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Aktueller Spieltag
Spielberichte vom 1. Spieltag
FC Ederbergland - FV Biebrich 02 4:0 (1:0) - 31. 07. 2010
FCE schenkt Biebrich vier Tore ein
Battenberg (py). Gelungener Auftakt für den FCE: Mit 4:0 (1:0) besiegte die Elf von Frank Frede in der Verbandsliga Mitte die spielstarken Gäste vom FV Biebrich.
Freilich täuscht das Ergebnis über den Spielverlauf hinweg. Das Spiel des FCE lief noch nicht so rund, wie sich das Frede vorgestellt hatte. „Wir waren auf gar keinen Fall die vier
Tore besser“, kommentierte er. „Das war ein ganz intensives Spiel, in dem der, der das erste Tor erzielt, auch gewinnt - und das waren wir.“
Der überragende Citlak war es, der in der 28. Minute nach Vorarbeit von Eickhoff das 1:0 erzielte. Auch das 2:0 geht auf ihn, nach einer Stunde verwandelte er einen Handelfmeter zum
vorentscheidenden 2:0.
Als dann kurz darauf Biebrichs Kapitän Löbelt nach einem Foul an Ellerich des Feldes verwiesen wurde, war die Partie gelaufen. Ellerich mit einem Schrägschuss (80.) sowie Breuer mit
einem sehenswerten Seitfallschuss (90.) sorgten für das 4:0, das aber auf gar keinen Fall überschätzt werden darf. Auf Frede wartet noch viel Arbeit.
Quelle: Waldeckische Landeszeitung/Frankenberger Zeitung, 31. 07. 2010
Ederbergland nicht souverän, aber sicher im Abschluss
Einstand nach Maß
Von Christian Weller
Battenberg. Einen gelungenen Saisonauftakt feierte der FC Ederbergland gestern in der Fußball-Verbandsliga Mitte. Die Frede-Elf bejubelte gegen den FV Biebrich einen 4:0 (1:0)-Erfolg, dessen
Ergebnis jedoch nur bedingt den Spielverlauf wiederspiegelte.
Ederbergland – Biebrich 4:0 (1:0). Zu Beginn hatten die Wiesbadener Vorstädter mehr vom Spiel und sorgten insbesondere bei Standards für Gefahr vor dem Tor von FCE-Schlussmann
Casella. Nennenswerte Chancen blieben jedoch aus, bis Camilo Rivera aus zwölf Metern abzog, aber direkt auf Casella zielte (10.). Ebenso verzogen seine Mannschaftskameraden Loebelt, dessen
Schuss aus 20 Metern knapp neben den Kasten ging (24.), und Orkun Zer, der sich gegen Möllmann durchsetzte, aber den Ball über das Tor jagte (26.).
Besser machten es die Hausherren, deren erste gelungene Kombination zum 1:0 führte: Karge setzte sich im Mittelfeld klasse gegen zwei Gegenspieler durch und spielte diagonal auf Eickhoff.
Dieser düpierte auf der Außenbahn Hanson und passte von der Grundlinie zurück, von wo Dogan Citlak den Ball platziert ins Eck schoss (28.).
Kurz darauf verpasste Ellerich das 2:0, als er nach einem Schnitzer von Sengün frei vor Keeper Strzelecki auftauchte, das Leder aber am Tor vorbei spitzelte (30.). Nun versuchte die Frede-Elf
das Spiel zu kontrollieren, leistete sich aber den ein oder anderen haarsträubenden Abspielfehler im Aufbauspiel, sodass Biebrich immer wieder zu Chancen kam: Rivera (36.) und Volkan Zer (41.)
vergaben jedoch aus aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite traf Citlak mit einer schönen Volleyabnahme einer Eickhoff-Flanke nur die Latte (42.).
Im zweiten Durchgang verwaltete der FCE das Ergebnis und kam durch zwei vertretbare Entscheidungen von Schiedsrichter Rhodgess zur Vorentscheidung: Dieser zeigte auf den Elfmeterpunkt, nachdem
Lars Hoffmannn nach einem Citlak-Freistoß der Ball unglücklich an den Arm gesprungen war. Dogan Citlak verwandelte den fälligen Handelfmeter sicher (61.).
Nur eine Zeigerumdrehung später passte Eickhoff in den Lauf von Ellerich, der von Gegenspieler Loebelt umgesenst wurde, woraufhin Biebrichs Kapitän die Rote Karte wegen einer Notbremse
sah. Nun hatte der FCE mehr Platz, vergab aber einige Konterchancen zu überhastet, sodass die weiteren Tore aus Standards resultierten.
Zunächst spitzelte Ellerich einen Schneider-Freistoß in Torjäger-Manier über die Linie (80.), dann bugsierte Abwehrchef Breuer den Ball akrobatisch per Seitfallzieher unter
die Latte, nachdem Hoffmann einen Kopfball von Reitz auf der Linie geklärt hatte (90.).
Quelle: hna.de, 31. 07. 2010
Überlegen und harmonisch – aber 0:4
BIEBRICH 02 Neu formiertes Team geht beim FC Ederbergland nach Löbelts zweifelhaftem Platzverweis unter
BATTENBERG (nn). Chancen ohne Ende verzeichnete Fußball- Verbandsligist FV Biebrich 02 mit sieben Neuen in der Startelf beim FC Ederbergland. Doch die Überlegenheit und erstaunliche
Harmonie mündeten in ein Geschehen der Katgorie „Schrecken ohne Ende“. 0:4 hieß es und alle Biebricher mussten leidvoll feststellen, dass Teamsport nicht in Einklang mit
Gerechtigkeit zu bringen ist. Insbesondere Abwehrchef und Kapitän Daniel Löbelt, der nach keineswegs überhartem Foul im unverwarntem Status die Rote Karte sah (61.), somit für das
morgige Derby gegen Wörsdorf (18.30 Uhr) gesperrt ist.
„Eine überzogene Entscheidung. Überhaupt hat der Unparteiische starken Einfluss auf das Ergebnis genommen“, befand Biebrichs Spielausschuss-Chef Thomas Utikal auch mit Blick
auf die 54. Minute: „Da gab es eine Tätlichkeit von Ederberglands Torhüter Alessandro Casella an Orkun Zer, die nur mit der Gelben Karte geahndet wurde.“ Casellas Verbleib und
Löbelts Rauswurf waren aus Utikals Sicht die Knackpunkte. Ergänzend kam hinzu, dass Spielertrainer Engin Özdemir aufgrund einer Sommergrippe nicht im Mittelfeld mitwirken konnte.
Weiterhin bitter: Als Tim Maurer draußen behandelt wurde, nutzte die Heimelf die Überzahl zum 1:0.
Maurers Pech setzte sich im zweiten Abschnitt fort. Mit ausgefahrenem Ellenbogen verursachte er den Handelfmeter, der das 2:0 nach sich zog. Die übrige Zeit bestimmte Biebrich zu großen
Teilen das Geschehen. Gut sah das aus, wie sich die zu keinem Zeitpunkt aufsteckenden 02er mit strukturierten Aktionen dem Sechzehner näherten. Nur mangelte es Maurer wie Camilo Rivera, Volkan
Zer, Orkun Zer und Last-Minute-Zugang Roman Simsek ¹ (zuletzt in Frankreich) im Abschluss an Konzentration.
FV Biebrich 02: Strzelecki – Sengün, Löbelt, Hoffmann, Hanson (68. Simsek) – Maurer (82. Chatzi-Bentel), Comandatore – Rivera (82. Hachenberger), Kramke – V. Zer,
O. Zer
Tore: 1:0 Cirlak (28.), 2:0 Cirlak (56./Handelfmeter), 3:0 Ellerich (80.), 4:0 Breuer (90.)
SR: Rhodgess (Willingen)
Zu.: 100
Rote Karte: Löbelt (61./Biebrich/Foul)
¹ Romain Simsek
Quelle: WK, 02. 08. 2010
Spielberichte vom 2. Spieltag
FV Biebrich 02 - TSG Wörsdorf 0:0 - 03. 08. 2010
Beiderseits Stückwerk
VERBANDSLIGA 0:0 zwischen 02 und Wörsdorf
(nn). 0:0 trennten sich die Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 und TSG Wörsdorf. Beide Teams sind noch in der Findungsphase, brachten kaum Sehenswertes zustande.
Besonders die erste Hälfte riss keinen vom Hocker. Bis auf Wörsdorfs Coach Theo Vassilou, der an der Seitenlinie von seinem Miniatur-Hockerchen immer wieder aufsprang, lautstark
dirigierte. Während Theo den Tiger im Tank hatte, schienen sich beiderseits einige Akteure im Energiespar-Modus zu befinden. Beim harmlosen Abtasten produzierten die Gäste mehr
zusammenhängende Aktionen, profitierten aber bei der ersten Großchance der Partie von einem Schnitzer. Abwehrspieler David Comandatore war nicht im Bilde, und plötzlich hatte
TSG-Debütant Alexandro Dos Santos freie Bahn, traf per Schlenzer den Pfosten (32.). Und die Biebricher Torjäger-Brüder Volkan und Orkun Zer? Fanden zunächst nicht statt. Erst kurz
vor der Pause sorgte Volkan für Gefahr.
Biebrich steigerte sich im zweiten Durchgang dezent. Beim Versuch von Roman Simsek ¹ lag das 1:0 in der Luft. Zudem verlängerte ein Wörsdorfer Abwehrspieler eine Simsek-Flanke per Kopf an
den Pfosten (57.). „Bis auf unser Manko im Abschluss bin ich zufrieden“, meinte 02-Spielertrainer Engin Özdemir. Josef Dietz, Wörsdorfs Manager Sport, pflichtete bei:
„Nach dem Verlauf der zweiten Hälfte sind wir froh über einen gewonnenen Punkt.“ Weiterer 02-Zugang: Bastian Pilger (SVWW II).
FV Biebrich 02: Strzelecki - Rivera (77. Hanson), Comandatore, Hoffmann, Sengün - Maurer (79. Hachenberger), Özdemir, Kramke - V. Zer, O. Zer, Simsek (81. Chatzi-Bentel)
TSG Wörsdorf: Klug - Pilica, Idrissi, Mrosek, Bendriss - Tahri, Kim (59. Geschwender), Hermann (90. Grönlund), Reifenscheidt, Böttner - Dos Santos
SR: Reisert (Dieburg)
Zuschauer: 150
¹ Romain Simsek
Quelle: WK, 04. 08. 2010
Spielberichte vom 3. Spieltag
FV Biebrich 02 - SG Oberliederbach 5:3 (3:1) - 07. 08. 2010
Offensiv-Knoten geplatzt
BIEBRICH 02 5:3-Sieg mit einigen Abwehr-Blackouts
Biebrich (nn). Orkun Zer 24 Tore, Volkan Zer 23 - so liest sich die Bilanz der vergangenen Runde. In den ersten beiden Partien der neuen Saison blieben die Torjäger-Brüder im Dress von
Verbandsligist Biebrich 02 ohne Treffer. Doch Trainer Engin Özdemir zweifelte nicht eine Sekunde an den Qualitäten seiner Offensiv-Strategen. Und sollte Recht behalten. Zum 5:3 (3:1)
über die SG Oberliederbach steuerte Volkan drei Tore und Orkun einen Treffer bei. Beide trafen noch jeweils einmal, aber Referee und Assistenten sahen vermeintliche Abseitsstellungen. Einen
gültigen Treffer verzeichnete Sturm-Neuzugang Roman Simsek ¹.
Keine Frage: Vorne ist der Knoten mit Vehemenz geplatzt. Wozu auch Özdemir als intelligenter Vorbereiter maßgeblich beitrug. Hinten zeigten sich die 02er dagegen spendabel wie in der
Saison 2009/10. Vor allem Camilo Rivera hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt, assistierte bei den Treffern zum 4:2 und 4:3. Doch Biebrich überstand die plötzliche Wackelphase, weil
Rückkehrer Bastian Pilger nach seiner Einwechslung sofort die schwächelnde rechte Seite dicht machte. "Die individuellen Fehler müssen wir unbedingt abstellen", meinte Özdemir mit
Blick auf das Spiel bei Neuling SG Hausen/Fussingen.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Rivera (55. Pilger), Hoffmann, Comandatore, Sengün - Maurer (73. Hachenberger), Özdemir, Kramke - O. Zer, V. Zer, Simsek (73. Chatzi-Bentel)
Tore: 1:0 V. Zer (8.), 2:0 O. Zer (26.), 2:1 Pinto Diaz (28.), 3:1 Simsek (33.), 4:1 V. Zer (46.), 4:2, 4:3 Gräf (47./53.), 5:3 V. Zer (85.)
SR: Vonderschmidt (Mühlheim)
Zuschauer: 150
¹ Romain Simsek
Quelle: WK, 09. 08. 2010
Spielberichte vom 4. Spieltag
SG Hausen/Fussingen/Lahr - FV Biebrich 02 0:0 - 15. 08. 2010
Nullnummer auf Matschplatz
BIEBRICH 02 Auf schwerem Geläuf brilliert, aber das Tor nicht getroffen
(nn). Hört sich vielleicht seltsam an, lief aber so ab: Auf schwierigem Boden brillierte Fußball-Verbandsligist FV Biebrich in spielerischer Hinsicht, vergaß bei Neuling SG
Hausen/Fussingen einzig das Tore schießen: Ganz klar ein 0:0 der Kategorie „Zwei liegen gelassene Zähler“.
Nach sintflutartigen Regen-Fällen glich die SG-Heimstätte in Hausen teilweise einer Matschfläche. „Eigentlich irreguläre Bedingungen“, befand 02-Spielausschuss-Chef
Thomas Utikal und wunderte sich, dass die eigene Mannschaft mit den widrigen Bedingungen ganz gut zurechtkam. Während sich Hausen in Harmlosigkeit übte, prüften Volkan Zer und Tim
Maurer Torhüter Lanois.
Nicht gegeben wegen angeblicher Abseitsposition wurden zwei Treffer von Orkun Zer. „Beim zweiten Mal war es garantiert kein Abseits“, meinte Augenzeuge Utikal. In der Endphase
kamenToni Kramke und Trainer Engin Özdemir bei guten Gelegenheiten nicht am starken Schlussmann Lanois vorbei. Im morgigen, prestigegeladenen Wiesbadener Derby gegen den Türkischen SV (19
Uhr, Dyckerhoff-Anlage) soll die Ladehemmung behoben werden. Für Orkun Zer ist es das Wiedersehen mit seinem Ex-Club.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Hoffmann, U. Polat, Sengün - Maurer, Özdemir, Kramke, Simsek (68. Rivera) - O. Zer, V. Zer
SR: Klein (Marburg)
Zu.: 150
Quelle: WT, 16. 08. 2010
Spielberichte vom 5. Spieltag
FV Biebrich 02 - Türkischer SV WI 3:0 (1:0) - 17. 08. 2010
Offensivstärke entscheidet
Von Stephan Neumann
VERBANDSLIGA Biebrich 02 fertigt Türkischen SV 3:0 ab / Simsek und Zer-Brüder treffen
3:0 triumphierte der FV Biebrich 02 im Derby der Fußball-Verbandsliga über den Türkischen SV - ein Ergebnis, das in der Höhe überrascht. „Biebrich hat eine sehr
spielstarke Mannschaft. Der Sieg war absolut verdient. Wir haben Probleme mit der Effektivität vor dem gegnerischen Tor“, meinte TSV-Debütant Boris Schneider. 02-Kapitän Daniel
Löbelt war happy: „Ordnung und Disziplin haben gestimmt. Jeder hat seine Aufgabe erfüllt.“ Hektik statt Spielkultur und Torraumszenen, so verlief die erste Hälfte auf dem
Biebricher Kunstrasenplatz. Bezeichnend, dass das 1:0 einem Zufallsprodukt entsprang. Als die Gäste im Strafraum nicht konsequent klärten, flog die Kugel plötzlich Romain Simsek vor
die Füße. Der 02-Zugang, der zuletzt in Frankreich spielte, nahm das Präsent dankbar an.
Draganovic trifft nur Latte
Der Türkische SV profitierte bei seiner Top-Chance einmal mehr von den punktgenauen Freistoßflanken seines Spielmachers Erol Genc. Pech aber, dass Emir Draganovic Gencs Flugball mit der
Stirn lediglich an den Querbalken setzte (35.).
Im zweiten Abschnitt legte Biebrich zu. In perfekter Manier inszenierten die Torjäger-Brüder Zer das 2:0: Volkan setzte sich auf der linken Seite durch und Orkun wuchtete seine
Maßflanke ins Netz. Unruhe keimte auf, als 02-Coach Engin Özdemir mit TSV-Abwehrchef Markus Kusch aneinandergeriet. Auslöser war ein Foul an Gastgeber-Spieler Tim Maurer. Özdemir
verlor jedoch nicht die Konzentration. Seine Freistoßvorlage segelte auf den Kopf von Volkan Zer, der letzte Zweifel am Biebricher Erfolg beseitigte.
Außer dem anfänglichen Alu-Treffer von Huanito Rreshka und Draganovics Lattenpech setzte der TSV keine Offensiv-Akzente. „Wir haben Biebrich im Mittelfeld zu viele Räume
gewährt“, analysierte TSV-Chef Ömer Sekmen.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Hoffmann, Löbelt, Sengün - Maurer, Özdemir, Simsek (61. Meurer), Kramke (46. Rivera) - V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 Simsek (28.), 2:0 O. Zer (62.), 3:0 V. Zer (74.)
SR: Boulghalegh (Groß-Gerau)
Z.: 160
Quelle: WK, 18. 08. 2010
Spielberichte vom 6. Spieltag
VfB 1900 Gießen - FV Biebrich 02 5:1 (0:0) - 21. 08. 2010
Löbelts Horrorfilm
BIEBRICH 02 Kapitän von der Rolle - 1:5 in Gießen
(nn). Es gibt Tage, die verbringt man lieber im Bett. Das weiß man aber erst später, nachdem man mit dem linken Fuß aufgestanden ist. Daniel Löbelt, Kapitän des
Verbandsligisten FV Biebrich 02, erwischte beim VfB Gießen einen solchen Tag. Einen der Marke rabenschwarz. Die 1:5- Niederlage leitete er durch zwei verursachte Strafstöße ein.
Überdies sah Löbelt bei den Gegentoren drei und fünf nicht gut aus. „Ein Spiel gegen den zuvor guten Trend. Hätte es die Elfmeter nicht gegeben, wäre das ein 0:0-Spiel
geworden“, mutmaßte Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Derby-Glanz verflogen
Löbelts persönlicher „Horrorfilm“ mit dem Titel „Ein Mann steht neben sich“ begann mit einem Strafraum-Handspiel in unbedrängter Lage und setzte sich fort
über ein stehen gelassenes Bein, das Gießen einen erneuten Penalty einbrachte. Das Paradoxe dabei: Bis zu diesen Szenen (50./64.) stand die Gästedeckung ziemlich sicher. Gießens
2:0 drückte in der Folge bei den 02ern mächtig aufs Gemüt, zudem verhinderte die Hitze eine Aufholjagd.
Der Glanz des Derby-3:0 über den Türkischen SV ist jedenfalls ad hoc verflogen. Biebrich hat vor dem Spiel gegen Lollar wieder Bodenhaftung und es scheint doch schwerer als gedacht, sich
unter den besten Sieben anzusiedeln. Über Spielführer Daniel Löbelt, der selbst am meisten mit seiner Patzer-Serie haderte, wollte Trainer Engin Özdemir nicht den Stab brechen.
„Solche Tage gibt es. Er hat ja nicht absichtlich schlecht gespielt. Als das Spiel dann praktisch gelaufen war, hätte es auch nichts mehr gebracht, ihn auszuwechseln.“
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger (65. Meurer), Löbelt, U. Polat, Sengün - Maurer, Özdemir, Simsek, Kramke (65. Rivera) - V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 O. Schmidt (50./Handelfmeter), 2:0 O. Schmidt (64./Foulelfmeter), 3:0 Maro (75.), 4:0 N. Celik (81.), 5:0 Maro (88.), 5:1 O. Zer (89.)
SR: Dutschmann (Solms)
Zu.: 80
Quelle: WK, 23. 08. 2010
Nach der Pause geht es für den VfB 1900 Schlag auf Schlag
(se) »Der VfB ist wieder da«, skandierten die Fans. Zugegeben, es war nur eine Handvoll von Zuschauern, die den 5:1-Erfolg des VfB 1900 Gießen am Samstag über den FV 02
euphorisch feierte. Immerhin haben die Gießener den ersten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga Mitte eingefahren und setzten sich erst einmal im Tabellenmittelfeld ab. Nach den letzten
Rückschlägen ein Lichtblick.
Erleichterung bei den Gießenern, auch bei VfB-Trainer Stefan Hassler, dessen Analyse trotz des klaren Erfolges gewohnt sachlich ausfiel. »In der ersten Halbzeit haben wir nicht so gut
gespielt, allerdings war dieser Durchgang generell schlecht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann fünf Tore geschossen und dabei fast alle Chancen genutzt.« Der Fußballlehrer
räumte aber auch ein, dass seine Mannschaft auch etwas »Glück bei den Elfmetern« gehabt habe. Immerhin: „»Die Einwechslungen haben gepasst.« Drei der fünf
Treffer gingen auf das Konto von Spielern, die nicht in der Startaufstellung standen: Sergej Maro traf zweimal, und Nebil Celik erzielt einen Treffer. Der Toreanfang aber machte Oliver Schmidt, der
kurz nacheinander zwei Strafstöße verwandelte und damit zu Beginn der zweiten Hälfte den Grundstock für den späteren Erfolg legte.
Vor dem Spiel hatten die Biebricher Selbstbewusstsein ausgestrahlt, während beim VfB angesichts der letzten enttäuschenden Ergebnisse und der wegen der Ausfälle schwierigen
personellen Situation sicherlich nicht gerade euphorisch an die Aufgabe gegen die Wiesbadener Vorstädter herangegangen wurde. Um es vorweg zu nehmen, in der ersten Hälfte merkte man den
Hausherren die Verunsicherung an, allerdings mit einer Einschränkung: Die Abwehr um Kapitän Pierre Chabou machte nach anfänglicher Unsicherheit einen gute bis sehr guten Job.
Biebricher Chancen blieben selten. Im Spiel nach vorn lief beim VfB 1900 aber auch nicht viel zusammen. Immer wieder wurde mit oft ungenauen Pässen der Ball in die Spitze gespielt, kein
geeignetes Mittel, die Hintermannschaft der Biebricher zu knacken. Immerhin hatte Denis Müller nach vier Minuten die erste Chance für den VfB 1900, doch sein Schlenzer aus 14 Meter strich
über das Biebricher Tor. Auf der anderen Seite hatte Biebrichs Orkun Zer zweimal Pech im Abschluss (16., 19.). Die bis dahin größte Chance hatte in der 31. Minute Gästespieler
Tomi Kramke, der aus spitzem Winkel das Außennetz des Gießener Tores traf. In der 44. Minute hatte Maykel Samun den Führungstreffer für den VfB auf dem Fuß, doch er
verfehlte das Gästetor. Das Abspiel auf einen Mitspieler schien in diesem Fall eine sinnvolle Alternative zu sein.
Verlief die erste Spielhälfte trotz der geschilderten Chancen und angesichts der hochsommerlichen Hitze vergleichsweise ereignisarm, so sollten die wenigen Zuschauer nach der Pause auf ihre
Kosten kommen. Nach einer Hereingabe von David Kilian unterlief Biebrichs Kapitän Daniel Darius Löbelt ein Handspiel, das Schiedsrichter Michael Dutschmann aus Solms zu Recht mit einem
Strafstoß ahndete. Ein Fall für Oliver Schmidt, der den Elfmeter sicher zur 1:0-Führung verwandelte. Knapp eine Viertelstunde später fiel durch einen weiteren Strafstoß das
2:0 für den VfB, als der agile Steffen Spottka im Biebricher Strafraum gefoult wurde. Auch diesmal war Gästespieler Löbelt der Verursacher, und auch diesmal ließ Oliver Schmidt
dem guten Wojciech Strzelecki im Gästetor keine Chance. Wegen Meckerns handelte sich Löbelt noch die Gelbe Karte ein; dabei konnte der FV-Mannschaftsführer froh sein, dass ein weiteres
Handspiel von ihm im eigenen Strafraum – nach einem Schuss von Maximilian Ott nahm Löbelt wieder die Hand zur Hilfe –ungeahndet blieb. Die letzten knapp 30 Minuten gehörten dem
VfB, der gegen die Biebricher immer wieder zu Kontern kam, und diese dann auch nutzte. In der 75. Minute hatte sich David Kilian auf der rechte Seite durchgesetzt; seine Flanke köpfte Sergej
Maro ein. Das Spiel war damit entschieden. Nebil Celik erhöhte in der 81. Minute auf 4:0; allein vor dem Gästekeeper hatte er keine Probleme, den Ball einzuschieben. Der fünfte Treffer
ging wieder auf das Konto von Sergej Maro, der die aufgerückte Gästeabwehr überlief, Strzelecki ins Leere laufen ließ und den Ball seelenruhig über die Linie schob. Dass der
FV Biebrich 02 70 Sekunden später durch Orkun Zer zum Ehrentor kam, hat niemanden im Lager des VfB 1900 sonderlich geärgert. Der klare Sieg hatte bereits vorher festgestanden. Die danach
stattfindende kleine Feier hat den Beteiligten nach diesem Sieg sicherlich besonders viel Spaß gemacht.
VfB 1900 Gießen: Fall – Ott, Oliver Schmidt, Chabou, Oezen – Kilian (ab 81. Hasan), Ranke, Mohr (ab 27. Celik), Spottka – Müller (ab 74. Maro), Samun.
FV Biebrich 02: Strzelecki – Polat, Pilger (ab 64. Meurer), Löbelt, Sengün - Simsek , Özdemir, Maurer, Kramke (ab 64. Rivera)– Volkan Zer, Ürkan Zer ¹.
Schiedsrichter: Dutschmann (Solms)
Zuschauer: 110
Torfolge: 1:0 (50.) Oliver Schmidt (Handelfmeter), 2:0 (64.) Oliver Schmidt (Foulelfmeter), 3:0 (75.) Maro, 4:0 (81.) Celik, 4:0 (88.) Maro, 5:1 (89.) Orkun Zer
Gelbe Karten: Celik (57.) – Orkun Zer (16.), Özdemir (58.), Löbelt (66.).
¹ Orkun Zer
Quelle: GAZ, 23. 08. 2010
Spielberichte vom 7. Spieltag
FV Biebrich 02 - Eintracht Lollar 4:1 (2:0) - 26. 08. 2010
02er erholt: 4:1 über Lollar
(nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 hat durch das 4:1 über Eintracht Lollar den Anschluss zur Spitzengruppe hergestellt. Nach dem 1:5 in Gießen erwischten die 02er einen
Start nach Maß: Tim Maurers exakte Flanke wuchtete Volken Zer mit der Stirn ins Netz. Überhaupt hatte Biebrich in der Luft klare Vorteile. Daniel Löbelt und sein Abwehrkollege Lars
Hoffmann kamen nach Eckstößen zum Kopfball. Beide Male (11/21.) rettete der Querbalken für die harmlosen Gäste. Chancenlos war Lollar, als Romain Simsek nach Freistoß von
Engin Özdemir abstaubte. Özdemirs Distanztreffer, bei dem der Torwart mithalf, brachte das 3:1. Tarik Sengün krönte die Teamleistung.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Hoffmann, Löbelt, Sengün - Maurer (70. Rivera), Özdemir (84. Hachenberger), Simsek (78. E. Poharetzki), Kramke - V. Zer. O. Zer.
Tore: 1:0 V. Zer (6.), 2:0 Simsek (40.), 3:0 Özdemir (72.), 3:1 Peldzius (87.), 4:1 Sengün (90.+1)
SR: Mürell (Obertshausen)
Zu.: 80
Quelle: WT, 27. 08. 2010
Bittere Niederlage für Lollar
(-/bal) In der Fußball-Verbandsliga Mitte musste sich Eintracht Lollar am gestrigen Abend beim FV Biebrich 02 mit 1:4 geschlagen geben. »Die Genauigkeit beim letzten, entscheidenden
Pass hat gefehlt«, trauerte Markus Müll-Henning, der Sportliche Leiter der Lollarer, der mangelhaften Chancenverwertung seiner Mannschaft nach.
Für die Lollarer Eintracht bedeutete das 1:4 die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel - damit bleibt der Liganeuling auf dem 17. und somit vorletzten Tabellenplatz, der FC *
rückte auf Rang acht vor.
Bei strömendem Regen hatten die Lollarer vor 50 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz in Biebrich zunächst mehr vom Spiel. Nachdem jedoch Schiedsrichter Mürell die Begegnung nach
fünf Minuten Spielzeit für kurze Zeit unterbochen hatte, riss bei den Gästen der Faden. Nur eine Minute dauerte es, bis Volkan Zer die Hausherren mit einem sehenswerten Kopfball aus 16
Metern in den Winkel in Führung brachte (6.). Lollar berappelte sich in der Folgezeit und kam besser ins Spiel. Nach zwölf Minuten besaß Tomas Glied die Großchance zum
Ausgleich, jedoch versprang ihm der Ball nach einem Freistoß von Haydar Kilinc. Die Elf von Trainer Peter Sichmann blieb in der ersten Hälfte am Drücker, und nach 36 Minuten bot sich
Elvis Zuhric die nächste gute Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem Eckstoß von Samet Sakarya köpfte Zuhric das Leder in Richtung Biebricher Gehäuse, jedoch flog das
Spielgerät über die Latte hinweg ins Toraus. Vier Minuten später zirkelte Romain Simsek einen Freistoß von der Strafraumgrenze ins kurze Eck und ließ dabei
Eintracht-Schlussmann Marc Steinbrenner alles andere als gut aussehen - 2:0, der Pausenstand.
In Durchgang zwei erhöhten die Lollarer den Druck gegen offensiv stark besetzte Biebricher. »Die haben nach vorn sehr viel Dampf gemacht«, konstatierte Müll-Henning. In der
72. Minute sorgte dann Biebrichs Spielertrainer Engin Özdemir für den schönsten Treffer des Abends - aus 30 Metern wuchtete er das Leder per Dropkick unhaltbar ins Lollarer
Gehäuse. Nun setzte die Sichmann-Elf alles auf eine Karte. Angetrieben vom routinierten Haydar Kilinc erspielte sich der Gast nun Chancen im Minutentakt. In der 73. Minute scheiterte Denis
Peldzius aus aussichtsreicher Position, 60 Sekunden später widerfuhr dasselbe Schicksal Glied. Acht Minuten vor dem Ende verkürzte schließlich Peldzius auf 1:3, doch der
Anschlusstreffer kam zu spät, um noch etwas bewegen zu können. Den Schlusspunkt gegen tapfer kämpfende Lollarer setzte erneut Volkan Zer in der 89. Minute zum verdienten Biebricher
Heimsieg.
FV Biebrich 02: Strzelecki; Hoffmann, Löbelt, Özdemir ¹, Meurer ², Pilger, Kramke, Simsek (ab 68. Polat ³), Sengün, Orkun Zer, Volkan Zer
Eintracht Lollar: Steinbrenner; Zuhric, Alkan, Bender, Glied, Amiri, Apostolou, Peldzius, Saskarya (ab 68. Akci), Maus, Kilinc
Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Mürell (Obertshausen)
Zuschauer: 50
Torfolge: 1:0 und 4:1 ** (6., 89.) Volkan Zer, 2:0 (40.) Simsek, 3:0 (72.) Özdemir, 3:1 (82.) Peldzius.
¹ Özdemir (84. Hachenberger)
² Maurer
³ E. Poharetzki
* FV
** das Tor zum 4:1 erzielte Sengün
Quelle: GAZ, 27. 08. 2010
Spielberichte vom 8. Spieltag
FC Eddersheim - FV Biebrich 02 2:1 (1:1) - 05. 09. 2010
„Wirklich eine Frechheit“
BIEBRICH 02 Ärger über Schiedsrichter beim 1:2 in Eddersheim / Simsek-Tor gilt nicht
(nn). Die Fußball-Schiedsrichter müssen allzu oft als Sündenböcke herhalten. Gleichwohl liegen sie manchmal mit ihren Entscheidungen daneben. Die Spieler von Verbandsligist
Biebrich 02 erlebten in dieser Hinsicht bei der 1:2-Niederlage in Eddersheim eine Schlüsselszene. Beim vermeintlichen Tor in der 55. Minute durch Romain Simsek schien der Ball die Linie in
vollem Umfang überquert zu haben. Das Schiedsrichter-Gespann sah es anders, verwehrte dem Treffer, der das 2:1 für die 02er bedeutet hätte, die Anerkennung.
„40 Zentimeter war der Ball hinter der Linie. Überhaupt hat der Unparteiische in vielen Aktionen gegen uns gepfiffen. Das war wirklich eine Frechheit“, schimpfte 02-Spielertrainer
Engin Özdemir, der sich sonst mit Schiedsrichter-Kritik zurückhält.
Rivera mit Lattentreffer
Die ohne den gesundheitlich angeschlagenen Lars Hoffmann angetretenen Biebricher hatten freilich auch allen Grund, mit ihrem Abschluss-Pech zu hadern. So touchierte Simseks Kopfball im ersten
Durchgang den Pfosten, vergab Orkun Zer die erstklassige Gelegenheit zum 0:2, nachdem das von David Meurer mit der Stirn erzielte 0:1 die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg geschürt hatte.
Dramatik pur in der Endphase: Armando Aguirre traf zum 2:1 für Eddersheim (85.) und der eingetauschte Camilo Rivera antwortete mit einem Lattentreffer (88.). Bei Özdemirs Pass in die Spitze
wurde nach Biebricher Empfinden der Vorteil abgepfiffen.
So blieb nur der schwache Trost, trotz aller Umstände eine ordentliche Auswärtsleistung abgeliefert zu haben. Mit besonderer Motivation geht es nun ins Derby gegen Neuling Kastel 06.
Dann soll auch das Ergebnis stimmen.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Meurer, Löbelt, Sengün - Simsek (68. Rivera), Özdemir, Maurer, Kramke (82. Umut ¹) - V. Zer, O. Zer
Tore: 0:1 Meurer (11.), 1:1 Dietz (29.), 2:1 Aguirre (85.)
SR: Velten (Schöffengrund)
Zu.: 120
¹ Umut Polat
Quelle: WK, 07. 09. 2010
Armando Aguirre mit Frust zum 2:1
Nach zwei Niederlagen in Folge kam der FC Eddersheim wieder zu einem Sieg. Gegen Biebrich schaffte die Mannschaft von Trainer Christian Kreil einen etwas glücklichen 2:1 (1:1)-Erfolg.
Eddersheim. «Es war ein glücklicher Sieg. Ich hatte mich schon mit dem 1:1 abgefunden», berichtete der Eddersheimer Pressesprecher Patrick Schuch. Doch da hatte er seine Rechnung
ohne Armando Aguirre gemacht. Der Mittelfeldspieler musste etwas überraschend bis zur 79. Minute auf der Bank Platz nehmen und war darüber ganz und gar nicht begeistert, wie Schuch
anmerkte. Die richtige Antwort gab er auf dem Platz. Nachdem der Ball über den starken Dario Küper und Soufian Houness beim kleinen Spanier gelandet war, zog er von links in die Mitte und
traf mit rechts ins linke untere Eck. Der Frust saß dennoch weiterhin tief, denn Aguirres Jubel fiel sehr verhalten aus. Nur eine Minute später hätte der Torschütze fast noch
einen drauf gesetzt, zielte aber knapp vorbei. So kam Biebrich doch noch zur Ausgleichschance. In der Nachspielzeit hatten die Eddersheimer diesmal aber das Glück des Tüchtigen. Senguens ¹
Schuss prallte aus knapp 17 Metern aber an die Torlatte.
Doch nicht nur aufgrund der letzten Szene sprachen die Gastgeber von einem glücklichen Erfolg. Vor allem zu Beginn der Partie war Biebrich nämlich deutlich aktiver und ging durch Meurer,
der einen Einwurf von Maurer über Torwart Robin Borchert verlängerte (10.) auch verdient in Führung. Die Gäste hätten sogar nachlegen können. Doch Orkun Zer konnte das
Missverständnis zwischen Borchert und Dennis Kollmeier nicht nutzen (26.) und Simsek traf per Kopf den Pfosten (27.). So brachte ein Zufallstreffer die Gastgeber ins Spiel. Patrick Dietz zog in
der 25. Minute aus 25 Metern ab. Der Ball senkte sich als Bogenlampe über Torwart Strzelecki zum 1:1 ins Tor (29.).
Im zweiten Abschnitt tat sich nur wenig. Erst hatten die Biebricher einen Schuss von Volkan Zer hinter der Linie gesehen (48.), für Eddersheim scheiterten Sebastian Metzger (49.) und Dietz
(55.). Doch dann kam noch Armando Aguirre mit reichlich Frust . . . cn cn
¹ Sengün
Quelle: Homepage des FC Eddersheim
Spielberichte vom 9. Spieltag
FV Biebrich 02 - FVgg Kastel 06 1:1 (0:0) - 11. 09. 2010
Zu 80 Prozent emotions-reduziert
VERBANDSLIGA Biebrich 02 und Kastel 06 zelebrieren beim 1:1 freundschaftlichen Derby-Fußball / Nur 200 Zuschauer
Von Stephan Neumann
Neues Produkt in der Palette der Fußballer. Es heißt „Derby light“ und wurde zur Markteinführung von den Verbandsligisten FV Biebrich 02 und Fvgg. Kastel 06
präsentiert. Dick hervorgehoben auf der Packung: 80 Prozent emotions-reduziert. So agierten die teilweise freundschaftlich oder beruflich verbundenen Spieler der Nachbarclubs jedenfalls 75
Minuten. Glücklicherweise ohne eine einzige fiese Aktion, aber leider auch nicht mit letzter Leidenschaft. Dann gelang Kastel aus dem Nichts heraus das 0:1 und die 02er durften froh sein, vor
knapp 200 Zuschauern den Treffer zum 1:1-Endstand erzielt zu haben.
Özdemir ganz erstaunlich
Mit Schweißperlen in der schwarzgelockten Mähne saß Gastgeber-Spielertrainer Engin Özdemir auf dem sattgrünen Rasen und gab offen zu: „Das Wetter mit dem Wechsel von
kalt und warm macht ganz schön schlapp.“ Es war als Beschreibung der eigenen körperlichen Befindlichkeit gemeint und keineswegs als Ausrede. Keine Frage, Özdemir, immerhin schon
42, war groggy.
Was angesichts seiner erstaunlichen Leistung auch verständlich war. Präsenz und exakte Pässe in die Spitze brachte der frühere türkische Internationale ein, setzte trotz
einiger Fehlpässe deutlich mehr Akzente als manch einer der Jüngeren. Özdemirs Vorlagen und auch zwei von Rechtsverteidiger Camillo ¹ Rivera beschworen Gefahr im Gäste-Strafraum
herauf. Doch Volkan Zer und Romain Simsek ließen beste Möglichkeiten aus, scheiterten am bärenstarken Ex-02er Denis Ademovic im Kasteler Kasten.
Nach der Pause, als Biebrich zulegte und die Kräfte der 06er minütlich zu schwinden schienen, stieg der Unterhaltungwert. Gäste-Regisseur Alhaji King trat nach einem Fehlpass in
Klinsmann-Manier den an der Mittellinie aufgestellten blauen Wassereimer in Stücke. Eine Regung mit Kettenreaktion. Daniel Flindt passte auf der rechten Seite steil auf Accedine Chatar, der aus
spitzem Winkel zum 0:1 verwandelte (78.). Biebrichs Anwort: Orkun Zer wuchtete die Ecke von Toni Kramke per Kopf ins Netz.
Orkun Zer trifft spät
Ausgerechnet Orkun Zer, an dem das Spiel bis dahin völlig vorbeigelaufen war. Die ungeliebte Aufgabe als hängende Spitze interpretierte er lange als abhängende Spitze. „In der
Pause habe ich den Trainer gebeten, weiter vorne spielen zu dürfen. Er hat zugestimmt“, verriet Orkun. Generell bemängelte der Youngster: „Wir agieren zu oft mit langen
Bällen.“ Kastels Coach Jürgen Danielewski konnte am Ende mit dem Remis leben: „Nach der Knieverletzung von Christian Neumann mussten wir auf ein System mit einer Spitze
umstellen. Da greifen die Automatismen nicht auf Anhieb. Mit 15 Punkten gegen überwiegend starke Gegner stehen wir als Aufsteiger aber blendend da.“
FV Biebrich 02: Strzelecki – Rivera, Löbelt, Hoffmann (46. Polat), Sengün – Pilger, Özdemir, Maurer (83. Hachenberger) – O. Zer – V. Zer, Simsek (77.
Kramke)
Tore: 0:1 Chatar (78.), 1:1 (84.) O. Zer
SR: Schröder (Frankfurt)
Zu.: 200
¹ Camilo
Quelle: WK, 13. 09. 2010
Spielberichte vom 10. Spieltag
SV 1919 Zeilsheim - FV Biebrich 02 0:1 (0:0) - 19. 09. 2010
Glückspilz Hoffmann
BIEBRICH 02 1:0 in Zeilsheim in letzter Minute
(nn). Erfolgserlebnis nach durchwachsener Leistung: 1:0 siegte Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 durch das in der Schlussminute von Abwehrspieler Lars Hoffmann im Fallen erzielte Tor
beim SV Zeilsheim. Spielertrainer Engin Özdemir hatte per Eckstoß vorbereitet. „Eigentlich ein 0:0-Spiel. Wir können nach bescheidener zweiter Halbzeit froh über diesen
Dreier sein“, meinte 02-Sprecher Horst Schuhmacher.
Große Mühe hatten die Gäste mit Effe Uworuya (ehemals Biebrich) und Ivan Rebic (vormals Frauenstein), die bei ihren Großchancen erst von Schlussmann Wojciech Strzelecki
gestoppt wurden. Auf der anderen Seite zeigte Camilo Rivera frei vor Keeper Christoph Weber Nerven, brachte Volkan Zer einen Kopfball nicht unter.
In der zweiten Halbzeit tasteten sich die Biebricher bei Chancen von Tim Maurer (hatte in der ersten Hälfte unentwegt angekurbelt), Romain Simsek und Orkun Zer an den Sieg heran. Bitter
für Orkun Zer: Zum wiederholten Male wurde ein Treffer von ihm wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. Trainer Özdemir sprach von einer Fehlentscheidung, hakte das Geschehen
ansonsten unter der Rubrik „Hauptsache gewonnen“ ab.
Tatsache ist, dass die Biebricher, deren Kapitän Daniel Löbelt in der Abwehrkette wie ein Fels stand, nun Tuchfühlung zum vorderen Bereich aufgenommen haben. Es mangelt freilich
noch im Zusammenspiel und insbesondere an der Konzentration im Abschluss. Gegen Birklar besteht die Gelegenheit, an einem Formanstieg zu arbeiten. Anschließend stehen die Aufgaben in
Kelsterbach und gegen Hadamar an.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Löbelt, Hoffmann, Sengün - Rivera, Maurer, Kramke (72. O. Zer) - Özdemir - V. Zer, Simsek (90.+2 Polat)
Tor: 0:1 Hoffmann (90.)
SR: Willmann (Münster)
Zu.: 84
Rot: Castellino (Zeilsheim/90.+3)
Quelle: WT, 20. 09. 2010
Spielberichte vom 11. Spieltag
FV Biebrich 02 - SG Germania 1946 Birklar 4:1 (1:0) - 25. 09. 2010
Doppelter Doppelpack
BIEBRICH 02 Zer-Brüder treffen vier Mal
WIESBADEN (nn). Vor bestimmten Spielen ahnt eine Mannschaft, dass zähes Arbeiten angesagt ist und die Chancen, richtig zu brillieren, eher gering sind. So gesehen löste
Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 die unbequeme Aufgabe gegen Aufsteiger SG Birkler richtig gut. 4:1 hieß es auch ohne die nicht verfügbaren zentralen Abwehrkräfte Daniel
Löbelt und Lars Hoffmann. „Ich bin sehr zufrieden. Wir sind dabei, stabil zu werden“, fand Spielertrainer Engin Özdemir kein Haar in der Suppe.
Ein Sieg, der den Kontakt zur Spitzengruppe intensiviert und wertvolle Erkenntnisse brachte. So entpuppte sich Bastian Pilger in der Abwehrmitte als Volltreffer. Stark in der Defensivarbeit und
mit gescheiten Pässen im Aufbau bot der Ex-Wehener eine prima Vorstellung. Auch Flügelmann Romain Simsek und der eingewechselte Camilo Rivera gefielen. Ganz wichtig: Die Brüder Volkan
und Orkun Zer nehmen in der Offensive Fahrt auf. Beide trafen doppelt, stellten unter Beweis, dass Torjäger- Qualitäten angeboren sind und trotz diverser Flauten nicht verloren gehen. Mit
feinem Lupfer sorgte Volkan für das 4:1 und damit für das Patt bei der brüderlichen Ausbeute.
Ein Ärgernis blieb die Fortsetzung der Serie „Nicht gegebene Tore“. Diesmal war Engin Özdemir betroffen. Er hatte einen Querpass von Tim Maurer verwertet. Doch der Jubel
blieb ihm versagt, weil zum x-ten Mal in dieser Runde ein zweifelhafter Abseitspfiff dazwischenfunkte. Wermutstropfen: Mittelfeld- Youngster Toni Kramke schied verletzt aus. Eine Kapselverletzung im
lädierten Knöchel scheint gewiss. Möglich, dass auch die Bänder in Mitleidenschaft gezogen sind
FV Biebrich 02: Strzelecki – Meurer, Pilger, Polat (70. Hachenberger), Sengün – Simsek (89. Chatzi-Bentel), Özdemir, Maurer, Kramke (54. Rivera) – V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 V. Zer (20.), 2:0 O. Zer (58.), 2:1 Semmler (61.), 3:1 O. Zer (68.), 4:1 V. Zer (72.)
SR: Stübing (Gründau)
Zu.: 80
Quelle: WT, 27. 09. 2010
Spielberichte vom 12. Spieltag
1. FC Viktoria 07 Kelsterbach - FV Biebrich 02 4:3 (2:1) - 03. 10. 2010
Stagnation statt Steigflug
BIEBRICH 02 Özdemir nach 3:4 in Kelsterbach frustriert: „Reicht nicht für oben“
KELSTERBACH (nn). Wankelmütigkeit schien beim Fußball- Verbandsligisten FV Biebrich 02 schon aus dem Programm gestrichen. Bei Viktoria Kelsterbach kehrten die Launen aber in geballter
Form zurück. Statt weiter im Lift nach oben zu bleiben, stürzte das Team bei der 3:4-Niederlage böse ab.
„Unerklärlich! Immer, wenn es darauf ankommt, machen wir zu viele Fehler. So werden wir nie oben mitspielen. Wir sind echt nicht in der Lage, mal über 90 Minuten weitgehend
fehlerfrei zu agieren“, schob Spielertrainer Engin Özdemir Frust hoch zehn. Gegen Spitzenreiter Hadamar ist nun Wiedergutmachung angesagt.
Paradox in Kelsterbach: Selbst die Drei-Tore-Gala von Orkun Zer reichte nicht zum Punktgewinn. Was daran lag, dass der gesamte Defensiv-Verband inklusive Torhüter Wojciech Strzelecki quasi
vom Netz gegangen war.
Ein Stromausfall, der in Tor- Geschenke mündete. Wobei Özdemir das Strafraum-Foul von Lars Hoffmann als nicht elfmeterwürdig wertete. Kelsterbach war das schnuppe. Dominik Machado
nutzte den Strafstoß zum vorentscheidenden 4:1 und das gewaltige Biebricher Chancen-Plus blieb nutzloses Beiwerk. Nur der Aspekt, nie aufgesteckt zu haben, rettete die Ehre der 02er nach einem
verkorksten Auftritt.
FV Biebrich 02: Strzelecki – Pilger, Hoffmann, Löbelt, Sengün – Maurer – Simsek (88. K. von Michalkowski ¹), Özdemir, Rivera (74. Chatzi-Bentel) – V. Zer, O.
Zer
Tore: 1:0 Scheitza (7.), 1:1 O. Zer (15.), 2:1 D. Veith (30.), 3:1 Scheitza (53.), 4:1 Machado (71./Foulelfmeter), 4:2, 4:3 O. Zer (73./88.)
SR: Blankenburg (Dreieich)
Zu.: 70
¹ K. v. Michalkowsky
Quelle: WT, 04. 10. 2010
Eiskalt und erfolgreich
Kelsterbach zeigt, wie man den Ball im Tor unterbringt
Im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga Mitte feierte das Team von Trainer Lars Isecke ein ganz wichtiges 4:3 (2:1) gegen den FV Biebrich und konnte sich damit etwas von der Abstiegszone
absetzen.
Kelsterbach. «Es war schön anzusehen», bewertete der Kelsterbacher Pressesprecher Frank Niedermann die torreiche Begegnung. Allerdings hätten es die Gastgeber für die
heimischen Anhänger etwas zu spannend gemacht, denn ab der 69. Minute führten sie bereits mit 4:1, ehe sie die Gäste noch einmal herankommen ließen.
Dafür war die Torausbeute zumindest in der ersten Hälfte sehr konsequent. Gleich mit der ersten Möglichkeit gingen die Gastgeber in Führung. Jeffrey Nathaniel hatte in der
sechsten Minute Jonas Scheitza freigespielt, der zum 1:0 einschob. Doch danach war von den Kelsterbachern lange nichts zu sehen. Dafür kam Biebrich immer stärker auf und vergab vor allem
nach so genannten ruhenden Bällen jede Menge bester Chancen. Maurer wurde noch im letzten Moment von Marcel Tschakert geblockt. Nach einer Ecke köpfte Orkun Zer aber schon zum 1:1 ein. Die
Gäste blieben überlegen, nutzten ihre Chancen durch den starken Orkun Zer aber nicht (28.). Eiskalt waren dagegen die Kelsterbacher. Nach einer halben Stunde spielte Tschakert genau in den
Lauf von David Veith, der aus 16 Metern das 2:1 erzielte. Noch vor der Pause scheiterte erneut Orkun Zer, den die Abwehr nie in den Griff bekam (44.). Im Gegenzug hatte Scheitza den Ball schon an
Torwart Strzelecki vorbeigeschoben, doch Löbelt klärte noch vor der Torlinie.
Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde es kurios. Scheitza traf in der 52. Minute mit einem Schuss Latte und Pfosten zugleich, im Nachsetzen schoss Veith ebenfalls an die Latte. Dann
erkämpfte Manuel May den Ball erneut, spielte wieder zu Scheitza, der es diesmal besser machte – 3:1. Biebrich vergab danach weitere gute Chancen durch Orkun Zer (57.), Simsek (65.) und
Volkan Zer (67.). Wie der Ball im Tor untergebracht wird, zeigten aber die Kelsterbacher. Nach einem Foul an Scheitza sorgte Dominic Machado per Strafstoß für das 4:1 (69.). Trotz der
beiden Treffer von Orkun Zer zum 2:4 (73.) und 3:4 (88.) wurde es nicht mehr eng. Eine Chance zum Ausgleich ergab sich für die Gäste nämlich nicht mehr. Der eingewechselte Joaquim
Rodrigues traf sogar noch den Pfosten für Kelsterbach. «Es war ein glücklicher, letztlich aber auch verdienter Sieg», beschrieb Frank Niedermann den wichtigen Erfolg. cn
Quelle: FNP, 04. 10. 2010
In einem begeisternden Verbandsligaspiel mit 24 teilweise hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten behielt Viktoria Kelsterbach gegen den FV Biebrich letztlich mit 4:3 (2:1) die Oberhand
und sicherte sich drei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg.
Jonas Scheitza brachte die Viktoria nach Zuspiel von Jeffery Nathaniel in der 6. Minute in Führung. Die vor allem bei Standardsituationen gefährlichen Gäste kamen nach der 6. Ecke
von Spielertrainer Engin Özdemir durch Orkun Zer in der 16. Minute zum Ausgleich. David Veith ließ die erstmals in den neuen leuchtgelben Trikots und schwarzen Hosen vom neuen Sponsor
"Gottesleben" aufgetretene Viktoria nach einer halben Stunde wieder jubeln, als er einen Konter nach Zuspiel von Marcel Tschakert erfolgreich abschloss. Biebrich blieb weiter gefährlich, konnte
jedoch beste Einschussmöglichkeiten nicht nutzen. Eine Minute vor dem Wechsel schoss Jonas Scheitza auf Kelsterbacher Seie Löbelt auf der Linie an, so dass es beim 2:1 zur Pause blieb.
In der 52. Minute hatten die Viktoria-Anhänger den Torjubel wieder auf den Lippen, doch Jonas Scheitza scheiterte an Pfosten und Latte, den Nachschuss setzte David Veith erneut an die Latte.
Den folgenden Abschlag erkämpfte sich Manuel May und seine Flanke verwertete Torjäger Jonas Scheitza in der 53. Minute per Kopf zum 3:1. Nach 69 Minuten und einem verwandelten Foulelfmeter
von Dominic Machado (Scheitza war zuvor gefoult worden) schien die Partie entschieden, doch Biebrich kam durch Torjäger Orkun Zer (73.) zum 2:4. Torhüter Dominique Groß rettete in der
82. gegen den gleichen Spieler glänzend und musste mit ansehen, wie Joaquim Dias-Rodrigues drei Minuten später am Pfosten scheiterte. In der 86. Minute scheiterte Marc Müller mit einem
Heber an Loebelt ¹, der auf der Linie rettete und so wurde es noch einmal spannend, als Orkun Zer eine Verwirrung in der Viktoria-Abwehr in der 88. Minute zum 3:4 nutzte, was auch den Endstand
bedeutete.
Auf Kelsterbacher Seite feierte Ioannis Tsabasopulos sein Startelf-Debut. Ihre Verbandsliga-Premiere erlebten Atay Koustar und Khalid Naimi.
In der Tabelle kletterte die Isecke-Elf auf Rang 13 und muss am kommenden Sonntag (10.10.) um 15.00 Uhr bei der SG Oberliederbach antreten, die aktuell mit 21 Zählern auf Rang 5 der Tabelle
platziert ist und zuletzt durch einen 6:0 Auswärtserfolg in Birklar auf sich aufmerksam machte.
Tore: 1:0 Jonas Scheitza (6.) 1:1 Orkun Zer (16.) 2:1 David Veith (30.) 3:1 Jonas Scheitza (53.) 4:1 Dominic Machado (69.) 4:2 und 4:3 Orkun Zer (73. und 88.)
¹ Löbelt
Quelle: Homepage des 1. FC Viktoria 07 Kelsterbach
Spielberichte vom 13. Spieltag
FV Biebrich 02 - SpVgg Hadamar 2:0 (0:0) - 10. 10. 2010
Drei wichtige Erkenntnisse bleiben nach diesem Spiel auf dem Dyckerhoff-Sportfeld aus Hadamarer Sicht. Spiele gegen Gegner, die in der Defensive gut und kompakt stehen stellen die
Fürstenstädter vor große Schwierigkeiten. Stefan Szymczak, der krankheitsbedingt nur in den letzten 15 Minuten mit halber Kraft auflaufen konnte, ist im zentralen Mittefeld der Zeit
nicht zu ersetzen und die die dritte ist, dass der Tabellenführer auch keine Übermannschaft ist und sich jeden Erfolg erst hart erarbeiten muss.
Die von Trainer Weidenfeller beim Anstoß vorgenommenen taktischen und teilweise krankheits- und verletzungsbedingten Veränderungen blieben in den ersten 45 Minuten wirkungslos. Manuel
Meuth durfte erstmals nach seiner 5-wöchigen Verletzungspause von Beginn an ran, dafür musste Jan Goller auf der Bank Platz nehmen und Hüsni Tahiri sollte die Rolle von Szymczak als
Schaltzentrale im Mittelfeld übernehmen, was in beiden Fällen misslungen ist.
Apropos misslungen: Dieses Attribut trifft auf die ersten 45 Minuten der langweiligen Partie auf dem gut bespielbaren Naturrasen absolut zu. Es war teilweise eine Zumutung, was die Akteure auf
beiden Seiten boten.“Das ist ja Sommerfußball“ und „nicht zum ansehen“ waren die höflichen Umschreibungen der enttäuschten Zuschauer.
„Wenn wir als kompakte Einheit auftreten und Fehler vermeiden, können wir jeden Gegner schlagen“. Diese vor der Partie von Biebrichs Spielertrainer Engin Özdemir ausgegebene
Devise nahmen seine Schützlinge wörtlich. Sie standen gut, waren körperlich präsenter und wurden durch die harmlosen, und meist einfallslosen Hadamarer Angriffsversuche auch nicht
zu Fehlern gezwungen, vergaben dabei aber als Heimelf mit zwei so exzellent bestückten Angreifern wie den Gebrüdern Zer, etwas für die Offensive zu tun.
So war ein Freistoß von Biebrichs Özdemir, den Daniel Erbse in der 27. Minute mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte, ein Kopfball von Gastgeber-Kapitän Löbelt,
genau in die Arme von Erbse (43.), und ein Schussversuch von Manuel Meuth in der 9. Minute die 3 einzigen Toraktionen, die den Chronisten zum notieren veranlassten.
Nach dem Motto „Schlimmer geht es nimmer“ rafften sich beide Teams nach Wiederanpfiff auf, dem Publikum etwas mehr fußballerische Kost zu bieten, was den Akteuren auf beiden
Seiten auch ansatzweise gelang. Jan Goller war für Manuel Meuth gekommen und das erste Lebenszeichen gab Jung Hun Kim auf Hadamarer Seite ab, der in der 47. Minute nur die Querlatte traf. Eine
Kostprobe seines trotz seiner 40 Jahre ¹ immer noch vorhandenen Könnens gab Biebrichs Übungsleiter Özdemir in der 53. Minute ab. Mit einem“ tödlichen Pass“ wie weiland
Uwe Bein, traf der ehemalige türkische Nationalspieler genau in die Schnittstelle der Hadamarer Innenverteidigung. Volkan Zer war schneller als seine Gegenspieler, wurde im Laufduell gefoult und
verwandelte den folgerichtigen Elfmeter persönlich zum 1:0 in der 53. Min.
Weidenfeller reagierte noch einmal, brachte mit Sebastian Trosch (61.) eine zweite nominelle Spitze und plötzlich war von Hadamar auch im Angriff mal etwas zu bemerken. Ein Kopfball, der
knapp vorbei ging, ein Schuss, den Strzelecki im Biebricher Kasten parierte, waren die „Warmmacher“ des Stürmers, der in den Schlussminuten zum großen Pechvogel avancieren
sollte. Davor vergab zunächst Volkan Zer geradezu kläglich die Chancen zum 2:0 für Biebrich. Einmal rettete Erbse per Fußreflex - zum andern traf der Angreifer nur den Pfosten
des leeren Hadamarer Tores ². Weitere aufregende Aktionen sollten noch kommen. Eine schulmäßige Flanke von Jan Goller, genau auf den Kopf von Sebastian Trosch, verpasste der
Unglücksrabe in exzellenter Position aus 6 Metern vor dem Tor und 1 Minute später traf der Hadamarer Angreifer nach Flanke von Waldemar Baum per Kopfball nur den Pfosten. Im Gegenzug
machten die Gastgeber nach einer Ecke alles klar. Nach Wiederanstoß wurde Kim bei seiner einzigen nennenswerten Angriffsaktion der gesamten 90 Minuten von den Beinen geholt. Passend zu Spiel
der Hadamarer Mannschaft vergab Waldemar Baum diese letzte „hauchdünne“ Chance, doch noch einen Punkt mit zu nehmen. Strzelecki parierte den Elfmeter und damit war die letztendlich nicht
unverdiente Niederlage der Fürstenstädter endgültig besiegelt.
Hadamar: Erbse, Körner, Gross, Harmouch, Baum, Lohrum (61. Trosch), Alves, Tahiri (75. Szymcak), Kling, Meuth (46. Goller)
Schiedsrichter: Klein, Offenbach
Zuschauer: 150
Tore: 1:0 V. Zer (53.) Foulelfmeter, 2:0 O. Zer (87.)
¹ Engin Özdemir wurde am 01. 10. 1968 geboren.
² Romain Simsek traf den Pfosten.
Quelle: Homepage der SpVgg Hadamar
Am besten gegen die Besten
BIEBRICH 02 Volkan und Orkun Zer treffen zum 2:0 über Tabellenführer Hadamar
(nn). Das bleibt ein Biebricher Gesetz: Gegen die Besten rufen die 02er in der Fußball-Verbandsliga prima Leistungen ab. Wie beim 2:0 über Spitzenreiter Spvgg. Hadamar. „Ein
absolut verdienter Sieg, der aus disziplinierter Defensive herausgespielt wurde“, lobte Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Nach der ärgerlichen Pleite in Kelsterbach ließ die Deckung in der Tat wenig anbrennen. Allen voran Daniel Löbelt und Umut Polat im Zentrum. Löbelt blieb sogar noch Zeit
für einen Ausflug. Kurz vor der Pause kam der Kapitän nach Eckstoß von Trainer Engin Özdemir zum Kopfball, scheiterte an Keeper Daniel Erbse.
Hadamars Offensiv-Akzenten schlugen sich in einem Lattenschuss vor der Pause und einem Pfostentreffer durch den eingewechselten Sebastian Trosch nieder. Ansonsten prägte Biebrich das Bild.
Nach Steilpass von Özdemir wurde Volkan Zer gefoult und verwandelte den folgenden Strafstoß ganz cool. Volkans Bruder Orkun erhöhte nach einer Özdemir-Ecke (86.) und Keeper
Woijciech Strzelecki, der trotz der Schwächen in Kelsterbach das Vertrauen erhielt, rundete mit seiner Elfmeterparade gegen Waldemar Baum (87.) das gute Gesamtbild ab. Wobei die regelwidrige
Aktion des spät gekommenen Lars Hoffmann nach dem Eindruck der 02er knapp außerhalb des Strafraums geschah.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Löbelt, Polat, Sengün - Rivera (85. Hoffmann), Maurer, Özdemir, Hachenberger (70. Simsek) - V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 V. Zer (54./Foulelfmeter), 2:0 O. Zer (86.)
SR: Klein (Offenbach)
Zu.: 120
Quelle: WT, 11. 10. 2010
Spielberichte vom 14. Spieltag
TSG Wieseck - FV Biebrich 02 3:8 (1:5) - 17. 10. 2010
8:3-Feuerwerk in Wieseck
BIEBRICH 02 Auswärtsgala für die Vereinschronik / Zer-Brüder treffen sechs Mal
GIESSEN (nn). Es ist Lichtjahre her, dass der FV Biebrich 02 auswärts so dominiert hat wie in diesem Verbandsliga-Match bei der TSG Wieseck. 5:1 hieß es zur Pause, 8:3 am Ende einer
Partie, die einem Signal gleichkommt. Ein Zeichen, dass die in den vergangenen Jahren vermisste Konstanz mittlerweile zum Dauerzustand wird.
Was daran liegt, dass sich die Offensive zum Prunkstück entwickelt. Von Bastian Pilger bedient, traf Romain Simsek früh zum 0:1. Es folgten die zehn tollen Minuten des Volkan Zer, der
zuerst einen Handelfmeter verwandelte, anschließend den von Trainer Engin Özdemir eingeleiteten Konter abschloss und obendrein eine Özdemir- Ecke per Kopf zum Hattrick veredelte. Sein
jüngerer Bruder Orkun setzte nach erneutem Özdemir-Eckstoß das 5:0 drauf.
Nach der Pause ging es munter weiter. Özdemir bewies Treffsicherheit und Orkun Zer wandelte auf den Spuren seines Bruders, kam am Ende ebenfalls auf drei Treffer. Das ergab ein Ergebnis mit
beinahe historischem Anstrich. „Nach dem frühen 1:0 haben wir energisch nachgesetzt. So gewinnt man Spiele. Jetzt wollen wir in nächster Zeit noch weiter nach oben krabbeln“,
sieht der von seiner Mannschaft begeisterte Mittelfeldspieler Camilo Rivera genügend Qualität für einen dauerhaften Höhenflug. Bewältigen die Biebricher auch die unbequeme
Heimaufgabe gegen die SG Waldgirmes II, dürften die letzten Zweifler verstummen.
FV Biebrich 02: Tempel – Pilger, Polat (65. Hoffmann), Löbelt, Sengün – Rivera, Maurer, Özdemir (75. Hachenberger), Simsek – O. Zer, V. Zer (85. K. von
Michalkowski ¹)
Tore: 0:1 Simsek (2.), 0:2 V. Zer (20./Handelfmeter), 0:3, 0:4 V. Zer (28./30.), 0:5 O. Zer (40.), 1:5 Klimek (45.(Handelfmeter), 1:6 Özdemir (55.), 1:7 O. Zer (57.), 2:7 Schleck (72.), 2:8 O. Zer
(75.), 3:8 Klimek (80./Foulelfmeter)
SR: Hilmar Bernhardt (Kassel)
Quelle: WT, 18. 10. 2010
¹ K. von Michalkowsky
Zu.: 100
Bittere Heimpleite für TSG Wieseck
(fro) In der Verbandsliga Mitte musste die TSG Wieseck am Sonntag gegen den FV Biebrich 02 eine bittere 3:8-Niederlage quittieren. Kurzfristig waren die Gießener Vorstädter auf den
neuen Kunstrasen an der Miller Hall ausgewichen, was dem Gast aus Wiesbaden mächtig in die Karten spielte. »Wenn man acht Eier bekommt, kann und darf man nicht zufrieden sein. Der FV
konnte schalten und walten wie er wollte. Wir haben es über die gesamte Spielzeit nicht geregelt bekommen, die Zuordnung zu den Gegenspielern zu finden«, analysierte TSG-Trainer Achim
Mohr.
Gegen das schnelle, aggressive Spiel des FV fanden die Hausherren kaum einmal ein Mittel. Bereits in der zweiten Minute nahm das Unheil seinen Lauf, als sich Sascha Noske und Tobias Schäfer
gegenseitig behinderten. Bastian Pilger brachte das Leder vor das TSG-Tor, wo Romain Simsek aus kurzer Distanz zum 1:0 eindrücken konnte (2.). Nach einer Viertelstunde fand die Mohr-Elf besser
ins Spiel und hatte durch Dennis Schlecht zwei gute Chancen zum Ausgleich (14./18.). Ein strittiger Handelfmeter brachte die TSG dann aber aus dem Tritt. David Klimek soll bei einer Flanke von Camilo
Rivera die Hand zur Abwehr benutzt haben, so dass Schiedsrichter Bernhardt auf den Punkt zeigte. FV-Torjäger Volkan Zer verwandelte zum 2:0, wenngleich Torwart Dominik Wagner noch mit den
Fingern noch am Ball war (20.). Als Tarik Sengün im Biebricher Strafraum der Ball ebenfalls an die Hand sprang, blieb die Pfeife des Unparteiischen aber stumm. Während die TSG-Spieler noch
mit der Entscheidung haderten, konterten die Gäste blitzschnell. Erneut traf Volkan Zer aus leicht abseitsverdächtiger Position. Keine gute Figur machte hierbei TSG-Torwart Dominik Wagner,
der beim Herauslaufen zu zögerlich agierte (27.). Drei Minuten später machte Volkan Zer seinen Hattrick perfekt, als er einen Eckstoß von Engin Özdemir per Kopf zum 4:0 ins Netz
wuchtete. Überhaupt war der 42-jährige Spielertrainer und viermalige türkische A-Nationalspieler Özdemir der Dreh- und Angelpunkt im Biebricher Spiel und konnte von Sebastian
Kraft nie ausgeschaltet werden. Fünf Minuten vor der Pause bediente Özdemir den am Strafraum sträflich freistehenden Orkun Zer, der Wagner mit einem platzierten Flachschuss zum
fünften Mal überwand. Durch einen Foulelfmeter konnte David Klimek noch vor dem Halbzeitpfiff Ergebniskosmetik betreiben und auf 1:5 verkürzen (43.).
In der zweiten Halbzeit spielte die TSG weiter munter nach vorne. Dennis Schlecht hatte die erste Gelegenheit, scheiterte aber aus spitzem Winkel an FV-Torwart David Tempel (54.). Durch ihre
offene Spielweise lud die TSG die Gäste immer wieder zu Konter ein. Dies nutzte Engin Özdemir zum 6:1, nachdem Dominik Wagner zunächst gegen Orkun Zer und Rivera zweimal retten konnte
(61.). Nur zwei Minuten später erhöhte Volkan Zer mit seinem vierten Treffer auf 7:1 ¹. Sein »Schüsschen« wurde abgefälscht und trudelte unhaltbar ins Netz. Dennis
Schlecht verwertete einen Freistoß mit Wucht zum 2:7 (71.). Die Gäste legten aber nochmals nach. Nach einem perfekten Zuspiel von Simsek nahm Orkun Zer das Leder mit spielerischer
Leichtigkeit an und schob zum 8:2 ein (74.). Den Schlusspunkt unter eine ereignisreiche Partie setzte David Klimek, der einen durch Torwart Tempel an Andreas Klan verschuldeten Foulelfmeter zum
3:8-Endstand verwertete (79.).
»Das wird eine harte Woche. In den Köpfen der Spieler muss sich was ändern. In Oberliederbach wird eine andere Mannschaft auflaufen«, sagte Mohr. Daran wird sicher auch
Tobias Schäfer gedacht haben, der noch lange Zeit, nachdem sich das Sportgelände an der Miller Hall bereits geleert hatte, nachdenklich auf dem Platz saß.
TSG Wieseck: Dominik Wagner; Leib, Klimek, Schäfer, Noske (ab 68. Pitz), Sebastian Kraft, Schlecht, Drescher, Klan (ab 80. Zimmer), Delzer, Kocas (ab 63. Niklas Wagner)
FV Biebrich 02: Tempel; Polat (ab 65. Hoffmann), Löbelt, Rivera, Özdemir (ab 75. Hachenberger), Maurer, Pilger, Simsek, Sengün, Orkun Zer, Volkan Zer (ab 88. von Michalkowsky).
Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Hilmar Bernhardt (Kassel)
Zuschauer: 100
Torfolge: 0:1 (2.) Simsek, 0:2 (20.) Volkan Zer (Handelfmeter), 0:3 (27.) Volkan Zer, 0:4 (30.) Volkan Zer, 0:5 (40.) Orkun Zer, 1:5 (43.) Klimek (Foulelfmeter), 1:6 (61.) Özdemir, 1:7 (63.)
Volkan Zer, 2:7 (71.) Schlecht, 2:8 (74.) Orkun Zer, 3:8 (79.) Klimek (Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Sebastian Kraft, Schlecht, Drescher - Tempel, Polat
¹ diesen Treffer erzielte Orkun Zer mit seinem zweiten Tor.
Quelle: GAZ, 18. 10. 2010
Spielberichte vom 15. Spieltag
FV Biebrich 02 - SC Waldgirmes II 1:1 (0:1) - 24. 10. 2010
Drei Minuten fehlen zum Sieg
(vib). Der SC Waldgirmes II hat in der Fußball-Verbandsliga Mitte einen Auswärtssieg nur knapp verpasst. Beim FV Biebrich 02 führte das Team von Coach Ralf Landgraf bis drei
Minuten vor Schluss mit 1:0, kassierte aber dann noch den Ausgleich zum 1:1-Endstand.
"Wenn wir diese Aktion überstehen, dann passiert nichts mehr", kommentierte Landgraf nach dem Abpfiff die letzte Szene der Partie. Stefan Agirmans Einsatz gegen einen Kontrahenten brachte
einen nach Ansicht des Übungsleiters ungerechtfertigten Freistoß, den Biebrichs Toni Kramke zum Ausgleichstreffer in den Winkel hämmerte. Es war ein Jokertor, denn Kramke war erst
zwei Minuten zuvor ins Spiel gekommen. Sascha Kuche war zu diesem Zeitpunkt nach einem Disput mit dem Unparteiischen Boris Reisert aus Rödermark mit gelb-roter Karte vom Platz gestellt worden
(71.).
Kuche vom Platz gestellt
Zu elft waren die Lahnauer zuvor auf einen dreifachen Punktgewinn zugesteuert. Dennis Brandl nutzte in der 39. Minute eine Unachtsamkeit der Biebricher Abwehr im Alleingang zum 1:0, Steffen Jordan
und Michael Sofinski vergaben vorher und nachher sogar Möglichkeiten zu einem weiteren Treffer, Brandl selbst setzte einen Distanzschuss über das Gehäuse (35.). Auf der anderen Seite
hätte Biebrich durch Volkan Zer (15.), Camillo Rivera ¹ (20.), Lars Hoffmann (25.) und Orkun Zer (40.) ebenfalls zum Torerfolg kommen können.
Nach dem Seitenwechsel vertrauten die Gastgeber dann mit langen Bällen auf ihre Spitzen Volkan und Orkun Zer zusehends auf einfachste Mittel - und kamen in Überzahl schließlich zum
Erfolg. "Da flog dann eine Flanke nach der anderen in unseren Strafraum, das konnten wir einfach nicht mehr verhindern", so Landgraf, der seine Angreifer Rafael Szymanski und Steffen Jordan nach dem
Platzverweis opferte und zur Verteidigung der Führung Till Iyasere und Bora Aydin brachte. Ohne Erfolg, doch unterm Strich blieb ein aus Landgrafs Sicht verdienter Punktgewinn und eine
Miniserie: Waldgirmes hat nun drei Spiele in Folge nicht verloren.
Biebrich: Strzelecki - Pilger, Hoffmann, Polat, Sengün (85. Kramke) - Rivera, Maurer, Özdemir, Simsek - Orkun Zer, Volkan Zer
Waldgirmes II: Grutza - Kurucu - Heuser, Kuche - Döring, Aljusevic, Agirman, Brandl, Sofinski - Szymanski (71. Iyasere), Jordan (77. Aydin)
Schiedsrichter: Reisert (Rödermark)
Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Brandl (39.), 1:1 Kramke (87.)
Gelbe Karten: Aljusevic, Kuche (Waldgirmes)
Gelb-Rote Karte: Kuche (71., Waldgirmes) wegen Meckerns
¹ Camilo Rivera
Quelle: mittelhessen.de, 25. 10. 2010
Comeback-Tor rettet Punkt
FV BIEBRICH 02 Toni Kramke erweist sich beim mageren 1:1 gegen Waldgirmes II als idealer Joker
(nn). Saure Gurke für Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 mitten in der Phase des Aufschwungs: Gegen das B-Team des SC Waldgirmes gelang trotz Überzahl nur ein 1:1. Wobei der
Ausgleich einer glücklichen Fügung entsprang. Der Tatsache, dass Trainer Engin Özdemir kurz vor Schluss den richtigen Joker zog. In Gestalt von Toni Kramke. Der Neuzugang vom SV Wehen
Wiesbaden II war gerade zwei Minuten im Spiel, als ihm Özdemir die Kugel beim Freistoß querlegte. Prompt veredelte Kramke sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause mit dem
späten 1:1. Es blieb aus Biebricher Sicht die einzig erwähnenswerte Szene.
Warnung ohne Wirkung
Trainer Özdemir hatte im Vorfeld eindringlich an das Team appelliert, die Aufgabe gegen den Vierzehnten nicht als Selbstläufer zu betrachten. Entsprechend ergriffen die 02er anfangs die
Initiative, ließen aber im Abschluss jegliche Konzentration vermissen. So, als hätten sie beim 8:3 in Wieseck den Tank bis auf den letzten Tropfen leer gefahren. Volkan Zer, Camilo Rivera,
Orkun Zer und Lars Hoffmann vergaben Möglichkeiten.
Als schon keiner mehr an Waldgirmeser Gegenstöße dachte, spazierte Dennis Brandl frech in Richtung Tor und stellte mit dem 0:1 das Geschehen auf den Kopf (39.). Unerheblich in dieser
Szene, dass hinten Kapitän Daniel Löbelt (Rückenbeschwerden) fehlte. Nach der Pause hielt die Biebricher Überlegenheit an, aber außer Kramkes famosem Schlussakkord sprang
nichts Zählbares heraus. „Das ist schon frustrierend. An der Einstellung hat es jedenfalls nicht gelegen. Was uns in Wieseck so optimal gelungen ist, wollte diesmal aber einfach nicht
klappen“, rätselte Mittelfeld-Youngster Tim Maurer über die Gründe für den unfreiwilligen Boxenstopp auf dem Weg in Richtung Spitze.
Trotzdem, sagt Maurer trotzig, sei die Mannschaft allemal dazu befähigt, sich in den nächsten Wochen Stück für Stück nach vorne zu schieben.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Hoffmann, Polat, Sengün (85. Kramke) - Rivera, Maurer, Özdemir, Simsek - V. Zer, O. Zer
Tore: 0:1 Brandl (39.), 1:1 Kramke (87.)
SR: Reisert (Rödermark)
Zu.: 80
Gelb-Rot: Kuche (73./Waldgirmes)
Quelle: WT, 25. 10. 2010
Spielberichte vom 16. Spieltag
FSV Braunfels - FV Biebrich 02 1:4 (0:2) - 30. 10. 2010
Von Wolfgang Hoffmann
Dönges spricht von "Konsequenzen"
Dem FSV Braunfels hat jemand einen gebrauchten Tag angedreht. Zu keiner Phase konnte die Mannschaft von Trainer Oliver Dönges an die guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen und
verlor ihr Heimspiel der Fußball-Verbandsliga Mitte gestern gegen einen starken FV Biebrich 02 auch in dieser Höhe verdient mit 1:4.
"Wenn man nicht bereit ist zu laufen und zu kämpfen, dann kommt so ein Ergebnis zustande", zeigte sich Dönges tief enttäuscht von der Vorstellung seiner Truppe. Nichts von dem, was
Dönges vor der Partie noch angesprochen hatte, konnten die Spieler auf dem Feld umsetzen. Dies galt insbesondere für die torgefährlichen Biebricher Angreifer Volkan und Orkun Zer. Das
Brüderpaar zeichnete für drei der vier Gästetore verantwortlich und war nur selten in den Griff zu bekommen.
Die Partie der Verfolger begann flott, wobei sich beiden Mannschaften kurz nach Spielbeginn Chancen boten. Die dickste Möglichkeit tat sich in der neunten Minute Patrick Seip auf, der mit
seinem Schuss nur den Innenpfosten des Biebricher Tores traf. Die Gäste, die als kompakte und spielfreudige Elf auftraten, übernahmen Mitte der ersten Halbzeit das Kommando.
Manuel Jung bestraft sich und seine Mannschaft gleich doppelt
Die Braunfelser dagegen kamen nicht ins Kombinationsspiel, waren gedanklich des Öfteren nicht präsent und kamen bei zu vielen Aktionen den berühmten Schritt zu spät. So in der
21. Minute, als Orkun Zer fast unbedrängt aus 18 Metern den Ball mit einem Schuss ins lange Eck zur Gästeführung versenkte. Oder wie kurz vor der Pause, als dem bereits verwarnten
Manuel Jung ein Foulspiel im eigenen Strafraum unterlief, das gleich zwei Konsequenzen hatte: Erstens flog Jung mit der "Ampelkarte" vom Platz, zweitens sorgte Volkan Zer vom Elfmeterpunkt für
die beruhigende 2:0-Pausenführung der Landeshauptstädter.
Zunehmender Schlendrian in deren Spiel sorgte nach der Pause dafür, dass Braunfels etwas besser in die Partie fand und auch durch Sebastian Schäfer zum Anschlusstreffer kam (61.). Doch
als es eng zu werden drohte, legten die Biebricher wieder einen Gang zu und kamen durch zwei schön vorgetragene Konter in der Schlussphase zum klaren Sieg. Zunächst bediente Tim Maurer
Orkun Zer, der schneller reagierte als Simon Schmidt und aus drei Metern das 1:3 markierte, ehe kurz vor Spielende Bastian Pilger freistehend aus zehn Metern den 1:4-Endstand herstellte.
Die Vorstellung seiner Elf mochte Oliver Dönges nicht so einfach abhaken. "Diese Spielerei wird ihre Konsequenzen haben", deutete der Braunfelser schon nach dem Abpfiff an, was seine Mannen
von den kommenden Trainingsabenden zu erwarten haben.
Braunfels: Zanger - Schmidt, Manuel Jung, Winch, Wachter - Varli, Patrick Jung (58. Springer), Schug, Desch (15. Schäfer) - Dragusha, Seip
Biebrich: Strzelecki - Polat, Hoffmann, Löbelt, Sengün - Pilger, Rivera (67. Kramke), Özdemir, Maurer - Orkun Zer, Volkan Zer
Schiedsrichter: Haustein (Buseck)
Tore: 0:1 Orkun Zer (21.), 0:2 Volkan Zer (44., Foulelfmeter), 1:2 Schäfer (61.), 1:3 Orkun Zer (82.), 1:4 Pilger (89.)
Zuschauer: 110
Gelbe Karten: Manuel Jung, Dragusha, Wachter, Varli, Schug, Schmidt (Braunfels), Maurer (Biebrich)
Gelb-Rote Karte: Manuel Jung (Braunfels, 43.) wegen wiederholten Foulspiels
Quelle: mittelhessen.de, 30. 10. 2010
Formgeber Özdemir
BIEBRICH 02 4:1-Coup nährt Aufstiegs-Träume
(nn). Hat sich da ein Wandel vollzogen? Weg von der über Jahre hinweg bekannten Achterbahn-Formkurve hin zu einer gefestigten, eingespielten, konditionell fitten und disziplinierten
Mannschaft?
Gemessen am Auftritt auf dem tiefen Rasenplatz des FSV Braunfels ist das mit einem klaren Ja zu beantworten. Der FV Biebrich 02 der Verbandsliga-Saison 2010/11 entwickelt sich tatsächlich zu
einem Anwärter für den Bereich Spitzengruppe. In Braunfels, wo die 02er selten etwas geholt hatten, gewannen sie diesmal souverän mit 4:1.Beste Einstimmung auf das Topspiel gegen den
VfB Unterliederbach.
Der Aufwärtstrend ist eindeutig mit dem Wirken von Engin Özdemir verknüpft. Systematisch hat der frühere türkische Internationale ein Gefüge zusammengestellt, in dem
nun die Rädchen ineinandergreifen. Was gleichwohl auch im hohen Maß an seiner Anwesenheit auf dem Spielfeld liegt. In Braunfels war Özdemir - immerhin schon 42 - ein Mister
Omnipräsent, der das von Orkun Zer erzielte 1:0 mit feinem Pass einleitete.
Wäre die in der Defensive nunmehr viel stabilere Mannschaft (im Zentrum gefielen Lars Hoffmann und Polat Umut ¹) in der Lage, das erreichte Niveau aufrechtzuerhalten, wenn Özdemir von
draußen dirigieren würde, käme das dem endgültigen Qualitätsschub gleich. Nebenbei: Im internen Duell der Torjäger-Brüder Orkun und Volkan Zer steht es 15 zu
12.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Hoffmann, Umut, Sengün - Maurer, Löbelt, Özdemir, Rivera (65. Kramke) - O. Zer, V. Zer
Tore: 0:1 O. Zer (18.), 0:2 V. Zer (43., Foulelfmeter), 1:2 Desch (60.),
1:3 O. Zer (78.), 1:4 Pilger (89.)
SR: Haustein (Buseck)
Zu.: 120
Gelb-Rot: M. Jung (42./Braunfels).
¹ Umut Polat
Quelle: WT, 01. 11. 2010
Spielberichte vom 17. Spieltag
FV Biebrich 02 - VfB Unterliederbach 1:0 (0:0) - 06. 11. 2010
Co-Produktion der Zer-Cowboys
Von Stephan Neumann
BIEBRICH 02 Aufstiegsreifer Jubel nach glücklichem 1:0-Heimsieg über den VfB Unterliederbach
Keine Frage: Volkan Zer war reif für die Auswechselbank. Wenig bis gar nichts wollte dem Stürmer des Fußball-Verbandsligisten im Spitzenspiel gegen den VfB Unterliederbach
gelingen. Bis zur 88. Minute. Da setzte sein jüngerer Bruder Orkun auf der linken Außenbahn zum Sololauf an, passte zentimetergenau in die Mitte zu Volkan, der einen Mann stehen ließ
und in bester Torjäger-Manier einschob - als wäre es die einfachste Übung der Welt. Als hätte es die vorher für ihn so durchwachsenen 88 Minuten nicht gegeben.
In fließender Folgehandlung hatten beide Zers auch schon die Trikots ausgezogen, ließen die blauen Jerseys kreisen wie Cowboys ihre Lassos. 120 Sekunden später war Schluss und die
zweite Jubel-Orgie der Biebricher Glücksritter setzte ein, während Gäste-Coach Jürgen Menger grollte: „Eigentlich waren wir besser und hätten den Sieg verdient gehabt.
Doch unsere Doofheit bei späten Gegentoren wurde erneut bestraft.“
Gäste mit Vorteilen
Tatsächlich hatten die Gäste bis zur Pause Vorteile, nachdem die Nasenbeinfraktur von Kapitän Daniel Löbelt (17.) auch einen Bruch im Biebricher Spiel bewirkt hatte.
Torhüter Woijciech Strzelecki ¹, der insgesamt dreimal prächtig reagierte, hielt sein Team im Spiel. Im zweiten Abschnitt legte die Feldspieler-Fraktion zu. Bastian Pilger und Romain Simsek
sorgten auf den Außenstationen für Leben. Orkun Zer erzielte mal wieder ein Tor aus angeblicher Abseits-Position, wurde zudem von Peter Riedl elfmeterreif gefoult. Es waren die Vorboten
des späten Happy Ends.
Aufstieg (noch) kein Thema
„Es zeichnet eine gute Mannschaft aus, dass sie solche wichtigen Spiele auch mal nach relativ schlechter Leistung gewinnt“, sagte Volkan Zer mit einem Mix aus Selbstbewusstsein und
Selbstkritik. Klar war allen Biebrichern jedenfalls, dass der Dreier trotz der Steigerung der zweiten Hälfte mit dem Prädikat „glücklich“ zu versehen war. „Mit 31
Punkten haben wir eine prima Hinrunde hingelegt. Jetzt sollte am Ende definitiv ein Platz unter den ersten Fünf möglich sein“, gibt Abwehrspieler Lars Hoffmann die weitere Richtung
vor, ohne vom Aufstieg zu sprechen. Der könnte aber ein Thema werden, wenn die derzeitige Konstanz (vier Siege aus fünf Spielen) beibehalten wird.
FV Biebrich 02: Strzelecki – Rivera (80. Kramke), Hoffmann, Löbelt (17. Polat), Sengün – Pilger, Özdemir, Maurer, Simsek – V. Zer (90. Hachenberger), O. Zer.
Tor: V. Zer (88.)
Schiedsrichter: Herberg (Groß-Zimmern)
Zuschauer: 120
¹ Wojciech Strzelecki
Quelle: WT, 08. 11. 2010
Zu viel gewollt, spätes 0:1 kassiert
Der VfB Unterliederbach musste in der Fußball-Verbandsliga Mitte beim FV Biebrich eine bittere Niederlage hinnehmen.
Unterliederbach. «Manchmal muss man auch mit einem Punkt zufrieden sein», bemängelte Pressesprecher Michael May, dass die Gäste trotz zahlreicher guter Chancen bis zuletzt
auf Sieg spielten und dafür in der Schlussminute bestraft wurden.
Über die gesamte Spielzeit hatten die Gäste mehr vom Spiel und waren dem Sieg deutlich näher. Nach einem etwas abwartenden Beginn auf beiden Seiten übernahm der VfB
Unterliederbach nach einer Viertelstunde die Initiative. Doch beste Chancen wurden fast fahrlässig vergeben. Zunächst scheiterte Soufian El Allali per Kopf (21.), danach zielte Celal Yesil
nach dem Zuspiel von Bülent Öztürk knapp am Tor vorbei (25.). El Allali (34.) und Yesil (39.) setzten die Abschlussschwäche fort. Biebrich schoss dagegen nur ein Mal auf das
Unterliederbacher Tor, wobei Spielertrainer Özdemir an Torwart Daniel Knapschinski scheiterte (44.).
Im zweiten Abschnitt spielte Biebrich besser mit. Wenige Minuten nach dem Wiederbeginn parierte Knapschinski eine Möglichkeit von Volkan Zer. Pech für Unterliederbach: In der 58. Minute
lenkte der Biebricher Torwart Strzelecki den Kopfball von El Allali nach einer Ecke von Florian Jagodzinski an die Latte. Trotz zahlreicher vergebener Chancen suchten die Unterliederbacher ihr Heil
weiter in der Offensive. So auch kurz vor dem Ende, als sich Jagodzinski auf ein gewagtes Dribbling im Strafraum der Gastgeber einließ. Die Biebricher erkämpften den Ball und setzten eine
Minute vor dem Ende zum entscheidenden Konter an. Orkun Zer dribbelte über links, ließ auch noch Knapschinski aussteigen und legte uneigennützig quer zu seinem Bruder Volkan, der nur
noch zum Sieg einschieben musste. Damit mussten die Unterliederbacher die Heimreise mit leeren Händen antreten. «Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber zu viele Chancen
vergeben», ärgerte sich Michael May, dass es nicht wenigstens zu einem Punktgewinn reichte. cn
Quelle: Höchster Kreisblatt, 08. 11. 2010
Spielberichte vom 18. Spieltag
FV Biebrich 02 - FC Ederbergland 1:2 (0:0) - 13. 11. 2010
Starker FCE triumphiert bei "Vladis" Einstand
Biebrich (schä/r). Während die Gastgeber den Sprung auf Rang drei verpassten, herrschte bei der Ederbergländer Delegation auf dem stürmischen Dyckerhoff-Sportfeld eitel
Sonnenschein. Gleich in Spiel eins des neuen Trainers Vladimir Kovacevic verbuchten sie einen Dreier und brachten den „Null-Zweiern“ die erste Heimniederlage bei.
„Vladi“ hatte wie angekündigt gleich im ersten Spiel unter seiner Regie auf die Viererkette in der Abwehr gebaut, die von Wolf und Möllmann zentral sowie Mohr und Madarevic
außen gebildet wurde. Taktisch diszipliniert agierten die Gäste in der neuen Grundordnung, gepaart mit Zweikampfstärke und Laufbereitschaft. Und dass, obwohl der FCE auf die
Stammspieler Schneider, Pracht und Westermann verzichten musste. Neben Citlak agierte daher Oleg Heft im offensiven Mittelfeld.
Die Anlaufzeit war nicht lang für den FCE. Schon nach zehn Minuten hätte es 1:0 stehen können, denn Ellerich besaß bis dahin zwei gute Möglichkeiten, verfehlte aber das
Gehäuse jeweils knapp.
Hinten stand der FCE im 4-4-2 kompakt und ließ in der ersten Hälfte nur selten Torchancen der Hausherren zu. Die größte vergab Volkan Zer, der eine Flanke des agilen Simsek
knapp drüber köpfte (16.).
Ansonsten brachten die meist über den 42jährigen Spielertrainer Engin Özdemir vorgetragenen FV-Angriffe wenig Gefahr, weil die Pässe das gefürchtete Sturmduo mit den
Zer-Brüdern zu selten erreichte.
Mehr an einem Torerfolg schnupperte weiter der Gast: Eickhoffs Kopfball wurde von einem Biebricher Abwehrspieler aber noch auf der Linie geklärt (43.).
Mit etwas mehr Schwung kam die Heimelf aus der Kabine. FCE-Keeper Casella verhinderte aber zunächst noch einen frühen Rückstand – gegen Orkun Zer (47.) und Romain Simsek
(52.). Doch gegen den Kopfball von Abwehrspieler Lars Hoffmann war er dann machtlos – 0:1.
Wirkung hinterließ der Rückstand bei den Ederbergländern aber nicht – allenfalls eine positive. Denn sie drangen auf eine schnelle „Ergebniskorrektur“, die mit
etwas Glück auch schon nach 63 Minuten gelang: Tarik Senggün ¹ einen Freistoß von Citlak ins eigene Tor zum 1:1. Und der Sekundenzeiger hatte gerade einmal das Zifferblatt umrundet, da
war das Spiel gedreht: Ellerich bediente von außen Rene ² Eickhoff, der zum 2:1 verwandelte.
Der Schock saß beim FV 02, dessen Trainer Özdemir zu viele individuelle Fehler und mangelnde Disziplin für die Niederlage verantwortlich machte. Durch Undiszipliniertheiten machten
sich die Platzheeren nämlich selbst das Leben schwer, was mit der „Ampelkarte“ gegen Orkun Zer wegen Meckerns den Tiefpunkt erreichte (83.).
Nur weil der FCE per Konter nicht das 3:1 schaffte, blieb es spannend. Denn Biebrich hatte durch V. Zer (89.) nur noch eine gute Chance, die aber nichts einbrachte.
¹ Umut Polat fälschte...
² René
Quelle: Waldeckische Landeszeitung/Frankenberger Zeitung, 14. 11. 2010
Nimbus fahrlässig verzockt
BIEBRICH 02 Nach 1:2 gegen Ederbergland zurück auf dem Boden der Tatsachen
(nn). Gegen den FC Ederbergland strauchelte Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 erstmals in dieser Runde auf eigenem Platz, verlor 1:2. Gleichzeitig das Ende einer kleinen Serie mit vier
ungeschlagenen Spielen.
„Ich habe beim Warmmachen gespürt, dass es an der Konzentration mangelt. Vielleicht haben einige gedacht, dass wir schon ein Topteam sind und waren ein wenig überheblich.
Jedenfalls haben wir die große Chance verpasst, oben Anker zu werfen“, haderte Trainer Engin Özdemir mit seiner Mannschaft. Vor allem mit seinen Torjägern Volkan und Orkun Zer,
die die Flanken des unentwegt über rechts ankurbelnden Romain Simsek ungenutzt ließen. Trotzdem schienen die Weichen auf Sieg gestellt, als Abwehrspieler Lars Hoffmann die scharf
hereingegebene Ecke von Özdemir über die Linie drückte. Doch fortan verwehrte Fortuna - im Gegensatz zum 1:0 über Unterliederbach - ihre Gefolgschaft.
Der Sparte Pech war das Kopfball-Eigentor von Umut Polat nach einer Freistoß-Flanke zuzuordnen (63.). Geradezu fahrlässig aber, wie Linksverteidiger Tarek Sengün 60 Sekunden
später patzte, so zum Wegbereiter des 1:2 wurde. Richtig bitter wurde es für Biebrich in der 83. Minute, als Orkun Zer im Strafraum attackiert wurde, der Pfiff aber ausblieb. Zer
reklamierte, sah Gelb-Rot. Doch in diesem Fall nahm ihn Özdemir in Schutz: „Ein klarer Strafstoß. Man konnte verstehen, dass sich Orkun aufregt.“ Die Niederlage wollte der
Coach indes nicht an dieser Szene festmachen: „Sie geht ganz allein auf unsere Kappe.“
FV Biebrich 02: Strzelecki - Polat, Pilger, Hoffmann, Sengün - Simsek, Maurer, Özdemir, Rivera (71. Kramke) - V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 Hoffmann (53.), 1:1 Eigentor Polat (63.), 1:2 Eickhoff (64.)
SR: Schwarz (Schwalbach/Taunus)
Zu.: 80
Gelb-Rot: O. Zer (83.
Quelle: WT, 15. 11. 2010
Spielberichte vom 19. Spieltag
FV Biebrich 02 - SG Hausen/Fussingen/Lahr 3:1 (1:0) - 21. 11. 2010
Weit mehr als drei Tore möglich
BIEBRICH 02 Beim 3:1 über Hausen/Fussingen einen Kantersieg verpasst
BIEBRICH (nn). Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 hat sich mit einem 3:1 über Schlusslicht SG Hausen/Fussingen auf das Derby am Sonntag beim Türkischen SV eingestimmt.
Zahlreiche vergebene Großchancen ließen vermuten, dass sich die 02er Offensiv-Kapazitäten für das prestigegeladene Duell aufgespart haben. „Eigentlich musste das
Endergebnis 8:1 lauten. Hausen/ Fussingen war mit zunehmender Spieldauer hoffnungslos überfordert, dürfte in dieser Form kaum dem Abstieg entgehen“, urteilte Biebrichs Spielausschuss-
Chef Thomas Utikal. Volkan Zer und Romain Simsek hatten beim Pokal-Aus in Nordenstadt Blessuren davongetragen, liefen aber trotzdem auf. Auch Orkun Zer, dessen Temperamentsausbruch beim 1:2 gegen
Ederbergland in eine unnötige Gelb-Rote Karte gemündet war, stand nach seinem Intermezzo im Kreis-Oberliga-Team und erfolgter Entschuldigung in der Startelf. Und sprühte vor
Tatendrang.
Gegen die zunächst kampfstarken Westerwälder erzielte er mit schöner Einzelleistung das 1:0. Simsek verpasste in der 42. Minute die Vorentscheidung. Nach der Pause machten die
Biebricher mit dem Gegner kurzen Prozess. Simsek und erneut Orkun Zer schraubten das Ergebnis in die Höhe. Allzu gut meinte es Orkun Zer, als er vor dem leeren Tor uneigennützig seinen
Bruder Volkan bedienen wollte. Der Ball fand schließlich nicht den Weg ins Ziel. Ebensowenig beim Pfostentreffer von Bastian Pilger. Ändert nichts daran, dass die 02er Kontakt zur Spitze
halten.
FV Biebrich 02: Strzelecki – Pilger, Polat, Hoffmann, Sengün (88. Hachenberger) – Rivera, Maurer, Özdemir (88. Meurer), Simsek (71. Kramke) – V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 O. Zer (38.), 2:0 Simsek (58.), 3:0 O. Zer (65.), 3:1 Erbach (77.)
SR: Wahl (Schöffengrund)
Zu.: 70
Quelle: WT, 22. 11. 2010
Spielberichte vom 20. Spieltag
Türkischer SV WI - FV Biebrich 02 2:3 (1:1) - 06. 04. 2011
In Überzahl zum Derby-Sieg
VERBANDSLIGA Volkan Zer besiegelt Biebrichs spätes 3:2 beim Türkischen SV
(nn). Emotionen und Dramatik pur prägten das Verbandsliga-Derby zwischen dem Türkischen SV und Biebrich 02. Der späte Doppelschlag von Volkan Zer entschied zu Gunsten der 02er, die
nach dem 3:2-Erfolg bis auf zwei Zähler an Spitzenreiter Hadamar herangerückt sind. „Jetzt wollen wir auch Meister werden“, meinte 02-Stürmer Orkun Zer nach kraftraubenden
90 Minuten, in deren Verlauf Biebrich nach zweimaligen Rückstand stets Antworten parat hatte.
Diskussionen nach 1:0
Für reichlich Diskussionsstoff sorgte die frühe Führung der Türken. Yusuf Celiksoy bahnte sich den Weg zum Tor und schob ein, löste im eigenen Lager unbändigen Jubel
und bei den 02ern wütende Proteste aus. Ein klarer Schubser gegen Abwehrspieler Tarik Sengün sei dem Abschluss vorausgegangen, monierten die Biebricher im Chor. „Ein normaler
Zweikampf“, entgegnete TSV-Organisator Ceyhan Akavci.
Per Freistoß traf 02-Trainer Engin Özdemir zum 1:1. Torhüter Yasar Akyol blieb wie angewurzelt stehen, sah den Schuss offenbar nicht kommen. Der stark spielende Celiksoy scheiterte
derweil an Biebrichs Keeper Wojciech Strzelecki.
„Zur Pause hätten wir 3:0 führen können“, konstatierte TSV-Coach Enver Karaca. Nach der Pause rettete 02-Spieler Bastian Pilger auf der Torlinie und die Heimelf
wähnte ein Handspiel. Jubeln über das 2:1 durften die Türken, als der Freistoß von Erol Genc von der Lattenunterkante und von Strzeleckis Hinterkopf ins Netz sprang. Celiksoy
ließ eine Großchance aus (61.), ehe die Ampelkarte gegen Gastgeber-Spieler Faisal Daudi aus Karacas Sicht zum „Knackpunkt“ wurde.
Die 02er drängten auf den Ausgleich. Nach einer Pilger-Hereingabe war Volkan Zer zur Stelle. Zum Matchwinner beim achten Sieg in Folge avancierte er nach dem nervenstark verwandelten, an ihm
verursachten Strafstoß (86.). „Kraft und Physis helfen uns immer wieder“, lobte 02-Chef Horst Klee nach dem Kraftakt.
TSV: Akyol - C. Öztürk, Bilir, P. Yolver, S. Demirtas - Daudi - Yildirim (76. Ramos), Genc, Yildiz - Celiksoy - Kharraz (62. Mucko/71. Aydin)
FV Biebrich 02: Strzelecki - Sengün, Hoffmann (28. Polat), Löbelt, Oestereich - Pilger, Maurer, Özdemir, Rivera (63. Kramke) - V. Zer (88. A. Christ), O. Zer
Tore: 1:0 Celiksoy (8.), 1:1 Özdemir (31.), 2:1 Genc (48.), 2:2 V. Zer (80.), 2:3 V. Zer (86./Foulelfmeter)
SR: Pakos (Darmstadt)
Zu.: 150
Gelb-Rot: Daudi (62.)
Quelle: WT, 07. 04. 2010
Spielberichte vom 21. Spieltag
FV Biebrich 02 - VfB 1900 Gießen 4:1 (1:1) - 27. 02. 2011
Özdemir-Gala gegen Gießen
28.02.2011 01:00 Uhr - WIESBADEN
FV BIEBRICH 02 Beim 4:1-Heimsieg trifft der 42-jährige Trainer mit genialem Freistoß und per Hacke
(nn). Mit 42 Jahren gehört Engin Özdemir in der Alters-Pyramide der Fußballer schon nicht mehr zu den Routiniers. Das Prädikat gestandener Alt-Herren-Spieler wäre anhand
des Geburtsdatums keine Beleidigung. Doch der frühere türkische Internationale mischt im Verbandsliga-Team des FV Biebrich 02 mit. Quicklebendig und höchst effektiv.
Beim 4:1 im Verfolgerduell gegen den VfB Gießen wurde Özdemir gefoult und kickte anschließend den Freistoß aus über 30 Metern zum 2:1 in den Winkel. Damit nicht genug:
Nach einer Hereingabe von Bastian Pilger schoss er mit der Hacke zum Endstand ein. Es scheint, als besäße der Ex-Profi ein Dauerticket in der Zeitmaschine zu seinen glorreichsten Phasen.
Überhaupt wirkte das gesamte Biebricher Team frisch, ehrgeizig und spielfreudig.
Bis auf die Szene beim Gießener 1:1. Bei der Freistoß-Hereingabe der Gäste schienen alle 02er wie in Trance. Inklusive Keeper Wojciech Strzelecki, der auf der Linie kleben blieb,
während Heinz Stehle an der Fünfmeter-Marke zum Kopfball ansetzte und verwandelte. Es blieb ein einmaliger Blackout. Bemerkenswert, wie das Team nach Özdemirs Freistoß-Strahl
geradezu euphorisch ein Offensiv-Feuerwerk abbrannte und eigentlich nur vergaß, das Torverhältnis im noch größeren Ausmaß aufzupolieren. Gießen hatte es letztlich
Keeper Dennis Fall zu verdanken, dass das Ergebnis halbwegs im Rahmen blieb. Machtlos war Fall aber beim 3:1, das Orkun Zer mit herrlicher Einzelleistung bewerkstelligte. Bereits sein 18. Saisontor.
Fakt ist: In dieser Verfassung sind die 02er, die den Dreier laustark feierten, ein echter Anwärter auf Relegationsrang zwei. „Die Voraussetzungen sind gegeben. Jetzt müssen wir
dranbleiben“, schürt Özdemir die Begeisterung.Nebenbei: Mittlerweile gibt es bei den 02ern den doppelten Özdemir. Caner, der 18-jährige Sohn des Trainers, gab gegen
Gießen seinen Einstand. Doch noch steht sein Vater im Rampenlicht. Vielleicht auch am Samstag in Oberliederbach.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger, Polat, Löbelt, Oestereich - Rivera (88. C. Özdemir), Maurer (75. A. Christ), E. Özdemir, Kramke (46. Simsek) - V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 V. Zer (17.), 1:1 Stehle (29.), 2:1 E. Özdemir (54.), 3:1 O. Zer (70.), 4:1 E. Özdemir (73.)
Schiedsrichter: A. Putz (Egelsbach)
Zu.: 120
Quelle: WT, 28. 02. 2011
Spielberichte vom 22. Spieltag
TSG Wörsdorf - FV Biebrich 02 2:5 (1:4) - 23. 04. 2011
König der ruhenden Bälle
Von Stephan Neumann
VERBANDSLIGA Biebrichs Spielertrainer Engin Özdemir überragt beim 5:2 in Wörsdorf
Barfuß hatte sich Engin Özdemir im Mittelkreis niedergelassen, kühlte mit einem Eiswürfel den lädierten rechten Knöchel. Ohne Fremdeinwirkung war der Spielertrainer
des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 auf dem extrem holprigen Rasen der TSG Wörsdorf umgeknickt. Es schien nicht ganz so schlimm zu sein. Denn kurz darauf marschierte der
42-Jährige ohne zu humpeln Richtung Kabine. Zum Glück für die 02er.
Denn der frühere türkische Internationale erlebt derzeit einen Dauerfrühling, war beim 5:2 (4:1)-Erfolg seiner Elf nicht nur der unbestrittene König der ruhenden Bälle,
sondern auch der Initiator aller gefährlichen Offensivzüge. Dazu absolvierte er bei sommerlicher Hitze ein Laufpensum, das die Kilometerleistung vieler Jüngerer weit übertraf. Die
02er sollten ihren Trainer in einer Zeitmaschine vor dem Altern schützen - ohne ihn geht es derzeit nicht.
Böttner deckt Schwächen auf
Der erste Beleg nach 35 Sekunden, als Özdemirs Rechts-Ecke exakt auf den Schädel von Orkun Zer segelte, dessen Bogenlampe sich in den Winkel senkte. „Wir hatten uns viel
vorgenommen und ich hatte vor den Standards gewarnt. Es lag wohl auch daran, dass wir in der Abwehr umstellen mussten“, analysierte TSG-Coach Burhanettin Kaymak, der gleich nach dem Match einen
Imbiss benötigte, buchstäblich an der Niederlage zu knabbern hatte. Nicht nachzuprüfen, ob das Derby anders gelaufen wäre, wenn der Wörsdorfer Trainer, der nach einer
Erkrankung noch nicht fit war, selbst in der Deckung hätte spielen können.
So durften die im ersten Abschnitt kollektiv ganz starken Biebricher auch ohne den verletzten Mattis Oestereich ihr Standard-Programm abspulen: Ecke Özdemir, Schuss Toni Kramke, Parade Keeper
Kai Klug, Abstauber Volkan Zer zum 0:2. Dem 1:3 ging ein Freistoß von Özedemir voraus - Wörsdorf wartete vergeblich auf einen Abseitspfiff. Und beim 2:5 wuchtete Abwehrchef Daniel
Löbelt die 30-Meter-Flanke von Özdemir mit der Stirn in die Maschen.
Doch es war ein Sieg mit Schönheitsfehlern. Andre Böttner, Wörsdorfs zweifacher Torschütze, deckte ebenso wie Stürmer Faouzi Atmani Schwächen im Abwehrzentrum auf.
Gut für die 02er, dass Keeper Wojciech Strzelecki beim Stand von 2:4 zweimal gegen Atmani klärte. „Das war zeitweise schlecht. Hinten müssen wir einfach konzentrierter
sein“, meinte Özdemir mit Blick auf das vermeintliche Endspiel um den Titel am Sonntag in Hadamar.
„Wir dachten, dass wir noch mal rankommen können. Doch die Biebricher Offensive ist eine Klasse für sich. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir die Punkte zum Klassenerhalt
holen“, zog TSG-Spielführer Atmani Bilanz.
TSG Wörsdorf: Klug - Bendriss (87. Grönlund), Idrissi, Ott, Vogler (46. Dogan) - Charni, Böttner - M. Schmidt, El Fanoui, Amjahid - Atmani
FV Biebrich 02: Strzelecki - Sengün, Hoffmann, Löbelt, Rivera - Pilger, Maurer, E. Özdemir (88. Polat), Kramke - V. Zer (90. C. Özdemir), O. Zer
Tore: 0:1 O. Zer (1.), 0:2 V. Zer (11.), 1:2 Böttner (12.), 1:3 O. Zer (28.), 1:4 V. Zer (35./Foulelfmeter), 2:4 Böttner (54.), 2:5 Löbelt (64.)
SR: Dutschmann (Solms)
Zu.: 120
Quelle: WT, 26. 04. 2011
Spielberichte vom 23. Spieltag
SG Oberliederbach - FV Biebrich 02 1:3 (0:2) - 05. 03. 2011
Maurer Vater des Erfolgs
BIEBRICH 02 Feldspieler pariert beim 3:1 Elfmeter
OBERLIEDERBACH (nn).
Abpfiff. Die verbliebenen neun Feldspieler des Fußball-Verbandsligisten des FV Biebrich 02 kennen nach dem 3:1-Erfolg in Oberliederbach nur einen Reflex. Alle flitzen sie in Richtung Tim
Maurer. Um den 18-Jährigen enthusiastisch hoch leben zu lassen. Um ihn zu beglückwünschen für das bislang denkwürdigste Match seiner Laufbahn.
Es war Maurers Rollentausch vom starken Mittelfeldspieler zum bärenstarken Torwart, der dieses Match zu einem der ganz ungewöhnlichen Sorte werden ließ. Beginnend mit der
Verletzung von Keeper Wojciech Strzelecki, der beim Ballholen umknickte, aufgrund der erlittenen Knöchelblessur durch David Tempel ersetzt werden musste. Der wiederum geriet beim Stand von 1:2
in den Strudel einer Notbremsen-Situation. Folge: Rote Karte, Elfmeter und kurzes Biebricher Grübeln, wer denn jetzt den Torwart-Puli überstreifen soll. Trainer Özdemir und Basti
Pilger deuteten auf Tim Maurer, der beim Winter- Training in der Soccerhalle mal ein Intermezzo zwischen den Pfosten gegeben, aber noch nie ein Spiel als Torhüter absolviert hatte. Um so
sensationeller, dass Maurer den flachen Elfmeterschuss von Liederbachs Pinto Dias per Hechtsprung in die rechte Ecke entschärfte. Obendrein machte er eine weitere Großchance zunichte, ehe
Romain Simseks Solo das erlösende 1:3 brachte. „Der Zusammenhalt ist überragend und die Euphorie wächst. Wir wollen versuchen, uns oben festzusetzen“, meinte Maurer.
Für ihn zählte nur das Team-Produkt, nicht die eigenen Taten.
FV Biebrich 02: Strzelecki (17. Tempel) – Pilger, Löbelt, Polat, Oestereich – Rivera (75. A. Christ), Maurer, Özdemir, Simsek – V. Zer, O. Zer (70. Sengün)
Tore: 0:1, 0:2 V. Zer (6./23.), 1:2 Fouadi ¹ (50.), 1:3 Simsek (88.)
SR: Pfeiffer (Frankfurt)
Zu.: 110
Rote Karten: Tempel (66./Notbremse), Rivera (88./im Status des Ausgewechselten wegen zu ausgelassener Jubel-Einlage)
¹ Piazza
Quelle: WT, 07. 03. 2011
Wieder versagen die Nerven
Die 1:3-Heimniederlage der SG Oberliederbach gegen den FV Biebrich wird allen Beteiligten wohl noch länger im Gedächtnis bleiben.
Oberliederbach. Chakir Charaf hatte schon in der Halbzeitpause sein Fazit gezogen: «Immer wenn wir in der Tabelle die Treppe raufstolpern können, versagen wir. Einige Spieler sind wohl
nervlich nicht in der Lage, mit diesem Druck umzugehen.»
Wie recht der Oberliederbacher Trainer haben sollte, zeigte sich nach dem 0:2-Pausenrückstand gerade in der zweiten Hälfte. Der eingewechselte Denny Piazza erzielte schon in der 49.
Minute den Anschlusstreffer. Der Flachschuss aus der Drehung, der ins linke Eck kullerte, sollte aber die einzig wirklich zielgerichtete Aktion der Gastgeber bleiben. Oberliederbach bestimmte zwar
von nun an das Geschehen, vor dem Tor versagten Charafs Spielern jedoch immer wieder die Nerven. Dustin Freitag hatte schon in der 52. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Alleine vor Biebrichs
Ersatztorwart Templer ¹ schaffte es der Neuzugang, der in der Winterpause kam, weder im ersten Versuch noch beim Nachschuss, den Ball im Tor unterzubringen. Im Gegenzug präsentierten sich die
sonst treffsicheren Gäste ähnlich dilettantisch. Volkan Zer, der im ersten Spielabschnitt gedankenschnell die beiden Treffer erzielt hatte (6. und 21. Minute), köpfte aus acht Metern
an die Latte. Der schon geschlagene Markus Reisinger im Tor der Oberliederbacher sah fassungslos zu, wie Simsek den Abpraller unbedrängt in die Wolken jagte (55.).
Noch kurioser wurde es nach gut einer Stunde. Der agile Piazza war im Strafraum durch Templer ¹ von den Beinen geholt worden. Schiedsrichter Pfeiffer zeigte dem Übeltäter die Rote Karte
und entschied auf Strafstoß. Da Biebrichs zweiter Mann zwischen den Pfosten bereits in der 15. Minute für den verletzten Strzelecki ins Spiel gekommen war – die Nummer eins war beim
Ballholen hinter dem eigenen Tor umgeknickt – hatte der Tabellendritte keinen etatmäßigen Torwart mehr. Tim Maurer streifte kurzentschlossen Templers ² Trikot über und machte sich
für den Strafstoß bereit. Das 18-jährige Biebricher Eigengewächs zieht eigentlich im zentralen Mittelfeld die Fäden und bewies auch beim Duell mit Daniele Pinto-Dias, dass
er immer die Übersicht behält. Den schwach geschossenen Strafstoß wehrte der junge Biebricher gekonnt ab.
Damit war der Kampfgeist der Männer aus dem Wiesbadener Stadtteil endgültig geweckt. Mit vollem Einsatz stemmte sich die Elf um Spielertrainer Özdemir gegen den Ausgleich und
konterte zudem immer wieder gefährlich. Die Gastgeber müssen sich vorwerfen lassen, dass sie zu keiner Zeit ihre Überzahlsituation clever ausspielten. Vielmehr machte es Charafs
Mannschaft dem tief stehenden Gegner durch leichtsinnige Ballverluste zu leicht. In Addition mit der Schwäche im Torabschluss besiegelten diese Schwächen Oberliederbachs unnötigste
Niederlage der laufenden Saison. Nachdem der sowieso schon bediente Torwart Reisinger in der Schlussminute auch noch das 1:3 durch Simsek hinnehmen musste, stiefelte er in die Kabine und ließ
hinter zugeschlagener Kabinentür einen Wutschrei los, der sogar noch auf dem Acker hinter dem Kunstrasenplatz zu hören war. (awo)
¹ Tempel
² Tempels
Quelle: FNP, 07. 03. 2011
Spielberichte vom 24. Spieltag
Eintracht Lollar - FV Biebrich 02 1:2 (0:2) - 12. 03. 2011
Pilger sorgt für den Farbtupfer
BIEBRICH 02 2:1-Pflichtsieg in Lollar kein Hochglanzprodukt, aber sehr wichtig
(nn). Es kann nicht immer ein Hochglanzprodukt sein. Nach den spektakulären Erfolgen über Gießen und in Oberliederbach feierte Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 bei
Abstiegskandidat Eintracht Lollar ein 2:1 der Marke Arbeitssieg. „Die zweite Halbzeit war schlecht. Wir wollten das 2:0 zu locker über die Bühne bringen. Letztlich zählt aber nur
der Dreier“, meinte Spielertrainer Engin Özdemir.
Zwei frühe Treffer bildeten das Fundament für den 13. Saisonsieg. Nach Özdemirs Freistoß beförderte Bastian Pilger aus halbrechter Position den Ball sehenswert in den
linken Winkel (10.). Die 02er schalteten nach Belieben. Orkun Zer steckte für Romain Simsek durch, der nervenstark zum 0:2 verwandelte (13.). Özdemirs Freistoß an den Pfosten
manifestierte die Überlegenheit.
Gleich nach der Pause handelte sich Lollar eine Ampelkarte ein, die das Gästeteam zu Sorglosigkeit verleitete. Prompt senkte sich Bingoels verunglückte Flanke zum 1:2 ins Netz (53.). Vor
nicht allzu langer Zeit wären die 02er danach in Schwierigkeiten geraten. Diesmal gestalteten sie die Restspielzeit souverän, ließen keine Chancen zu. Pech, dass ein Tor von Toni
Kramke nach Pfostenknaller von Orkun Zer keine Anerkennung fand. „Überhaupt haben wir es versäumt, unser Torverhältnis aufzubessern“, wünscht sich Spielausschuss-Chef
Thomas Utikal mehr Konzentration im Abschluss.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Sengün, Löbelt, Polat, Oestereich - Pilger, Maurer (37. Kramke), Özdemir, Simsek (61. Hoffmann) - V. Zer, O. Zer
Tore: 0:1 Pilger (10.), 0:2 Simsek (13.), 1:2 Bingoel (53.)
SR: Tropper (Haina)
Zu.: 60
Gelb-Rot: Sakarya (47./Lollar)
Quelle: WT, 14. 03. 2011
Spielberichte vom 25. Spieltag
FV Biebrich 02 - FC Eddersheim 1:0 (0:0) - 19. 03. 2011
Chor der Euphorischen
Von Stephan Neumann
BIEBRICH 02 Trainer und Team nach 1:0 über Eddersheim wie entfesselt / 19. Tor von Orkun Zer
Fußball-Verein Biebrich 02, das war gestern. Spätestens seit dem 1:0 im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga über den FC Eddersheim steht das FV für
„Fußball-Verrückte“. Unangefochtener Anführer der Euphorischen und seit dem Trainingslager im Februar in der Türkei auch der Konditionsstarken ist Orkun Zer.
Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Volkan bildet er im Sturm ein Duo, das zwischen Genie und Wahnsinn pendelt. Am Ende schafften es die Hauptdarsteller sogar, beides unter einen Hut zu
bekommen.
Die 84. Minute: Volkan lässt den Ball gekonnt von der Brust als gewollte Vorlage abprallen. Orkun nimmt auf und verwandelt, sprintet sogleich in Usain-Bolt-Manier Richtung Mittellinie.
Hundert Jubelvarianten im Kopf, entscheidet er sich für den eingesprungenen Purzelbaum kurz über der holprigen Grasnarbe, um danach sein 19. Saisontor (sein 50. in der Verbandsliga) auf
Knien rutschend zu zelebrieren und Sekunden später schon Trainer Engin Özdemir zu herzen.
Keine Frage: Die Biebricher Erste, in den vergangenen Jahren ein Grauzonen-Team, ist nach dem vierten Erfolg im vierten Spiel des Jahres und dem Sprung auf Relegationsrang zwei zu einem
Aufstiegsanwärter gereift. Später in der Kabine brauchte Özdemir nur kurz anzustimmen und prompt intonierte der Spieler-Chor einmal mehr die Team-Hymne. Vergessen waren die bangen
Momente, als der Fernschuss von Sebastian Metzger am Querbalken des 02-Tores landete. Als sich Torwart Wojciech Strzelecki beim Kopfball von Christian Rottenau strecken musste (44.). Als der Kopfball
von Soufian Houness fast das 1:1 gebracht hätte (88.). Entscheidend war, dass die Biebricher nach der Pause mächtig zulegen konnten. Volkan Zer spielte Torwart Robin Borchert aus, erwischte
den aufsetzenden Ball aber mit dem Knöchel, drosch ihn über den leeren Kasten (58.). Orkun Zer ließ einen Lattenknaller folgen (70.), ehe der finale Geniestreich das neue Biebricher
Wir-Gefühl beim Jubel-Wahnsinn zementierte. „Bei uns stimmt es auf allen Ebenen. Jetzt wollen wir Platz zwei bis zum Schluss verteidigen“, sagt Orkun Zer vor dem Derby-Auftritt beim
mit Ex-Biebrichern gespickten Nachbarn Kastel 06. „Es passt auch, weil wir hinten wenig zulassen“, ergänzte Volkan Zer.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Sengün, Löbelt, Polat, Oestereich - Simsek (87. Hoffmann), Maurer, Özdemir, Pilger - V. Zer (90.+2 Kramke), O. Zer (90. Paliakov)
Tor: 1:0 O. Zer (84.)
SR: Willmann (Münster)
Zu.: 180
Quelle: WT, 21. 03. 2011
Nur zwei gute Torchancen
Das Team von Trainer Christian Kreil kassiert sechs Minuten vor Schluss den entscheidenden Treffer
Durch die Niederlage im Spitzenspiel beim FV Biebrich büßte der FC Eddersheim im Kampf um den Aufstieg Punkte ein. Das 0:1 legte beim Tabellendritten der Fußball-Verbandsliga
Mitte aber auch andere Probleme offen.
Biebrich. Die 180 Zuschauer und die 22 Spieler auf dem Dyckerhoff-Sportfeld hatten sich schon mit einem torlosen Unentschieden abgefunden. Doch die Zer-Brüder Orkun und Volkan hatten etwas
gegen diese Punkteteilung. Biebrichs Sturmduo war der einzige Unruheherd im Spiel der Gastgeber und stellte die gegnerische Defensive immer wieder vor Probleme. Vor allem in der zweiten Halbzeit
wirbelten die Brüder die Eddersheimer Abwehr gründlich durcheinander und belohnten sich und ihren Verein mit dem späten Siegtreffer. Volkan hatte mit der Brust auf Orkun abgelegt, der
sich seine dritte gute Chance nicht entgehen ließ und sicher zum 1:0 verwandelte (84.).
Dass das Tor zum 1:0 für den Gegner aufgrund des Spielverlaufs nicht unverdient war, wollte Eddersheims Trainer Christian Kreil nicht so recht wahr haben, wobei er dem Gegner aber
bescheinigte, in der zweiten Hälfte druckvoller gewesen zu sein. «Das war ein typisches 0:0-Spiel», meinte Kreil. Bei strahlendem Sonnenschein legten beide Mannschaften in der ersten
Hälfte großen Wert darauf, taktisch diszipliniert zu agieren – klare Torchancen blieben Mangelware. Der einzige aufregende Moment aus Sicht der Gäste war ein knallharter
Linksschuss von Sebastian Metzger, der in der 39. Minute aus gut 30 Metern an den Querbalken klatschte. Der Eddersheimer Flügelstürmer hatte zwei Minuten vor dem Seitenwechsel auch noch die
zweite gute Möglichkeit. Nach einer mustergültigen Flanke von Soufian Houness bekam er aus kurzer Distanz aber keinen Druck mehr hinter seinen Kopfball. Von den Gastgebern war bis dahin
höchstens nach Frei- und Eckstößen von Spielertrainer Özdemir Gefahr ausgegangen.
Die Gäste im Glück
Dies änderte sich in den zweiten 45 Minuten. Biebrich kam schwungvoll aus der Kabine und hatte nach einer knappen Stunde die beste Chance des Spiels. Orkun Zer spielte seinen Bruder Volkan
frei, der auf und davon zog, der Eddersheimer Schlussmann Robin Borchert umspielte und danach die Nerven verlor. Frei vor dem leeren Eddersheimer Tor, hätte der Stürmer nur einschieben
müssen, setzte seinen Schuss aber weit darüber. Ein weiterer Versuch von Bruder Orkun landete in der 65. Minute am Lattenkreuz. «Das 1:0 geht für Biebrich schon in
Ordnung», erinnerte Co-Trainer Kivan Mohtadi an die zahlreichen Gelegenheiten des Gegners und widersprach Kreil. In einem ist sich das zum Saisonende scheidende Eddersheimer Trainer-Duo aber
einig. «Wenn ich sagen würde, dass die Planungen und die Gespräche für das nächste Jahr nicht für Unruhe sorgen, würde ich lügen», meinte Kreil.
Trotzdem wolle der Trainer mit Ruhe «fokussiert» weiterarbeiten, um am Dienstag im Nachholspiel gegen Braunfels die nächste Serie zu starten. (awo)
Quelle: FNP, 21. 03. 2011
Spielberichte vom 26. Spieltag
FVgg Kastel 06 - FV Biebrich 02 0:1 (0:0) - 27. 03. 2011
Seriensieger Biebrich jubelt erneut
VERBANDSLIGA-DERBY Volkan Zer trifft zum verdienten 1:0 bei Kastel 06 / Rot gegen King und Simsek
KASTEL (nn). Der FV Biebrich 02 fährt in der Fußball-Verbandsliga 2011 ausschließlich Siege ein. Das von Volkan Zer nach einem Lattenknaller von Verteidiger Mattis Oestereich
erzielte 1:0 im Derby bei Kastel 06 sorgte für den fünften Jubeltanz im fünften Spiel des Jahres. Ein Erfolg, der garniert war mit zwei frühen Roten Karten.
„Biebrichs Sieg war verdient. Einige unserer Spieler konnten ab der 65. Minute läuferisch nicht mehr mithalten. Wir hatten nur fünf Mann im Abschlusstraining. Das wirkt sich dann
entsprechend aus“, meinte 06-Coach Dieter Feldmann, Kastels Abwehr-Stratege Christian Lüllig urteilte gleichfalls sachlich: „Die 02er hatten wesentlich mehr Spielanteile und waren
spielerisch besser. Wir haben so lange dagegen gehalten, wie die Kraft gereicht hat, aber zu wenige Chancen kreiert.“
Oestereich setzt Akzente
Maßgeblichen Anteil am 02-Erfolg hatte der im Winter aus Waldalgesheim gekommene Linksverteidiger Mattias ¹ Oestereich, der bei seinen Vorstößen zweimal den Querbalken traf. Beim
zweiten Alu-Treffer prallte die Kugel im Bogen zurück, 06-Keeper Denis Ademovic wurde im allgemeinen Getümmel am Eingreifen gehindert und Volkan Zer konnte abstauben (76.). „Wir haben
wieder als Mannschaft gut funktioniert und unser Kurzpass-Spiel aufgezogen. Man hat einfach gespürt, dass es irgendwann mit dem 1:0 klappen muss“, gab Oestereich zu Protokoll.
Auch Biebrichs Trainer Engin Özdemir hatte allen Grund, erneut zufrieden zu sein: „Mit unserer starken Abwehr als Rückhalt haben wir das Spiel dominiert.“
Eine Überlegenheit, die sich vom Start weg abzeichnete. Stimuliert durch den Kopfball von Orkun Zer, den Ademovic entschärfte (4.), drückten die 02er aufs Gaspedal. 06-Routinier
Alhaji King verlor dagegen nach einem Zweikampf mit Orkun Zer die Fassung. Sein Trainer Dieter Feldmann vernahm draußen den Satz „Halt die Fresse“ und sah die folgende Rote Karte
daher als gerechtfertigt an.
Während sein Kollege Özdemir den bald darauf folgenden Platzverweis gegen 02-Spieler Romain Simsek nach einem Zweikampf mit Christian Neumann ebenso wegen Nachhakens in die Kategorie
„vertretbar“ einordnete.
Im Vergleich zum 1:1 im Hinspiel war es zur 18-Uhr-Anstoßzeit vor immerhin 250 Zuschauern ein hitziges Derby, das aber nicht aus den Fugen geriet. Özdemirs Freistoß ans
Lattenkreuz und die vergebene Kopfball-Chance von Kapitän Daniel Löbelt dokumentierten Biebricher Vorteile. „In der Endphase haben wir das 1:0 gut verwaltet“, fand Mattis
Oestereich. Eine Souveränität, die auch am Samstag gegen Zeilsheim zum Tragen kommen soll.
„Wir müssen uns auf kämpferische Tugenden besinnen. Ein Sieg wäre schon gut für die Stimmung“, sehnt Christian Lüllig in Oberliederbach ein Erfolgserlebnis
herbei. Ändert nichts daran, dass Kastel bisher eine starke Runde spielt. Die Biebricher, wenn die Konstanz beibehalten wird, eine überragende.
FVgg. Kastel 06: Ademovic – Addae, Lüllig, Frye (82. Youla) – Kurpiers (88. D. Yoslun), Litke, King, D. Lang, Flindt (62. Hübner) – Hofem, Neumann
FV Biebrich 02: Strzelecki – Sengün (67. Rivera), Polat, Löbelt, Oestereich – Pilger, Maurer, Özdemir, Simsek – V. Zer (90. Kramke), O. Zer (80. Hoffmann)
Tor: 0:1 V. Zer (76.)
SR: A. Klein (Offenbach)
Zu.: 250
Rot: King (31./Beleidigung), Simsek (39./Unsportlichkeit)
¹ Mattis
Quelle: WT, 28. 03. 2011
Spielberichte vom 27. Spieltag
FV Biebrich 02 - SV 1919 Zeilsheim 3:1 (0:1) - 02. 04. 2011
Zur Pause den Motor angeworfen
BIEBRICH 02 Zündschlüssel in der Kabine gefunden und Zeilsheim 3:2 besiegt
(nn). Auch das ist eine neue Qualität beim Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02. Die Fähigkeit, nach 0:1-Rückstand und völlig verkorkster erster Hälfte auf
extreme Leistungsbereitschaft umzuschalten und noch 3:2 gegen den abstiegsbedrohten SV Zeilsheim zu gewinnen. Vor dem Mittwoch-Derby beim Türkischen SV (19.30 Uhr in Klarenthal) haben sich die
02er bis auf fünf Zähler an den in Braunfels unterlegenen Spitzenreiter Hadamar herangeschoben.
Doch zunächst schienen vor lediglich 100 Zuschauern alle guten Eigenschaften wie weggeblasen. Die unbekümmerte Spielweise der vergangenen Wochen mündete in Verkrampfung, weil die
Zeilsheimer aggressives Forechecking betrieben. Zudem mangelte es hinten an Konzentration. Nach weitem Einwurf ließ die aufgerückte Abwehrreihe Ivan Rebic ziehen, schaute zu, wie der
Ex-Frauensteiner einschob. Auch der Ex-Biebricher Ephraim Uwuruya und Huanito Rreshka (ehemals Türkischer SV) sorgten für Gefahr, während die 02-Offensive quasi nicht stattfand.
Das änderte sich nach der Pause schnell. Volkan Zer verwertete die Linksflanke von Spielertrainer Engin Özdemir zum 1:1 (55.), verwandelte kurz darauf den an seinem Bruder Orkun
verschuldeten Elfmeter zum 2:1 (59.). Mit weitem Abschlag hatte der für den angeschlagenen Wojciech Strzelecki gekommene David Tempel die Strafstoßszene eingeleitet. Die Doublette ohne
Elfmeter in der 80. Minute: Abschlag Tempel, Ballannahme und Tor durch Orkun Zer - die einfachste Variante der Torvorbereitung war die effektivste.
„Alle wussten, dass die erste Hälfte schlecht war. Wir haben uns einfach nur neu eingeschworen und das Spiel trotz der Hitze umgebogen. Wenn es drauf ankommt, sind wir da“, meinte
Volkan Zer. Der 25-Jährige widmete Sieg und Doppelpack seinem vergangene Woche verstorbenen Schwiegervater.
FV Biebrich 02: Strzelecki (46. Tempel) - Sengün, Löbelt, Polat (46. Hoffmann), Oestereich - Pilger, Maurer, Özdemir, Rivera - V. Zer, O. Zer (83. Kramke)
Tore: 0:1 Rebic (20.), 1:1 V. Zer (55.), 2:1 V. Zer (59./Foulelfmeter), 3:1
O. Zer (80.), 3:2 Rebic (90.+2)
SR: Althoff (Langen)
Zu.: 100
Quelle: WT, 04. 04. 2011
Spielberichte vom 28. Spieltag
SG Germania 1946 Birklar - FV Biebrich 02 2:4 (1:1) - 10. 04. 2011
Volker Bouffier ist beeindruckt
BIEBRICH 02 4:2 in Birklar unter den Augen des Ministerpräsidenten
(nn). Biebrich 02 ist in der Fußball-Verbandsliga eine ganz große Nummer geworden. Davon konnte sich auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier überzeugen. 4:2 gewannen
die 02er bei Schlusslicht SG Birklar, fuhren damit den neunten Sieg in Folge ein. Im Birklarer Dress kickte Bouffiers Sohn Frederik mit, der nach einer Notbremse in der Endphase die Rote Karte sah.
Kein guter Tag also für Hessens Steuermann, wohl aber für den Biebricher Horst Klee, der den aufblühenden Club seit 40 Jahren führt, das Duell der CDU-Parteikollegen für sich
entschied.
Abseits dieser Facette schielt Trainer Engin Özdemir nun Richtung Titel: „Wir können wirklich etwas schaffen, woran überhaupt keiner geglaubt hat. Aber inzwischen will es
jeder gegen uns besonders wissen. Gut, dass in der Endphase immer noch ein kräftemäßiger Schub möglich ist.“
Auf schwer bespielbarem Platz ließ Biebrich viele Chancen aus, brachte sich nach der Pause selbst in Schwierigkeiten, als der gerade eingetauschte Kapitän Daniel Löbelt eine Kerze
produzierte und der sonst gute Keeper Wojciech Strzelecki den Ball ins eigene Netz bugsierte. Doch im Sturm ist auf die Brüder Zer Verlass. Orkun steuerte die beiden ersten Treffer bei. Sein
älterer Bruder Volkan verwandelte den an Tarik Sengün verursachten Strafstoß zum 3:2, setzte nach Vorlage von Toni Kramke noch das 4:2 drauf. Özdemirs Freistoß an die Latte
(89.) wurde zum Schlusspunkt. 23 zu 22 heißt es derzeit für Volkan im fulminanten Duell der beiden Dauertorschützen.
Doch entscheidend für die Erfolgsserie bleibt der Teamgeist, der auch am Samstag gegen Kelsterbach zum Tragen kommen soll. Bleibt die Frage, ob die Zuschauer endlich das Hoch honorieren.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Sengün (90. A. Christ), Hoffmann, Polat (58. Löbelt), Oestereich - Pilger, Maurer (63. Rivera), Özdemir, Kramke - V. Zer,
O. Zer
Tore: 1:0 Triviano (33.), 1:1, 1:2 O. Zer (45./60.), 2:2 Eigentor Strzelecki (63.), 2:3 V. Zer (73./Foulelfmeter), 2:4 V. Zer (86.)
SR: Ritting (Hofgeismar)
Zu.: 100
Rot: F. Bouffier (88./Notbremse)
Gelb-Rot: Petrivalsky (80./beide Birklar)
Quelle: WT, 11. 04. 2011
Spielberichte vom 29. Spieltag
FV Biebrich 02 - Viktoria Kelsterbach 8:2 (5:1) - 16. 04. 2011
Zer Brüder zerlegen die Viktoria-Defensive
Auch in dieser Höhe verdient verlor unsere "Erste" beim Tabellenzweiten FV Biebrich 02 mit 2:8 und steckt durch den 2:1 Auswärtserfolg der TSG Wieseck beim VFB Unterliederbach ganz tief
im Tabellenkeller der Verbandsliga Mitte.
Die nach wie vor stark ersatzgeschwächte Mannschaft erwischte dabei einen Auftakt nach Mass. Nachdem Orkun Zer den Ball über den herausstürzenden Dominique Groß, aber auch
über das Tor gehoben hatte (4.) passte Said Naimi im Gegenzug auf Atay Koustar, der sich im Strafraum auch gegen die Biebricher Innenverteidigung und Torwart Strzelecki durchsetzen konnte und
zur Führung einschob. Bereits 120 Sekunden zuvor kam Franco Jung im Strafraum zu Fall, der Pfiff des Unparteiischen Jörn Blankenburg blieb jedoch aus. Die Gastgeber erhöhten
anschließend den Druck und kamen durch Maurer (9.) und Orkun Zer (16.) zu weiteren Möglichkeiten, doch gingen diese über das Tor bzw. wurden abgeblockt. Machtlos war die
Viktoria-Defensive dann beim Ausgleich. Senguen ¹ hatte von der rechten Seite geflankt, Dominique Groß den Schuss von Zer noch halten können, doch Toni Kramke hatte keine Mühe, den
Abpraller im Netz unterzubringen. In der Folge war von der Viktoria sowohl offensiv, wie auch defensiv überhaupt nichts mehr zu sehen.
Biebrich hatte nicht nur wesentlich mehr Spielanteile, sondern auch Chancen im Minutentakt. Vor allem der Topsturm der Liga mit dem Brüderpaar Orkun und Volkan Zer gab der Viktoria immer
wieder unlösbare Rätsel auf. In der 20. Minute gewann Orkun Zer gegen Till Sommerfeld das Laufduell, schoss jedoch über das Tor. Nur eine Minute später zappelte der Ball wiederum
in den Maschen. Nach Pass von Maurer stand Orkun Zer völlig alleine im Strafraum und schob mit Links zur Führung ein. Sein Bruder Volkan spielte die Abwehr schwindelig, sein Schuss parierte
Dominique Groß glänzend (23.). Nur zwei Minuten später prüfte Biebrich-Kapitän Löbelt den gut aufgelegten Kelsterbacher Keeper mit einem Kopfball, der auch gegen Volkan
Zer (26.) und Pilger (28.) die Oberhand behielt. Das Glück des Tüchtigen stand ihm bei einem Lattenschuss von Volkan Zer (27.) und einem Pfostenschuss von Orkun Zer (44.) zur Seite.
Zwischen diesen beiden Szenen lagen vier weitere gute Gelegenheiten der Zer-Brüder und das 3:1 durch Volkan Zer nach 31 Minuten. Damit nicht genug, erzielte das Sturmduo noch vor dem Pausenpfiff
das fünfte Biebriger Tor (45.). In der ersten Halbzeit konnten insgesamt 18:2 Torschüsse zu Gunsten der Gastgeber verzeichnet werden.
Trainer Lars Isecke hatte bereits zur Halbzeit sein Auswechselkontingent erschöpft und mit Gökhan Yenice, Joaquim Dias-Rodrigues und Jeffrey Nathaniel drei frische Kräfte gebracht,
doch auch sie konnten das Debakel nicht verhindern.Die Mannschaft von Spielertrainer Engin Özdemir schaltete zunächst mehrere Gänge zurück und ermöglichte der Viktoria durch
Dominic Machado (50., 54. und 61.) drei Möglichkeiten, ehe sie die Zügel wieder anzog. Zielte Kramke nach 55 Minuten noch neben das Tor, machte Orkun Zer aus drei Metern per Kopf in der 58.
Minute das 6:1. Dominique Groß Parade bei einem Kopfball des gleichen Spielers acht Minuten später verhinderte zunächst das 1:7. Nachdem der überragende Spieler auf dem Platz
Orkun Zer zwei weitere sehr gute Gelegenheiten ungenutzt ließ (69. und 71.) kam die Viktoria zu ihrem zweiten Treffer. Der nie aufsteckende und wie immer kämpferisch als Vorbild
fungierende Atay Koustar war von Dominic Machado geschickt in Szene gesetzt worden und verwandelte wuchtig zum 2:6 (72.) Im Gegenzug stellte Biebrich allerdings bereits den alten Abstand wieder her.
Joey Dias Rodrigues hatte Orkun Zer im Strafraum zu Boden gedrückt und Volkan Zer den fälligen Strafstoß sicher verwandelt. Wunderschön herausgespielt war dann der 8:2 Endstand,
als Orkun zunächst quer auf Volkan Zer und dieser wiederum zu Spielertrainer Engin Özdemir passte, der keine Mühe hatte, in der 78. Minute den Ball über die Linie zu schieben.
Eine Minute später visierte Orkun Zer mit einem Kopfball die Latte an und Bruder Volkan scheiterte nur 60 Sekunden später am Dominique Groß, der mit einer Glanzparade Gegentor Nummer
9 verhinderte. Da auch Spielertrainer Özdemir unmittelbar vor dem Ende völlig freistehend über das Tor schoss, blieb es "nur" beim 8:2. Bei konsequenter Chancenverwertung der
Zer-Brüder hätte das Spiel auch leicht mit 13 oder 14:2 ausgehen können. Lediglich Dominique Groß im Tor und Atay Koustar in der Offensive erreichten Normalform, die restliche
Mannschaft stand zu weit von ihrem Gegenspielern weg und ermöglichte den Biebrichern ein Schützenfest.
Das nächste Heimspiel findet bereits am Mittwoch, dem 20. April um 18.30 Uhr gegen den Aufsteiger Fvgg. Kastel 06 statt. Die Mannschaft muss dabei eine positive Reaktion auf die Schlappe
zeigen und hofft auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung von den Rängen, um die dringend benötigten Punkte im heimischen Sportpark behalten zu können.
Zum Einsatz kamen: Groß - Tsabasopulos, Tschakert (46. Dias Rodrigues), Sommerfeld, Brück (31. Yenice) - Cosic, May, S. Naimi, Machado, Jung (46. Nathaniel) - Koustar.
Tore: 0:1, 6:2 Koustar (5./72,); 1:1 Kramke (17.); 2:1, 4:1; 5:1; 6:1 Orkun Zer (21./42:/45./58.); 3:1, 7:2 Volkan Zer (31./73.), 8:2 Özdemir (78.).
¹ Sengün
Quelle: Homepage des 1. FC Viktoria 07 Kelsterbach
Özdemir-Express rollt weiter
BIEBRICH 02 Zer-Brüder treffen beim 8:2 gegen Kelsterbacher Statisten sechsmal
(nn). Ein Sieg, der zur klaren Ansage wurde. Mit dem 8:2 über Viktoria Kelsterbach hat sich Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 für das Match am Ostersamstag in Wörsdorf und
das darauffolgende am 1. Mai beim Titelrivalen Spvgg. Hadamar in Position gesetzt. Nach dem zehnten Dreier in Folge ausgestattet mit höchstem Selbstervertrauen und keinerlei Selbstzweifel. Mit
einer Euphorie, die in eine „Uns-wird-keiner-aufhalten-Mentalität“ gemündet ist.
Es war allerdings eine Einstimmungs-Party mit überaus freundlichen Gästen. Nach 15 starken Minuten zu Beginn erfüllten die Kelsterbacher, die das Hinspiel irgendwie 4:3 gewonnen
hatten, nicht mal mehr den Part eines glaubwürdigen Sparringspartners. Vielmehr wurden sie zu Statisten der neuesten Vorführung im „Zirkus Zer“. Dass die 02er über zwei
Torjäger der Verbandsliga-Extraklasse verfügen, dazu über einen 42-jährigen Trainer, der im Mittelfeld an jeder Offensiv-Aktion beteiligt ist, war den Kelsterbachern offenbar
gänzlich entfallen.
So durfte Rotschopf Orkan Zer gleich viermal zuschlagen, um mit jetzt 26 Treffern wieder die Führung im Bruderduell zu übernehmen. Volkan Zer, der zweimal traf, folgt mit 25 Toren. Doch
trotz dieser satten 51-Tore-Ausbeute lässt sich die Saison-Leistung der 02er nicht auf das Sturm-Tandem reduzieren. Vielmehr hat Engin Özdemir ein Ensemble kreiert, das sich zu einem Ganzen
zusammenfügt. Özdemir selbst zog 90 Minuten die Fäden, nachdem Physiotherapeut Eddo Isho seine Rückenbeschwerden gelindert hatte. „Wir sind einfach gut drauf und haben die
Möglichkeit, den Titel zu holen“, spricht der Coach mit einer Selbstverständlichkeit über ein Thema, das vom Wunschtraum zum realistischen Ziel geworden ist. „Biebrich
gefällt mir. Die Mannschaft baut das Spiel von hinten heraus gut auf“, lobte Bleidenstadts Torhüter-Legende Horst Brzbohaty. Der 69-Jährige war als Schiedsrichter-Beobachter vor
Ort.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Sengün, Hoffmann, Löbelt, Oestereich - Pilger, Maurer, Özdemir, Kramke - V. Zer, O. Zer
Tore: 0:1 Koustar (5.), 1:1 Kramke (17.), 2:1 O. Zer (20.), 3:1 V. Zer (32.), 4:1, 5:1, 6:1 O. Zer (42./45./58.), 6:2 Koustar (72.), 7:2 V. Zer (73./Foulelfmeter), 8:2 Özdemir (82.)
SR: Blankenburg (Dreieich)
Zu.: 150
Quelle: WT, 18. 04. 2011
Viktoria Kelsterbach macht den Weg frei für die Zer-Show
Trotz einer frühen 1:0-Führung ging das Team von Trainer Isecke bei Aufstiegsanwärter Biebrich mit 2:8 unter.
Biebrich. Ohne die Angreifer David Veith (gesperrt) und Jonas Scheitza (Knieverletzung) trat die Mannschaft beim Tabellenzweiten der Fußball-Verbandsliga an.
Die Vertreter der Top-Stürmer machten ihre Sache zunächst gut und sorgten für das frühe 1:0 (5.). Said Naimi hatte sich auf der Außenbahn durchgesetzt und legte für
Atay Koustar vor, der im Strafraum sicher vollendete. Das Gefühl, dass seine Mannschaft im Abstiegskampf für eine Überraschung sorgen könnte, verflog bei Trainer Lars Isecke aber
schnell. In der 17. Minute hatte Sengün geflankt, Volkan Zer geschossen, Dominique Groß im Tor der Gäste pariert und Kramke zum Ausgleich abgestaubt. Das 1:1 brachte die Wende
für Biebrich und leitete die Show der Zer-Brüder ein. Orkun und Volkan konnten ab Mitte der ersten Hälfte schalten und walten wie sie wollten und wirbelten die Kelsterbacher Defensive
ordentlich durcheinander. Dabei legten sich die Zers ihre Treffer am liebsten gegenseitig auf. In der 21. Minute spielte noch Maurer auf Orkun Zer, der völlig alleine gelassen im Strafraum
seiner Arbeit nachging – 2:1. Nach einer guten halben Stunde legte der Torschütze für seinen Bruder Volkan das 3:1 vor. Dieser revanchierte sich zehn Minuten später mit dem Pass
zum 4:1. Orkun Zer schaffte noch vor dem Seitenwechsel erneut nach Vorlage seines Bruders das 5:1.
"Ich hätte auch gerne mal gegen so eine Mannschaft gespielt", konnte sich Isecke ein wenig Sarkasmus nicht verkneifen, "da wäre ich auch Torschützenkönig geworden". Damit
spielte er auf die Freiräume an, die sein Team dem Gegner auch im zweiten Spielabschnitt ließ. Der Kelsterbacher Pressesprecher Frank Niedermann musste auch in den zweiten 45 Minuten
fleißig mitschreiben. Orkun Zer hatte seinen Torhunger erst nach seinem vierten Treffer per Kopf zum 6:1 gestillt (58.). Koustar bewies, dass es auch in Kelsterbach treffsichere Stürmer
gibt, und verkürzte zum 2:6 (72.). Im Gegenzug jedoch holte Orkun Zer einen Strafstoß heraus, den Bruder Volkan zum 7:2 verwandelte. Den Schlusspunkt setzten die Zer-Brüder gemeinsam
mit Spielertrainer Özdemir. Da die Gästespieler in jeder Aktion zu weit weg von ihren Gegnern standen, fiel es den Brüdern nicht schwer, eine weitere Kombination mit dem Pass auf
Özdemir abzuschließen, der zum 8:2 nur noch einschieben musste. (awo)
Quelle: FNP, 18. 04. 2011
Spielberichte vom 30. Spieltag
SpVgg Hadamar - FV Biebrich 02 5:1 (2:0) - 01. 05. 2011
Hadamar legt die Torfabrik lahm
VERBANDSLIGA Nach elf Siegen in Folge verliert Biebrich 02 1:5 beim Spitzenreiter / Özdemir: Titel noch möglich
HADAMAR (nn). Gleich nach dem Abpfiff bildeten die Spieler von Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 eine Trutzburg gegen den Frust, einen Teamkreis ohne Trainer Engin Özdemir.
„Leute, wir haben schlecht gespielt, aber es geht weiter“, das war der Tenor nach dem 1:5 (0:2) im Topspiel bei Spitzenreiter Spvgg. Hadamar. Ein Ergebnis, das in diesem Ausmaß
niemand erwartet hatte. Doch die Serie der 02er mit zuvor elf Siegen in Serie riss abrupt. Jetzt sitzt ihnen plötzlich der Dritte VfB Gießen im Nacken.
Bei aller Unzufriedenheit mit diversen Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns erkannte auch Özdemir: „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und als Mannschaft schlecht gespielt.
Die elf Siege haben Kraft und Konzentration gekostet. Man kann nicht jedes Spiel am Limit bestreiten. Schade nur, dass wir im Spitzenspiel eingeknickt sind. Trotzdem glaube ich, dass wir Hadamar noch
von Platz eins verdrängen können.“
Abseitspfiff bleibt aus
Am rabenschwarzen Biebricher Tag addierten sich etliche Handikaps zu einer verhängnisvollen Einheit. Beginnend mit dem beruflich bedingten Ausfall von Verteidiger Mattias Oestereich hin zur
Tatsache, dass Torjäger Orkun Zer angeschlagen in die Partie ging. Unbedingt wollten die 02er ein frühes Gegentor vermeiden. Doch dieses Vorhaben war nicht umzusetzen. Jan Goller
verwandelte frei vor Torhüter Wojciech Strzelecki. „Zwei Meter befand sich der Schütze ganz sicher im Abseits“, erregte sich Özdemir. Ebenso monierte er eine nicht
geahndete Handsituation in Hadamars Strafraum. Fatal auch: Sekunden vor dem Pausenpfiff wehrte Strzelecki einen scharfen Schuss ab. Seine Vorderleute standen danach Spalier, als Julian Horner den
Abpraller verwertete. Zu allem Übel erkannte der Referee vor dem 3:0 erst auf Abstoß, auf Signal seines Assistenten auf Eckstoß.
„Seltsam gehemmt“
„Die Mannschaft wirkte seltsam gehemmt. Ich hatte den Eindruck, dass einige der Drucksituation nicht gewachsen waren“, suchte Spielausschuss-Chef Thomas Utikal nach Erklärungen.
Wobei Hadamars Rezept der weiten Bälle aufging. Unter den Augen von Dortmunds Meistertorwart Roman Weidenfeller, dem Bruder von Gastgeber-Coach Heiko Weidenfeller, prallten alle
Offensivbemühungen der 02er an der Gummiwand der Heimelf ab. Lediglich Daniel Löbelt und Bastian Pilger hielten permanent dagegen.
FV Biebrich 02: Strzelecki – Sengün, Hoffmann, Löbelt, Rivera – Pilger, Maurer, Özdemir, Kramke (46. Simsek) – V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 Goller (13.), 2:0 Horner (45.+2), 3:0 Song (70.), 4:0 H. Tahiri (85./Foulelfmeter), 5:0 Song (88.), 5:1 V. Zer (90.+1/Handelfmeter)
SR: Wach (Hattersheim)
Zu.: 400
Gelb-Rot: O. Zer (70.)
Quelle: WT, 02. 05. 2011
SpVgg Hadamar - FV Biebrich 02 5:1
Das Gipfeltreffen der Fußball-Verbandsliga Mitte zwischen den beiden bisher punktgleichen Clubs erwies sich vor einer imposanten Kulisse als eine unerwartet klare Angelegenheit für die
Fürstenstädter. Hadamar war aggressiver, zweikampfstärker, schneller und vor allem torgefährlicher. Der Erfolg der grandios auftrumpfenden Gastgeber war äußerst
verdient, fiel jedoch zu hoch aus.
Der Freude im Hadamarer Lager tat dies freilich keinen Abbruch. "Unsere Abwehr hat eine tolle Leistung abgerufen. In der Offensive war Jan Goller heute überragend", lieferte der Hadamarer
Trainer Heiko Weidenfeller eine prägnante Analyse.
Die zuletzt elf Siege in Folge buchenden Gäste blieben vor der Saison-Rekordkulisse - unter den Fans befand sich auch Dortmunds Meistertorhüter Roman Weidenfeller - alles schuldig. "Wir
haben keinen Druck entwickelt und ganz einfach schlecht gespielt", suchte Biebrichs Spielertrainer Engin Özdemir nicht nach Entschuldigungen.
Dabei wäre aus seinem Blickwinkel Kritik an den Entscheidungen des wenig überzeugenden Schiedsrichtergespanns durchaus berechtigt gewesen. Beim Führungstreffer der Westerwälder
befand sich der Torschütze Jan Goller bei dem Zuspiel des später verletzt ausscheidenden Sebastian Trosch in Abseitsposition. Der zum 3:0 führende Eckstoß war eine
Fehlentscheidung, Torabschlag für Biebrich wäre korrekt gewesen. Zu guter Letzt "schenkte" der Unparteiische dem unterlegenen Team Sekunden vor dem Abpfiff einen Foulelfmeter nach einem
Zweikampf zwischen Jannik Körner und dem Biebricher Stürmer Volkan Zer. Nichts zu deuteln gab es an der gelb-roten Karte für Orkun Zer nach einem Frustfoul am Hadamarer Torhüter
Florian Hammel.
Mitentscheidend für den sportlichen Untergang der Gäste war das 0:2 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Jan Goller hatte mit einem Geistesblitz seinen Bewacher
abgeschüttelt. Der Torjäger scheiterte zunächst an 02er-Tormann Wojciech Strzelecki. Dessen Abpraller drückte Kapitän Julien Horner über die Linie. Beim Gast war die
"Torfabrik" mit den Brüdern Zer total abgemeldet. Deren Neutralisierung war einer jener Mosaiksteine für das Hadamarer Schützenfest gewesen.
Hadamar: Hammel - Körner, Groß, Harmouch, Szymczak (80. Baum) - Horner, Alves - Tahiri, Trosch (25. Song), Kim - Goller (88. Merz)
Biebrich: Strzelecki - Hoffmann, Löbelt, Rivera, Sengün - Maurer, Özdemir - Pilger, Kramke (46. Simsek) - Volkan Zer, Orkun Zer.
Schiedsrichter: Wach (Hattersheim)
Zuschauer: 715 - Tore: 1:0 Goller (14.), 2:0 Horner (45.+2), 3:0 Song (70.), 4:0 Tahiri (81., Foulelfmeter), 5:0 Song (87.), 5:1 Volkan Zer (90.)
Gelbe Karten: Horner, Szymczak, Tahiri, Harmouch (Hadamar), Orkun Zer (Biebrich)
Gelb-Rote Karte: Orkun Zer (75., Biebrich) wegen Foulspiels
Quelle: mittelhessen.de, 02. 05. 2011
SpVgg Hadamar I - FV Biebrich 02 5:1
Geschrieben von Hans Reichwein
Was für ein Tag für die Anhänger und Freunde der Spielvereinigung. Der 1. Mai 2011 wird sicher den Hadamarer Fußballern noch lange in positiver Erinnerung bleiben.
Vor der Rekordkulisse von ca. 700 Zuschauern gelang der an diesem Tag in wieder gewohnter Form aufspielenden Elf von Trainer Heiko Weidenfeller ein Sieg, den die kühnsten Optimisten in dieser
Höhe und der Art und Weise nicht hätten erahnen können. Von Beginn an merkte man der Hadamarer Mannschaft in puncto Körpersprache und Auftreten auf dem Platz an, dass sie gewillt
war, dem hoch gehandelten und zuletzt elfmal hintereinander als Sieger vom Feld gegangenen FV Biebrich heute die Grenzen aufzuzeigen.
Das 1:0 von Jan Goller nach 13 Minuten löste die letzten Fesseln in den Köpfen und Beinen und ließ die Gäste zunächst einmal in der Rolle, dass sie nun das Spiel offener machen
mussten. Daraus ergaben sich Kontermöglichkeiten für die Heimelf, woraus der heute überragende Jan Goller in der 29. Minute und Daniel Alves in der 35. Minute mit etwas mehr Glück im
Abschluss durchaus einen zweiten Treffer hätten nachlegen können.
Von den hoch gehandelten Gebrüder Zer, die in dieser Saison schon 56 Treffern erzielen konnten, war bis auf einen Schuss, der auf dem Tornetz landete, nichts zu sehen. Hadamars Abwehr, heute
einer der Garanten für den überragenden Erfolg, stand gut wie lange nicht und hatte keine Mühe mit der Offensive der „Blauen“. Zu einem eminent wichtigen Zeitpunkt, einen
Minute vor dem Pausenpfiff, gelang Kapitän Julien Horner das 2:0. Jan Goller hatte im Zweikampf den Ball geschickt behauptet und auf den besser postierten Mitspieler abgelegt, der zuschlug.
Die ersten 15 Minuten nach dem Wiederbeginn sollten dann mitentscheidend für den späteren Ausgang werden. Hadamar konnte jegliche Offensivbemühungen der Gäste durch eine
exzellente Defensivarbeit schon im Ansatz ersticken und ließ die einheimischen Anhänger von Minute 60 an einen Erfolg am heutigen Tag glauben.
Als der für den leider mit einer Muskelverletzung schon früh ausgeschiedenen Sebastian Trosch gekommene Soon Bo Song in der 70. Minute goldrichtig stand und den Ball zum 3:0 über
die Torlinie drückte, waren die letzten Zweifel am Hadamarer Sieg beseitigt. Zuvor hatte Julien Horner nach einer Ecke per Kopfball den Biebricher Torwart zu einem Reflex gezwungen, wodurch das
Leder vor die Füße des Torschützen kam. 10 Minuten vor dem Ende drang der andere koreanische Akteur in Hadamars Elf, Jung Hun Kim, mit hohem Tempo in den gegnerischen Strafraum ein und
konnte nur per Foul gestoppt werden. Hünsni Tahiri verwandelt den fälligen Elfmeter zum 4:0. Soon Bo Song stand 5 Minuten vor dem Ende wieder an der richtigen Stelle und gab dem Ball den
entscheidenden Tick zum 5:0.
Ein mehr als zweifelhafter Handelfmeter ergab in der Schlussminute den Ehrentreffer für die Gäste, die an diesem Tag keinerlei Zugriff ins Spiel bekamen und nach einer schwachen
Vorstellung die Heimreise nach Wiesbaden antreten mussten.
Quelle: Homepage der SpVgg Hadamar, 02. 05. 2011
Spielberichte vom 31. Spieltag
FV Biebrich 02 - TSG Wieseck 1:4 (0:1) - 07. 05. 2011
Trotz 1:4-Pleite mit Titelchancen
09.05.2011 - BIEBRICH
Von Stephan Neumann
BIEBRICH 02 Clevere Wiesecker setzen Spielertrainer Özdemir matt / Hadamars Niederlage erhält Aufstiegshoffnungen
Als Daniel Löbelt kurz vor Schluss den Ball wegschlug, sich dafür Gelb-Rot einhandelte, wirkte sein Abgang wie eine Art Abgesang auf die Aufstiegschancen. Raus aus dem Rampenlicht der
Verbandsliga-Bühne, runter auf die Ränge. So schien es Fußball-Verbandsligist FV Biebrich 02 nach dem 1:5 in Hadamar und dem folgenden 1:4 gegen die abstiegsbedrohte TSG Wieseck zu
ergehen. Doch am nächsten Tag blühten die Aufstiegshoffnungen durch Hadamars Niederlage in Oberliederbach wieder auf.
Fakt ist: Die 02er haben bei ihrer vorhergehenden Elf-Siege-Serie zu hart am Limit agiert, mussten Platz zwei an den VfB Gießen abtreten. „Wir waren schlecht und müssen uns
selbstkritsch hinterfragen. Nur wenn jeder 50, 60 Prozent draufpackt und wir unsere letzten Spiele gewinnen, haben wir noch Aufstiegschancen. Noch ist alles möglich“, meinte Spielertrainer
Engin Özdemir mit Blick auf die Spiele beim SC Waldgirmes II, gegen Braunfels und in Unterliederbach.
Apropos Özdemir: Wenn der frühere türkische Profi in Manndeckung genommen wird, ist das für die 02er wie ein Getriebeschaden beim Auto. Diese Erkenntnis manifestierte sich in
der ersten Halbzeit, als Wiesecks Kadri Taskin ab dem Überschreiten der Mittellinie den Personenschutz für seinen erfahrenen Landsmann übernahm. Überhaupt kam Biebrichs
Maschinerie bis auf den Löcher stopfenden Kapitän Daniel Löbelt nicht auf Touren. Zumal auch die Torjäger-Brüder Volkan Zer und Orkun Zer abgeschirmt wurden.
Und hinten wirkten sich die Schwächen, die sich schon während des Siegeszugs angedeutet hatten, fatal aus. Auf der rechten Seite ging der Ball leichtfertig verloren. Andreas Glan
reagierte blitzschnell und gefühlvoll. Sein Heber landete unhaltbar für Wojciech Strzelecki zum 0:1-Schock für die Heimelf im Netz.
Aufbäumen ohne Effekte
Nach der Pause bäumten sich die Biebricher auf. Bastian Pilger trieb an, scheiterte aber wie Orkun Zer an Torhüter Daniel Nigbur. Stattdessen fiel das 0:2 als Doublette des 0:1.
„Wir haben eine tolle Saison gespielt, egal wie es ausgeht“, übte sich Orkun Zer in Frustbewältigung. Er werde mit einiger Sicherheit in Biebrich bleiben, lässt der
21-jährige Torjäger durchblicken. Sein älterer Bruder Volkan und Daniel Löbelt haben laut Özdemir bereits fest zugesagt.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Rivera, Polat, Löbelt, Oestereich - Pilger, Maurer, Özdemir, Simsek (66. Paliakov) - V. Zer, O. Zer
Tore: 0:1, 0:2 Glan (28./70.), 0:3 Ijasere (77.), 1:3 O. Zer (83.), 1:4 Kocas (90.+3)
SR: Heß (Heppenheim)
Zu.: 80
Gelb-Rot: Löbelt (87.)
Quelle: WT, 09. 05. 2011
Spielberichte vom 32. Spieltag
SC Waldgirmes II - FV Biebrich 02 3:1 (0:1) - 15. 05. 2011
In drei Spielen alles Gute zerlegt
16.05.2011 - WALDGIRMES
BIEBRICH 02 Nach 1:3 in Waldgirmes Abschied von Aufstiegshoffnungen
(nn). Am Ende staunten alle Spieler Bauklötze: Die von Fußball-Verbandsligist SC Waldgirmes II wunderten sich über einen praktisch vom Himmel gefallenen 3:1-Erfolg, die vom FV
Biebrich 02 registrierten tonlos und mit offenen Mündern nach unzähligen vergebenen Großchancen eine Niederlage der Kategorie „absurder geht es nicht“. Alle 02er wussten
zugleich: Der Titelzug ist abgefahren und die Hoffnungen auf Platz zwei sind angesichts der Gießener Erfolgsserie auf einen Tiefpunkt gesunken. Rechnerische Optionen bleiben, doch kaum ein
Biebricher glaubt noch daran.
Auch Trainer Engin Özdemir nicht mehr: „60 Minuten haben wir wirklich sehr gut gespielt. Aber wir sind extrem fahrlässig mit unseren Möglichkeiten umgegangen und haben uns nun
in 14 Tagen mit drei Niederlagen alles zunichte gemacht, was wir uns vorher erarbeitet hatten. Ich gehen davon aus, dass Hadamar und Gießen Platz eins und zwei unter sich ausmachen.“
Dabei hatte das frühe 1:0 durch den von Volkan Zer verwandelten Handelfmeter Sicherheit verliehen. Konzentriert und zweikampfstark übernahmen die Gäste die Regie. Einziges Manko:
Vor dem Girmeser Kasten zeigten sie regelmäßig Nerven. Orkun Zer und Volkan Zer brachten die Kugel freistehend nicht an Torhüter Nils Holzhäuser (früher Würges) vorbei.
Romain Simsek zielte aus zehn Metern drüber, und auch der Kopfball von Kapitän Daniel Löbelt fand nicht den Weg ins Ziel. Die nächste Runde beim Duell Biebrich contra
Holzhäuser verlor Bastian Pilger beim Versuch, dem Schlussmann den Ball durch die Beine zu schieben. Statt 6:0 hieß es nur 1:0.
Und plötzlich riss die Heimelf die 02er mit einem Kontertor aus allen Träumen. Ein Torwart-Fehler und ein abgefälschter Freistoß machten das neuerliche Fiasko perfekt.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Polat, Löbelt, Sengün - Maurer, Pilger - Simsek (77. Rivera), Özdemir, Oestereich - V. Zer, O. Zer
Tore: 0:1 V. Zer (8./HE), 1:1 Jordan (62.), 2:1 Döring (67.), 3:1 Sofinski (76.)
SR: Montag (Fulda)
Zu.: 80
Gelb-Rot: Löbelt (82.)
Quelle: WT, 16. 05. 2011
Spielberichte vom 33. Spieltag
FV Biebrich 02 - FSV Braunfels 1:3 (0:2) - 22. 05. 2011
Rekordkulisse raubt den Nerv
23. 05. 2011 - BIEBRICH
BIEBRICH 02 Relegation ade nach 1:3 gegen Braunfels vor 1200 Zuschauern
(nn). Ein Flair wie in den guten alten Zeiten: Weil Armin Brandenburger, einer der Biebricher Hauptsponsoren, das letzte Heimspiel anlässlich seines 65. Geburtstags als Event kreierte,
strömten die Massen. Sage und schreibe 1200 Zuschauer säumten das letzte Heimspiel des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02. Das sorgte bei den 02-Spielern offenbar für
Verwirrung. Sie unterlagen dem kompakten FSV Braunfels 1:3, büßten nach der vierten Niederlage in Serie letzte Chancen auf Relegationsplatz zwei ein.
Clubchef Horst Klee filterte trotzdem eine Menge Positives heraus: „Es herrschte Volksfeststimmung und wir haben mit dieser Aktion viele Menschen auf uns aufmerksam gemacht. Schade
natürlich, dass das Ganze nicht mit einem Sieg verbunden war. Doch ich freue mich nun nächste Runde auf die vielen Derbys.“
Nach dem von Brandenburger und Oberbürgermeister Helmut Müller symbolisch ausgeführten Anstoß schien die Biebricher Defensive ausschließlich den Blick auf die
große Kulisse zu richten. Nicht anders ist es zu erklären, dass Patrick Jung in der 12. Minute völlig ungehindert vollenden durfte. Beim 0:2 kam Manuel Jung ungestört zum
Kopfball. Gegen das Jung-Duo sah Biebrich steinalt aus. Kam die anfängliche Ideenlosigkeit der Offensive hinzu. Gegen die Braunfelser Abwehr-Bären versuchten es die 02er weitgehend mit
hohen Bällen.
Erst nach der Pause fanden sie besser ins Spiel. Die exakte Hereingabe des eingewechselten Camilo Rivera nutzte Bastian Pilger per Kopfball zum 1:2. Rivera brachte Schwung, während Mattias
Oestereich über links ankurbelte, aber Chancen zum 2:2 ausließ. Stattdessen führte ein Konter zum 1:3.Torhüter David Tempel war machtlos.
Er kam zu einem Einsatz, weil sich der etatmäßige Stammkeeper Wojciech Strzelecki eine Woche lang nicht mehr hatte blicken lassen. Angeblich, weil die 02er Kontakt zu einem neuen
Torhüter geknüpft haben.
FV Biebrich 02: Tempel - Sengün, Polat, Löbelt, Oestereich (84. Kramke) - Pilger, Maurer, Özdemir, Simsek (46. Rivera) - V. Zer, O. Zer
Tore: 0:1 P. Jung (12.), 0:2 M. Jung (20.), 1:2 Pilger (60.), 1:3 Chatarro (87.)
SR: Beck (Langwaden)
Zu.: 1200
Quelle: WT, 30. 05. 2011
Aktueller Spielbericht:
Spielberichte vom 34. Spieltag
VfB Unterliederbach - FV Biebrich 02 4:2 (2:1) - 29. 05. 2011
Torjägerkrone als Trostpflaster
30.05.2011 - UNTERLIEDERBACH
BIEBRICH 02 Beim 2:4 in Unterliederbach gelingt Volkan Zer das 30. Saisontor
(nn). Nach dem 2:4 beim VfB Unterliederbach, der fünften Niederlage in Folge, bleiben für die Verbandsliga-Fußballer des FV Biebrich 02 nur kleine Trostpflaster. In Form des in der
Schlussminute erzielten 30. Saisontreffers von Volkan Zer, der damit bester Liga-Schütze ist. Vor seinem jüngeren Bruder Orkun, der es auf 29 Tore brachte. Trotz der sensationellen Ausbeute
der beiden Brüder kann der Knick zum Saisonende nach zuvor zwölf Siegen ¹ in Folge nicht zufriedenstellen.
Statt vorhandene Aufstiegschance zu nutzen, brachen die Biebricher kollektiv ein. Wobei die Defensivschwäche zum Beschleuniger wurde. Auch in Unterliederbach, wo Spielführer Daniel
Löbelt und Keeper Wojciech Strzelecki auf betonhartem Rasen patzten, kam diese Misere zum Vorschein. „Neue Saison, neues Glück. Wir werden wieder angreifen“, verfällt
Trainer Engin Özdemir trotz der finalen Negativbilanz nicht in Skepsis.
Es gilt, den Kader qualitativ und quantitativ zu verstärken. Wobei der Abgang von Romain Simsek ins Gewicht fällt. Wechsel in die Türkei oder zu Bayern Alzenau, das sind seine
Alternativen. Gesichert ist dagegen, dass Mittelfeldtalent Tim Maurer in Biebrich bleibt. Mit Bastian Pilger, Daniel Löbelt, Volkan Zer, Mattias Oestereich bildet er den Teamkern. Auch Orkun Zer
soll unbedingt gehalten werden.
Für Unterliederbachs Trainer Jürgen Menger war es der vorerst letzte Verbandsliga-Auftritt. Er wechselt zur SG Orlen.
FV Biebrich 02: Strzelecki - Sengün (46. Rivera), Löbelt, Polat, Oestereich (46. Kramke) - Pilger, Maurer, Özdemir, Simsek - V. Zer, O. Zer
Tore: 1:0 Kizarmis, 1:1 Simsek (25.), 2:1, 3:1 Yesil (33./56.), 4:1 Kizarmis (62.), 4:2 V. Zer (90.)
SR: Veltin (Schöffengrund)
Zu.: 150
¹ leider waren es nur elf Siege in Folge ;>).
Quelle: WT, 30. 05. 2011
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