten 02er derzeit die Konzentration hochhalten. Allen voran Volkan Zer, der beim 1:0 frei vor dem Ex-Biebricher Daniel
„Düsi“ Knapschinski die Ruhe bewahrte, ganz cool vollendete. Nach der Pause nahm Volkan Zer einen Steilpass seines Bruders Orkun auf, ließ Keeper Knapschinski bei seinem 24.
Saisontor erneut nicht den Hauch einer Chance. „Wir haben die Leistungen der letzten Wochen bestätigt und erneut die richtige Einstellung an den Tag gelegt“, zeigte sich Trainer
Elvir Melunovic vom Auftreten seiner Schützlinge angetan. Gleichzeitig gelang die Revanche für die 1:2-Hinrundenniederlage.
Fehlen zum ganz großen Biebricher Glück noch personelle Vollzugsmeldungen. Zu Wochenbeginn sollen sie erfolgen. Trend: Der Kern des Kaders wird bleiben und nächste Runde im Verbund
mit den angekündigten Neuzugängen versuchen, von Beginn an in der Spitzengruppe mitzumischen.
FV Biebrich 02: Ademovic – M. Christ, Meurer (80. Schwalbach), Maus, Oestereich – Pilger, Maurer, Altas, K. Acar (46. Hachenberger) – O. Zer (82. Paliakov) – V. Zer
Tore: 1:0, 2:0 V. Zer (27./65.)
SR: Kaya (Griesheim)
Zu.: 100
WT, 22. 04. 2013
30. Spieltag
SC 1929 Waldgirmes II - FV Biebrich 02 3:1 (0:1) - 28. 04. 2013
Endlich treffen auch die Stürmer
FUSSBALL Verbandsliga: SCW II - Biebrich 3:1
Endlich ist der Knoten geplatzt! Lange Zeit monierte der Trainer des Fußball-Verbandsligisten SC Waldgirmes II, Ralf Landgraf, die Chancenverwertung seines Teams. Gestern setzten sich die
Lahnauer durch drei Stürmertore mit 3:1 (0:1) gegen den FV Biebrich 02 durch.
Die harsche Kritik, die Landgraf in den Vorwochen gegenüber seiner "Abteilung Attacke" geäußert hatte, trug im Spiel gegen den Gast aus Biebrich endlich Früchte. Sie
kämpften aufopferungsvoll, arbeiteten nach hinten mit und erzielten nicht zuletzt allesamt ein Tor! "Ich habe meiner Mannschaft in der Halbzeit klargemacht, dass das Spiel noch lange nicht
gelaufen ist", beschrieb der SC-Trainer seine Pausenansprache, die gesessen hatte.
Zum Seitenwechsel lag die Hessenliga-Reserve mit 0:1 hinten - mal wieder. Dabei waren die Gastgeber spielbestimmend, einzig in den Offensivaktionen fehlte die Durchschlagskraft. Es schien sich
gegenüber den vorherigen Spielen nicht viel geändert zu haben. Biebrich beschwor erstmals in der 14. Minute Torgefahr herauf, doch Camilo Rivera traf nur das Aluminium. Mitte des ersten
Abschnitts tauchte Volkan Zer frei vor SCW-Keeper Tobias Holzhäuser auf, der gegen dessen kaltschnäuzigen Abschluss keine Chance hatte (25.). Bemerkenswerter als das Tor vom älteren
der beiden hessenweit gefürchteten Zer-Brüder war indes der geniale Pass von Tim Maurer, der exakt zum richtigen Zeitpunkt perfekt in den Lauf durch die Schnittstelle der Abwehr gespielt
wurde.
Als zehn Minuten später Sedat Aktas eine gute Möglichkeit vergab, schrie sich Tobias Schmitt seinen ganzen Frust von der Seele: "Mann, jetzt geh’ doch endlich mal rein!" In der
zweiten Halbzeit sollte sein Ruf dann erhört werden. Sedat Aktas flankte von links auf Lucas Hartmann, der all seine Kraft in den Schuss legte und ihn im langen Eck einschlagen ließ (49.).
Eine Minute danach spielte sich die gleiche Szene ab - nur mit vertauschten Rollen. Hartmann bediente Aktas, der ebenfalls verwandelte. Das Spiel war innerhalb von 60 Sekunden gedreht. Hartmann
hätte sogar noch ein Tor nachlegen müssen, verzog aber völlig überhastet (53.). Tobias Schmitt machte es besser, als er die Flanke von Hartmann, der unmittelbar zuvor klug einen
Pass in der Vorwärtsbewegung der Biebricher erahnte und abfing, am langen Pfosten einköpfte (61.).
Danach fing sich der FVB zwar wieder, kam hin und wieder sogar gefährlich vor das Tor von Holzhäuser, der aber sämtliche Angriffe mit teilweise spektakulären Paraden
entschärfte. "Ich muss meiner gesamten Mannschaft ein Kompliment aussprechen", so der erleichterte Ralf Landgraf, der über die Leistung seiner Stürmer froh war.
Waldgirmes II: Holzhäuser - Delzer (46. Yaglu), Frenz, Dienst, Gries - Künkler (46. Günes), Yüceel, Azizi - Aktas (84. Basustaoglu), Schmitt, Hartmann
Biebrich: Ademovic - Schwalbach (56. Altas), Maus, Christ, Rivera (77. Acar) - Östereich ¹, Hachenberger (74. Paliakov), Maurer, Pilger - Orkun Zer, Volkan Zer
Schiedsrichter: Kunold (Frankfurt)
Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Volkan Zer (25.), 1:1 Hartmann (49.), 2:1 Aktas (50.), 3:1 Schmitt (61.)
Gelbe Karte: Günes (Waldgirmes II)
¹ Oestereich
mittelhessen.de, 28. 04. 2013
Biebrich 02: Vermeidbares 1:3 in Waldgirmes
(nn). Vorbei der Zauber. Fünf Spiele hatten die Fußballer des FV Biebrich 02 gewonnen, um bei Abstiegskandidat SC Waldgirmes II eine 1:3-Bauchlandung hinzulegen. Entscheidung war die
15-minütige Tiefschlafphase der Hintermannschaft, die Waldgrimes direkt nach der Pause zu drei Treffern nutzte. „Das war ärgerlich, nachdem wir vorher an die guten Leistungen der
letzten Wochen angeknüpft hatten“, empfand 02-Coach Elvir Melunovic die Pleite als absolut vermeidbar.
Pfostentreffer von Rivera
Nach dem Pfostentreffer von Camilo Rivera (15.) bereitete Tim Maurer mit Übersicht und Ballgefühl den Führungstreffer vor. Seine Vorlage verwandelte Volkan Zer gewohnt
kaltschnäuzig (24.). In der Abwehr gerieten die Biebricher lediglich in der 35. Minute in Bedrängnis, als Torhüter Denis Ademovic gegen Tobias Schmitt klärte.
Umso unerklärlicher, dass die Mannschaft quasi die Halbzeitpause um 15 Minuten verlängerte, die Heim-Elf förmlich zum Toreschießen einlud. Vielleicht wäre es anders
gelaufen, wenn Orkun Zer in der 47. Minuten frei vor dem SC-Keeper zum 0:2 getroffen hätte. So aber musste Biebrich dem Rückstand hinterlaufen. Doch bei weiteren Möglichkeiten von
Volkan Zer und Orkun Zer fehlte im Abschluss das Glück.
FV Biebrich 02: Ademovic – Pilger, Maus, M. Christ, Schwalbach (56. Altas) – Rivera (75. K. Acar), Maurer, Hachenberger (73. Paliakov), Oestereich – O. Zer – V. Zer
Tore: 0:1 V. Zer (24.), 1:1 L. Hartmann (48.), 2:1 Aktas (50.), 3:1 T. Schmitt (63.)
SR: Kunold (Frankfurt)
Zu.: 80
WT, 29. 04. 2013
31. Spieltag
FV Biebrich 02 - FV 09 Breidenbach 1:1 (0:0) - 05. 05. 2013
Robin Schwalbachs Kopfball bricht den Bann
BIEBRICH 02 1:1 gegen Breidenbach / Torhüter gehen
(nn). Nach dem Zwischenspurt mit fünf Siegen in Serie und dem anschließenden 1:3 beim SC Waldgirmes II reichte es für Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 gegen den FV
Breidenbach nur zu einem 1:1. Doch Trainer Elvir Melunovic strich das „nur“, sprach von einer „ordentlichen Leistung“ gegen einen kompakten Gegner.
Zudem haben die Breidenbacher den Toptorjäger der Klasse in ihren Reihen: Felix Baum demonstrierte in der 67. Minute sein Können, foppte die Biebricher Deckung und schmuggelte den Ball
an Denis Ademovic vorbei zu seinem 34. Treffer. In der Schlussminute ließ Baum noch durch einen Innenpfostenknaller aufhorchen. Und die 02er? Sie hatten vorne bei drei Versuchen von Orkun Zer
das Pech gepachtet, wobei ein Mal der Querbalken störte. Erst in der 83. Minute brach Youngster Robin Schwalbach nach feiner Flanke von Christian Maus mit seinem Kopfballtor den Bann.
Am Ende durften die 02er, die auf Urlauber Bastian Pilger verzichten mussten, mit dem Remis zufrieden sein. Derweil verändert sich Torhüter Julian Bischof, zu Rundenbeginn noch die
Nummer eins, zum SV Frauenstein. Der dritte Keeper Patrick Bauer scheidet aufgrund eines Auslandsaufenthalts aus. „Beide hatten mir vor einigen Wochen zugesagt“, so Trainer Elvir
Melunovic.
FV Biebrich 02: Ademovic – Rivera, Maus, M. Christ (64. K. Acar), Schwalbach – Altas, Maurer, Hachenberger (76. Paliakov), Oestereich – O. Zer (88. Onyejekwe) – V. Zer
Tore: 0:1 Baum (56.), 1:1 Schwalbach (83.)
SR: Krämer (Frankfurt)
Zu.: 90
WT, 06. 05. 2013
32. Spieltag
FVgg Kastel 06 - FV Biebrich 02 2:8 (1:4) - 11. 05. 2013
Biebrich 02 feiert 8:2-Derbysieg bei Kastel 06
(nn). Bei der FVgg. Kastel 06 ist die Zeit reif für einen Neuanfang in der Gruppenliga, während der FV Biebrich 02 in Zukunft zum Dauergast in der Spitzengruppe der
Fußball-Verbandsliga werden will. Das ist die Erkenntnis aus dem Derby, das genau diesen Klassenunterschied offenlegte. 8:2 siegten die 02er bei den völlig überforderten 06ern, deren
gesundheitlich angeschlagener Co-Trainer Jörg Schwarz nach dem 1:5 unmittelbar zu Beginn der zweiten Hälfte das Sportgelände verließ. „Mit individuellen Patzern und
Stellungsfehlern haben wir die Biebricher förmlich zum Toreschießen eingeladen“, monierte er. 02-Chefcoach Elvir Melunovic zeigte sich dagegen bestens gelaunt: „Ich habe
gefordert, dass dieses Spiel ernst genommen wird. Das hat die Mannschaft von der ersten Minute an umgesetzt.“ So durfte der Coach hinterher einen Blick auf seine Zwischenbilanz bei den 02ern
werfen: Mit 100 Punkten aus 60 Spielen fällt sie ziemlich gut aus.
Zer & Zer treffen fünf Mal
Doch Melunovic gibt sich bekanntlich nie mit dem Ist-Zustand zufrieden, arbeitet stets an einer Weiterentwicklung. Dazu zählt auch die Kunst, ein Team auf eigentlich bedeutungslose Spiele
einzustimmen.
Seine Torjäger Volkan und Orkun Zer hatten gut zugehört stockten ihre Konten mit zwei beziehungsweise drei Treffern auf 28 und 18 Saisontore auf. Bleibt nun in Biebrich die Frage, ob es
nach Aladin Pilica, Ümit Yildiz und dem Japaner Tatsuki Mijamoto gelingt, den Kader durch weitere Zugänge in der Breite besser aufzustellen. Ein Torhüter, ein zentraler Abwehrspieler,
ein Mittelfeld-Sechser und ein schneller Flügelspieler für die Offensive sollen noch kommen. Unklar derweil, ob Christian Maus in Verbindung mit seiner beruflichen Beanspruchung in Zukunft
das Trainingspensum stemmen kann. Melunovic würde den im Deckungszentrum etablierten ehemaligen Wehener gerne halten. Zu ersetzen ist Linksfuß Mattis Oestereich, der beim Unterbau des SV
Wehen Wiesbaden eine neue Herausforderung sucht.
FVgg. Kastel 06: Rüzgar – Kurpiers, Sebischka, Hübner, K. Faist – Akyuez (36. Do. Wagner), Lombardo, Hinrichsen (65. Granda Carpio), Youla – Veith, Bornwasser
FV Biebrich 02: P. Bauer – Rivera, Maus, Meurer, Schwalbach – Paliakov (59. K. Acar), Maurer (70. Dimitrievski), Hachenberger (65. Altas) – Oestereich – O. Zer, V. Zer
Tore: 0:1 Paliakov (8.), 0:2 V. Zer (12.), 1:2 Veith (22.), 1:3, 1:4 O. Zer (31./38.), 1:5 V. Zer (46.), 1:6 O. Zer (62.), 1:7 Acar (71.), 1:8 Maus (75.), 2:8 Veith (82.)
SR: Wecht (Rimbach)
Zu.: 70
WT, 13. 05. 2013
33. Spieltag
FV Biebrich 02 - SV Eintracht 1920 Lollar 2:0 (2:0) - 18. 05. 2013
Melunovic freut sich über Neuzugang Dennis Kunz
BIEBRICH 02 Allrounder kommt von Meister SVW
(nn). Entwicklungsschritt vollzogen. Kein riesiger, aber doch ein erkennbarer. Mit dem 2:0 über Absteiger Eintracht Lollar hat Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 seine Saison-Bilanz
vor dem abschließenden Match in Wetter auf 56 Punkte geschraubt. Zwei mehr als am Ende der vergangenen Runde zu Buche standen, die mit 64:57-Toren abgeschlossen wurde. Die derzeit 51 Gegentore
weisen auf eine Verbesserung des Defensivverhaltens hin. Und nicht zuletzt beweist die Mannschaft mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen Stehvermögen. In den beiden vergangenen Jahren
war das Team im Endspurt jeweils eingebrochen.
Doch um nächste Saison von Beginn an oben mitzumischen, bedarf es einer Auffrischung des Kaders. Neben Aladin Pilica (TSG Wörsdorf), Gregor Schenk (TuS Nordenstadt) und dem Japaner
Tatsuki Mijamoto haben sich die 02er mit Dennis Kunz einen vierten Neuen geangelt. „Er passt menschlich wie sportlich zu hundert Prozent zu uns“, hält Trainer Elvir Melunovic
große Stücke auf den in Abwehr und Mittelfeld flexibel einsetzbaren Spieler aus dem Meisterkader des SV Wiesbaden.
FV Biebrich 02: P. Bauer – Rivera, Meurer, Maus, Schwalbach – Altas (46. K. Acar), Maurer, Hachenberger (77. Benmeuraiem), Oestereich – O. Zer (86. Paliakov), V. Zer
Tore: 1:0 Maus (24.), 2:0 V. Zer (38.)
SR: Susanne Luft (Obertshausen)
Zu.: 90
WT, 21. 05. 2013
Aktueller Spieltag
34. Spieltag
VfB 09 Wetter - FV Biebrich 02 4:6 (1:3) - 25. 05. 2013
Mit Minikader das Optimale herausgeholt
BIEBRICH 02 6:4 zum Finale / Zer-Brüder mit 50 Toren
(nn). Mit kleinem Kader das Optimum herausgeholt. Das können die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 für sich in Anspruch nehmen. Zum Ausklang siegten sie bei Absteiger VfB
Wetter mit 6:4, zementierten damit Platz fünf. Es war ein lockerer Kick, in dem Orkun Zer seine Treffer 100 und 101 im blauen Trikot erzielte, die Runde mit 20 Buden abschloss. Zehn mehr weist
sein älterer Bruder Volkan auf, der in Wetter ein Tor beisteuerte. Mit je drei Treffern folgen Christian Maus, Kemal Acar und Atanas Paliakov.
Um im kommenden Spieljahr tatsächlich in der Spitzengruppe mitmischen zu können, bedarf es ergänzend zu den Qualitäten der Zer-Brüder mehr Torgefahr aus dem
Mittelfeld.
Zwei Zugänge vom Nachbarn
Dazu beitragen sollen zwei Spieler aus dem Lager des Nachbarn Türkischer SV. Verpflichtet haben die 02er Flügelflitzer Aryan Mokhtar. Außerdem ist die Rückkehr von Techniker
Ümit Yildiz besiegelt. Yildiz wird seinen für die nächste Runde geschlossenen Vertrag beim TSV auflösen. Das haben die Biebricher mit Abdullah Karaahmet vereinbart, der wieder
beim Türkischen SV im Organisatorischen tätig ist.
Mit Dennis Kunz (SV Wiesbaden), Gregor Schenk (TuS Nordenstadt), Aladin Pilica (TSG Wörsdorf) und dem Japaner Tatsuki Mijamoto stehen insgesamt sechs Neuzugänge fest. Unterdessen wird
Offensivspieler Kemal Acar (TSG Hechtsheim) Biebrich 02 verlassen. Die Zukunft von Atanas Paliakov bei den „Blauen“ ist ungewiss, ebenso die von Christian Maus. Zwei Feldspieler und ein
Torhüter stehen noch auf dem Wunschzettel von Trainer Elvir Melunovic, der die weiteren Abgänge Mattis Oestereich und Tim Maurer kompensieren muss.
FV Biebrich 02: Ademovic – Rivera, Maus, Schwalbach (75. Meurer), Oestereich – K. Acar (65. Benmeuraiem), Maurer, Hachenberger, Paliakov – O. Zer, V. Zer.
Tore: 0:1 Paliakov (28.), 1:1 Schulz (29.), 1:2, 1:3 O. Zer (38./40.), 2:3 Lölkes (46.), 2:4 Ademovic (48./Strafstoß), 3:4 Schulz (51.), 3:5 V. Zer (70./Strafstoß), 4:5 Schulz
(88./Strafstoß), 4:6 Paliakov (90.)
SR: Awade (Kassel)
Zu.: 50
WT, 27. 05. 2013
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