{"id":341,"date":"2021-08-09T15:13:02","date_gmt":"2021-08-09T13:13:02","guid":{"rendered":"https:\/\/biebrich02.de\/portal\/?page_id=341"},"modified":"2021-10-05T02:45:52","modified_gmt":"2021-10-05T00:45:52","slug":"90-jahre-fvb","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/biebrich02.de\/portal\/?page_id=341","title":{"rendered":"90 Jahre FVB"},"content":{"rendered":"\n<p>Folgende Texte und Aufs\u00e4tze stammen aus der Festschrift, die zum zum 90-j\u00e4hrigen Bestehen des Vereins herausgegeben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hier wird vorgelebt, wie unsere Welt aussehen k\u00f6nnte\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ein kleiner Verein in einer gro\u00dfen Stadt&#8220;. Unter diesem Motto hat sich der Biebricher Fu\u00dfball-Verein 02 &#8211; mit einem f\u00fcr ihn typischen Understatement &#8211; anl\u00e4\u00dflich seines 90j\u00e4hrigen Bestehens einige lichtvolle Ausf\u00fchrungen von mir erbeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesem Wunsch komme ich gerne nach, zumal ich &#8211; nicht nur aus patriotischer Biebricher Sicht &#8211; der Auffassung bin, da\u00df dieser Verein, der sich ausschlie\u00dflich dem Fu\u00dfball verschrieben hat, \u00fcber die Grenzen der Landeshauptstadt Wiesbaden Vorbildfunktion hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mitgliederzahl ist zum 1. Januar 1992 mit 538 recht beachtlich, auch wenn der Frauenanteil (f\u00fcr Fu\u00dfballvereine allerdings nicht ungew\u00f6hnlich) mit sechs relativ niedrig und sicherlich verbesserungsw\u00fcrdig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Herausragend ist &#8211; und das gilt \u00fcber den Fu\u00dfballkreis Wiesbaden hinaus &#8211; die Jugendarbeit dieses Vereins. Nach der aktuellen Bestandsmeldung nehmen insgesamt 14 Mannschaften von der F- bis zur A-Jugend am regelm\u00e4\u00dfigen Spielbetrieb teil. Wer sportliche Jugendarbeit mit \u00fcber 230 Jugendlichen realistisch einsch\u00e4tzen kann, wei\u00df, mit welchem Aufwand an ehrenamtlichen Kr\u00e4ften (\u00dcbungsleiter, Betreuer) eine derart umfangreiche Arbeit verbunden ist. \u00dcberragend ist dabei die vorbildliche Integration der zahlreichen Jugendlichen unterschiedlicher Nationalit\u00e4ten (T\u00fcrken, Griechen, Italiener, Spanier usw.), deren Anteil bei \u00fcber 60 Prozent liegt. Hier wird t\u00e4glich echter Gemeinschaftssinn praktiziert und den Erwachsenen &#8222;vorgelebt&#8220;, wie unsere Welt aussehen k\u00f6nnte, wenn alle von dieser vorurteilsfreien Einstellung und diesem festen Willen zur Zusammenarbeit beseelt w\u00e4ren. Interessenten kann ich deshalb nur dringend empfehlen, sich auf der Dyckerhoff-Sportanlage die Nachwuchsarbeit des BFV 02 einmal vor Ortn\u00e4her anzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein glanzvoller H\u00f6hepunkt der Jugendarbeit wird zweifellos auch 1992 wieder das vom 29. bis 31. Mai stattfindende und hochkar\u00e4tig besetzte C-Jugend-Turnier mit neun Mannschaften aus Ungarn, Belgien, \u00d6sterreich, England, der Schweiz und der CSFR sein, zu denen die Biebricher seit vielen Jahren beste freundschaftliche Kontakte unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die lobenswerte Jugendarbeit, die heute ausnahmsweise einmal vorrangig genannt sein soll, darf jedoch die Leistung der Aktiven, insbesondere der ersten Mannschaft, keineswegs vergessen werden. Es ist schon erstaunlich, wie gut sich der Biebricher Fu\u00dfball-Verein 02 &#8211; bei den heute allseits bekannten finanziellen Rahmenbedingungen im Amateurfu\u00dfball &#8211; in seiner Spielklsasse, immerhin der Landesliga, seit Jahren behauptet. H\u00e4ufig in der Spitzengruppe, zumindestens aber ohne akute Abstiegssorgen im gesicherten Mittelfeld zu spielen, ist aller Anerkennung wert. Mannschaften, die ohne ausgesprochene &#8222;Stars&#8220; mit geschlossener Gemeinschaftsleistung&nbsp; \u00fcberzeugen, sind heutzutage ohnehin nicht unbedingt der Nornalfall.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist selbstverst\u00e4ndlich aller nur m\u00f6glich in einem intakten Umfeld mit einem engagierten Vorstand, zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie einem Gemeinschaftsleben, das weit \u00fcber das Interesse am runden Leder hinausgeht. Zweifellos ist das mit gro\u00dfen Eigenleistungen, praktisch ohne \u00f6ffentlichen Zusch\u00fc\u00dfe, errichtete Vereinsheim Mittelpunkt des gesamten sportlichen und gesellschaftlichen Lebens mit vielen \u00f6ffentlichen und auch privaten Veranstaltungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier liegt eine wesentliche Quelle der Vitalit\u00e4t und Leistungsf\u00e4higkeit dieses Vereins, dem die Erfolge nicht von selbst in den Scho\u00df fallen und der sich &#8211; obwohl dies heute keineswegs \u00fcberall popul\u00e4r ist &#8211; in erster Linie durch eigene Initiativen und Ideen immer selbst geholfen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb verwundert es auch nicht, da\u00df viele M\u00e4nner und Frauen, aber auch kleinere und gr\u00f6\u00dfere Firmen, sich einem solchen Verein nicht nur im Jubil\u00e4umsjahr besonders verbunden f\u00fchlen und ihn im Freundeskreis der Blauen tatkr\u00e4ftig und von Herzen unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der FV Biebrich 02 kann zum 90j\u00e4hrigen Bestehen mit seit einem Jahrzehnt in wesentlichen Funktionen unver\u00e4ndertem Vorstand&nbsp; und einem vorz\u00fcglichen Umfeld zielstrebig und gelassen den 100. Geburtstag ansteuern. Die &#8222;Blauen&#8220; sind und bleiben eine bedeutende und gestaltende Grundfarbe in der bunten Sportpalette unserer Stadt. Sie stehen &#8211; auch und gerade als kleiner Verein &#8211; f\u00fcr besondere Qualit\u00e4t in unserem Wiesbadener Sport. In diesem Sinne gilt dem Jubilar h\u00f6chste Anerkennung und zugleich die herzliche Aufforderung: &#8222;Auf Ihr Blauen, macht weiter so!!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Achim Exner<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Vielerorts wird von Integration gesprochen, hier wird sie praktiziert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit nunmehr 90 Jahren rollt beim Biebricher Fu\u00dfball-Verein 1902 die von Millionen Fu\u00dfballfans so beliebte Lederkugel.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ball selbst hat in den zur\u00fcckliegenden neun Jahrzehnten zwar sein Form nicht ver\u00e4ndert und er wird auch immer noch mit dem gleichen &#8211; wenngleich nicht mehr so reinen &#8211; &#8222;Gasgemisch Luft&#8220; spielf\u00e4hig gemacht, doch ansonsten ist er nicht wiederzuerkennen!&nbsp; Zigfach gen\u00e4ht, wasserundurchl\u00e4ssig, &#8222;noch runder&#8220;; einfach: vom Feinsten!<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie steht es um diejenigen, die heute auf Torjagd gehen? Stecken noch die gleichen fu\u00dfballbegeisterten Ballk\u00fcnstler in den Trikots wie um die Jahrhundertwende, als das Fu\u00dfballspiel aus England zu uns kam?<\/p>\n\n\n\n<p>Waren es damals \u00fcberwiegend junge Burschen, die der Beruf tagt\u00e4glich in enge Werkshallen und Werkst\u00e4tten zw\u00e4ngte, die Begeisterung an dem Mannschaftssport Fu\u00dfball fanden, so sind heute alle Berufsgruppen und seit geraumer Zeit auch M\u00e4dchen und junge Frauen auf dem Fu\u00dfballfeld anzutreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas f\u00e4llt besonders auf: der Fu\u00dfball \u00fcbt heute eine hohe Anziehungskraft auf ausl\u00e4ndische Kinder aus, was in gro\u00dfem Ma\u00dfe bei Biebrich 02 deutlich wird. 60 Prozent der Jugendspieler sind T\u00fcrken, Griechen, Italiener, Spanier und andere Ausl\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p>Liegt es nun daran, da\u00df die Eltern der jungen Fu\u00dfballkicker in den gro\u00dfen Industriebetrieben Biebrichs arbeiten? Oder hat dies Ursache in der vorbildlichen Jugendarbeit, die bei Biebrich 02 seit eh und je geleistet wird? Ich denke, beides sind ma\u00dfgebende Faktoren!<\/p>\n\n\n\n<p>Der FV Biebrich 02 nimmt als Fu\u00dfballverein im &#8222;Arbeiter-Stadtteil&#8220; Biebrich eine wichtige Rolle zur Integration ausl\u00e4ndischer Mitb\u00fcrger ein. Vielerorts wird von Integration gesprochen. Beim Biebricher Fu\u00dfballverein 02 wird sie in vorbildlicher Weise praktiziert.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge Menschen, egal ob ihre Muttersprache nun t\u00fcrkisch, griechisch oder italienisch ist, finden sich im Spiel um Punkte und Tore, schmelzen zu einen Gemeinschaft zusammen! Freundschaften entstehen! Und dies nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch an der Au\u00dfenlinie, wo stolze V\u00e4ter und M\u00fctter die Daumen dr\u00fccken und mit der Mannschaft mitfiebern.<\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfball wird gern als die &#8222;sch\u00f6nste Nebensache der Welt&#8220; bezeichnet. Ich hoffe, da\u00df sich der FV Biebrich 02 auch zuk\u00fcnftig so engagiert dieser in unserem Stadtbezirk so wichtigen &#8222;Nebensache&#8220; annimmt; die Verantwortlichen der Stadt wissen dieses soziale Engagement zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieter L\u00f6ber<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Eine Gesundheit, die mehr bedeutet als das Freisein von Krankheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u00dcber die Bedeutung der Jugendarbeit f\u00fcr den Sportverein und sein Umfeld<\/p>\n\n\n\n<p>Der Biebricher Fu\u00dfball-Verein 02 feiert sein 90j\u00e4hriges Bestehen. Zu diesem Jubil\u00e4um gratuliere ich dem Verein und allen mit ihm verbundenen Aktiven sehr herzlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig danke ich auch den Sportlern der \u00e4lteren Generationen, die mit ihrem sportlichen Engagement in der Vergangenheit durch ihr Vorbild einen erheblichen Beitrag zu dem geleistet haben, was der Biebricher Fu\u00dfballverein heute ist: eine erfolgreiche sportliche Gemeinschaft, in der Jung und Alt ihren Platz haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Miteinander der Generationen macht aber vor allem eines deutlich: das erfahrene \u00e4ltere Sportler einen wichtigen Motivationfaktor f\u00fcr die j\u00fcngere Generation darstellen und andererseits, da\u00df auch k\u00fcnftige sportliche Erfolge wesentlich von einer gezielten Betreuung und F\u00f6rderung des sportlichen Nachwuchses abh\u00e4ngen. In einer Gemeinschaft,&nbsp; die einem gemeinsamen sportlichen Ziel verpflichtet ist, k\u00f6nnen junge Menschen sozusagen spielend f\u00fcr ihr Leben lernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sportliche Jugendarbeit ist Jugendpflege und Jugendf\u00fcrsorge im weitesten Sinne. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Vereinsarbeit. Kinder und Jugendliche finden hier Spiel, Bewegung, Gemeinschaft sowie eine F\u00f6rderung ihrere sportlichen Anlagen und F\u00e4higkeiten. Die sportliche Jugendarbeit belebt die Vereinsarbeit insgesamt und wirkt verbindend zwischen Erwachsenen und Jugendlichen Vereinsmitgliedern. Sportliche Jugendarbeit ist f\u00fcr mich der politischen, kulturellen und sozialen Jugendbildung gleichgestellt, da wesentliche Inhalte hier ebenso vermittelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sport ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft. Er integriert und schafft neue Freunde, unabh\u00e4ngig von Mentalit\u00e4t und Heimatland, unabh\u00e4ngig von Religion und sozialer Herkunft; er spornt an und setzt den Schulsport fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Perspektive f\u00fcr die Zukunft bedeutet f\u00fcr mich, da\u00df m\u00f6glichst viele Menschen durch Bewegung, Spiel und Sport mehr Selbstbest\u00e4tigung und innere Freiheit finden und damit gleichsam einen Weg hin zu mehr Menschlichkeit und Lebensqualit\u00e4t beschreiten. Denn ein durch k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t gekennzeichnetes Wohlbefinden ist eine Gesundheit, die mehr bedeutet, als das Freisein von Krankheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sport hat eine zentrale Bedeutung in unserem Leben. Er stellt nicht nur f\u00fcr den Einzelnen die M\u00f6glichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung dar, sondern leistet im gro\u00dfen Rahmen einen Beitrag zum Erhalt kultureller Vielfalt auf dieser Welt, die sich von Tendenzen der Gleichmacherei, der Konzentration und der Vereinheitlichung wohltuend abhebt und dem Menschen damit eine Chance zu ganz pers\u00f6nlicher Kreativit\u00e4t bietet.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich dem Biebricher Fu\u00dfball-Verein f\u00fcr seine weitere sportliche Zukunft viel Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannelore R\u00f6nsch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Der Sport muss den sozialen Bed\u00fcrfnissen gerecht werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Landessportbund Hessen wird sich in den n\u00e4chsten Jahren einer neuen &#8222;sozialen Offensive im Sport&#8220; besonders intensiv zuwenden. Diesem Beschlu\u00df liegt die Besinnung auf alte Werte des Sports ebenso zugrunde wie die Orientierung an ver\u00e4nderten politischen, staatlichen und damit auch vielen sozialen Verh\u00e4ltnissen in Deutschland. Bestimmte Wandlungsprozesse innerhalb des Sports und gesellschaftspolitische Herausforderungen von au\u00dfen &#8211; beispielsweise der Komplex Sport und Umwelt und soziale Probleme &#8211; wirken wegweisend. Der Sport kann sich nicht allein auf den Titel &#8222;die gr\u00f6\u00dfte b\u00fcrgerliche Vereiningung&#8220; berufen. Er mu\u00df sein Program f\u00fcr die Zukunft gegen\u00fcber seinen Mitgliedern, der \u00d6ffentlichkeit, Staat und Politik bereithalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch eine massive Verst\u00e4rkung des sozialen Engagements in unseren Vereinen und Verb\u00e4nden. Wir m\u00fcssen uns beispielsweise st\u00e4rker den Aussiedlern, Asylanten, Behinderten, Kranken und sozial Schwachen zuwenden, um ihnen Sport in der Gemeinschaft auch als Lebenshilfe anzubieten. Gerade diese Gruppen sind bisher in unseren Vereinen in hohem Ma\u00dfe unterrepr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Sportvereine m\u00fcssen sich also weiter \u00f6ffnen. Dazu bedarf es einer Ausweitung und Intensivierung unserer bew\u00e4hrten Sportprogramme und der Entwicklung neuer Angebote. Sie m\u00fcssen nicht nur den sportlichen, sondern auch den sozialen Bed\u00fcrfnissen aller B\u00fcrger gerecht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in dem zu erwartenden sch\u00e4rferen Wettbewerb mit anderen gesellschaftlichen Organisationen tun der Landessportbund und seine Vereine gut daran, die Integrationskraft und das Angebot einer sozialen Heimat auch f\u00fcr diejenigen, die bislang als Randgruppen unserer Gesellschaft bezeichnet werden, herauszustellen. Auch und gerade in einer Zeit wachsender Ausl\u00e4nderfeindlichkeit ist dies unsere Pflicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Biebricher Fu\u00dfball-Verein 02 gilt uns daf\u00fcr als herausragendes Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Heinz Fallack<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Die Unverzichtbarkeit des Ehrenamtes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es geh\u00f6rt heute bei sehr vielen unserer Mitb\u00fcrger zum normalen Verhalten bei Auftreten von kleinsten Problemen nach Verantwortlichen zu suchen, und wenn m\u00f6glich nach dem Staat zu rufen. Ab Ende der 60iger Jahre hat sich eine Gesellschaft entwickelt, die von Lebensgier, Konsumdenken und Egoismus gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es kann gar nicht hoch genug bewertet werden, da\u00df es trotz dieser weitverbreiteten Einstellung noch Menschen gibt, die bereit sind, die ohne nach dem Geld zu fragen, in dieser und f\u00fcr diese Gesellschaft etwas zu tun. Ehrenamtlich t\u00e4tig zu sein, hatte im Bewu\u00dftsein unserer B\u00fcrger immer einen hohen Stellenwert. Heute hat man sehr oft den Eindruck, da\u00df ein gro\u00dfer Teil unserer Bev\u00f6lkerung eher geneigt ist, ehrenamtlich T\u00e4tige als unverbesserliche Tr\u00e4umer zu bel\u00e4cheln und als Vereinsmeier abzuqualifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer bereit ist, den Blick auf das Vereinsleben, auf kirchliches Leben, kulturelles und soziales Engagement, auf Elternarbeit in Kinderg\u00e4rten und Schulen, Seniorenarbeit usw. zu heben, dem m\u00fc\u00dfte eigentlich sehr schnell aufgehen, da\u00df ohne ehrenamtlichen Einsatz all diese Aktivit\u00e4ten zum Scheitern verurteilt w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte nur, da wir als Verein selbst betroffen sind, die Jugendarbeit herausgreifen. Was m\u00fc\u00dfte der Staat, die \u00f6ffentliche Hand an Finanzmitteln aufwenden, um wie im Biebricher Fu\u00dfball-Verein \u00fcber 200 Jugendliche im Sport auszubilden und zu betreuen; den Aufwand f\u00fcr au\u00dfersportliche Aktivit\u00e4ten wie Auslandsfahrten nicht gerechnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder betrachten wir ehrenamtliche Arbeit im kirchlichen und sozialen Bereich, &#8222;Essen auf R\u00e4dern&#8220;, Betreuung \u00e4lterer, hilfsbed\u00fcrftiger Menschen, die Hilfsdienste oder die feiwilligen Feuerwehren. T\u00e4glich werden hier Leistungen erbracht, die ohne ehrenamtlich T\u00e4tige nicht bezahlbar w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ehrenamt ist in unserer Gesellschaft unverzichtbar. Es mu\u00df verst\u00e4rkt die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Ehren\u00e4mtern in der Bev\u00f6lkerung hineingetragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Ehrenamt auszu\u00fcben ist nicht nur Geben, sondern auch Nehmen. Sicherlich mu\u00df Einsatz, Engagement und Zeit aufgewendet werden. Die Arbeit mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Pr\u00e4gung, neue Bekannt- und Freundschaften, gemeinsame Freizeiterlebnisse, sich in der Gruppe bewegen und anpassen, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unterschiedliche Meinungen entwickeln, sind wertvolle und bereichernde Faktoren f\u00fcr das eigene Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vielen tausend ehrenamtlich T\u00e4tigen in unserem Staat sind gesellschaftlicher Stabilisierungsfaktor. Sie sind wichtiger Baustein auf dem Weg in eine tolerante und zukunftsbejahende Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ehrenamt hat auch weiter Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Horst Klee<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Biebrich 02 als Zuhause<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der reichen Mangelgesellschaft wie in der \u00e4rmer gewordenen \u00dcberflu\u00dfgesellschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man sich Vereinsnamen betrachtet wie Schalke 04, Mainz 05, Kastel 06, Schierstein 08, Wattenscheid 09 usw., dann kommt man automatisch zu der Feststellung, da\u00df der FV Biebrich 02 zu den ersten fu\u00dfballspielenden Vereinen geh\u00f6rt hat und somit zu den Pionieren des deutschen Fu\u00dfballs zu z\u00e4hlen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Name &#8222;Biebricher Fu\u00dfball-Verein 02&#8220; b\u00fcrgt f\u00fcr Qualit\u00e4t, heute wie gestern, denn 90 Jahre BFV 02 bedeuten f\u00fcr mich 90 Jahre Qualit\u00e4t im Fu\u00dfball, nat\u00fcrlich immer im Rahmen vorhandener M\u00f6glichkeiten. Es ist keine Frage, da\u00df ein Fu\u00dfballverein neben dem Sport auch gesellschaftpolitische Aufgaben zu erf\u00fcllen hat, ebenso erzieherische Funktionen an der Basis, in der riesigen Jugendabteilung. In diesen Bereichen nimmt der BFV 02 nach meiner Einsch\u00e4tzung seit Jahrzehnten eine f\u00fchrende Rolle ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich die 52 Jahre Revue passieren lasse, die ich der &#8222;02&#8220; angeh\u00f6re, dann kann ich aus \u00dcberzeugung sagen, da\u00df mir mein Verein viel gegeben hat. Das fing an 1940, als wir mit der &#8222;F\u00e4hnleinmannschaft&#8220; der 02 angegliedert waren und hat sich fortgesetzt speziell in den Jahren 1945 bis 1951, im Zeitalter von Not, Elend, Hunger und Armut. Ruinen des Bombenkrieges bildeten zu dieser Zeit auch in Wiesbaden die Dekoration f\u00fcr eine Mangelgesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mangelgesellschaft? Wer denkt dahin?: Der schreckliche Weltkrieg war vorbei. Wir jungen Typen standen am Anfang unseres Lebens. Wir waren reich an Idealen, Glauben und Hoffnung, an Kraft und Zuversicht. &#8222;Freundschaft&#8220; hatte einen unheimlich hohen Stellenwert, war f\u00fcr uns ein Wort mit tiefer Bedeutung. In dieser Zeit war unser Verein, die &#8222;02&#8220;, neben dem Elternhaus praktisch unser &#8222;Zuhause&#8220;, wo wir uns fast t\u00e4glich auf dem alten Dyckerhoffplatz oder im Vereinsheim, in der &#8222;Insel&#8220;,&nbsp; danach im &#8222;L\u00f6wen&#8220; beim Stuhlmann, nach dessen Abri\u00df im &#8222;Frankfurter Hof&#8220; beim Eichmann-Paul oder sp\u00e4ter in der &#8222;Turnhalle&#8220; aufhielten. Unsere ersten Jugendspiele machten wir in selbstgen\u00e4hten roten Trikots aus Fahnenstoff; wobei die 02-N\u00e4herinnen nat\u00fcrlich vorher die Hakenkreuze herausgeschnitten hatten. Die damaligen Jugendleiter und Jugendbetreuer der &#8222;02&#8220; wie Heinz Kaiser, Jule Jung, G\u00fcnther Seilberger und andere waren unsere Lehrmeister. Sie vermittelten uns Jugendspielern vor mehr als 40 Jahren wunderbare Faktoren wie Sportsgeist, Fairness, Achtung vor dem Gegner, Toleranz und Aufrichtigkeit; Tugenden, die mein ganzes Leben pr\u00e4gten, denn ich betrachte mich als jemand, der die Regeln achtet &#8211; die Regeln, die f\u00fcr den Sport wie f\u00fcr das Leben gelten. Ich habe die ethischen Werte meiner Fu\u00dfball-Lehrzeit bei der &#8222;02&#8220; nie vergessen und meinen Dank an die &#8222;02&#8220; stets still und bescheiden in meinem Herzen getragen. Und ich konnte diese wertvollen Tugenden weitergeben \u00fcber Jahrzehnte an viele, viele junge Trainer durch meine einflu\u00dfreiche T\u00e4tigkeit in der Trainer-Fortbildung im DFB-Bereich und in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute 1992, \u00dcberflu\u00dfgesellschaft: Kaufh\u00e4user prall gef\u00fcllt, Autos oft vom Schnellsten, vieles nur vom Feinsten. Dennoch: Die \u00dcberflu\u00dfgesellschaft offenbart gravierende Mangelerscheinungen, weil viele Ideale in der Versenkung verschwunden sind, das Leben innerlich \u00e4rmer geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich geh\u00f6re noch nicht zu jenen Alten, die nur zur\u00fcckblicken und deshalb nicht sehen, was auf sie zukommt. Ich schaue zur\u00fcck, weil die Vergangenheit lehrende Wirkung hat. Deshalb freue ich mich, da\u00df mit dem 1. FC Kaiserslautern 1991 wieder eine Mannschaft Deutscher Meister geworden ist, die speziell durch &#8222;Kameradschaft&#8220; gepr\u00e4gt und stark gemacht wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>In der heutigen \u00dcberflu\u00dfgesellschaft mit ethischen Mangelerscheinungen nimmt der Biebricher Fu\u00dfball-Verein 02 eine wichtige und einflu\u00dfreiche Position ein. In seiner riesigen Jugendabteilung mit sehr hohem Anteil an Ausl\u00e4nderkindern l\u00f6st er mit Bravour bedeutungsvolle Aufgaben wie die F\u00f6rderung zwischenmenschlicher Beziehungen und die Integration von Ausl\u00e4nderkindern in die einheimische Gesellschaft. Ein hohes Lob also f\u00fcr die vielen ehrenamtlichen Pers\u00f6nlichkeiten in der &#8222;02&#8220;, die f\u00fcr diese Aufgaben viel Freizeit opfern und pers\u00f6nliches Engagement investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Nat\u00fcrlich wird auch noch Fu\u00dfball gespielt in der &#8222;02&#8220;. Und dies mit beachtlichem Erfolg. Ich empfinde die Landesliga als angemessene Klasse, vor allem auch, wenn man die heutigen finanziellen Aspekte im Spieler- und Vereinsbereich ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich pers\u00f6nlich bewundere seit vielen Jahren die erfolgreiche Vereinspolitik, die Horst Klee mit seinen Mitarbeitern betreibt. Eine realit\u00e4tsbezogene Vereinspolitik mit viel wirtschaftlicher Vernunft, aber dennoch mit sehenswertem sportlichen Erfolg. Man kann der &#8222;02&#8220; nur gratulieren zu ihrem umsichtigen Vorstand unter der langj\u00e4hrigen Leitung des Kommunalpolitikers Horst Klee. Als H\u00f6hepunkt der soliden Vereinspolitik m\u00f6chte ich die Schaffung des schmucken Vereinsheims bezeichnen, das als Kommunikationszentrum der vielen Mannschaften und Mitglieder dient, und das als Hort der gro\u00dfen Vereinsfamilie immer angesteuert werden kann, wenn man gute Freunde, alte Bekannte treffen will, so wie wir fr\u00fcher uns in der 02-Familie immer wohl gef\u00fchlt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit schlie\u00dft sich der Kreis. 90 Jahre hat die &#8222;02&#8220; jetzt deutsche und hessische Fu\u00dfballgeschichte mitgeschrieben. Schon in den 30iger Jahren geh\u00f6rte Mittelst\u00fcrmer Christel Kraus von den Blauen zum Herrberger-Kader der Nationalmannschaft. Gerd Klier war sp\u00e4ter Amateur-Nationalspieler, und der ganze Stolz aller 02er ist der Biebricher Bub J\u00fcrgen Grabowski, der 44mal das Trikot der A-Nationalmannschaft trug, mit der er 1974 Fu\u00dfball-Weltmeister wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin stolz darauf, Mitglied des Biebricher Fu\u00dfball-Vereins 02 zu sein. Und, wenn ich bei meinen Streifz\u00fcgen in Sachen Fu\u00dfball durch Europa, in Athen, in Neuchatel, Wien, Istanbul, Madrid, Florenz, Prag, Bratislava, G\u00f6teborg, Kopenhagen, Puero de la Cruz, Luxemburg, Monte Carlo etc. gefragt werde, &#8222;wo hast du eigentlich Fu\u00dfball gespielt?&#8220;, dann ist immer meine Antwort: &#8222;Bei Biebrich 02&#8220; und ich f\u00fcge stets mit Stolz hinzu: &#8222;Das ist der Stammverein von Weltmeister J\u00fcrgen Grabowski&#8220;!<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt f\u00e4ngt f\u00fcr die &#8222;Blauen vom Rhein&#8220; eine neue Dekade an. F\u00fcr gewesene Erfolge gibt kaum einer etwas. Das hei\u00dft: Es m\u00fcssen neue Anstrengungen gemacht werden, um alte Positionen zu halten, nach dem Motto: &#8222;Wenn man gut ist, mu\u00df man noch besser werden!&#8220; Zu jeder Saison werden die Karten neu gemischt, und jeder Vereinsvorstand mu\u00df sehen, da\u00df er zum rechten Zeitpunkt gute Karten in H\u00e4nden hat. Beim FVB 02 wird sicherlich Vorrang behalten, die vorhandene, achtenswerte Position in der Landesliga zu stabilisieren, eher als neue Ziele in h\u00f6heren Regionen anzustreben, die dauerhaft nur mit enormem finanziellen Aufwand zu halten w\u00e4ren.&nbsp; Solidit\u00e4t und Seriosit\u00e4t auf Landesliga-Niveau sowie im Jugend-Bereich sollten gefragt bleiben. Ich habe dieserhalb gro\u00dfes Vertrauen in Horst Klee und sein leistungsf\u00e4higes Mitarbeiter-Team. Ich bin sicher, da\u00df der BFV 02 auch in den kommenden zehn Jahren sein beachtliches, sportliches Leistungsniveau wird halten und seine bedeutsammen gesellschaftspolitischen Funktionen und seine wichtigen erzieherischen Aufgaben im Jugendbereich wird erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Hierzu w\u00fcnsche ich von Herzen optimale Erfolge als einer vom alten, echten Biebricher Rheinadel.<\/p>\n\n\n\n<p>Lothar Meurer<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Biebrich 02 war f\u00fcr mich ein Gl\u00fccksfall<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfball war mein Leben vom f\u00fcnften, sechsten oder siebten bis zum 36. Lebensjahr. Fu\u00dfball bestimmt mein Leben auch heute noch teilweise, aber es haben sich &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; andere Dinge dazugesellt. Ich spiele mit anderen ehemaligen Nationalspielern in der Portas-Mannschaft, bin Pate beim DFB-St\u00fctzpunkttraining f\u00fcr 14- bis 16j\u00e4hrige Talente in der Sportschule Gr\u00fcnberg und sitze bei Eintracht Frankfurt im Verwaltungsrat. Dar\u00fcber hinaus betreibe ich ein Versicherungsb\u00fcro der Gothaer Versicherungen, bin Repr\u00e4sentant bei Portas und habe vor zweieinhalb Jahren mit Golf eine neue sportliche Herausforderung entdeckt, die mich fasziniert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber den Stra\u00dfenfu\u00dfball bin ich zum SV Biebrich 19 gesto\u00dfen und dem Verein mit acht Jahren beigetreten. Jugendleiter Laufer hat mich von Beginn an gef\u00f6rdert. Ich mu\u00dfte mich in der C-Jugend gegen Spieler durchsetzen, die oft \u00e4lter und gr\u00f6\u00dfer waren. Heute wei\u00df ich, da\u00df es von gro\u00dfem Nutzen f\u00fcr mich war, zu lernen, sich zu behaupten. Als 16j\u00e4hriger wechselte ich mit f\u00fcnf anderen Spielern zum FV Biebrich 02, da wir bei den 19ern keine Mannschaft mehr stellen konnten. Kurt Klein war bei den Blauen der Initiator und Macher einer tollen A-Jugend. Er hatte ein Team zusammengebastelt, das von Erfolg zu Erfolg eilte. Es war f\u00fcr uns eine wunderbare Zeit. Kurt Klein hat uns zwei einzigartige Jahre beschehrt. Er war besessen vom Fu\u00dfball, war Ansprechpartner, hatte immer Zeit f\u00fcr uns. Er leitete das Training, er organisierte einfach alles. Wir gingen f\u00fcr ihn durchs Feuer. Kameradschaft hie\u00df unser Zauberwort. In der Saison 61\/62 scheiterten in der Hessenmeisterschaft so bekannte Vereine wie Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach und Darmstadt 98, nicht jedoch die A-Jugend von Biebrich 02. Erst in einem tollen Finale unterlagen wir Hessen Kassel schlie\u00dflich nur knapp. Der Vater aller Erfolge: Kurt Klein. Ich m\u00f6chte mich hier auch bei seiner Frau Wilma bedanken, ohne deren Unterst\u00fctzung vieles nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser erfolgreichen A-Jugend schafften mit mir noch vier Spieler den Sprung in die Hessenliga-Mannschaft. F\u00fcnf 18j\u00e4hrige in eine Mannschaft einzubauen, dazu braucht man Mut. Heinz Przybilla hatte diesen Mut. Er hatte au\u00dferdem Fu\u00dfballverstand, Durchblick und Autorit\u00e4t. Als Trainer war er echt super und nicht umsonst f\u00fcr uns alle der Chef. Ich verdanke ihm sehr viel. Er hat mich gef\u00f6rdert, mir auch schw\u00e4chere Spiele zugestanden und mir nie den Spa\u00df am Fu\u00dfball genommen. Er hat f\u00fcnf junge Spieler in eine intakte Mannschaft integriert und mir die M\u00f6glichkeit gegeben, fu\u00dfballerisch zu reifen. Die \u00e4lteren Spieler um Kapit\u00e4n Willi Peukmann halfen uns, wo sie konnten &#8211; und es wurden drei Super-Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Zeit bei Biebrich 02 war f\u00fcr mich in der Tat ein Gl\u00fccksfall. Es stimmte einfach alles. Ich hatte immer das Gef\u00fchl, da\u00df ich von Leuten umgeben war, auf die man sich verlassen konnte. Angefangen bei Horst und Inge Seilberger, zu denen ich heute noch ein prima Verh\u00e4ltnis habe, \u00fcber Jule Jung, den Zeugwart, der alles im Griff hatte, bis zu Horst Klee, der schon damals viele n\u00fctzliche Dinge f\u00fcr die Blauen tat. Paradebeispiel des 02-Funkion\u00e4rs aber war der Spielausschu\u00df-Vorsitzende G\u00fcnher Seilberger. Er sprach die Sprache der Spieler, er konnte begeistern. Was er sagte hatte Hand und Fu\u00df, man konnte ihm vertrauen. Leute seines Schlages w\u00fcrden heute jedem Verein gut zu Gesicht stehen. Auch G\u00fcnther Seilberger herzlichen Dank.<\/p>\n\n\n\n<p>Es fiel mir nicht leicht, diesen Verein und dieses intakte Umfeld zu verlassen. Auf unseren Anhang waren wir stolz. Die anderen Vereine schielten neidisch nach Biebrich. Gegen Germania Wiesbaden, den SVW, Kastel 06, Opel R\u00fcsselsheim, und Darmstadt 98 sorgten zwischen vier- und siebentausend Zuschauer f\u00fcr gewaltige Kulissen und eine gute Atmosph\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach sieben L\u00e4nderpokalspielen f\u00fcr Hessen und einem Amateur-L\u00e4nderspiel erhielt ich ein Angebot von Eintracht Frankfurt. Horst Klee und ich trafen uns mit dem damaligen Pr\u00e4sidenten Rudi Gramlich. Wir einigten uns, und der Vertrag war perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach habe ich auch bei Eintracht Frankfurt 15 erfolgreiche Jahre erlebt, davon elf als Kapit\u00e4n. Die f\u00fcnf Jahre bei den Blauen haben bei mir jedoch einen besonderen Stellenwert. Nochmals Dank an alle, die mich in dieser Zeit unterst\u00fctz haben und mir behilflich waren.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen Grabowski<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Folgende Texte und Aufs\u00e4tze stammen aus der Festschrift, die zum zum 90-j\u00e4hrigen Bestehen des Vereins herausgegeben wurde. Hier wird vorgelebt, wie unsere Welt aussehen k\u00f6nnte\u2026 &#8222;Ein kleiner Verein in einer gro\u00dfen Stadt&#8220;. 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